Frage von Maxipiwi, 57

Was tut man mit Vokabeln,die einem einfach nicht im Gedächtnis bleiben wollen?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Hardware02, 23

Notfalls mit dummen Eselsbrücken. Habe ich beim Hebräischlernen so gemacht. 

Zum Beipiel "mirpeset" = "Balkon". Da habe ich mir vorgestellt, wie ich auf einem Balkon stehe und mir jemand von unten Peseten zuwirft. Das macht zwar keinen Sinn, aber das Bild ist so doof, das man es sich merken kann. 

Oder "machscheff""  = "Computer". Der Computer ist eigentlich nie schnell genug. Das kann man sich also gut vorstellen, dass man ihn ungeduldig anmeckert: "Mach, Chef!"

Kommentar von Maxipiwi ,

Hebräisch,wow. Echt anspruchsvoll. Hast du vielleicht einen Typ für das Wort sukob /Konflikt? Ist eins meiner Problemfälle auf kroatisch :)

Kommentar von Hardware02 ,

Leider keinen gescheiten. 

Vielleicht, dass jemandem etwas zu Kopf (tsu-kobf) gestiegen ist, und es deshalb einen Konflikt gibt? 

Kommentar von Maxipiwi ,

Jedenfalls konnte ich deinen Rat schon für eine Vokabel umsetzen. :)

Expertenantwort
von AstridDerPu, Community-Experte für Sprache & Vokabeln, 10

    Hallo,

    Vokabeln sollten regelmäßig (jeden Tag 10 - 15 Min) in kleinen Portionen gelernt werden - Qualität statt Quantität - bringt mehr, als

    Marathonsitzungen. Spätestens nach 1 Stunde macht das Hirnkastl nämlich dicht!

    Vokabeln schnell zu lernen bringt nur kurzfristigen Erfolg. Um Vokabeln effizient zu lernen, d. h. so, dass man sie auch abrufen und anwenden kann,

    sollte man sie nicht nur stur auswendig lernen, sondern

    •Wortfamilien damit bilden: (Themen; Gegenteil; Nomen mit passendem Verb + Adjektiv; etc.)

    •Beispielsätze bilden

    •Redewendungen aufschreiben

    •Phrasal Verbs lernen: (Verben mit unterschiedlichen Bedeutungen, je nachdem, welche Präposition danach folgt: look (schauen), aber look for /

    After / forward to (+ Gerund) = suchen / s. um jdn. kümmern / s. freuen auf)

    •Vokabeln mit ihren (grammatikalischen) Besonderheiten aufschreiben und lernen, z. B. folgt Gerund oder to-Infinitiv, welche Präposition, unregelmäßiger

    Plural, Verb, Adjektiv, Adverb, usw.

    •Du kannst auch Haftnotizen mit dem jeweiligen englischen Wort auf alle Gegenstände, Haushaltsgeräte, etc. oder anderen Vokabeln in die ganze Wohnung

    kleben und Vokabeln sozusagen im Vorbeigehen lernen.

    Dabei ist es egal, ob du mit dem guten, alten Vokabelheft, einem
Karteikasten oder einem elektronischen Vokabeltrainer arbeitest.

    Die meisten Schulen in Bayern empfehlen phase6 als Vokabeltrainer.

    •Kostenlose Vokabeltrainer findest du bei pons.com, navendo.de, vokker.net, vocabulix.com, vokabel.org, teachmaster.de

    Egal für welches System du dich entscheidest, wichtig ist die Regelmäßigkeit (s.o.).

    •Vokabeln sollten auch mit allen Sinnen (sehen, hören, riechen, schmecken, fühlen / anfassen) gelernt und am besten auch noch gesprochen,

    gesungen, gerappt, rhythmisch, in Versen und geturnt werden (typische Handbewegung).

    Denk nur mal an das Lied 'Head and shoulders, knees and toes', das
die Kinder - du vielleicht auch - heute schon im Kindergarten oder in
der Grundschule lernen.

    •Vokabeln kann man auch spielen(d lernen) Stadt, Land, Fluß auf Engl., wer kennt die meisten englischen Tiere usw.?, Teekesselchen, Taboo,

    Memory, Bingo, Scrabble uvm. indem man

    •englisches Fernsehen schaut

    •englisches Radio hört (BBC im Internet, mit Podcast Download)

    •englische Podcasts hört- Englisch ganz leicht

    - Der neue Hörkurs, Hueber- BBC Podcast 6 Minute Englisch

    - Podcastarchiv: Business Spotlight Podcast- podcast.de/podcast/2756/archiv/?seite=11

    - Randall's ESL Cyber Listening Lab

    •Vokabeln als MP3 aufnimmt und immer wieder anhört, dabei mit- oder in eine Sprechlücke spricht

    •englische Bücher liest:

    •Lernkrimis: für verschiedene Lernjahre, mit Grammatikübungen

    •penguinreaders.de (Level Easystarts – Adv) englische Bücher für verschiedene Lernstufen

    •Reading A-Z.com: The online leveled reading program, mit Büchern für verschiedene Lernstufen

    •Krimis/Thriller: H. MacInnes, C. Forbes, K. Follet, S. Sheldon, J. Fielding, E. George, R. Ludlum usw.

