Frage von Franky54, 53

Was bedeutet britische multikulturalismus?

Antwort
von DHFREAK, 32

Das erstreben eines Landes mit verschiedenen Herkunften, Kulturen und Religionen. Leute, die dies unterstützen, lehnen meist Tradition ab und sind aus dem links-liberalen Feld.

Antwort
von MEDIAMEDIA, 23

Nur banale 4 Worte: Dort dann schon Fehler! 
Also, so schreibt man dies normalerweise: 
Was bedeutet "britischer Multikulturalismus"? 

"Multikulturalismus" bedeutet eben auch nicht, wie der Schreiber unten womöglich meint, dass Traditionen (generell) abgelehnt werden! Im Gegenteil:
Es bedeutet, beliebige Traditionen - aus welcher Region der Welt auch immer - zu tolerieren, diese nicht aufgeben zu müssen. Dies selbst an einem Ort, an dem es völlig andere, gewachsene, Traditionen gibt, legt man eben dann keinen sonderlichen Wert darauf, dass hinzu kommende "Neubürger" diese tradierten Werte und Kultur für sich übernehmen, verinnerlichen und dann ebenso leben wie die Einheimischen. Dies nennt man auch "Schmelztiegel", englisch "melting pot". Ursprünglich war z.B. die USA mal ein solches Potpourrie aus dem sich dann über die Zeit die "amerikanische Kultur" entwickelte. Es stimmt, dass dieses "Multikulti" (auch eine Vokabel, die dies beschreibt), eher dem linken Spektrum zuzuordnen ist, während man auf der eher rechten Seite des politischen Spektrums mehr Wert darauf legt, konservativ, dass eine bestehende lokale Kultur sich eher weniger zu einer Art Einheitsbrei mit vielen anderen Wertewelten verkocht. Großbritannien hat, ebenso wie Frankreich, eine lange Tradition als "melting pot". Der "britische Multikulturalismus" unterscheidet sich nicht sonderlich von denen der anderen Länder, die ehedem Kolonien hatten: Es hing bisher eher davon ab, wer zuwanderte. Und dies waren, wie in Frankreich eben auch, meist Bewohner aus früheren Territorien. Im Unterschied zur aktuellen Zuwanderung bringen Menschen aus Ex-Kolonien jedoch bereits erheblich an lokalen/europäischen Werten mit, die das Mutterland vor langer Zeit dort mal installiert hat: siehe die Länder des Maghreb, in denen man als eine Art Wurzelsprache Französisch hat, auch die Schulbücher entsprechend aussehen. So fällt es denjenigen, die nach England oder Frankreich, z.B., kommen, leichter, sich zu adaptieren und Fuß zu fassen. Da normalerweise niemand sich völlig anpassen kann, bleibt jedoch immer etwas "Multikulti" übrig, was jede Gesellschaft bereichert! Es ist eben immer eine Frage des Maßes, nicht? 
Als Deutsche, die auswanderten, mussten wir uns auch "anpassen": Es ist zumindest erheblich leichter, von einem (umgangs)kulturarmen Land wie Deutschland in ein Land mit starken, gewachsenen Strukturen zu kommen und dort Wurzeln zu schlagen als andersherum. Die "deutsche Gemeinde" in England z.B. ist voll integriert und meist fällt es gar nicht auf, wo man denn mal geboren ist. Akzentfrei und fließend eine Sprache zu sprechen gehört einfach dazu, egal wohin man auswandert. In England bin ich Engländer, in Frankreich Franzose, in Italien Italiener ... . 

Wie sagt eigentlich Frau GOOGLE? 

Webdefinitionen
Multikulturalismus ist der Oberbegriff für eine Reihe sozialphilosophischer Theorieansätze mit Handlungsimplikationen für die Kulturpolitik eines Landes. Multikulturalisten treten für den Schutz und die Anerkennung kultureller Unterschiede durch den Staat ein. ... (sehr abstrakt!) ... 

P.S.: An sich muss man nur halbwegs fehlerfrei schreiben und googlen können, um ad hoc selbst eine solch simple Begriffserklärung zu bekommen, nicht? Es macht wenig Sinn, hier nach etwas zu fragen, was die Beantworter womöglich dann oft selbst erst suchen müssen. Es braucht sicher kein Studium, um GOOGLE bedienen zu können, oder doch? :--)) 
P.P.S.: Deutschland hat nun mal nur eine ausgesprochen bildungsverarmte Restplatzkultur. Laut OECD ist das durchschnittliche Bildungsniveau der Erwachsenen in Pisalandien auf dem Niveau eines zehnjährigen Kindes,- immerhin. In Ländern ohne eine starke, gewachsene Kultur hat derjenige, der dazu kommt, nicht viel zu übernehmen oder zu kopieren: Daher kommen auch die enormen Parallelgesellschaften. Die mitgebrachte Kultur ist eben "stärker" und die neue Welt bietet, gefühlt, da erst mal keinen Vorteil, nicht? Ohne starken Druck, die Sprache lernen zu müssen ist man ohnehin schon gescheitert. Die Sozialromantik im Land des föderalen Fluches hat eben einen "deutschen Multikulturalismus" hervorgebracht. Dieser Eintopf à la Ratatouille unterscheidet sich grundlegend von dem in England, Frankreich oder z.B. den USA. 

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