Frage von DeadlineDodo, 438

Warum wurden Juden gehasst, obwohl Jesus selber Jude war?

Antwort
von Franz1957, 109

Ein wichtiger Grund wird klar, wenn man liest, was die römische Oberschicht an den Juden auszusetzen hatte: Sie hatten ein Gesetz, nach dem jeder siebte Tag für alle arbeitsfrei war.

Es ist daher verständlich, daß das Judentum damals im Römischen Reich viele Freunde fand, besonders bei der arbeitenden Bevölkerung. In der Bibel werden sie auch erwähnt, dort heißen sie "Judengenossen" (z.B. in Apostelgeschichte 2,11).

Daß das aber gerade denen nicht gefiel, die überhaupt nichts arbeiteten und sich gerne von Sklaven bedienen ließen, ist ebenso leicht zu verstehen.

Beispiele zur römischen Judenkritik z.B. hier: http://www.christen-und-juden.de/html/tacitus.htm

Im zweiten Jahrhundert wurde durch den Kaiser Hadrian dieser allwöchentliche arbeitsfreie Tag der Juden verboten, ebenso jeder jüdische Gottesdienst und jüdische Glaubensunterricht. Während genau dieser Zeit begannen auch christliche Glaubenslehrer antijüdische Haßparolen zu verbreiten.

Antwort
von nowka20, 109

sie haben jesus für einen schwerverbrecher gehalten, da er ihre "heiligsten gefühle" öffentlich niedergemacht hatte

hier ein beispiel:

Joh 8,52-58
52 Da sprachen die Juden zu ihm: Nun erkennen wir, daß du einen bösen Geist hast. Abraham ist gestorben und die Propheten, und du sprichst: Wer mein Wort hält, der wird den Tod nicht schmecken in Ewigkeit.
53 Bist du mehr als unser Vater Abraham, der gestorben ist? Und die Propheten sind gestorben. Was machst du aus dir selbst?
54 Jesus antwortete: Wenn ich mich selber ehre, so ist meine Ehre nichts. Es ist aber mein Vater, der mich ehrt, von dem ihr sagt: Er ist unser Gott;
55 und ihr kennt ihn nicht; ich aber kenne ihn. Und wenn ich sagen wollte: Ich kenne ihn nicht, so würde ich ein Lügner, wie ihr seid. Aber ich kenne ihn und halte sein Wort.
56 Abraham, euer Vater, wurde froh, daß er meinen Tag sehen sollte, und er sah ihn und freute sich.
57 Da sprachen die Juden zu ihm: Du bist noch nicht fünfzig Jahre alt und hast Abraham gesehen?
58 Jesus sprach zu ihnen: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Ehe Abraham wurde, bin ich.
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da mußten die phariäer ja stinksauer werden

Kommentar von JTKirk2000 ,

Natürlich, aber trotzdem hat er die Wahrheit gesagt.

Antwort
von stine2412, 77

DeadlineDodo, die Juden waren, bevor sie sich überhaupt so nannten, ein kleiner semitischer Stamm, stammten also von einem der Söhne Sems ab. Gott hatte sich mit Absicht diesen kleinen Stamm ausgesucht, um durch ihn seine Macht bekanntzumachen. Abraham bekam den Auftrag, in ein anderes Land zu ziehen, weg von Götzenanbetern.

Ein Enkel Abrahams war Jakob; dessen Name wurde auf Israel geändert, womit sein Volk sich von nun an Israeliten nannten.

Die Israeliten hatten immer den Schutz und den Segen Jahwes/Jehovas, wenn sie sich an seine Anweisungen hielten. Israel wurde ein Königreich und ganz besonders unter dem König Salomo zeigte sich dieser Segen, aber auch der Fluch, als er sich nicht mehr an die Gesetze Gottes hielt. Da zeigte sich oft der Hass der umliegenden Völker, die in guten Zeiten sahen, dass der Gott der Israeliten auch hinter ihnen stand. Sie warteten nur darauf, dass die Israeliten ihrem Gott den Rücken kehrten, dann konnten sie zuschlagen.

Als die meisten Juden (der Name Jude kommt von einem der Söhne Jakobs, Juda) lehnten Jesus als den Messias ab, weil er sie nicht vom römischen Joch befreite. Sie verstanden nicht, dass der Messias nicht nur König für die Juden, sondern für die ganze Menschheit werden sollte. Sie töteten ihn!

