Frage von Solnnis, 1.332

Warum zwingt man die Menschen am leben zu bleiben?

Warum kann man Menschen, die nicht leben wollen, helfen, in dem man ihnen einen so schmerzlosen und einfachen Tod wie möglich bereitet?

Warum müssen Menschen auf so harte Methoden wie das Erhängen, Springen oder den Schienensuizid zurückgreifen?

Es gibt keine nachvollziehbare Grundlage für die Erhaltung des Lebens , in einer von Welt, die ohne einen Gott auskommt. Jeder sollte selbst entscheiden, ob er leben möchte oder nicht. In der ach so freien Welt in der wir leben, müsste das doch eigentlich selbstverständlich sein. Wenn wir nicht über unseren Tod entscheiden können, dann sind wir alles andere als frei.

Antwort
von oxJessixo, 922

Es ist eine zwiespältige Sache mit der Sterbehilfe (Religion jetzt mal außen vor gelassen).

Ich gebe dir grundsätzlich Recht, dass jeder frei entscheiden können sollte, ob er leben möchte, oder nicht. Das gilt besonders bei körperlichen Erkrankungen, wo man weiß, dass es leider nicht mehr besser wird und die Betroffenen schlimme Schmerzen erleiden.

Bei psychischen Erkrankungen ist es schwerer zu entscheiden, oder auch, wenn man gerade eine Down-Phase hat und wie du sagtest auch auf die harten Methoden zurückgreifen möchte... Meine Mutter z.B. hatte schwere Depressionen mit Suizidgedanken, ist heute noch in Therapie. Sie sagte mir aber auch dass es sich extrem besserte und sie wieder momentan glücklich ist und sie es bereut hätte. Wie soll man sagen, manche wollen zwar in dem Moment tot sein, aber nach einer Down-Phase geht es dann wieder aufwärts (bei manchen! Ist ja verschieden). Da ist es dann schwer zu entscheiden...

Es ist halt schwer, aber könntest du, wenn ein nahestehender Mensch dich darum bittet, ihn "erlösen"? Besonders, wenn du selbst noch Hoffnung für den jenigen hast und ihm helfen willst, ihn nicht aufgeben willst, aber er schon? 

Das ist nur meine Meinung! Ich will übrigens psychische Angelegenheiten nicht herabstufen, weiß selbst wie schlimm es ist, aber eben auch, dass dort manchmal noch Hoffnung besteht.

Antwort
von TheTrueSherlock, 330

Interessante Frage, dachte sofort an Sterbehilfe und auch Suizid.

Darüber habe ich letztens auch nachgedacht und geweint. Ich selbst bin depressiv und wünsche mir oftmals nicht mehr am Leben zu sein. Zwar wünsche ich mir das manchmal, aber den Plan einen Suizidversuch zu starten habe ich noch nie ernsthaft umgesetzt.

Des Weiteren musste ich schon drei Personen versprechen (!), dass ich mir nichts antun werde. Da ich sehr empathisch bin, verstehe ich das. Wenn ich mich in die Personen hineinversetze, würde ich auch nicht wollen, dass sich ein geliebter Mensch umbringt.

Mein Freund verletzt das Thema immer so sehr, da er meint er sei mir nicht wichtig und ich lege keinen Wert auf die Beziehung. Aber trotz einer wundervollen Beziehung sind die äußeren Rahmenbedingungen zu erdrückend für mich. Kann ein Schmerz größer sein als die Liebe? Ich denke ja.. weil trotz der Liebe, kann ich nicht sorgenfrei durchs Leben streifen, trotz der Beziehung werden meine Probleme nicht weniger.

Wieso muss eine Person sich an den Menschen orientieren, die sie zurück lassen würde? Soll sie weiterleben, unzufrieden, mit seelischen Schmerzen? Wenn man eigene Kinder hat, einen Partner .. ist das natürlich sehr krass und man hat Verantwortung für diese Menschen.. Ein Kompromiss wäre es, zu versuchen eine Therapie anzufangen und versuchen sich helfen zu lassen, bevor man gar keinen Ausweg mehr sieht.

Solang man auf der Erde Personen hat, die einen näher kennen und in Beziehung mit einem stehen, darf man sich schon nicht mehr umbringen. Es ist verständlich, aber es tut auch so weh zu wissen das man weitermachen muss, obwohl man einen Marathon zu rennen scheint mit einem Strick um den Hals, der einem immer mehr die Luftzufuhr abschnürrt.. Vielleicht gibt es deshalb viele Familiendramen, bei denen sich die Eltern umbringen und vorher ihre gesamte Familie töten.. um die mit in den Tod zu reißen, die sie sonst zurücklassen würden.

