Meine Verlobte ist in fester Anstellung, hat sich jedoch initiativ in einem anderen Unternehmen beworben, weil sie in vielerlei Hinsicht total unzufrieden mit ihrem jetzigen Arbeitsplatz ist. Wenn die sie nun fragen, was ihr im jetzigen Unternehmen nicht gefällt- was sagt sie dann am besten? (In Wahrheit gefällt ihr so gut wie gar nichts).

Sie kann sagen das sie neue Herausforderungen sucht und sich weiter entwickeln will.

Die fehlenden Möglichkeiten sich weiter zu entwickeln, ist glaub ich am unverfänglichsten.

Langeweile ist ein gefundenes Stichwort. Unterforderung. Und in ungekündigter Stellung "auf zu neuen Ufern." Und warum ausgerechnet dieses Unternehmen? Hier solltest Du Dich vorher gut informieren, und erwähnen, dass Dich genau dieses Thema, Projekt, Branche.... besonders interessiert.

nichts negatives über das alte unternehmen sagen!

Man redet
schlecht über seinen Arbeitgeber.
Nicht nur das man bei den meisten Arbeitnehmer eine Schweigepflicht über betriebliche Interna unterschreibt.
Teilt man seinen evtl. neuen Arbeitgeber noch mit das man nicht Vertrauenswürdig ist.
Auf solch eine Frage würde ich immer Antworten, das ich nicht negativ über ein anderes Unternehmen reden möchte und dann auf den neuen Aufgabenbereich der einen ja interessiert verweisen.
LG Wolpertinger
Nachtflug am 8. September 2008 20:02 Besonders, wenn es sich um einen Wettbewerber handelt. DH. Über die alte Firma ablästern, ist nicht loyal und nicht integer.
Wolpertinger am 8. September 2008 20:07 @Steffiffm das Wort Loyal habe ich gesucht...das passt viel besser als Vertrauenswürdig...
DH Dafür LG Wolpi
Man erklärt, dass man im alten Unternehmen zwar prinzipiell zufrieden sei, aber sich gern an neuen Heruasforderungen versuchen würde. Sinn macht es zum Beispiel, zu erwähnen, dass man dieses oder jenes in Eigeninitiatve noch zugelernt habe und halt gern auch mal einsetzen würde, was im alten Betrieb nicht möglich ist usw. So kann man Eigenlob sogar noch so verpacken, dass es nicht arrogant wirkt :).

Dann würd ich auch die Wahrheit sagen was ihr an der anderen Firma nicht gefällt.

Die Wahrheit! Man muss sich nicht schämen für Betriebe, die man nicht mag. Davon gibt es so viele ;o)
Den Betrieb schlecht machen geht nicht- da hast Du natürlich Recht. Sie soll einfach sagen, dass sie einfach eine neue Herausforderung sucht. Und wenn der eventuelle zukünftige Chef bei der Frage nicht locker lässt, dann kann sie ja ganz clever antworten indem sie "kleine Schwächen" nennt, die aber in Wirklichkeit keine sind.
Im Bewerbungesgespräch versucht der Arbeitgeber herauszufinden, ob der potenzielle neue Mitarbeiter loyal, ehrlich, clever, kompetent, sozial usw ist und ob er zum Unternehmen passt. Lügen hat keinen Sinn, den alten Arbeitgeber schlecht machen kommt schlecht an. Also man muss einen cleveren Weg finden, wie man die Wahrheit so verpackt, dass sie einem nützt. Eine Denkaufgabe die sich bezahlt macht!!
Auf Entwicklungsmöglichkeiten und Herausforderungen einzugehen würde ich empfehlen. Keinesfalls sollte man - auch wenn man dazu quasi ermuntert wird - den bisherigen AG schlecht reden bzw. sich negativ darüber äussern. Oftmals wird hier nämlich die Loyalität auf die Probe gestellt.