Frage von snickera, 66

Was bedeutet Kommunismus und Kapitalismus?

Antwort
von berkersheim, 34

Kommunismus ist eine Utopie, also ein Traum von einer schönen, heilen Welt. Der Weg dahin sollte über den Sozialismus führen. Der erste Versuch des Sozialismus ist politisch (Diktatur statt Demokratie) und ökonomisch (die Verelendung der Massen, die man dem Kapitalismus vorhergesagt hatte, hat man dann selbst erlebt) gescheitert. D.h. über die Möglichkeit, den mit vielen Idealen gespickten Kommunismus zu erleben, ist mitgescheitert.

Kapitalismus ist ein Begriff, dessen Auslegung von Anfang an umstritten und unscharf war. Im marxistischen Sprachgebrauch wird er als politisch-ökonomische Periode im Klassenkampf benutzt, die gekennzeichnet ist durch Machtverhältnisse, in denen die Besitzenden ihre Möglichkeiten, die Nicht-Besitzenden auszubeuten mit Hilfe staatlicher Macht durchsetzen. In vereinfachter Form ist der Kapitalismusbegriff dann als Politkeule verkommen, wobei der Kapitalismus der neue Teufel und an allem Ungemach Schuld ist.

Für eine realpolitische und realökonomische Analyse ist der marxistisch geprägte Begriff längst zu ungenau und unergibig. Er befriedigt nur noch die Altideologen mit ihren einfachen Klassenkampfvorstellungen. Politisch gibt es z.B. ökonomisch-kapitalistische Wirtschaftssysteme mit fortgeschrittener Demokratie bis hin zu Diktaturen. Kapitalismus mit einer einzigen politischen Ausprägung gleichzusetzen ist also längst überholt. Ökonomisch gibt es den einfachen Unterschied in Ausbeuter und Ausgebeutete nicht, sondern die Strukturen sind sehr viel komplexer und je nach Land und dessen Historie verschieden. Wegen dieser Uneinheitlichkeit ist der Begriff Kapitalismus eigentlich unbrauchbar, weil viel zu schwammig und unpräzise.

Die einzige einheitliche Interpretation von Kapitalismus ist für alle unterschiedlichen Auffassungen der Punkt, an dem eine einschneidende Veränderung in der Ökonomie festzustellen war. War bis zu Beginn des 19. JH die Bedeutung der Produktionsfaktoren Boden, Arbeit und Kapitalien (Arbeitshilfsmittel) so verteilt, dass in der Landwirtschaft der Boden dominierte, im Handel/Handwerk die Arbeit und die Arbeitsmittel (Kapital) nur eine unterstützende Rolle hatten, so ist das durch den mit der Aufklärung aufbrechenden wissenschaftlichen Fortschritt und die damit verbundene industrielle Revolution komplett und in recht kurzer Zeit gekippt. Alle nennen die neue Bedeutung der Kapitalien nach der industriellen Revolution, die Maschinen und gewaltigen Produktionsanlagen Kapitalismus. Soweit herrscht Einigkeit.

Diese übermäßige Bedeutung der Kapitalien (Produktionsanlagen) über Boden und Arbeit hat sich auch im Sozialismus fortgesetzt. Die Unterschiede waren im Vergleich zum verteufelten Kapitalismus im realen Sozialismus nur künstlich definitorisch. Auch dort haben nur wenige über die Kombination von Boden, Arbeit und Kapitalien entschieden und die Massen mussten brav ihre Maschinendienste leisten. Im Gegensatz zum "Kapitalismus" wurde ihnen zusätzlich vorgeschrieben, was sie konsumieren durften, weil nur wenige entschieden, was überhaupt produziert wurde. Bei genauer Betrachtung war der Sozialismus in Punkto wahrer Beteiligung der Menschen an den Entscheidungen ökonomischer wie politischer Art ein Rückschritt, woran er auch gescheitert ist.

