Frage von NoamChomsky, 111

Was bedeutet für Euch politisch "links"?

Was bedeutet für Euch politisch "links"?

Antwort
von realsausi2, 23

Für mich bedeutet "Links" zu sein, politische Entscheidungen primär unter dem Aspekt des Wohlergehens für den/die Menschen zu treffen.

Der Mensch steht im Mittelpunkt, bildet den Maßstab. Staatliches und wirtschaftliches Handeln haben sich dem Wohle des Menschen zu verpflichten. Profit kann dabei nur Mittel zum Zweck sein, aber darf nicht Selbstzweck sein.

Hieraus ergeben sich fast alle Weiterungen dessen, was ich als "links" bennenen würde.

Antwort
von PomHobbit, 60

da hast du bei mir glaube ich ne ziemlich lange Adresse erwischt^^ ich fange mal an.

Generell gibt es in meinen Augen verschiedene Arten von Links. Stalinistisch, Antifaschistisch, "linker Gutmensch", etc. Wenn du politisch meinst, dann fange ich erstmal mit meiner Meinung über die Partei "die Linke" an. Meiner Meinung nach, ist die Linke sehr wichtig, allerdings sollte sie nicht im Bundestag sitzen. In meinen Augen ist die Linke eine Oppositionspartei, keine für den Bundestag. Sehen viele aber anders. Ich würde nur in einem Fall wollen, dass die Linke in den Bundestag kommt und zwar, wenn sie eine Koalition mit der SPD bilden würden. Solange es aber noch Grüne und CDU/CSU gibt, wird das leider nicht passieren.

Das bürgerliche Links: In meinen Augen braucht man nur solange Linke, solange es Rassismus, also Rechte gibt. Wenn jeder Mensch ein weltoffenes und hilfsbereites Weltbild hat, von mir aus auch mit Kapitalismus, den bekommt man nicht aus den Köpfen raus, dann würden die Linken überflüssig. Insofern finde ich nicht nur, dass es Linke so geben sollte, sondern auch eine starke radikale Linke, also die Antifas. Damit meine ich nicht die, die wegen der Action auf die Demos gehen, dass sind in meinen Augen keine Linke sondern Arschlöch**. Ich finde ein guter Linker ist der, der sich seine politische Meinung gebildet hat, nicht nur weiß wogegen er ist, sondern auch wofür (realistisch wofür und nicht weltfrieden durch Kommunismus) und eine gute Allgemeinbildung hat, denn ansonsten ist es gerade zur zeit sehr schwer seinen Standpunkt als Linker zu rechtfertigen. Deswegen sollte auch nicht jeder Mensch in Deutschland Linker sein, wie ich finde. Es braucht welche, aber nicht alle. Linke sind dafür da, um den Nazis und (rassistischen) Patrioten in unserer Gesellschaft den Platz zu geben, der ihnen zusteht, nämlich keiner. Wenn es aber die Gesellschaft nicht mehr gibt, weil jeder Linker oder Nazi ist, dann funktioniert das ganze nicht. 

Ich hoffe das war einigermaßen verständlich :)

Kommentar von Philippus1990 ,

"Linke sind dafür da, um den Nazis und (rassistischen) Patrioten in unserer Gesellschaft den Platz zu geben, der ihnen zusteht, nämlich keiner."

Und wie machen das Linke so?

Kommentar von PomHobbit ,

unter anderem indem sie mit größeren Gegendemos Rechte Demos (gerade bei Neonazidemos klappts eigentlich immer) blocken. Außerdem, wie ich schon durch RADIKALE Linke äußerte, geschieht dies z.T. sicherlich auch durch Gewalt. Eigentlich generell der falsche Weg, aber ich denke mal der Durchschnittsbürger ist froh, wenn er nicht mit einem nazi reden muss. Ich meine aus ihrem Kommentar herausgelesen zu haben, dass vermutlich gleich ein niederschetternder Konter gegen Linke Gewalt kommt. Allerdings möchte ich an dieser Stelle zu bedenken geben, dass gerade die Rechte Szene nicht die ist, die damit zu kämpfen hat, dass sie nur von allen auf die Mütze bekommt, aber nie austeilt. Das beruht auf absoluter Gegenseitigkeit und wer etwas anderes behauptet, war entweder noch nie auf einer Demo oder macht sich etwas vor. Aus diesem Grunde nehme ich ganz klar Stellung dazu, dass wir unter anderem auch gerne mal dem einen oder anderen Neonazi die Fleischmütze polieren ja. Irgendwelche Bedenken/Einwände?