Antwort
von Parabrot, 461

Es steht doch jedem frei in den Tod zu gehen. Es ist nicht verboten.

Allerdings ist es gesellschaftlich geächtet und dass auch zu Recht. Jeder Mensch hat (zumindet nach westlicher Anschauung) nur ein Leben.

Und wenn man den Tod gewählt hat kann man diese Entscheidung nicht mehr ändern. Die meisten Leute die sich selbst töten haben Depressionen; eine Krankheit die klares Denken unmöglich macht und behandelbar ist.

Wenn man solchen Menschen jetzt Sterbehilfe gewährt, würden sich sehr viele Menschen töten lassen, da die Hemmschwelle durch Schmerzen oder einem Misslingen des Versuches wegfiele. Und das gilt es logischerweise zu vermeiden.

Eine Sterbehilfe für eindeutig diagnostizierte Tod- oder Schwerkranke sollte möglich sein, allerdings mehrfach abgesichert und mit Aufklärung durch Ärzte und Phsychologen verbunden.

Mit Zwingen hat dass alles aber nichts zu tun.

Antwort
von SenfAbgeberin, 113

Suizid: Man stirbt sowieso. Wieso die Chance in den Müll werfen, noch schöne Erinnerungen zu machen? (Extreme Fälle mal ausgeschlossen)

Sterbehilfe: So gut es für die betroffene Person auch sein mag(?), ist die helfende Person doch irgendwie ein Mörder. Ich würde mich wie ein Mörder fühlen, wenn ich jemandem Sterbehilfe leisten würde und sehe Personen, die es tun auch teilweise so. Wie richtig mein Gedankengang dabei ist spielt für mich keine Rolle. LG

Antwort
von Kasumix, 318

Ich bin definitiv auch für Sterbehilfe.

Aber schau mal... ist Liebeskummer ein Grund für dich?

Du liebst einen Menschen mehr als alles andere - mehr als dein eigenes Leben. Er betrügt dich. Er will eine andere. Du willst nicht mehr leben.

Darf dann ein anderer dein Leben auslöschen? Obwohl du nach einem Jahr vllt. alle Schmerzen vergessen hättest? Und deine wahre Liebe genau dann gefunden hättest?

Es ist etwas anderes, wenn man z.B. eine Krankheitsdiagnose bekommt... und weiß, bald ist es zu Ende und man hat in der restlichen Zeit noch unendliche Schmerzen...

Aber manchmal kann man das selbst einfach nicht beurteilen... und der Selbsterhaltungstrieb verhindert eben bei vielen, dass sie sich "so einfach mal eben" umbringen... was auch gut so ist... die Hürde ist sehr groß.

Wenn viele nun aber wissen... ich setz mich ins Wartezimmer, zieh ne Nummer und schlaf dann einfach so ein... glaubst du da wäre die innere Hürde so groß?

Jemand verliert Geld... jemand fühlt sich schuldig....der Nächste hat eine Krankheit, die von X nicht entdeckt wurde... aber Y möglicherweise schnell heilen könnte...

Ne... Sterbehilfe ja... aber nicht so mal eben... nach einem Jahr Gesprächstherapie gerne...ansonsten steht es ja jedem frei...

Dann aber bitte nicht so wie der Flugzeugpsycho...

Antwort
von Ysosy, 280

Dem ist Nicht so.

Suizid: Sterben zu können ist ein Grundrecht

Wer dem Leben überdrüssig ist hat nach deutscher Gesetzeslage die Möglichkeit sich selbst zu töten ohne  dadurch strafrechtlich verfolgt
werden zu können. Es sei denn er schadet andere Menschen oder
verursacht Sachschaden. Dies klingt erst einmal logisch, da ein Toter
nicht bestraft werden kann. Aus dieser Gesetzeslage folgt aber auch,
dass ein Mensch, der einen Selbstmordversuch überlebt hat, ebenfalls
nicht dafür bestraft werden kann. Das Recht auf den eigenen Tod ist
ein Grundrecht, da jeder über sein Schicksal selbst bestimmen darf.

Helfe ich einem Mensch sich selbst zu töten, so ist dies
ebenfalls kein Straftatbestand, da ein Selbstmord auch kein
Straftatbestand ist. Niemand kann für die Hilfe zu einer Tat
bestraft werden, wenn die Tat selbst kein Verbrechen ist.