Kommunismus, Kapitalismus, beide Begriffe gehören in die Schublade historisch ausgedienter Begriffsinstrumente. Begriffe sollten nicht überschätzt werden. Sie sind immer nur ein Versuch, eine sehr differnzierte Wirklichkeit über gemeinsame Merkmale zusammenzufassen. Doch z.B. die unterschiedliche Bedeutung der Verschuldung in Japan und Deutschland oder gar Griechenland kann man nicht verstehen, wenn man alle drei als kapitalistische Länder bezeichnet. Da werden fundamentale Unterschiede weggewischt. Übrig bleibt eine ideologische Selbstbefriedigung, sich in seiner Ideologie als Weltenretter zu empfinden, mag es auch noch so sehr an der Realität vorbeigehen. Nicht, dass unsere politischen und ökonomischen Verhältnisse keiner Kritik bedürften, doch mit Pauschalbeurteilungen durch die ideologische Brille kommt man da nicht weiter.

Antwort
von TUrabbIT, 26

Kommunismus und Kapitalismus sind zwei gegensätzliche Wirtschaftssystemideologien.
Am verbreitetsten ist der Kapitalismus, der Kommunismus wurde/wird in verschiedenen Formen u.a. in der UdSSR, China und Kuba geführt.

Zu mehr Details befragen Sie bitte die Suchmaschine ihres Vertrauens (oder geringsten Misstrauens) oder fragen sie ihr Wiki oder Duden.

Antwort
von Chevejo, 31

im Kommunismus musst du arbeiten, im Kapitalismus kannst du arbeiten

Kommentar von voayager ,

tautologische Weisheiten, verkündest du ungeniert

Antwort
von reziprok26, 27

Der Kommunismus; möchte alle Menschen gleich machen, das hört sich gut an, ist abernicht umzusetzen. Der Kommunismus ist wider der menschlichen Natur, die Menschen sind Pioniere und wollen immer besser und immer mehr, das ist derAntriebsmotor der Menschen, mein Haus, mein Boot, mein Auto usw., wenn sich die Arbeit für den Menschen nicht persönlich rechnet, dann wird er Faul.

Der Kommunismus macht alle gleich (…) faul, außer die führenden Genossen, die leben in Saus und Braus. In allen Länder in dem der Kommunismus das Sagen hatte sind gescheitert, erst als der Kommunismus abgeschafft wurde ging es wieder aufwärts.

Aber es gibt immer wieder Träumer die meinen es besser machen zu können.


Antwort
von robi187, 32

das güterversorgungsproblem wird im kommunismus über planwirtschaft und vorgaben gelöst?

das güterversorgungsproblem wird im kapitalismus über angebot und nachfage  und damit über gewinnerwartung gelöst?

dies gibt auch für die soziale marktwirschaft nur dass dort der staat eingreifen (plan) kann wenn das angeobt und nachfrage zu sehr im ungleichgewicht ist! (z.b. es gibt bedürfnise die zu keinem angeobt führt aber nötig ist oder ponopolbildung)

Antwort
von Alex18999, 34

2 einfache Begriffe für Google :)

Expertenantwort
von atzef, Community-Experte für Politik, 25

"Kapitalismus" bezeichnet die Gesellschaftsformation, in der wir leben.

"Kommunismus" bezeichnet eine theoretisch ersonnene Gesellschaftsformation, die den Kapitalismus ablösen soll. Allerdings auf eine sehr abstrakte und praktisch kaum griffige Art und Weise.

Darüberhinaus wird "Kommunismus" auch für politische Strömungen verwendet, die diese Gesellschaftsformation anstreben.

Antwort
von soissesPDF, 39

Im Kommunismus haben alle einen Vogel.
Im Kapitalismus hat jeder einen Vogel.

Antwort
von Geisterstunde, 20

Google und Wikepedia informieren Dich gerne und ausführlich.

Antwort
von Wolle1305, 36

http://www.studentshelp.de/p/referate/02/2731.htm

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