Nachdem 70 u.Z. der Tempel zerstört wurde, wurden die Juden in alle Winde zerstreut. In verschiedenen Ländern konnten sie nur freiberuflich ihr Geld verdienen. Sie waren und sind ein sehr intelligentes Volk und wußten, wie Geld zu verdienen war. Klar, dass das Neid und Hass hervorrief. Ich kann mir vorstellen, dass auch heute noch in jüdischen Familien Null-Bock-Kinder nicht geduldet werden.

Heute gibt es den Staat Israel, ein Staat, in dem nach dem II.WK und nach dem Holocaust Juden eine Zuflucht finden konnten. Leider glauben sie, dass sie ein historisches Recht auf das Land haben. Das ist nicht der Fall. Denn nach dem Tod Jesu wurde das jüdische Volk von Gott als sein Volk verworfen. Besonders seit 36 u. Z., als der Heide Kornelius sich bekehrte, sind die natürlichen Juden und die unbeschnittenen Heiden vor Gott gleich.
Math. 21:43 Darum sage ich euch: Das Reich Gottes wird von euch genommen und einem Volk gegeben werden, das seine Früchte bringt.

Man kann nicht gerade sagen, dass die Juden heute Gottes Früchte hervorbringen, zumal viele von ihnen sich "atheistisch" nennen. Die umliegenden Völker hassen sie dementsprechend auch heute mehr oder weniger. Hass hat aber noch nie zu Frieden geführt! Und doch gibt es  in Israel ein "Volk", das  sich friedlich versammelt, ob das nun Palästinenser oder Israelis sind - sie sind Glaubensbrüder! Sie bringen die "Früchte".

Antwort
von fricktorel, 29

Weil die Juden Gottes Gebote "einhielten" (2.Mose 20,10; Joh.5,16; Apg.18,4).

Dagegen hat der "Gott dieser Welt" (Offb.12,9) etwas, denn er selbst möchte sich als "Gott der Sonne" angebetet sehen (2.Kor.11,14).

Antwort
von Starwarsvogel, 147

Der Teufel redete ihnen ein, dass sie es wert waren gehasst zu werden, damals kannten ja schließlich nur sehr wenige das Wort Gottes wirklich.

Außerdem war man auf die Juden eifersüchtig, da sie oft relativ wohlhabend waren. (sie haben ja so gut es geht versucht Gottes Wort zu erfüllen, weshalb sie auch von ihm gesegnet wurden)

Antwort
von drachenfreund, 196

Der Hass hatte mehrere Gründe. Zum einen hatte Paulus einen Hass gegen alle, welch die frohe Botschaft ablehnten. Ein weiterer Grund findest Du z. B. im Johannes-Evangelium, worin der Kaiser seine Hände in Unschuld wäscht und die "Juden" (so steht es wortwörtlich in Joh. Kap 19) Jesus zu Tode verurteilen indem sie den Mörder Pilatus freisprechen. Auch andere Evangelien sind nicht gänzlich frei von antijüdischen Tendenzen - http://www.welt.de/welt\_print/article3529990/Wer-war-schuld-am-Tode-Jesu.html

Die Evangelien sollten missionarisch wirken, daher war man versucht Juden zum Christentum zu bewegen. Diejenigen Evangelien, welche Heiden missionieren wollten rückten die Juden ins schlechte Licht. Möglicherweise waren judenfeindliche Absichten auch darin begründet, weil viele Juden schon damals schwer zu überzeugen waren, so dass die Evengelienschreiber ihre Feinbilder in die Geschichte miteinarbeiteten.

Antijüdische Tendenzen zogen sich so durch die gesamte Geschichte Europas. Es wurden Berufsverbote für Juden auferlegt so dass sie sich vermehrt den Berufen zuwandten denen Christen verboten war.

Aufgestachelt wurde der Judenhass ebenso auch von Luther, der den Juden anfangs zwar freundlich gegenüber stand, als er merkte dass diese aber nicht zu missionieren waren entwickelten sie sich zum Feind. "Von den Juden und ihren Lügen" war seine bekannteste Schrift, die zur Zeit des Nationalsozilismus populär wurde.