Problematisch wird es, wenn ein Selbsttötungsversuch die
Hilfe anderer Menschen voraussetzt, da sich der Betroffene z. B. aus
Krankheitsgründen nicht selbst aktiv töten kann. In diesem Fall
handelt es sich um Beihilfe zum Selbstmord, Tötung auf Verlangen
oder Sterbehilfe.

Die Bedeutung des Begriffs Sterbehilfe ist weit auslegbar. Es umfasst die Möglichkeit Sterbenden, schwer oder unheilbar Erkrankten, die den dringenden Wunsch nach "Erlösung" äußern, den Todeswunsch zu
erfüllen. Es schließt auch bewusstlose oder bewusstseinsgetrübte
Patienten in der Endphase ihrer Erkrankung  mit ein. Die
Straffreiheit aller Maßnahmen, die den Tod herbei führen, wurde
durch ein Gerichtsurteil legalisiert, indem der Wunsch des
Sterbewilligen als eine Art höchstes Gut formuliert wurde, sofern er
dies unzweifelhaft in einer Patientenverfügung formuliert. Im
wesentlichen muß zwischen passiver, indirekter und aktiver
Sterbehilfe
unterschieden werden.

Kommentar von PlueschTiger ,

Wer dem Leben überdrüssig ist hat nach deutscher Gesetzeslage die Möglichkeit sich selbst zu töten ohne  dadurch strafrechtlich verfolgtwerden zu können. ...... dass ein Mensch, der einen Selbstmordversuch überlebt hat, ebenfalls nicht dafür bestraft werden kann.

Selbst wenn das stimmt, zeigt die Realität das sich immer wieder nicht an das Recht gehalten wird. Denn mitunter kommt man dann wegen Suizidgefahr in eine Stationäre Behandlung und ignoriert somit das Recht eines Menschen, auf seinen selbst gewählten Tod. Das wäre dann zusätzlich noch Freiheitsberaubung.

Kommentar von Ysosy ,

Und die „Gefangenen“ können dann ja klagen. Das Problem ist nur der Richter, Dieser muss nachvollziehen können, das es Sinnvoll ist wegen dem angegeben Grund sich das Leben zu nehmen.

Aber wer Klagt schon, und wirft sich in ein Zeitaufwendigen Rechtsstreit wenn er einfach nur sterben will.

Ein anderes Problem bei dem „Recht zu sterben“ sieht man hier sehr gut im Forum. Nahezu Täglich möchte sich wer umbringen wegen eminent Wichtiger Gründe... mehr oder weniger. Meistens Kinder. Sollte man das zulassen?

Kommentar von PlueschTiger ,

Ein anderes Problem bei dem „Recht zu sterben“ sieht man hier sehr gut im Forum. Nahezu Täglich möchte sich wer umbringen wegen eminent Wichtiger Gründe... mehr oder weniger. Meistens Kinder. Sollte man das zulassen?

Eine Gute Frage. Da fällt mir ein was eine Frau im Fernsehen gesagt hat. Sie wollte wegen einer Krankheit, als Kind auch sterben, weil auch keine Chancen bestanden zu überleben. Doch nun Jahre später, Gesund, Erwachsen und eigentlich recht zufrieden, das sie nicht den Tod gefunden hat, würde sie dennoch die Entscheidung immer wieder Treffen. Also als Kind.

Ich selbst bin der Meinung, man sollte es nicht zulassen. Denn wie viele Suizid Gedanken werden durch, Medikamente, Depressionen, Psychoterror zu Hause oder anderen lösbaren Problemen verursacht? Selbst Krankheiten welche angeblich nicht heilbar sind, sind mitunter nur ein Problem weil Ärzte ihre Arbeit nicht richtig machen. Letztlich sind doch Suizidgedanken oft nur das Symptom für andere Probleme.

Ich weiß das eine simple Entscheidung als Kind auch die Gefahr von Suizid verringern kann. Nämlich die, das der für einen nicht in Frage kommt, weil einem das leben zu wertvoll ist. Selbstmordgedanken, verselbstständigen sich auch mit der Zeit und irgendwann wird das zur einzigen Möglichkeit, obwohl einem viele andere zur Verfügung stehen.

Aber wer Klagt schon, und wirft sich in ein Zeitaufwendigen Rechtsstreit wenn er einfach nur sterben will

Die Ironie an der Sache ist, das gerade der Rechtsstreit wahrscheinlich den Wunsch noch verstärken könnte, da der betroffene mit genau dem oder ähnlichem konfrontiert wird wovor er flüchtet.

