Frage von Jersey11, 104

Warum züchten sich "Medien" ihre eigenen Monster und schlagen hinterher auf ihnen ein, wenn sie zu groß werden?

Ohne die ganze Mediale Aufmerksamkeit, wäre doch die AfD nicht im geringsten so groß geworden. Wochenlang werden sämtliche Aussagen von AfD-Poltiker in den Medien ausgeschlachtet, und von Spiegel-Online bis "Zentralrat der XY" empören sich alle. Bei PEGIA lief es ähnlich. Züchten sich Medien und Politiker bewusst ihre "Prügelknaben" ?

Antwort
von berkersheim, 24

Na ja, unsere Medien. Ich würde sagen, reden wir mal weiter, wenn Du Dir das hier angeschaut hast:


Dann hat man so gewisse Zweifel an der Neutralität der Medien, erst recht, wenn sie wie ARD und ZDF über politisch bestimmte Kopfgelder gut bezahlt sind.
Aber Medien schaffen es nicht immer im Wust ihrer Zielkonflikte (welche Sensation verkauft sich am besten) bei den Bürgern die Realität auszublenden. Wenn z.B. Eliten aus Politik, Medien, Großkapital und Großbanken zusammengewachsen sind mit der Erfahrung, dass man sich am öffentlichen Steuerkuchen besser bedienen kann, wenn man nicht allzu unterschiedlicher Meinung ist, dann ist in politischen Großthemen für "neutrale" Beobachter feststellbar, dass sich da eine gewisse Einmütigkeit herausgebildet hat, sowas Alternativloses.

Wenn man sich nicht des Eindrucks erwehren kann, dass Grüne mit CDU und SPD mit CDU und ... und ... koalieren können, sodass man gar nicht mehr ausmachen kann, wo noch große Unterschiede sind, weil irgendwie alle an einem Strang ziehen, der die "alte CDU" - wenn man die Programmaussagen vor 1998 anschaut - fast als rechtsradikal erscheinen lässt, dann ist es eigentlich kein Wunder, wenn sich an Stelle der "alten CDU" wieder welche finden, die meinen, sie könnten doch eine Alternative aufzeigen. Das sind natürlich Störenfriede im linken bis halblinken Einheitsbrei, im Steuerverschiebegemauschel der Etablierten. Und natürlich sind die dann rechtsradikal und natürlich haben die aus dem Medienkartell keine faire Behandlung zu erwarten. Und dann wird erst mal mit allen verfügbaren Politschlegeln draufgehauen: Rechtsradikale, Nazis, Populisten usw..

Was, wenn das aber nicht funktioniert. Wenn nur noch ein paar verirrt-indoktrinierte Linksfanatiker wie Junggrüne und Jusos ihren eigenen Lügengespinsten glauben, weil sie außer mit Politkeulen schlagen sonst keine Argumente drauf haben, wenn immer mehr Wähler anders denken und AfD wählen, soviele, dass sie der ehemaligen Volkspartei SPD gefährlich nahekommen und sie z.B. in BaWü sogar überholt haben? Dann hauen die indoktrinierten Linksverirrten - wie hier nachzulesen - erst mal auf die Wähler ein und erklären alle, außer sich selbst für dumm und blöd. Die Politprofis allerdings - wie jetzt CDU und SPD, die Grünen werden bald folgen - verkünden plötzlich ihr Herz für die AfD-Wähler und wollen sich mit der AfD argumentativ auseinandersetzen. Das sieht dann so aus: In der TV-Dikussionsrunde sitzt ein einsamer AfD-Mensch zwischen Grünen, SPD und CDU, evtl. noch ein Politologe, der als staatstragender Wissenschaftler Karriere gemacht hat, und ... na ja, man kennt das ja.