Dazu kamen Vorurteile gegenüber fremden Sitten und Gebräuchen, die Ghettoisierung, die half Vorurteile eher zu schüren als abzubauen (vergleichbar mit heutigen Türkenviertel) und Schuldzuweisungen, die in nicht-aufgeklärten Zeiten bei vermehrten Krankheiten, Todesfällen, Seuchen, etc. zu Schuldzuweisungen gegenüber Minderheitsgruppen führten.

Juden waren eben diejenigen, die nicht der wahren eigenen Religion folgten. Sie waren diejenigen, die Andere vom Christentum abbringen konnten. Als jeder Christ damals noch an die wirkliche Hölle glaubte war nicht auszudenken falls ein Familienmitglied zum Judentum konvertieren könnte. Auch das dient dem Menschen als Feindbild.

Kommentar von JTKirk2000 ,

worin der Kaiser seine Hände in Unschuld wäscht und die "Juden" (so steht es wortwörtlich in Joh. Kap 19) Jesus zu Tode verurteilen indem sie den Mörder Pilatus freisprechen.

Ich glaube, Du verwechselst da was. Pontius Pilatus war der Statthalter, der sich die Hände gewaschen hat, als Zeichen seiner Unschuld am Urteil. Die andere Person, die Du als Pilatus bezeichnest, war Barnabas. Das solltest Du vielleicht noch mal nachlesen. :)

Kommentar von drachenfreund ,

Du hast recht - Danke für den Hinweis

Kommentar von waldfrosch64 ,

@Drachenfreund 

_____Die Evangelien sollten missionarisch wirken, daher war man versucht Juden zum Christentum zu bewegen. Diejenigen Evangelien, welche Heiden missionieren wollten rückten die Juden ins schlechte Licht. Möglicherweise waren judenfeindliche Absichten auch darin begründet, weil viele Juden schon damals schwer zu überzeugen waren, so dass die Evengelienschreiber ihre Feinbilder in die Geschichte miteinarbeiteten._______

  • Ich hab in den Evangelien keine solchen Feindbilder gefunden .Und ich habe die Evangelien schon sehr oft gelesen ..du etwa 

____________Juden waren eben diejenigen, die nicht der wahren eigenen Religion folgten. Sie waren diejenigen, die Andere vom Christentum abbringen konnten. Als jeder Christ damals noch an die wirkliche Hölle glaubte war nicht auszudenken falls ein Familienmitglied zum Judentum konvertieren könnte. Auch das dient dem Menschen als Feindbild_______

  • So eine falsche Schlussfolgerung  ,kein Mensch kann zum Judentum konvertieren .Jude bist du wenn deine Mutter Jüdin ist ,dann bist auch du Jude .Dort kannst du höchstens Proselyt werden .
Kommentar von drachenfreund ,

Ich hab in den Evangelien keine solchen Feindbilder gefunden .Und ich habe die Evangelien schon sehr oft gelesen ..du etwa ?

"Was siehst du aber den Splitter in deines Bruders Auge, und wirst nicht gewahr des Balkens in deinem Auge?"

https://de.wikipedia.org/wiki/Antijudaismus_im_Neuen_Testament

So eine falsche Schlussfolgerung  ,kein Mensch kann zum Judentum konvertieren .Jude bist du wenn deine Mutter Jüdin ist ,dann bist auch du Jude 

Diverse Gemeinden lassen bis heute auch eine Konvertierung zu. Mehr dazu unter http://www.juedische-allgemeine.de/article/view/id/4408

Antwort
von suziesext06, 100

der (historische) Jesus war n offenbar ziemlich erfolgreicher torahkundiger Rabbi. Hätten die Juden ihn alle gehasst oder als Irrlehrer bezichtigt, dann hätten sie ihn gesteinigt. In innerreligiöse Streitereien haben sich die Römer nämlich nicht eingemischt.

Später, nach seiner Hinrichtung, hat es n riesen Streit gegeben zwischen Judenchristen und Heidenchristen. Paulus missionierte im römischen Reich, war selber römischer Staatsbürger und hat die Sache immer stärker so dargestellt, dass die Römer Jesus nicht als Widerstandskämpfer gegen Rom hingerichtet haben, sondern weil angeblich DIE Juden den Pilatus massiv unter Druck gesetzt hatten.