Kommentar von Madmoisele ,

Man gestatte mir zu fragen, wieso das Leben wertvoll ist. Schau ich in die Zeitung und lese über Kriege, so kann ich nur feststellen, dass vor allem Kriegstreiber (aus Ost und(!) West) dieser Meinung nicht sein können. Oder wie können sie es dann fertigbringen junge gesunde Menschen schiessen zu lassen auf junge gesunde Menschen? Und diese Kriegstreiber sind auch noch gewählt vom Volk.

Kommentar von Ysosy ,

Man gestatte mir zu fragen, wieso das Leben wertvoll ist.

„Wertvoll“ ist für Jeden vielleicht etwas anderes. Aber es gibt unzählige schöne Dinge im Leben und auf unserer Erde. Naheliegend wären die Eltern, Verwandte, eigene Kinder, die Frau / der Mann. Aber auch ohne andere Menschen. Ganz einfach die Natur, leckeres Essen / Trinken, schöne Bücher / Filme, Sportarten, Hobbys... usw einfach alles was einem Freude bereitet.

Es gibt auch unzählige schlimmer Dinge auf der Welt. Alleine schon sich in den Finger zu schneiden oder sich den Knöchel zu verstauchen macht nicht unbedingt Freude. Und Schlimmer geht immer.

Antwort
von Mipmipmipmip, 162

Hallöchen,

Bei der Frage geht es wohl um die Frage nach dem höchsten Gut eines Menschen. Bezogen auf Deutschland ist die Frage leicht zu klären, denn dafür muss man nur ein Blick in das GGB werfen. "Die Würde des Menschen ist unantastbar" heißt es da. Nun somit definiert man Unversehrtheit des Menschen als sein höchstes Recht und eben nicht das Recht auf Selbstbestimmung.  Dies hat sicherlich seinen Ursprung in der Kant'schen Ethik, bei der er behauptete, dass der Selbstmord unmoralisch sei, da man dies nicht zu Maxime machen könne/dürfe.. 

Ich würde den Freitod beziehungsweise die Frage nach dem Recht als eine kulturelle und philosophische Frage klassifizieren.. Ein Land muss nun mal eine gewisse stringente Ethik verfolgen, die auch die Grundeinstellung des Volkes repräsentiert und die ihr auch immer wieder nähergebracht wird(z.B. durch Schulbildung).

Ob diese Entscheidung gerechtfertigt ist, muss sicherlich jeder für sich entscheiden. Mir stellt sich da natürlich auch die Frage warum sich Menschen nicht selbstbestimmt töten dürfen, während Tiere ohne die Einwilligung eingeschläfert werden dürfen, aber gut neues Thema..

Antwort
von Suboptimierer, 350

100%ige Freiheit ist sowieso eine Illusion, auch mit dem uneingeschränkt ermöglichten Freitod.

Schon gar nicht darfst du die Worte "frei" und "Welt" kombinieren, wenn du eigentlich dich auf Deutschland beziehen willst, denn es gibt immer noch sehr viel stärker als wir in ihrer Freiheit eingeschränkte Völker.

Jede "softe" Selbsttötung, wie du sie forderst, darf meiner Meinung nach aber nicht das Eingreifen eines Anderen erfordern. Die Entscheidung und Durchführungslast muss immer bei demjenigen sein, den der Lebensmut verloren gegangen ist. Selbst bei einem Automaten, aus dem man Gratisgift ziehen könnte, wäre nicht ohne jemanden bereitstellbar, der diesen Automaten herstellte und aufstellte.

Würde man noch weiter philosophieren wollen, könnte man noch darüber diskutieren, ob Freiheit überhaupt das höchste aller Ziele ist, oder ob es noch wertvollere Werte gibt als die Freiheit und wie viel der Freiheit für was aufzugeben man verlangen kann.

Kommentar von kalippo314 ,

Jede "softe" Selbsttötung, wie du sie forderst, darf meiner Meinung nach aber nicht das Eingreifen eines Anderen erfordern.

Warum nicht??

Kommentar von Suboptimierer ,

Weil dann manche Leute anfangen würden, über das Leben anderer zu entscheiden und dann argumentierten: "Der wollte das so."

Außerdem verlagert das die Verantwortlichkeit, wenn auch nur zum Teil. Eine Freiheit darf nicht zu einer Bürde für andere werden.

Es ist eine ganz andere Frage, ob man fragt: "Sollte ich mich selbst töten dürfen?" oder "Wer hilft mir, mich umzubringen? Wer will sich mit an meinem Tod schuldig machen?"

Das Erste ist eine Freiheitsfrage, das Zweite eine moralische, die in das Leben anderer Leute einschneidet.

