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Was bedeutet es, wenn ein Fonds geschlossen ist?

gefragt von SundanceKid am 08.05.2009 um 20:11 Uhr

Gibt es Fonds, die immer von ihrer Beschaffenheit her einfach geschlossen sind oder werden die aus wirtschaftlichen Gründen geschlossen?


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anonym
beantwortet von doris11 am 8. Mai 2009 20:12
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http://www.finanzfrage.net/frage/was-bedeutet-es-wenn-ein-fond-geschlossen-wird

es gibt grundsätzlich geschlossene Fonds. Diese investieren in definierte Objekte (Immoblien, Schiffe, Filme oder sonstwas). Sammeln einen bestimmten Geldbetrag ein schließen dann. Wenn Du dort investierst, bist Du Miteigentümer einer Firma. Ungefähr genauso, wie wennn Du Dich bei einer GmbH einkaufst. Ob und zu welchem Preis Du Deine Beteiligung verkaufen kannst hängt davon ab, ob Du einen Käufer findest. Eher schwierig.

Bei sog. offenen, bzw. Publikumsfonds wird ein gesetzlich geregeltes und überwachtes Sondervermögen gebildet, welches dann nach vorgegebenen Regeln (Verkaufsprospekt) investiert wird (z.B. in Aktien). Die Anteile dieser Fonds kann man i.d.R. täglich an die Fondsgesellschaft zurückgeben (verkaufen). Der Gegenwert eines Anteils (Kurs) wird (börsen) täglich von der Depotbank auf Basis des Wertes aller Aktien im Sondervermögen berechnet.

So ein Fonds kann auch geschlossen werden. Das bedeutet dann aber, dass keine neuen Anteile mehr ausgegeben werden, also kein neues Geld in den Fonds fließt. Dies geschieht i.d.R., wenn der Fonds zu groß wird und mit seinem Volumen nicht mehr sinnvoll in seinem Segment agieren kann (wie ein Riesentanker, der den Rhein rauffahren sollte. Irgendwann gehts halt nicht mehr.) Für Anleger die Anteile dieses Fonds schon haben wirkt sich das nicht negativ aus, verkaufen kann man immer.

Dann gibt es noch die Liquidation. Meistens bei Fonds, die kein Mensch will und zu klein sind, um wirtschaftlich sinnvoll betrieben zu werden (z.b. Fondsvolumen < 15 mill Euro). Diese Fonds werden dann richtig zu gemacht. Der Anleger erhält meistens ein Tauschangebot in ein ähnliches Produkt. Nimmt er es nicht an, bekommt er igendwann sein Geld ausgezahlt.

Fondshandel über die Börse ist übrigens eher die Ausnahme. Meistens kauft man (bzw. die depotführende Bank) die Fonds von der Fondsgesellschaft und verkauft sie dorthin auch wieder.

Theoretisch könnten Fonds die geschlossen wurden über die Börse gehandelt werden. Ist aber derzeit sicher noch die Ausnahme. Quelle: wer weis was


leasingmama
beantwortet von leasingmama am 8. Mai 2009 20:14
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Das bedeutet, dass bei einem Viertürer die hinteren Türen geschlossen sind

Kommentar von 55e352120b1bd7026c2f8996215ffbddsmallWEISTDUS am 8. Mai 2009 20:15

...so einfach ist das... DH


WEISTDUS
beantwortet von WEISTDUS am 8. Mai 2009 20:15
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,,,aus unwirtschaftlichen Gründen wurden in letzter Zeit viele Fond´s zwangsgeschlossen.


jeanny85
beantwortet von jeanny85 am 10. Mai 2009 13:45
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Bei einem offenen Fonds können Fondsanteile jederzeit gekauft und verkauft werden. Bei einem geschlossenen Fonds gibt es eine begrenzte Anzahl an Fondsanteilen, die idR auch nicht aufgestockt werden. Wenn sie aus sind, sind sie aus.


ohjeohje
beantwortet von ohjeohje am 27. Juli 2009 11:49
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Wie schon beschrieben, gibt es sogenannte offenen und geschlossene Fonds. Die offenen Fonds haben eine tägliche Kursfeststellung und können auch jederzeit veräußert werden. Sie unterliegen der ständigen gesetzlichen Kontrolle des Bafin. Die geschlossenen Fonds haben ein festes Emissionsvolumen, zum Bespiel 100 Millionen Euro. Wenn diese Summe erreicht ist, wird der Fonds geschlossen, weil alle Anteile verkauft sind. Der Emissionsprospekt muss ebenfalls vor dem offiziellen Vertrieb von der Bafin freigegeben werden. Dieser Fonds hat eine bestimmte Laufzeit, die im Fondsprospekt steht. Während dieser Zeit kann man dort nicht raus, es sei denn, es gibt einen sogenannten Zweitmarkt, auf dem Anteile dieses Fonds gehandelt werden, ein Altanteilseigner verkauft also seinen Anteil einem Neuanteilseigner. Manchmal sieht man solche Angebote auch in der Tageszeitung. Das funktioniert aber nicht, wenn der Fonds nicht gut läuft, denn dann will niemand solche Anteile haben. Da geschlossene Fonds nicht jederzeit einen Kurs feststellen (können) und eine jederzeitige Veräußerung der Anteil nicht gesichert ist, werden sie dem "GRAUEN Kapitalmarkt" zugerechnet. Was aber keinerswegs heißt, dass man deshalb davon die Finger lassen sollte, wie fälschlicherweise oft in der Presse geschrieben wird (aus Unkenntnis) und deshalb auch viele Anleger meinen (aus gleicher Unkenntnis wegen der Fehlinformation).



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