    •Liebesromane z. B. R. Pilcher usw.

    Diese sind meist auch auf Deutsch erhältlich, so dass du dort auch
mal nachschauen kannst, wenn du gar nicht mehr weiter weißt.

    Tipp zum Lesen englischer Bücher:

    Nicht jedes neue oder unbekannte Wort nachschlagen und
rausschreiben. Das wird schnell zu viel und man blättert mehr im
Wörterbuch, als dass man liest. So

    verliert man schnell den Spaß am Lesen.

    Nur Wörter nachschlagen, aufschreiben und lernen, die du für
wirklich notwendig erachtest und wenn sich dir ansonsten der Sinn einer
Passage nicht erschließt.

    Viele Wörter erklären sich ja auch bereits durch den Kontext.

    • englische Zeitungen, Zeitschriften und Comics liest, z.B.

    • Spot on Das Magazin für Jugendliche, Hueber Verlag

    • (Business) Spotlight (mit Worterklärung)

    • World + Press vom Schuenemann Verlag (Original-Artikel aus englischsprachigen Tageszeitungen mit Vokabular)

    • DVDs auch mal auf Englisch schaut (v. a. wenn man den Lieblingsfilm auf Deutsch eh schon in- und auswendig kennt.)

    • sich einen englischen Sprach- oder Konversationskurs (z. B. VHS), Theatergruppe, Lesezirkel oder Stammtisch sucht.

    - Auch privat, mit Freunden, Familie usw. Englisch spricht und
Alltagssituationen nachstellt: Tagesablauf, Kochen, Einkaufen, Arzt,
Kino, Theater, Krankenhaus,

    Bäcker, Museum, Bahnhof, Flughafen, Hotel, Restaurant usw.

    - Beim Spazierengehen, auf dem Schulweg, beim Einkaufen usw.
überlegt, wie die Dinge, die man sieht auf Englisch heißen. Wörter, die
man nicht kannte, daheim

    im Wörterbuch nachschaut

    • sich Skype einrichtet und englische Muttersprachler als Gesprächspartner sucht

    • englische Brief / Email / Chat/Tandempartner sucht

    • englisches Tagebuch schreibt

    Da eine Sprache aber nicht nur eine Aneinanderreihung von Vokabeln
ist, sondern diese auch noch möglichst sinnvoll zu Sätzen verbunden
werden sollen, ist es

    genauso wichtig, regelmäßig 10 - 15 Min Grammatik zu üben: ego4u.de + englisch-hilfen.de.

    :-) AstridDerPu

 

PS: Das gilt ähnlich auch für andere Sprachen, auch wenn sich nicht alle
Punkte in allen Sprachen (z. B. Latein) und zu Anfang umsetzen lassen,
mit der Zeit aber immer mehr.

Kommentar von Maxipiwi ,

Wow, eine ganze Menge Tips. Werde sehen, was davon für mich machbar ist. 

Antwort
von RudolfFischer, 18

Vokabeln lernt man am besten in einem ganzen Beispielsatz. Dabei lernt man gleichzeitig den Satz und hat eine (möglichst) typische Verwendung.

Nur so kann man außerdem Homonyme mit ihren verschiedenen Bedeutungen lernen.

Kommentar von Maxipiwi ,

Danke für den Tip. 

Antwort
von oelbart, 18

Ich hab ziemlich gute Erfahrungen mit Vokabelkarten gemacht: Ein Wort pro Karte, Deutsch auf der einen Seite, Fremdsprache auf der anderen Seite. Auf diese Weise kannst Du die Worte immer wieder neu mischen (und merkst Dir nicht einfach die Reihenfolge) und vor allem kannst Du Worte, die Dir Probleme machen, von denen trennen, die Du schon kannst.

Antwort
von Bobby66, 21

man muss erkennen was man für ein "Lerntyp" ist.

Schreiben?  ...

Lesent? ....

Hören ....

Ich habe eine Lernkartei genutzt - das funktioniert recht einfach - speziell da man die "Problemvokabel" zuerst mal auf die Karte schreiben muss - und dann immer wieder trainieren kann.

Kommentar von Maxipiwi ,

Hm ja. Die habe ich schon auf einer Karteikarte. Aber irgendwie entfleuchen sie mir immer noch :)

Kommentar von Bobby66 ,

Also bei mir hilft dann nur schreiben, schreiben, schreiben, schreiben ...

Kommentar von Maxipiwi ,

Ok, danke. Vielleicht hilft es :)

Antwort
von Destinysrchls, 24

Guck mal nach Vokabel Apps. So mach ich es immer 😄

Antwort
von Ellityma, 12

es höhrt sich blöd an aber eselsbrücken und dumme versehen helfen mir bei den eselsbrücken ist es so: desto dummer desto besser und die dummen versehen ist es so ich habe russisch und kann mir keine einzige blöde vokabel merken aber als ein mitschüler krassniewüi (so glaube wirds ausgesprochen) mit krass übersetzt hat haben wir uns alle so angepisst vor lachen das sich jeder diese vokabel gemerkt hat: bedeuted schön :D


Antwort
von justinhawkins, 15

Aufschreiben. Immer wieder aufschreiben und bewusst im Alltag verwenden.

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community

Weitere Fragen mit Antworten