Kommentar von Quastroo ,

In meinen Augen braucht man nur solange Linke, solange es Rassismus, also Rechte gibt.

Die Gleichstellung von Rassisten und Rechten allgemein ist zu gewagt. Man kann auch rechts sein, ohne irgendwelches rassistisches Gedankengut von sich zu geben

Insofern finde ich nicht nur, dass es Linke so geben sollte, sondern auch eine starke radikale Linke, also die Antifas.

Würde man miteinander sprechen, anstatt sich gegenseitig die Köpfe einzuschlagen, bräuchte man keinen der Beiden...

Linke sind dafür da, um den Nazis und (rassistischen) Patrioten in
unserer Gesellschaft den Platz zu geben, der ihnen zusteht, nämlich keiner

"Rassistische Patrioten"... wie sieht es mit der Grünen Jugend aus, die zum Fahnenverbot aufgerufen hat? Und das während einer EM...   Wie weit darf man diese Begriffe(Nationalstolz, Nationalsozialismus, Patriotismus) dann noch spannen? Wo ist das Ende? Wo ist der Anfang? Man kann das nicht pauschalisieren.

Kommentar von PomHobbit ,

Wie du siehst, gehe ich auch gerne mit dazu fähigen Rechten gerne ins Gespräch. Allerdings ist das bei einigen  schlichtweg nicht möglich. Und nein, ich habe nichts gegen Patrioten, eigentlich. Leider ist mittlerweile das Patriot sein, immer mehr in einen fremdenfeindlichen und radikalen Bereich abgedrifftet. Ich habe gegen niemanden etwas, der auf Deutschland stolz ist. Ich habe aber gegen jeden etwas, der darüber hinaus anderen irgendwelche Rechte aberkennt. Und mittlerweile ist auch Patriot ein Überbegriff für diese geworden, da es kaum noch welche gibt, die eine differenzierte Meinung zu irgendetwas haben. Gegen friedliche Patrioten, die vor allen Dingen nicht gegen Einwanderung sind, habe ich auf keiner Weise etwas. Der Begriff Patriot wird viel mehr für das, was eigentlich Nazis sind, missbraucht. Insofern richtitet sich mein Unmut auch gegen Patrioten. Jedoch halt nur gegen die eben beschriebene Auswahl von ihnen. 

Antwort
von voayager, 18

antibürgerlich - anitkapitalistisch, das isses!

Antwort
von Evaiiion, 60

Wenn man mehr politisch- und soziale Gleichheit anstrebt.

Antwort
von Orney, 71

Umverteilung reich -> arm. Außerdem gegen Krieg

Antwort
von Philippus1990, 46

Die Konservativen halten die Ordnung hoch, die Liberalen schwören auf die Freiheit und die Sozialisten besingen die Gleichheit.

Kommentar von Unsinkable2 ,

Die Konservativen halten die Ordnung hoch, die Liberalen schwören auf die Freiheit und die Sozialisten besingen die Gleichheit.

... siehe "Agenda 2010", dank deren Hilfe ein auf ein 30-jähriges Arbeitsleben zurückblickender Akademiker am Ende genauso viel (oder wenig) hat, wie ein noch nie im Berufsleben gestandener jung-arbeitsloser Hauptschulabbrecher...

Ja, du hast völlig Recht: Die "Ordnung der freiheitlichen Leistungs-Gerechtigkeit, die überhaupt nichts 'gleich' macht" der Konservativen und Liberalen ist wirklich erstrebenswert... 

Kommentar von Philippus1990 ,

Ich weiß nicht was Du jetzt von mir willst.

Antwort
von Blueman66, 50

Links bedeutet für mich offen für andere Länder und für Ausländer zu sein

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