Frage von reinhold06, 42

Warum wurden nach 1945 Kurzgeschichten geschrieben ich weis nur, dass es heißt dass das Papier knapp war aber welche Gründe gab es noch Könnt ihr mir heflen?

Antwort
von Solaris80, 17

Dass es etwas mit Papierknappheit zu tun hat, denke ich auch nicht.
Aber was ich interessant fand als ich es mal in einer Dokumentation gesehen habe:

Das "rororo" von Rowohlt stand für "Rowohlts Rotations-Romane", weil diese nach dem Krieg wohl auf Zeitungspapier bzw. mit Druckmaschinen für Zeitungen gedruckt wurden.

Antwort
von RenaWitt, 21

Kurzgeschichten gibt es eigentlich schon immer, ich glaube die Autoren hatten einfach mehr Chancen in Sammelwerken, Zeitungen und Zeitschriften veröffentlicht zu werden und konnten sich so einen "Namen" machen. Das wiederum war die Eintrittskarte zu den Verlagen um letzlich ganze Bücher verlegt zu bekommen.

Antwort
von harion, 7

Eigentlich alles richtig, aber nach dem Krieg wollte keiner mehr an irgend etwas glauben (außer an Gott komischerweise), alles stand zu Recht unter Ideologieverdacht. Heute will man Ideologie und Ideologie braucht Schwafelei.

Antwort
von fridofrido, 17

Ich denke auch weil man damit die ganzen schrecklichen erlebnisse verarbeiten konnte. Und da sind romane etwas zu lang und die kurzgeschichte eigentlich perfekt :)

Lg frido

Antwort
von hutten52, 12

Ein Grund war der Einfluss der amerikanischen Kurzgeschichtentradition, z. B. Ernest Hemingway, von der man bis 1945 ziemlich abgeschnitten war. Man orientierte sich an dieser knappen, sachlich wirkenden Schreibart, die so angenehm unideologisch und unpathetisch wirkte. Das kam dem Zeitgeist der Nachkriegszeit entgegen, die den Ideologien skeptisch gegenüberstand. 

Die Kraft, das Erlebte in der anspruchsvolleren Romanform zu verarbeiten, war zunächst noch nicht da. Erst Grass mit der "Blechtrommel" schaffte das ab 1959.

Antwort
von alexklusiv, 27

Das mit dem Papier ist hoffentlich als Witz gemeint? :)

Ich habe auch gehört, dass wohl in der Nachkriegszeit Kurzgeschichten an Beliebtheit gewonnen haben. Das könnte auch damit zusammenhängen, dass Kurzgeschichten nicht dazu dienen können, jemanden von etwas zu überzeugen, sondern nur zum eigenen Nachdenken animieren - das musste man in dieser Zeit erst wieder lernen.

Einheitliche Gründe gibt es dafür aber wahrscheinlich nicht, dieser Stil wurde beliebter, da kann es Millionen Gründe für geben - oder eben auch nicht.

Antwort
von lilThorben, 12

keine Zeit: Erlebnisse mussten überwunden werden und Städte wiederaufgebaut. So blieb auch kaum Zeit neben Arbeit und Struktur auch noch zu lesen. Also lieber Kurzgeschichte...

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