Dann werden natürlich die Geheimdienste eingesetzt. Die Privatsphäre der AfD-Leute ausschnüffeln, ob nicht irgendwo ein Fehltritt aufgebauscht werden kann. Sich als AfD-ler ausgeben und in den sozialen Medien rechte Nazisprüche raushauen, die wiederum als Beleg in den TV-Runden zitiert werden. Man zeigt z.B. Gewalt beim AfD-Parteitag und verschweigt, dass die Polizei von Linksradikalen angegriffen wurde. Fazit: Die AfD stört die etablierten Kreise wie früher die Grünen. Der nächste Versuch wird sein, sie zu umarmen und zu umgarnen: Macht doch bei uns mit, dann fällt auch was für Euch ab aus den reichlich fließenden Steuertöpfen. Wir jagen gerade alle Steuerflüchtlinge und haben es mit Hilfe unserer Medien geschafft, dass über Milliardenverschwendung niemand spricht. Als ob da für die Steuerzahler ein Unterschied wäre ob einer 10 Millionen nicht zahlt oder ein anderer 10 Milliarden für sich uns seine Günstlinge verschiebt. In beiden Fällen zahlt der Steuerzahler, ohne dass er was dafür an Leistung bekommt. Der sieht erst mal nur steigende Belastungen und immer weniger Leistung zu seinen Gunsten. Und das ist, daran muss man nun halt glauben, total alternativlos.

Kommentar von Pudelcolada ,

Deiner Analyse in den ersten beiden Absätzen stimme ich zu, bis auf den Halbsatz mit dem "linken bis halblinken Einheitsbrei".

Deine Schlussfolgerungen daraus halte ich für teilweise falsch, weil Du m.M.n. eine fast naturgesetzmäßige Alternativlosigkeit zu den politischen Inhalten der AfD nahelegst.

Allerdings gebe ich Dir insofern recht, als die Reaktion der etablierten Parteien zunächst eine Mischung aus Hysterie und verbalen Keulen war, während inzwischen zunehmend Zugeständnisse an nationalistische Forderungen gemacht werden.
Seit ihrem Anwachsen bleibt die inhaltliche Auseinandersetzung mit der AfD zum größten Teil auf der Strecke.
Ich für mein Teil sehe das mit Sorge.
Denn egal, wie sehr ich ihre Inhalte verabscheue, ist ein solcher Umgang mit einer eingetragenen Partei nicht demokratisch.
Das hat mich schon damals bei den Grünen gestört, obwohl ich nie mit den Grünen und ihren Programmen sympathisiert habe.
Na gut, mit den ersten beiden schon...

Deinen letzten Absatz halte ich für eine krause Mischung aus Halbwahrheiten und Verschwörungstheorie. Er spielt für mich in derselben Liga wie die seltsame Theorie zu Chemtrails.
Tatsache ist die offensichtliche Nähe einiger AfD-Funktionäre zu rechtsextremen Kreisen, s. Saarland.
Ich denke, wir werden in nächster Zeit erleben, wie die AfD sich in Flügelkämpfen und Postengeschacher selbst zerfleischen wird.
Das ist aber weder mediengemacht, noch von Geheimdiensten forciert, sondern das Ergebnis der inneren Haltung vieler dieser Leute. Denn wenn das Geld lockt...

Kommentar von berkersheim ,

@pudelcolada

Lassen wir mal Deine Meinung so stehen. Manches wird die Zeit klären. Es hatte ja seinen Grund, warum sich die AfD ursprünglich gegen die erklärte Alternativlosigkeit als Alternative bezeichnet hat. Jetzt ist zumindest die Tatsache zu verzeichnen, dass sich die AfD zur Alternativlosigkeit als eine Alternative anbietet, nicht als DIE Alternative.Ich hatte eben das Glück, in den ARD-Presseclub zu schauen zum Thema Brexit. Das kam mir vor wie eine bezahlte Runde: Nur unkritische EURO-Lobhudler. Selbst einen englischen Journalisten und EURO-Lobhudler haben sie noch aufgetrieben. Wenn das ihre Art der argumentativen Auseinandersetzung bleibt, dann müssen sie sich nicht über "Lügenpresse" wundern. Das ist Lügenpresse, gekaufte Presse.

Ich war ein Sympathisant der Lucke-AfD und stehe der jetzigen durchaus kritisch gegenüber. Nur, was ist denn rechtsradikal, wenn man sich dagegen wehrt, dass die EURO-Rettung als getarnte Vermögensverschiebung von der Mitte zu Reich beklagt wird? Was ist rechtsradikal, wenn man schon ab 2010 die Griechenlandrettung als falsches Spiel auffasst? Ein Schuldenschnitt 2010 mit einem Sozialprogramm begleitet, dass den armen Schichten unten geholfen hätte, wäre aus heutiger Sicht sogar billiger gewesen. So sind 5 Jahre lang die Milliarden verschoben worden, wie ein neueres Gutachten belegt, ist davon unten kaum was angekommen, nur bei den EURO-Verschiebern, was ist an dieser Ablehnung rechtsradikal. Jetzt, wo die AfD sehr heftig den Finger auf die Wunde "politischer Islam" gelegt hat, wird recht kleinlaut zugegeben, dass man über Jahre zugelassen hat, dass SaudiArabien hier nicht nur Moscheen finanziert sondern auch gleich die rückständigsten Immame dazu geschickt und bezahlt hat und dass seit einiger Zeit Herr Erdogan diesem Beispiel folgt. Jetzt auf einmal rückt der bayrische Innenminister damit raus, dass in Bayern 80 Moscheen wegen Hasspredigten überwacht werden. Hoppla - welchen Entwicklungen sollen wir da wortlos zuschauen, um nicht als rechtsradikal zu gelten?

