Frage von theeunicorn, 211

Was bedeutet das Wort Fundamentalismus?

Was sind Fundamentalisten ?

Auch im Bezug zu dem Islamischen Staat (IS)?

Bitte einfache Erklärungen, bin 13 Jahre  :D

Danke :)

Antwort
von Chaoist, 110

FundamentalistInnen haben sich ein sehr starkes Fundament geschaffen und sich damit direkt und beinahe untrennbar verbunden.

Ein Fundament ist die Basis eines Hauses ( = Glaubensgebäude ). Es liegt unter der Erde ( Oberfläche ) und ist in seiner Fläche erheblich größer als das Haus. Es verhindert, dass das Haus in der Erde ganz oder einseitig versinkt. Es macht das Haus also "unumstößlich".

FundamentalistInnen sind daher nicht von ihrem Glauben abzubringen.

Als Fundament dient ihnen meist eine bestimmte Schrift. Diese kann als Fundament erwählt werden weil sie a) die älteste bekannte Version darstellt, oder b) weil sie in einer Übersetzung vorliegt die die eigenen Überzeugungen stützt.

Fundamentalismus gibt es übrigens in jeder Religion.

Kommentar von serdom ,

Der Junge ist 13 guck mal was du da "copy/paste" machst

Kommentar von Chaoist ,
  1. Ich habe jedes Wort wohl überlegt und selbst geschrieben.
  2. Ich denke dass auch 13-jährige diesen Worten u.U. folgen können.
  3. Das hier ist nicht Sparta. Das ist das Internet. Wer sagt mir dass der Fragesteller wirklich 13 ist? Wer sagt mir, dass es überhaupt ein Fragesteller ist?
  4. Es werden auch in Zukunft noch andere diesen Eintrag finden. Diese werden meine Antwort eventuell für interessant erachten.
  5. Das Problem mit zu sehr vereinfachten Antworten ist oft, dass sie einfach falsch sind.
Kommentar von theeunicorn ,

Danke :) Habe ich schon verstanden .Also kein Problem

Antwort
von AHepburn, 134

Fundamentalisten nehmen beispielsweise religiöse Texte wortwörtlich und sehen diese wortwörtliche Interpretation als die einzig zulässige an.

Kommentar von theeunicorn ,

Danke :)

Antwort
von earnest, 73

Fundamentalisten sind davon überzeugt, als einzige die allein seligmachende Wahrheit gepachtet zu haben. 

Sie sind extrem intolerant allen anderen gegenüber, die diesen selbstgemachten Anspruch ablehnen.

Fundamentalisten sagen gern: "Ich bin kein Fundamentalist. Ich vertrete nur die wahre Lehre."

Fundamentalisten sind keinem Argument zugänglich.

Es hat keinen Sinn, mit Fundamentalisten zu diskutieren. 

Gruß, earnest

Antwort
von aicas771, 55

Das "Fundament" ist der Ursprung, die Grundlage, auf der etwas steht (z.B. eine Religion).

Die Wortendung "-ismus" beschreibt meistens eine Übertreibung oder eine Lehre bzw. Denkweise, die einseitig etwas in den Vordergrund stellt (z.B. Kommunismus, Kapitalismus, Klassizismus, ...).

"Fundamentalismus" ist also eine Denkweise, die den Blick auf die Ursprünge besonders (einseitig, übertrieben) betont.

"Fundamentalisten" sind dann Anhänger dieser Denkweise.

Zur Zeit wird das Wort "Fundamentalismus" meistens für rückwärts gewandte, willkürlich vereinfachte, gewalttätige religiöse Ansichten und Denkweisen verwendet. Die gibt es nicht nur im Islam, sondern auch in anderen Religionen. Aber die islamischen Fundamentalisten sind die bei weitem gewalttätigsten.

Antwort
von oelbart, 52

Der Begriff "Fundamentalist" wurde ursprünglich für christliche Gruppen in den USA verwendet, die wieder zum "Fundament" des christlichen Glaubens - also der Bibel - zurückkehren wollten. Sie wollten vor allem dem Alten Testament wieder mehr Bedeutung verleihen.

Problematisch dabei ist, dass die Texte in einer ganz anderen Zeit entstanden und über die Jahre und Jahrhunderte auch zT abgeändert worden sind. Außerdem wird oft in Bildern und Metaphern gesprochen. Die Texte können dann dazu benutzt werden, alles mögliche zu rechtfertigen, von Lebensmittelverboten über Kleidungsvorschriften bis hin zu Mord.