Antwort
von howelljenkins, 205

du kannst ja selbstmord begehen. das ist nicht verboten und wird nicht strafrechtlich verfolgt. wenn du erfolg hast, ist die sache eh erledigt, wenn du keinen erfolg hast, holt man dich fuer ein paar tage von der strasse.

was du dir wuenschst, ist aber, dass man dir auch noch helfen soll dabei. da machst du andere zu komplizen selbst dann, wenn sie dir nur die selbstmordpille verkaufen.

von den ethischen komplikationen mal abgesehen ist es fuer mich auch ein bisschen bequem zu erwarten, dass einem so eine grundlegende sache auch noch leicht gemacht werden soll. wer sterben moechte, muss sich nach meinem empfinden dabei auch ein bisschen fuerchten und sich ueberwinden. schon deshalb, damit es nicht so viele "aus versehen" tun.

Antwort
von MeGusta97, 180

Darüber habe ich mir auch schon Gedanken gemacht bzw. den Kopf zerbrochen. Deine Gedankengänge sind absolut nachvollziehbar für mich, auch wenn ich an einen Gott glaube. Warum genau sollte man aber an seinem Leben festhalten wenn man es schlicht und einfach nicht will?

Natürlich ist es schön und gut dass es Menschen gibt die suizidalen Leuten wieder zu einem besseren Leben verhelfen wollen und diese dazu bringen wollen, sich für dass Leben zu entscheiden, aber manchmal sollte man auch einfach Einsicht zeigen. 

Wenn mir beispielsweise jemand erzählt dass er über Selbstmord nachdenkt, dann höre ich erst einmal einfach zu und versuche mir ein Bild zu machen und mich in denjenigen hinein zu versetzen. Wenn ich denjenigen dann nicht verstehen kann bzw. seine Probleme für lösbar erachte, versuche ich ihm meinen Standpunkt klar zu machen.

Wenn ich allerdings wirklich nicht mehr weiter weiß, da ich auch kein Psychiater bin und wenig über die menschliche Psyche weiß, versuche ich einfach nur zuzuhören um demjenigen dass Gefühl zu geben dass er sich jemandem anvertrauen kann.

Es ist unbegreiflich dass wir die Sterbehilfe noch nicht eingeführt haben. Die Argumente pro Sterbehilfe sprechen eine deutliche Sprache. Ich bin ganz klar dafür, dass man sie einführt. Religiöse Ansichten diesbezüglich finde ich sowieso daneben, auch wenn ich selbst kein Atheist bin. 

Die Argumentation religiöser Personen ist meistens einfach; "Das Leben ist ein Geschenk Gottes, und nur Gott darf darüber entscheiden" - allein schon der Satz ist widersprüchlich - meiner Ansichten nach! 

Aber egal, ich kann dir deine Frage nicht angemessen beantworten, musste aber einfach mal meinen Senf dazu geben... LG

Antwort
von Marami1, 176

Es ist ja jedem frei überlassen sich umzubringen/Selbstmord zu begehen aber dann musst du auch mit dem Schmerz leben der dich in die Totenwelt begleitet, ich als Artzt würde es nämlich nicht fertigbringen jemanden umzubringen. Ich würde es auch nicht aus Prinzip tun, ich wurde 5  Jahre lang richtig heftig gemobbt usw. ich habe mich nicht umgebracht, weil es so viele Leute gibt die Leben wollen aber einfach umgebracht werden deswegen und auserdem gibt es immer eine 2. Möglichkeit im Leben es wieder neu anzufangen Schule wechseln oder Arbeit.

Liebe Grüße

Antwort
von PopRockKeks, 437

Das mag vielleicht so klingen, aber die Welt und das Leben ist zu schön und zu kurz, um es frühzeitig zu beenden. Du lebst sowieso eine für das Universum ultra kurze Zeitspanne, und es ist deshalb auch nicht möglich, eine Art "Sterbehilfe-Stand" zu organisieren, weil dann vermutlich jeder sich wegen irgendwelchen Kleinigkeiten umbringen gehen würde. Ich persönlich glaube an Gott und so, deshalb finde ich Suizid auch ziemlich behindert, da wegen Seele und so (meiner Meinung nach) du einfach kein Nachleben und alles und auch keine Wiedergeburt (falls du dran glaubst, falls nicht, sorry, dass ich dir auf den Sack gehe) haben wirst und einfach nicht mehr da bist. Es kann nichts so schlimm sein, dass man sich umbringen muss. Es gibt immer eine Lösung, auch wenn sie jetzt nicht von null auf hundert alles wieder gut macht, und falls Menschen deshalb sterben wollen, finde ich das einfach nur lächerlich. 