Ab dem Mittelalter haben die Kirchen die Juden deshalb als 'Gottesmörder' geschimpft, katholische und evangelische Wortführer. Erst nach 1945 haben die Katholiken sich davon distanziert und die Juden als "unsere älteren Brüder im Glauben" bezeichnet.

Kommentar von waldfrosch64 ,

Na da muss man schon auch differenzieren ,es gab niemals Theologische Gründe für einen Judenhass .Dass es den  jedoch leidere auch unter Christen und auch schon mal bei Katholiken gab stimmt aber sicherlich.

Kommentar von Franz1957 ,

Was insbesondere auf maßgebliche Leute wie Kirchenväter und Konzilsleiter zutrifft. Bekannt ist Konstantins Bekenntnis zum Judenhaß als entscheidendem Beweggrund zur Neufestsetzung des Ostertermins auf dem Konzil von Nicäa:

https://www.unifr.ch/bkv/kapitel2027-17.htm

Kommentar von suziesext06 ,

der Judenhass in einigen Teilen der römischen Oberschicht basiert auf den religiös motivierten Aufständen, die zur völligen Zerstörung Jerusalems führten. In Folge wurden Juden wegen ihrer religiösen Eigenheiten als politisch unzuverlässig und tendenziell gefährlich eingestuft (Tacitus Annalen)

Es war den christlichen Gemeinden in Rom und im römischen Machtbereich ein existentielles Anliegen, sich von DEN Juden abzugrenzen und keinesfalls mit ihnen verwechselt zu werden. daher auch die Tendenz, die Kreuzigung des Messias nicht den Römern, sondern letztlich den Juden anzulasten. Im Frühmittelalter entstanden dann sogar Schriften, in denen Pilatus als Heiliger gehandelt wird, der Jesus freigelassen hätte, aber vom jüdischen Mob der Strasse erpresst wurde ("wenn du Jesus nicht kreuzigst, dann bist du kein Freund des Kaisers"). Also neben Jesus ist St.Pilatus das zweite Opfer der Juden.

Übrigens gipfelte der Judenhass bei den Reformatoren. Die Tiraden Luthers gegen die Juden werden nur noch übertroffen von seiner Hetze gegen die aufrührerischen Bauren.

Die lutherischen Landeskirchen haben sich von diesen Tiraden nie öffentlich distanziert, im Gegensatz zur katholischen Kirche, sondern sie einfach im Giftschrank verschwinden lassen.

Kommentar von Franz1957 ,

Es war den christlichen Gemeinden in Rom und im römischen Machtbereich ein existentielles Anliegen, sich von DEN Juden abzugrenzen und keinesfalls mit ihnen verwechselt zu werden.

Dieses Anliegen war wohl auch der entscheidende Beweggrund für die Judenhetze der Kirchenväter und die Ersetzung des Sabbats durch den Sonntag, beginnend mit der Hadrianischen Verfolgung nach dem Bar-Kochba-Aufstand. Lesenswert hierzu: From Sabbath to Sunday, von Samuele Bacchiocchi.

Antwort
von zippo1970, 169

Na ja....die Sichtweise, war ja früher eher, dass sie Jesus "umgebracht" haben.

Hier mal ein Link dazu: http://www.friedrich-ebert-schule.de/fileadmin/selbstarbeit/nationalsozialismus/...

Kommentar von waldfrosch64 ,

So einfach ist das nicht !

  • Zu der Zeit von 1200 n.Chr.wurde die Kirche weitgehend von weltlichen Mächten beherrscht .Das weiss jeder der schon mal ein echtes Geschichtsbuch in der Hand hatte und sich nicht Bei Phönix TV. Sprich: Murdock  Auskunft holt .
  • Nicht zufällig hatte man in Cluny um 1000 n. Chr. die Unabhängigkeit der Kirche: (Liebertas Ecclesiae= Freiheit der Kirche )vehement eingefordert .
  • Nicht zufällig erschient gerade in der Zeit ein Franz von Assisi .

313 durch Konstantin wird das Christentum erlaubte Religion, durch die Theodosianische Wende wird 380 das Christentum Staatsreligion. (Eine schwarze Stunde )

Das Christentum wird Staatsangelegenheit .SALUS PUPLICA Der Kaiser erhält seine Zuständigkeit innerhalb der Kirche .