Antwort
von nowka20, 21

wiki, dein freund und helfer

Antwort
von hutten52, 36

Religiöse Fundamentalisten wollen so leben, wie ihr Glaubensgründer, z. B. Mohammed gelebt hat. Dieser Glaubensgründer hat das Fundament ihres Glaubens gelegt. Jede Veränderung im Glauben lehnen sie strikt ab, das wäre für sie Sünde. Wenn also Mohammed z. B. in seinem heiligen Buch erklärt, dass der Austritt aus dem Islam eine Todsünde ist, dann halten die Fundamentalisten sich auch im Jahre 2016 daran und fordern die Todesstrafe für den "Abfall" von Glauben. Fundamentalisten sind auch oft bereit, für den "reinen" Glauben Gewalt anzuwenden, siehe IS.

Antwort
von kdd1945, 37

Hallo theeunicorn,

das Wort Fundamentalismus bedeutet einfach gesagt: Rechthaberei, Besserwisserei.

Ein Fundamentalist kann grundsätzlich in allen Lebensbereichen auftreten:

• Politik, Religion, Naturwissenschaft,
• Ernährung, Bekleidung, Kindererziehung, Sexualität,
• Naturschutz, Tierschutz, Menschenrechte u. v. a. m.

Der Fundi ist ein unbeliebter, unangenehmer Zeitgenosse, weil er nur seinen eigenen Standpunkt gelten lässt. Und dabei zu Aggressivität neigt.

Einige Beispiele:

Die repräsentative, kapitalliberale Demokratie westlicher Prägung ist die einzig erstrebenswerte Gesellschaftsordnung. Wo sie nicht gilt, ist eine Koalition der Willigen unter Führung der USA berechtigt, einen Regimewechsel herbeizuführen (by all means).

Der einzige Staat, den Allah liebt und begünstigt, ist der Islamische Staat mit der Scharia als Gesetz. Wer sich nicht unterwirft, sollte schon mal üben, ohne Kopf zu leben. Verbrecher aller Arten als Söldner willkommen. Mercenaries welcome.

https://www.bing.com/images/search?q=mercenaries&qpvt=mercenaries&qpvt=m...

So:

Mit dem Stuss

Ist jetzt Schluss!

Zum Ende was Gutes,

Sei sicher, Er tut es!

Off 21,1-5 (HFA): 1 Dann sah ich einen neuen Himmel und eine neue Erde. Denn der vorige Himmel und die vorige Erde waren vergangen, und auch das Meer war nicht mehr da. 2 Ich sah, wie die Stadt Gottes, das neue Jerusalem, von Gott aus dem Himmel herabkam: festlich geschmückt wie eine Braut an ihrem Hochzeitstag.

3 Eine gewaltige Stimme hörte ich vom Thron her rufen: "Hier wird Gott mitten unter den Menschen sein! Er wird bei ihnen wohnen, und sie werden sein Volk sein. Ja, von nun an wird Gott selbst in ihrer Mitte leben. 4 Er wird alle ihre Tränen trocknen, und der Tod wird keine Macht mehr haben. Leid, Klage und Schmerzen wird es nie wieder geben; denn was einmal war, ist für immer vorbei."

5 Der auf dem Thron saß, sagte: "Sieh, ich schaffe alles neu!" Und mich forderte er auf: "Schreib auf, was ich dir sage, alles ist zuverlässig und wahr."

Grüße, kdd

Kommentar von Sturmwolke ,

DH! :-))

Kommentar von earnest ,

Sachgerechter, knackiger Anfang. 

Warum dann aber das Missionieren zum Schluss - dem dann dein Glaubensgenosse spontan applaudiert?

Kommentar von kdd1945 ,

Es freut mich, dass Dir der Anfang gefallen hat. Es ist mir auch recht, dass Du differenzierst, denn sonst müsste ich das Wort Jesu fürchten (aus Lk 6, 26; LUT).

26 Weh euch, wenn euch jedermann wohlredet!

Dagegen schreckt es mich nicht, wenn Du mal die Augenbrauen hochziehst. 

Kommentar von earnest ,

Na, da wäre ich an Deiner Stelle aber vorsichtiger: 

http://images.google.de/imgres?imgurl=http%3A%2F%2Fcache4.asset-cache.net%2Fgc%2...

;-))

Antwort
von saidJ, 54

Als Fundementalist wird man abgestempelt sobald man zu seiner Religion steht und diese so lebt wie Allah s.w.t es von einem will .
Um kein Fundamentalist zu sein muss man seinen eigenen Willen abwerfen und sich dem beugen was Menschen von einem verlangen und so seine Religion leben wie es ihnen passt .

Kommentar von theeunicorn ,

Danke :)

Kommentar von AHepburn ,

Diese Antwort ist übrigens so falsch und vielmehr eine persönliche Ansicht zu diesem Begriff.

