Was bedeutet Grundfreibetrag bei Hartz 4?

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3 Antworten

Das ist schon richtig so !

Wenn du mal davon ausgehst das man z.B. nicht 40 sondern schon 50 oder 55 ist und sein ganzes Leben lang gearbeitet und gespart hat und man dann sein ALG - 1,also seine Versicherungsleistung / Lohnersatzleistung ab 58 Jahren für max. 24 Monate bekommt,wenn man min.48 Monate versicherungspflichtig war und danach ALG - 2 angesagt ist und man in dem Alter nicht mehr so leicht in Arbeit kommt,ist das ganze schon nicht schlecht geregelt.

Um so jünger man ist um so weniger Anspruch hat man auch,dass min. sind 3100 € + einmalig 750 € für notwendige Anschaffungen.

Und der Grundfreibetrag bezieht sich sicher auf das Erwerbseinkommen.

Da hat man auf sein Bruttoeinkommen Freibeträge nach § 11 b SGB - ll die werden dann aus dem Brutto berechnet,theoretisch vom Netto abgezogen und ergeben dann das anrechenbare Nettoeinkommen,dass wird dann auf den Grundbedarf angerechnet und wenn man dann noch bedürftig ist bekommt man das aufgestockt.

Dann sind die ersten 100 € vom Brutto der so genannte Grundfreibetrag,von 100 € - 1000 € Brutto 20 % und von 1000 € - 1200 € Brutto noch mal 10 % Freibetrag.

Wenn man in seiner BG - ( Bedarfsgemeinschaft ) min. 1 minderjähriges Kind hat,man also z.B. alleinerziehend ist mit Kind,dann liegt die letzte Stufe der Freibeträge bei 1000 € - 1500 € Brutto und davon dann 10 % Freibetrag.

So kann man dann entweder auf 300 € bzw. 330 € Freibetrag kommen und diese hätte man dann mehr als ohne Arbeit.

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Kommentar von kaufi
24.04.2016, 11:04

Vielen Dank für die ausführliche Erklärung.

Nochmal zu meinem Beispiel: Die 30-jährige Frau kann also, während sie Hartz 4 bezieht, frei über die 4500€ verfügen, insofern die Summe bei Antrag schon auf ihrem Girokonto war ?

Es ist also ein Ammenmärchen, das man sein Konto räumen muss, bevor man Harzt 4 beantragt, insofern die Summe nicht die 150€ pro Lebensjahr + die einmaligen 750€ überschreiten, richtig so ?

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Soweit ich weiß, ist das so richtig.

Es steht ja jedem zu, in seinem Leben gespart zu haben und man muss nicht alles Ersparte ausgeben, bis man nichts mehr in der Tasche hat. Man kann also ALG 2 beantragen und trotzdem das Geld behalten dürfen, quasi als Notgroschen.

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Du darfst bis zu einer gewissen höhe an Geld bzw auch als Wertgegenstände haben. Du darfst aber nicht irgendwelche Einkommen haben bzw nur die die dir zustehen (kindergeld, rentenversicherung usw) und das was du davon bekommst zahlen die nicht damit du auf die glaub 450€ im hast.

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