Und auch wenn es keinen Sinn hat, ein Leben zu erhalten, du kannst es immer so schön machen wie du willst, und einfach das beste aus dem machen, was du hast. Auch wenn das ganze überhaupt keinen Sinn hat, kann man zwischendurch auch mal Spaß haben und diese kurze Zeit so weit wie möglich genießen. 

Antwort
von beroud, 144

falscher denkansatz - es geht nicht um den zwang zum leben, sondern um das verbot der tötung, auch der tötung durch unterlassen

spätestens wenn du selbst alt bist und dir deine enkel erklären, daß du doch eh keinen spaß mehr am leben hast, dir deine rentenkasse schreibt, daß drei jahre rente eigentlich genug sind, man dich auf der straße schief anschaut, weil du immer noch lebst, dein arzt dir erklärt, daß die kranken nicht ewig auf deine organe warten können und irgendwie alle von dir wollen, daß du endlich deinen tötungswillen unterschreibst, wirst du verstehen...

Antwort
von zahlenguide, 271

Es gibt verschiedene Möglichkeiten Depressionen hinter sich zu bringen - über Nahrungsmittel, über Gespräche mit menschenfreundlichen Menschen, über mentale Tricks und über Ziele, die man sich im Leben stellt. Menschen, die sich umbringen oder umbringen wollen, haben oft keine dieser Methoden ausprobiert. Ich selbst litt 14 Jahre unter Depressionen - aber nur, weil ich gar nichts dagegen unternahm. Ich dachte damals so müsse das sein. Falls Du aktuell Probleme hast, kannst Du das gerne schreiben, kann Dir viele Tipps geben, wie es leichter werden könnte.

Antwort
von Virginia47, 119

Suizid ist meist eine Kurzschlussreaktion von psychisch kranken Menschen. Und denen kann geholfen werden. - Das hatte mir zumindest mein Psychologe erklärt. Ich wollte es damals nicht verstehen. Aber jetzt kann ich es nachvollziehen. 

Ich selbst stand nicht nur einmal kurz vorm Suizid. Glücklicherweise habe ich die Notbremse gezogen und mir professionelle Hilfe gesucht. Und dafür bin ich dankbar - mir selber und auch den Profis. Denn jetzt führe ich ein erfülltes Leben. 

Anders sähe es für mich bei einer unheilbaren Krankheit aus, bei der man nur dahinsiecht. Da würde ich Sterbehilfe schon begrüßen. 

Antwort
von Sowjetunion2018, 165

Das ist eine sehr gute Frage , aber leider nicht so einfach zu beantworten 

Ich denke zum einen spielen moralvorstellungen der Menschen ne Rolle , könntest du wenn deine Mütter dich fragt ob du ihr die lebenserhaltenden Geräte abstellen kannst es tun ?

Oder wenn dich ein Kamerad im Krieg packt und sagt  das er genug hat und erschossen werden will , könntest du es ? 

Dann ist natürlich die Frage will die Person es wirklich , oder treibt nur ihre aktuelle Psyche oder Erkrankung sie dazu und sie würde es 5 min später bereuen 

Auch kann man nicht genau sagen ob egal ob bei Krankheit oder nicht es der freie und durch nichts zu ändernde Wille der Person ist oder sie durch eine Krankheit , oder andere Personen etc beeinflusst wird 

Da ist natürlich auch das Problem bei der Sterbehilfe 

ZB eine Person die sich nicht mehr mitteilen kann , aber noch bei vollem Bewusstsein ist kann nichts daran ändern falls für ihn aus zB Erbschaftlichen gründen Sterbehilfe beantragt wird 

Oder befassen wir uns mit Leuten die über Jahre hinweg durch einen Unfall oder Krankheiten etc Schmerzen erleiden  werden 

Wer kann mit Sicherheit sagen das die Person in der Zeit ohne Schmerz den Tod nicht bereuen würden ? 

Das ist das Problem es gibt keine Garantie für die oben genannten Punkte 

Antwort
von Leilani123, 59

Die Sterbehilfe ist in der Schweiz nicht verboten. Aber warum Deutschland ein paar Leute abhält sich das Leben zu nehmen ist einfach nicht verständnisvoll. Jeder sollte selbst bestimmen können wenn man sterben will. Man könnte sich aber auch nur eine Kugel in den Kopf schiessen, vor den Zug springen oder von einem Hochhaus springen. Ich meine damit das es eigentlich sehr viele Wege gibt sich umzubringen.

