Frage von rosepetals, 23

Was bedeutet "innerparteilich wurden Reformen kaltgestellt"?

Ich lerne gerade die Geschichte die DDR und nach dem Volksaufstand 1953 hat die SED Reformen innerparteilich kaltgestellt und die "Hardliner" setzten sich auf ganzer Linie durch, so der Tafelaufschrieb unseres kreativen Lehrers. Bedeutet das, die Reformen wurden sozusagen "festgefroren" und sind nicht mehr veränderbar? Und was sind Hardliner?

Antwort
von timvos, 23

Das heißt einfach, dass sämtliche Reformen oder Ansätze zu Veränderung/Öffnung (die es zuvor durchaus gab) von da an im Sande verliefen, ausgebremst waren und kein Gehör mehr fanden.

Hardliner = in einer Denkweise oder Ideologie festgefahrene Menschen/Politiker, die sich oftmals rationalen Argumenten verschließen und "auf stur" stellen - kompromisslos und ohne Rücksicht auf Widerstände..

Kommentar von rosepetals ,

Danke! Das hat sehr geholfen

Antwort
von Modem1, 19

Eigentlich war die Sache so: Nach dem 17. Juni entschuldigte sich die Regierung bei den Bürgern. Maßnahmen der DDR Regierung wurden zurückgenommen um Ruhe und Zeit zu gewinnen. So richtig streng wurde es gleich nach dem 13.8.1961... (Mauerbau).1963 gab es Reformen in der Wirtschaft welche 1965 auf Druck der Sowjetunion zurückgenommen wurden.

Antwort
von Almuric, 19

Es gab damals in der SED Leute, die politische Veränderungen in der DDR wollten, was aber anderen so gar nicht paßte. Darum wurden die "Reformer", die alte Strukturen aufbrechen wollten und das Land ein klein wenig nach Westen orientieren wollten, bei Abstimmungen regelmäßig überstimmt und handlungsunfähig gemacht. Sie wurden kaltgestellt. Und mit ihnen ihre Ideen und Reformen.

Und zwar von den unbeirrbaren Genossen die an den Sieg des DDR-Systems glaubten und an der harten Linie, dem harten Kurs festhielten. Diese Betonköpfe nannte man "Hardliner" (von harte Linie).

So war das damals...

:-) 

Kommentar von rosepetals ,

Vielen Dank :) Jetzt hab ich es verstanden

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