Ich bin zu alt, um mich mit solchem Gekreische noch ins Boxhorn jagen zu lassen. Mal gespannt, wie lange die "offenen Demokraten" noch Demokraten sein dürfen, bis ihre Einwände als "hate" qualifiziert wird und sie sich überlegen müssen, ob sie noch offen ihre Meinung äußern oder auf Karriere verzichten. Meinungsdiktatur gibt es nicht nur von rechts!

Antwort
von Interesierter, 44

Nein, das darfst du so nicht sehen. Warum sollte sich eine Partei ihre eigene Konkurrenz züchten? Das macht wenig Sinn. 

Hier zeigt sich eigentlich sehr schön, wie "unabhängig" unsere Medien sind. Was im Medienmarkt zählt, sind Auflage, Einschaltquote und Klicks. Eigentlich ist es nur der schnöde Mammon. Nichts anderes ist von Bedeutung. 

Daher braucht jede Redaktion regelmäßig ihren Knüller. Gefragt sind Nachrichten und Berichte, die gelesen werden, die sich beim Leser/Hörer/Zuschauer verfangen, die über längere Zeit am Leben gehalten und ausgeschlachtet werden können. 

Wer kauft eine BILD-Zeitung, in der drinsteht, dass Lieschen Müller aus Wanne-Eickel die Handtasche von einem deutschen Jugendlichen geklaut wurde? Kein Schwein.  Wird die Tasche von einem dunkelhäutigen, vermutlich einem arabischen Mann geklaut, der so aussah, als ob er die Frau hätte gleich noch unsittlich berühren wollen, dann ist das natürlich gleich ein großer Aufmacher. Dann kann man sich noch 2 Wochen daran abarbeiten, wie generell mit solchen Straftätern umzugehen ist, ob man sie abschieben soll, ob man sie einsperren soll oder ob es nicht doch besser wäre, gleich alle auszusperren. 

Der Stammtisch will bedient sein. Wie viele Leute schreiben tagtäglich Fr. Merkel hätte total versagt. Was glaubst du, wer von diesen Leuten könnte ihren Job im Gesamten gleich gut oder besser ausführen?

Kommentar von VFL19Wolfsburg ,

so ein unsinn 

Wird die Tasche von einem dunkelhäutigen, vermutlich einem arabischen Mann geklaut, der so aussah, als ob er die Frau hätte gleich noch unsittlich berühren wollen, dann ist das natürlich gleich ein großer Aufmacher. Dann kann man sich noch 2 Wochen daran abarbeiten,

heutzutage wird garn icht mehr gesrieben wenn es  beispielsweise araber waren 

http://www.welt.de/vermischtes/article155094309/Tumulte-wegen-Knoellchen-Schlags... 

wie es auch in diesem fall höchst wahrscheinlich waren da soetwas bekanntlich gerne von arabisch oder türkischen migranten gemacht wird

Kommentar von Interesierter ,

Kein Unsinn! Mach die Augen auf und du erkennst, was hier läuft. Du machst doch selbst fleissig mit bei der Propaganda. 

Du schreckst doch noch nicht einmal davor zurück, diese Ratgeber-Plattform für die Hetze gegen Muslime zu missbrauchen.

Antwort
von wickedsick05, 6

sagt viel aus:

Derzeit gibt es neben den von Emcke benannten
schlimmen Subjekten des Hasses – den Pöblern vor der
Asylbewerberunterkunft in Clausnitz, den Ausländerhassern bei Facebook,
den Lügen erfindenden Flüchtlingsfeinden – eine Explosion linken Hasses.
Dieser aber wird anders als sein ebenso verwerfliches Pendant auf der
politischen Gegenseite kaum problematisiert. Das Beiwort „links“ hat
einen derart guten, altmodisch völkerbeglückenden Klang, dass es zum
Schmuckpapier des Hasses wird und ihn versüßt. Linker Hass – ist das
nicht ein Widerspruch in sich?