Antwort
von selmaaM, 31

weil es auch schöne Dinge am Leben gibt. Man will den Menschen und das Glück, das er haben kann nicht aufgeben.

Antwort
von PicarderKoenig, 200

Weil viele sich im Affekt für den Tod entscheiden, obwohl sie es eigentlich nicht wollen

Kommentar von Verjigorm ,

Am Ende is sowieso alles tot... spielt letztlich also alles keine Geige.

Kommentar von Parabrot ,

Tut es doch. Für Angehörige, für die Wirtschaft, für die Gesellschaft.

Kommentar von AntwortMarkus ,

Dieser Logik folgend,  hätte Deine Mutter Dich lieber gar nicht erst geboren.  Stirbst ja am Ende doch. Warum bringen wir uns dann nicht einfach um,  so lange wir  noch  gesund sind und wir es noch können.  Sind ja am Ende sowieso alle tot.  Traurige Ansicht,mit der du dich da durchs Leben quälst.

Antwort
von bibi8888, 25

Jeder hat das Recht, sich umzubringen. Wie er das machen möchte, ist jedem selbst überlassen.

Dafür andere Menschen als Helfer in die Pflicht zu nehmen, halte ich für falsch.

Solange man selbst handeln kann und nicht durch Krankheit oder Ähnliches dabei Hilfe braucht, muss man ohne die Hilfe anderer klar kommen. Denn man verlangt sehr viel von seinen Mitmenschen, wenn sie beim Sterben aktiv helfen sollen.

Antwort
von Buddha12, 35

Ganz einfach, weil viele mit diesen Personen Geld verdienen wollen, in dem sie, sie am Leben halten.....es verdienen mit: Ärzte, Psychologen, Krankenhäuser, Staat usw....und der Staat denkt weiter...wenn er eines Tages aus seiner Depression raus kommt, könnte er ja wieder arbeiten und Steuern von seinem Lohn ab geben...........deswegen wollen unsere Superhelden....nicht das sie sterben.... :-)

Antwort
von Verjigorm, 125

Weil Menschen Egoisten sind... es wird vorgezogen, sich nicht mit dem Tod - insbesondere nahestehender - Menschen auseinandersetzen zu müssen.

Mal abgesehen davon, ist es vollkommen gegen jedes wirtschaftliche Interesse, Menschen einfach sterben zu lassen. Schließlich verdienen an Kranken jeder Coleur mehrere Wirtschaftszweige extrem gut. Ein einzelner  Mensch kann Firmen im Laufe seines Lebens Hunderttausende bringen: Indem man ihn mit Medikamenten vollstoopft, unnötig operiert und weiß-der-Geier-was-noch.

Menschlichkeit is passé, preiset den Mammon...

Kommentar von Parabrot ,

Mit dem wirtschaftlichen Interesse hast du Recht, allerdings eher in Richtung Volswirtschaft.

jeder der noch Jahre- Jahrzehnte lebt, arbeitet und gibt Geld aus. Er bringt die Gesellschaft voran und ist damit nützlich.

Kommentar von Verjigorm ,

Von dem Standpunkt ist ein Wegfall aber auch uninteressant, weil Ertrag und Kosten wegfallen.

Antwort
von antwortvonela, 37

Die Ärtzte die den tod verhindern werden dafür bezahlt

Antwort
von JesseJames47, 48

Ist ja weniger eine Frage, als eine Meinung :). Ich stimme dir aber zu. Es ist aber meiner Meinung nach eine Aufklärung und Belehrung notwendig.

Antwort
von ThePolishZocker, 36

of course :) am besten Spritzenverteilung fur alle die kein bock mehr haben 

Antwort
von JustNature, 149

Du müßtest besser klarstellen, um welche Fallgruppe es geht.

Wenn es um todkranke leidende Menschen geht, dann sollte unbedingt der Weg in den Tod anständig und schnell ermöglicht werden.

Dagegen, wenn es nur um Leute ohne Lebensmut geht, z.B. gescheiterte Unternehmer, gescheiterte Beziehungen, unglückliche Schülerlieben usw. - da kann man natürlich nicht jeden "wegspritzen", der danach verlangt. Außerdem haben solche Leute auch noch Verantwortung gegenüber Mitmenschen, z.B. Gläubigern, Kindern usw.

Kommentar von Verjigorm ,

"Nur"...?

Kommentar von JustNature ,

Jawohl, "nur". Millionen junge Männer (16 bis 24) wollten sich schon wegen einer unglücklichen Liebe umbringen oder haben es gar getan. Erst mit höherer Reife (ab 35) wird ihnen klar, wie dumm es war, sich da so reinzuhängen.