Somit geriet die Kirche in die Gefahr des religionspolitischen Monophysitismus ,was eine Katastrophe war,.da der Kaiser "von Gottes Ganden auch die Bischöfe regiert ...Lediglich Das Sacerdotale Element Pontifex Maximums  beanspruchten diese Kaiser nicht für sich .(Er fungiert also  nicht als christlicher Priester.)

Folgende Rechte hat der Kaiser :

  • Häresien als Staatsverbrechen zu verfolgen : (Theodosius )Konzilien einzuberufen (Konstantin /Theodosius )
  • Konzils Akten und Reichsgesetze zu erheben (Konstantin)Das Heidentum zu verbieten den Chr. Glauben auszubreiten (Karl der Grösse )Bilder der Heiligen als Konkurrenz zum sakralen Heiligenbildnis zu verbieten .
  • Da sind wohl solche Missbräuche  wie solche irrsinnige Forderungen Juden und auch Muslime müssten sich durch Kennzeichen markieren  bereits vor programmiert .
  • Was mich aber hier am meisten erstaunt ist die Tatsache, dass diese Kennzeichnung die etwa in Ägypten und anderen Muslimischen Staaten  HEUTE  gerade  üblich ist , keinen zu interessieren scheint ,während ich hier in Angelegenheiten der Katholischen Kirche unzählige Seiten dazu aufrufen kann.
Kommentar von suziesext06 ,

hi Waldfrosch - seh ich ähnlich. Aus dem Evangelium lässt sich weder Judenhass noch Antisemitismus begründen.

Aus dem Koran aber sehr wohl.

Im Koran werden DIE Juden als Volk, als Rasse "schlimmer als die Tiere" bezeichnet. Der Judenhass im islamischen Raum ist bis heute virulent und wird aus dem Koran hergeleitet.

Selbst derart primitive Fälschungen wie die antisemitischen "Die Protokolle der Weisen von Zion" kursieren in diesen Regionen völlig unbehindert.

Antwort
von chrisbyrd, 61

Diese Frage ist sehr gut. Als Christ kann ich es auch nicht verstehen, warum die Juden über die Jahrhunderte von vermeintlich christlichen Kirchen so häufig verfolgt und gehasst wurden.

Man warf ihnen alles mögliche vor, z. B., dass sie Gottesmörder wären, weil sie Jesus ans Kreuz gebracht hätten. Dabei waren es die Römer, die Jesus verurteilten und kreuzigten. Noch viel mehr lehrt die Bibel aber, dass Jesus für unsere Sünden starb. Jeder ist also mit seinen Sünden dafür verantwortlich, dass Jesus am Kreuz sterben musste. Es ist völlig falsch, die Kreuzigung den Juden in die Schuhe zu schieben. Leider geschah das mit grausamen Folgen (Verfolgung, Vertreibung, Folter usw.).

Ein Grund könnte auch die sogenannte Ersatztheologie sein, die besagt, dass Gott seinen Bund mit Israel aufgekündigt und alle seine Verheißungen auf die christliche Gemeinde übertragen hat. Die Ersatztheologie spricht den Juden ab, dass Gott seinen Bund hält, seine Verheißungen wahrmacht und sich irgendwann wieder seinem Volk Israel zuwenden wird, um das zu vollenden, was die Propheten vorhergesagt haben. Die Ersatztheologie leugnet all das und geht davon aus, dass die Gemeinde Israel ersetzt hat. Nun muss die Ersatztheologie (die ich für falsch halte) allerdings nicht zwangsläufig zu Judenhass führen.

Die Bibel lehrt auf jeden Fall, dass Christen ihre Mitmenschen (ihre Nächsten und sogar ihre Feinde) lieben und segnen sollen. Allein schon deshalb verbietet sich Judenhass. Aber noch viel mehr sagt das Neue Testament, dass Christen den Juden viel zu verdanken haben. Aus ihrem Volk stammte der Herr und Erlöser Jesus Christus und sie haben die Bibel aufgezeichnet und sehr genau überliefert. (die Autoren des Alten Testaments waren Juden und die des Neuen zum größten Teil auch).

Paulus schrieb über die Juden: "im Blick auf die Erwählung sind sie Geliebte um der Väter willen" (Römer 11,28b).

Kommentar von Netie ,

Petrus sagt in Apostelgeschichte 2 Vers 23 zu den Männern von Juda und allen, die in Jerusalem wohnten: "Jesum ... habt ihr durch die Hand von Gesetzlosen ans Kreuz geheftet und umgebracht."