Polizisten schlägt kein vergleichbares Mitgefühl entgegen

Als etwa am 1. Mai in Berlin bei der "traditionellen linksautonomen
Demonstration" (ja, auch Randale ist traditionsfähig) 59 Polizisten
verletzt worden waren, sprach Innensenator Frank Henkel von einer
„überwiegend positiven Bilanz“. Man stelle sich vor, bei einer
Manifestation rechten Hasses wären 59 Asylbewerber verletzt worden und
danach erklärte ein Ortsbürgermeister, die Demonstration sei
„überwiegend positiv“ verlaufen: Die Hölle wäre los, zu Recht. Den
Opfern linken Hasses, speziell Polizisten, schlägt kein vergleichbares
Mitgefühl entgegen.



Auch in der analogen Welt tobt sich der linke Hass auf Staat und Ordnung und alles Nichtlinke aus. In Zürich wurden um den 1. Mai von "rund 300 Linksautonomen (...) Rauchpetarden und Knallkörper gezündet, Scheiben eingeschlagen und Farbbeutel an Fassaden geworfen. Die Chaoten hatten es
dabei insbesondere auf Gebäude der Kantonspolizei abgesehen". Für Verwüstung sorgte eine weitere Gruppe „linker Aktivisten“, die „äußerst gewaltbereit“ durch die Straßen von Zürich zogen, Auto und Container anzündeten, Scheiben einschlugen. In Hamburg gingen derweil beim "Klassenfest gegen Staat und Kapital" Autos in Flammen auf, wurden
Steine, Flaschen und Böller gegen Polizisten geschleudert – und am Brenner jagten rund 500 „Aktivisten“, „Demonstranten“ und "jugendliche Anarchisten" Polizisten, warfen Feuerwerkskörper auf Menschen und Dinge, um ein Zeichen zu setzen gegen den österreichischen Grenzschutz.

Keine „Aktivisten“, sondern Straftäter

Wie bitte? „Aktivisten“ sollen es sein, die weder das Recht auf
informationelle Selbstbestimmung akzeptieren noch das Eigentumsrecht,
noch das Gewaltmonopol des Staates, noch die Unversehrtheit des Körpers?


Leider übernehmen viele Medien die Selbstnobilitierung der Kriminellen zu Politakteuren im Sinn einer letztlich doch irgendwie guten Sache. Nein, dem ist ganz und gar nicht so. Wenn auf Indymedia die Besetzung einer Berliner Ferienwohnung mit dem Slogan "Ferienwohnungen beschlagnahmen - Geflüchtete und Wohnungslose einziehen lassen" relativiert wird, sollte solche Publikumsverdummung nicht verfangen. Straftaten sind Straftaten sind Straftaten, unbeschadet aller rhetorischen Einkleidung.



http://www.focus.de/politik/deutschland/kisslers-konter/kisslers-konter-linke-ge...


Antwort
von barfussjim, 44

Ich kann deiner Auffassung nur zustimmen, der AfD wurde in den vergangenen Wochen und Monaten eine größere mediale Aufmerksamkeit zuteil als CDU, SPD und allen anderen Parteien.

Der von ihr gescholtene öffentlich-rechtliche Rundfunk und die "Lügenpresse" haben der Partei eine breite Plattform geboten und sie überhaupt erst weiten Teilen der Bevölkerung bekannt gemacht. 

Die Medien stecken in einem Dilemma: Sie müssen ihren Informationsauftrag wahrnehmen und über wichtige politische Ereignisse berichten, zu denen auch der Aufstieg der AfD gehört. Dadurch beeinflussen sie gleichzeitig die politische Stimmung und sorgen für einen sich selbst verstärkenden Effekt, was die Popularität der AfD angeht. Die Partei auf Anweisung ihrer Gegner  totzuschweigen wäre mit den Grundsätzen der Pressefreiheit nicht vereinbar.

Antwort
von WienerFritzl, 60

Die Menschen sind nun mal sensationsgeil, sowas verkauft sich gut. 

Antwort
von Sandylooovex3, 67

Das haben sich schon einige gefragt...unter anderem auch ich... Sie sagen das es ihr Business wäre aber dabei  versuchen sie theoretisch nur jemanden hoch zu bringen um ihn für Doppel so viel Geld wieder fertig machen zu können 

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