Kommentar von saidJ ,

Diese Antwort ist darauf bezogen wie Menschen dieses Wort nutzen , Menschen die damit um sich werfen wissen doch meistens selbst nicht was es heißt es ist für sie ein Synonym für jemanden der seine Religion so auslebt wie er möchte und nicht wie es den Menschen passt .

Kommentar von earnest ,

Das ist - mal wieder - eine Unterstellung, said. ALLE Menschen, die ich kenne und die den Begriff "Fundamentalist" benutzen, wissen ganz genau, wen was sie damit meinen.

Dass du es nicht gern hörst, wahrheitsgemäß als Fundamentalist bezeichnet zu werden, ist allerdings menschlich verständlich. Es ändert aber nichts an den Tatsachen.

Kommentar von earnest ,

Du BIST Fundamentalist. Ein Fundamentalist reinsten Wassers.

Und dein zweier Satz ist Unfug, besagt er doch, dass JEDER Gläubige Fundamentalist sein müsse. 

Nichts könnte falscher sein.

Kommentar von earnest ,

edit: zweiter Satz

Kommentar von MissMarplesGown ,

Mir ist noch kein Fundamentalist begegnet, noch habe ich von einem gelesen, der die Bedeutung (und Folgen von) Fundamentalismus begriffen hätte. Fundamentalismus produziert "weiße Flecken" auf der Wahrnehmung.

Um kein Fundamentalist zu sein muss man seinen eigenen Willen abwerfen und sich dem beugen was Menschen von einem verlangen und so seine Religion leben wie es ihnen passt .

Nein, das ist falsch. Als Fundamentalist gibst Du Deinen freien Willen ab und ordnest Dich unverrückbaren Regeln unter, die keinen Kompromiss und keine andere Entscheidung bzw. Widerspruch dulden. Allein bereits die Anteile der religiösen Inhalte zu akzeptieren, die von Verdammnis und Unheil derjenigen sprechen, die nicht glauben, bedeutet, die darin enthaltenene Drohung anzuerkennen - und wer Drohungen ernst nimmt und deren Inhalte glaubt, IST nicht mehr frei in seinen Entscheidungen.

Vielleicht fragst Du einmal Nicht-Fundamentalisten, wie das mit dem "freieren Willen" geht. Sie beherrrschen das oft aus dem Handgelenk. In Fundamentalismus hinein geboren zu werden heißt, seinem freien Willen niemals begegnet zu sein und diesen daher auch nie geübt zu haben. Später dort hinein zu geraten bedeutet, seinen freien Willen und die Verantwortung, die darin liegt, zu verlernen.

Religiöser Fundamentalismus arbeitet über Angst und Schuldgefühle, sobald ein eigener Wille sich rührt. Daher gibt es Selbsthilfegruppen und Psychotherapie für Religions-Aussteiger.

Und nein, Bedingungslose Anpassung an religiöse Regeln ist kein freier Wille, da alle anderen und alternativen Wege über die Inhalte von Religion mit Schuld und Angst vor Verdammnis, mit Androhung persönlicher Ungnade, mit Gedanken an persönlichen Wertverlust besetzt sind. Um solche Zustände ein gutes Klima für eine "freie Wahl" zu nennen fehlen mir hier die Neutralität und die gleichwertige Behandlung verschiedener Perspektiven. Fundamentalismus nimmt nur eine Haltung ein, die korrekt wäre. Ringsum droht gefährliches Terrain, auf dem man verloren ist.

Es gibt keinen Fundamentalismus, der sich, aktiv gelebt, nur im eigenen Garten bewegen ließe - er weitet sich in die rechtlichen und privaten Bereiche anderer Menschen aus und wird spätestens dort dann zum Problem. Daher ist er eine Fackel im Papierladen der Welt, nicht "Angelegenheit" Einzelner. VERANTWORTUNG und VORAUSSICHT für eine vielschichtige, facettenreiche und komplizierte Welt sind nicht gerade das, was im Fundamentalismus geübt oder auch nur wahrgenommen genommen wird. Bezüglich Wahrnehmung verkümmert hier einiges, nicht zuletzt auch die Wahrnehmung subtiler und offener Gewalt - und so sieht die fundamentalistische "Welt" dann auch aus.


Kommentar von saidJ ,

Wer sagt das ich meiner Religion aus Angst folge ?
Ich folge ihr freiwillig aus Liebe zu Allah s.w.t  das hat rein garnichts mit Angst zu tun .

Kommentar von MissMarplesGown ,

Ich spreche hier psychologische Aspekte, unbewusste Ängste und die dazu gehörigen tiefenpsychologischen Abwehrmechanismen an - mit diesen sind gerade muslimische Gläubige zumeist eher nicht vertraut. Oder was weißt Du auf sachlicher Ebene über menschliche Psychologie - insbesondere der von Menschen mit radikaleren religös fundierten Haltungen?

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