Was alles kann passieren?

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1 Antwort

Hallo,

Minderjährige haben das RECHT, dass ein Erziehungsberechtiger bei einer Vernehmung anwesend ist, außer es würden ermittlungstaktische Gründe dagegensprechen. Gleichzeitig kann ein Minderjähriger auf sein Recht der Anwesenheit von Erziehungsberechtigen während der Vernehmung verzichten. Seine Aussage muss er natürlich unterschreiben, da er die Richtigkeit der Aussage bestätigen muss. Übrigens gehe ich davon aus, dass er als Zeuge vernommen wurde. Somit hat er sowohl eine Aussagepflicht als auch eine Wahrheitspflicht.

Aber auch wenn ein Minderjähriger in Abwesenheit von Erziehungsberechtigten vernommen wird und dieser dem nicht explizit zugestimmt hat, unterliegt die Aussage KEINEM Verwertungsverbot.

Eine Aussage zurücknehmen kann dein Kumpel übrigens nicht, wir sind nicht im Fernsehen. Seine Aussage kommt definitiv in die Akten. Er kann nur um eine erneute Vernehmung bitten (was ja offensichtlich getan wurde). Dann kommt seine neue Vernehmung ebenfalls zu den Akten.

Was ihm passieren kann? Nun, solange er sich an die Wahrheit gehalten hat und weiterhin hält: Nichts. Ansonsten stehen je nach Aussage Delikte wie "falsche uneidliche Aussage" (aber nicht bei der Polizei, nur bei der Staatsanwaltschaft, wenn es mal zu einer Gerichtsverhandlung kommt), "Verleumdung", "versuchte Strafvereitelung" o.ä. im Raum.

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Kommentar von zzuullii
29.12.2015, 10:08

Danke :)

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