Und auch für einen bankrotten Unternehmer gibt's in Deutschland eine Zukunft - und sei es mit Hartz 4.

Viele Selbstmörder, die von der Brücke springen etc. überlassen den Hinterbliebenen einen Riesen-Chaoshaufen, die dann damit fertig werden müssen. Schon von daher kann man nicht unterstützen, daß jeder, der keinen Bock mehr hat, einfach flüchten darf.

Kommentar von Solnnis ,

Was ist das denn für eine komische Argumentation? Nur damit die anderen glücklich bleiben, soll man kein Selbstmord begehen? Das nennt sich Erpressung. 

Kommentar von JustNature ,

Solnnis ist ein sehr unterfahrener Jugendlicher (20 Jahre). Damit könnte man seinen abwegigen Kommentar knapp noch entschuldigen. Jedenfalls erfährt er von mir nichts mehr. Bye.

Kommentar von PlueschTiger ,

Was ist das denn für eine komische Argumentation? Nur damit die anderen glücklich bleiben, soll man kein Selbstmord begehen? Das nennt sich Erpressung.

Nein das hat nicht nur mit Glück der anderen zu tun, sondern auch mit Verantwortung. Wenn ich Mist baue, dann sollte ich auch denn Hintern in der Hose haben und diesen ausbaden und nicht durch Selbstmord, auf Hinterbliebene abwälzen.

Zudem, sollte jeder der Familie hat und Selbstmord begehen will, auch bedenken das auch Partner oder Kinder, so schwer von dem Tod getroffen werden können, das einer von ihnen ebenfalls Selbstmord begeht. Somit wäre man als Selbstmörder auch noch für den Tod eines anderen Verantwortlich. Das ist das was viele immer nicht bedenken bevor sie einen versuch machen.

Antwort
von Fotografin1958, 147

Mal eine kurze Antwort:

Auch meine Wenigkeit hat Phasen durch gemacht, in der ich ernsthaft an Suizid dachte; heute ich glücklich und dankbar, dass ich mich - trotz aller Schwierigkeiten - für das Leben entschied!

Anstatt den Leuten beim Freitod zu helfen, sollte man ihnen lieber Möglichkeiten und Hilfe beim Leben anbieten!

Kommentar von Verjigorm ,

Mag ja schön für dich sein, aber es gibt einfach Menschen, die Ihresgleichen und der Welt überdrüssig sind, was ich auch vollkommen verstehen kann. Mal abgesehen davon stirbt sowieso alles irgendwann, was spielt es da noch für eine Rolle wann, wo, wie?

Das sind alles Dinge, denen nur der Mensch Relevanz beimisst.

Kommentar von Fotografin1958 ,

Na klar doch, jedes Leben ist endlich. Aber jeder wird endlos tot sein, während das Leben endlich ist. Warum sollte  man etwas Einzigartiges, Wertvolles wie das eigene Leben vorzeitig beenden?

Wie kann man der Welt überdrüssig sein, werden? Ich habe etliche Jahre auf dieser Welt verbracht. Obwohl ich viel gereist und immer noch sehr neugierig auf meine Umwelt bin, lerne, höre und sehr ich immer wieder Neues, Spannendes. Wer der Welt und somit dem Leben überdrüssig ist, ist entweder dumm oder hat das Leben noch nicht richtig kennen gelernt.

Nein, das Leben ist nicht leicht und angenehm für mich gewesen. Nichts desto Trotz habe ich auch viele schöne Momente erlebt. Ich möchte weder die schlechten noch die glücklichen Augenblicke meines Lebens missen, denn aus jeden Schicksalsschlag habe ich etwas mit genommen, gelernt für mein weiteres Leben ... daran bin ich gereift und gewachsen.

Antwort
von AntwortMarkus, 62

In einer gottlosen Welt hilft man Menschen,  den Tod zu finden.  In einer Welt voll Liebe hilft man Menschen das Leben bis zum letzten Atemzug zu leben. Niemand lebt länger als er kann. Da muss niemand nachhelfen.  Wenn es so weit ist,  wird man schon abgeholt. 

Antwort
von ngdplogistik, 31

Zum Nachdenken!!!

Woher willst D u wissen, ob jemand

 t a t s ä c h l i c h sterben will?

Liebe Grüße

Antwort
von kompetent, 101

Weil dir das Leben geschenkt wurde und Geschenke wirft man nicht einfach weg!

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community

Weitere Fragen mit Antworten