Was ändert sich am Kindesunterhalt?

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3 Antworten

Eure Heirat wirkt sich auf den Kindesunterhalt nicht aus.

Der Mann bleibt in erster Linie weiterhin barunterhaltspflichtig für das Kind. Die Höhe ist abhängig vom Alter des Kindes und seinem alleinigen Einkommen.

  • Zwar ist er als frisch gebackener Ehemann nun auch für seine Ehefrau unterhaltspflichtig, falls diese kein entsprechendes eigenes Einkommen hat, aber dieser Unterhalt ist "nachrangig".
  • Unterhalt für minderjährige Kinder hat Vorrang vor allen anderen Unterthaltsansprüchen.

Mit der Geburt eines weiteren leiblichen Kindes ist er auch diesem zum vorrangigen Unterhalt verpflichtet.

  • Die Höhe dieses Unterhaltes orientiert sich  - wie beim ersten Kind - an der "Düsseldorfer Tabelle".
  • Nur, wenn sein Einkommen oberhalb seines Selbstbehaltes (derzeit 1080 Euro) nicht ausreichen würde, um beiden Kindern den ihnen zustehenden Unterhalt zu gewähren, müsste der zur Verfügung stehende Betrag (alles über 1080 Euro) auf die Kinder aufgeteilt werden - nicht je zur Hälfte sondern anteilig je nach Alter des Kindes...
  • Sollte sich so der Unterhalt für das erste Kind verringern, müsste ein evt. existierender "Titel" aber erst "abgeändert" werden - erst dann dürfte der Mann für dieses Kind ggf. tatsächlich weniger Unterhalt zahlen.

Sollte dem Mann nach den Kindesunterhalten nicht mehr genug von seinem Einkommen verbleiben, um auch seiner Ehefrau noch ihren nachrangigen Unterhalt gewähren zu können, müsste diese für sich ggf. staatliche Unterstützung beanspruchen...

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Kommentar von MuchaMuchling
15.12.2015, 13:25

Vielen Dank für die Antwort. 

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Kindesunterhalt geht grundsätzlich vor Ehegatten-Unterhalt. Du bist ja erwachsen und könntest selbst für deinen Unterhalt sorgen, ein 4-jähriges Kind kann das nicht. 

Man kann deinen Ehemann also dazu verdonnern, notfalls mit einem Nebenjob seinen Unterhaltsverpflichtungen nachzukommen, und zwar im Mangelfall, also wenn ihr beiden ein gemeinsames Kind habt und der Unterhalt nicht für beide Kinder reicht.

Und du hast ja Einkommen, zumindestens mal das Elterngeld.

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Du wusstest ja, worauf du dich einlässt. 

Die Kinder wären unterhaltsrechtlich gleich gestellt. Von deinem Mann könnte man auch verlangen, sich einen Zusatzjob zu suchen, um seiner Pflicht nachzukommen.

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Kommentar von Pfaffenhofener
14.12.2015, 21:35

Aber auch die Frau darf arbeiten gehen 😉

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Kommentar von MuchaMuchling
15.12.2015, 13:22

Dass es so schlimm sein wird, mit der Schlange (die einem ständige Lügen auftischt, versucht Geld aus der Tasche zu ziehen und aufs gemeinsame Sorgerecht ein riesen Haufen legt) , wusste ich nicht, nein. Und ne, er kann sich keinen zweiten Job auf seine Vollbeschäftigung mit Schichten, obendrauf hauen. Darf er nicht mal von der Stelle aus. Genauso wie ich nun und die mir zustehende Zeit mit dem Kind eben für das Kind nehme. 

Seiner Pflicht kommt er auch nach, keine Frage. Darum ging es auch nicht. Bloß nimmt die Dame an, noch mehr durch die Ehe bekommen zu können. Sehe es aber irgendwo nicht als richtig an, dass unsere kleine Familie wegen einem Gierlappen von Frau benachteiligt wird. 

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