Kommentar von waldfrosch64 ,

Es ist nun mal ein Tatsache ,dass Jesus Christus durch das Jüdische Etablissement  hingerichtet worden ist .

Oder willst du das bestreiten ? 

  • Es ist wohl kein Wunder das ein Petrus solche harte Worte gegen seine Brüder findet, nach dem man gerade seinen Meister hingerichtet hat .
Kommentar von Franz1957 ,

(Du meinst das Establishment. Ein Etablissement ist nicht ganz das Gleiche.)

Nun ist es schon eine krasse Vereinfachung, ein Volk mit seinem  Establishment gleichzusetzen, oder eine Glaubensgemeinschaft mit ihren leitenden Amtsträgern. Ebenso gut könnte man dann sagen: Die Amerikaner sind Wallstreet-Banker und die Christen sind Kardinäle, Pröpste und Superintendenten. (Oder, wie einer hier ganz im Ernst meinte: Die Juden waren sehr reich.)

Die Bibel wirft das auch nicht einfach in einen Topf. Siehe Hesekiel 34, da wird dem Establishment der Marsch geblasen:

http://w.bibleserver.com/text/EU/Hesekiel34


Antwort
von waldfrosch64, 109

Es ist eine Verleumdung das Christen Juden hassen würden .Damals wie heute .Ich nehme mal an das du die Chrsiten meinst da das hier im Thema steht ? 

Während ein Kant und Voltaire etwa  sich über Juden in übelster Form ausgelassen hatten ,mahnten Päpste immer schon dagegen an .

Juden wie auch rothaarige Frauen und unliebsame Nachbarn waren immer schon gute  praktische Sündenböcke ,wovon  zu alle Zeiten immer welche gesucht werden .

So auch heute ,das sind es  gerade die Sachsen ...

Antwort
von Realisti, 292

Juden waren in der Minderheit und Minderheiten eignen sich immer als Südenböcke. Sie können sich am schlechtesten wehren und bemühen sich darum der Mehrheit zu gefallen.

An der derzeitigen Situation in Deutschland erlebst du selber, wie Menschen reagieren, wenn sie auf Fremde stoßen. Traditionelle Juden sehen anders aus und haben andere Bräuche. Damals reagiertend die Menschen auf Juden wie heute auf Muslime.

Das Jesus ein Jude war wurde immer verdrängt, weil es besser in ihr Weltbild paßt. Dafür haben sie sich sogar Argumentationen zusammengezimmert, die weit hergeholt waren.

Kommentar von pilot350 ,

Das war eher nicht richtig. Die Verdrängung dass Jesus Jude war ist seit jeher nicht verdrängt worden, denn das steht geschrieben auf dem Kruzifix IHR. Jesus von Nazareth, König der Juden. Was falsch ist, Jesus stammt nicht aus Nazareth, sondern aus einem Ort 6 km von Nazareth entfernt. In diesem Ort lebten Menschen die sich gegen die römische Vorherrschaft wehrten und deshalb von den Römern gejagt worden sind.

Antwort
von Accountowner08, 104

Weil es den Christen nicht gepasst hat, dass die Juden Jesus weder als Messias, noch als gott anerkannt haben.

Sie fanden: entweder haben wir recht, oder die Juden, beides kann nicht sein, und ihre Überzeugungsarbeit geschah sehr oft mit dem Schwert: entweder du wirst Christ, oder ich bringe dich um. Das haben die Christen aber mit anderen Völkern ("Heiden", siehe Christianisierung) auch gemacht, und sogar mit christlichen gruppen, die eine andere Meinung hatten (siehe z.B. Reformationskriege).

Antwort
von Kreuzzzfeuer, 95

Antisemitismus durch Adolf Hitler

Er hat die Menschen manipuliert und eingeredet, dass die Juden die Ursache allen Übels wären. Außerdem hat er aktiv gefoltert und getötet.

Kommentar von DeadlineDodo ,

Aber das war doch schon im Mittelalter so, oder nicht?

