
du meinst wohl das ritual, bei dem bei der verbrennung des verstorbenen ehemannes die witwe gleich mit "entsorgt" wird...
eine sehr böse und makabere sache, doch wurde das lange praktiziert, da somit doch auch gleich die versorgung mit allen schwierigkeiten der übriggebliebenen witwe geregelt war...
ich glaube, heute ist da nicht mehr erlaubt, aber ob man in ländlichen gegenden, die schwer zu kontrollieren sind, auch unterlassen wird - da bin ich mir nicht so sicher...
ist eine tradition, die sich genauso schwer unterbienden lässt, wie die beschneidung von mädchen, die noch in vielen ländern durchgeführt wird - auch gegen staatliche auflagen... lg

Sati (Sanskrit, f., सती, satī, wörtl.: „die Seiende“, Frau, die den richtigen, mutigen Weg wählt) ist die rituelle Verbrennung von Frauen in einigen indischen Religionsgemeinschaften. Nach dem Tod des Mannes konnte es geschehen, dass seine Witwe bei der Verbrennung des Leichnams ebenfalls auf dem Scheiterhaufen verbrannte (Witwenfolge). Dieses geschah aus religiöser Überzeugung oder aus sozialem Druck. Frauen, die Sati begingen, wurden in hohen Ehren gehalten und teilweise göttlich verehrt, ihre Familie gewann hohes Ansehen. Ursprünglich opferten sich auf diese Weise Frauen der im Kampf gefallenen Männer aus Fürstenfamilien, möglicherweise, um nicht den Feinden in die Hände zu fallen. Diese Sitte, zunächst als Selbstopfer gedacht, wurde jedoch im Laufe der Zeit in vielen Bevölkerungskreisen eingeforderte Praxis. Besonders häufig war die Witwenverbrennung bei den Kshatriya-Kasten, wie z. B. den Rajputs in Nordindien, wo sie bis heute vereinzelt vorkommt. Ein bekannter Fall ist die 1987 verbrannte 18-jährige Roop Kanwar.
marlylie am 15. November 2009 16:06 wobei das ganze eine schlimme sache ist, doch im namen eines glaubens wird ja vieles getan, was wir schwer nachvoll ziehen können....
mag ja sein, dass die verbliebene familie dann in hohen ehren gehalten wurde, doch die "mitverbrannte" gattin hat davon herzhaft wenig...
fürchterliche sitten und riten.. lg