Kommentar von p187lx ,

Aber selbst im Mittelalter wurden Juden schon Diskriminiert das hat nicht mit Hitler angefange Hitler hat nur die Ideologie von damals wieder ausgegraben

Kommentar von Kreuzzzfeuer ,

Ich denke nicht, dass im Mittelalter Juden verfolgt wurden. Aber es kann sein, dass sie sie für Hexer hielten, weil sie sehr reinlich waren und daher nicht oft krank wurden (Pestgerücht).

Kommentar von Walum ,

**Ich denke nicht, dass im Mittelalter Juden verfolgt wurden** WIE BITTE?? Die Judenverfolgung zieht sich durch die Jahrtausende. Wo warst Du in Geschichte und Religion?

Kommentar von waldfrosch64 ,

@Kreuzzfeuer 

  • Zu mindestens in der Lehre der R.K.Kirche gibt es keinen Hexen glauben .Der Hexenglauben  ist Bestandteil aller Animistischen Religionen und auch   des Germanentums .

https://www.gutefrage.net/frage/warum-glauben-viele-die-kirche-habe-all-die-hexe...

Kommentar von zippo1970 ,
Kommentar von Effigies ,

Antisemitismus durch Adolf Hitler

Du glaubst doch ned echt, daß der sich das selber ausgedacht hat ?

Kommentar von Ryuuk ,

Hitler hat das Feuer nur geschürt und es sich selbst zu nutze gemacht. Die Judenhass selbst hat schon lange, lange vor Hitler angefangen.

Antwort
von Nadelwald75, 85

Hallo DeadliDodo,

das ist eine Google-Frage: Begriffe Antijudaismus und Antisemitismus eingeben!

Antwort
von Nunuhueper, 120

Man kann es auch so sehen:

Die Juden wollten, dass Jesus am Kreuz stirbt, also hassten sie Jesus.

Antwort
von josef050153, 104

Irgend jemand musste ja für die Pest verantwortlich gemacht werden. Die römisch-katholische Kirch mit ihrer absoluten Ablehnung alles Modernen konnte ja nicht schuld sein.

Kommentar von stine2412 ,

Irgend jemand musste ja für die Pest verantwortlich gemacht werden

zumal sie an der Pest wegen der biblischen Hygienegesetze nicht erkrankten!

Antwort
von arevo, 95

Wieso wurden gehasst?.Die Juden werden in den umliegenden Staaten Israels nach wie vor gehasst und das Existenzrecht Israels bestritten.Oder wie sieht es in Frankreich aus?.Hier wandern viele Juden freiwillig nach Israel aus.

Antwort
von Misrach, 70

Die Juden haben den Messians der christen umgebracht. Außerdem nutzten sie das Blut christlicher  Kinder für ihre Riten....

Kommentar von waldfrosch64 ,

Wo hast du das denn her ? 

Kommentar von Misrach ,

Das sagt man den Juden doch hinterher. Das höre ich zumindestes als rechtvertigung.

Antwort
von Fabian222, 60

Jesus (Friede sei mit ihm) war kein Jude. Er war der Gesandte Gottes, den die Juden der Luege bezichtigt haben. Sie haben nicht an ihn geglaubt obwohl er mit der Wahrheit gekommen ist. Genauso haben sie den Propheten Muhammad (Gottes Segen und Friede sei mit ihm) verabscheut. 

Kommentar von Bodesurry ,

Deine Antwort überrascht mich. Bisher war ich der Meinung, Muslime würden nicht glauben, dass Jesus (Christus) Gottes Sohn ist, aber seine Herkunft im Judentum nicht anzweifeln. Für Christen wurde Jesus als Jude geboren, lebte als Jude und stark als Jude. Welche Sure sprichst Du an. 

Kommentar von Viktor1 ,
 Muslime würden nicht glauben, dass Jesus 
(Christus) Gottes Sohn

das hat Fabian auch nicht gesagt - also erst lesen.
Für  Muslime ist er der drittgrößte Prophet (Sendbote Gottes), auch wenn den meisten dies nicht bewußt ist.

Kommentar von Fabian222 ,

Frage an alle

Wenn Jesus (Friede sei mit ihm) ein Jude war, warum nennt ihr euch dann Christen? Gehoert ihr also auch dem Judentum an? 

Kommentar von arevo ,

#Fabian222

Ganz einfach.Nach Christos, den Erlöser.Wenn wir dem Judentum nach Deiner Meinung angehören sollten, warum gibt es dann ein AT und ein NT mit deutlichen Unterschieden und Akzenten in der Kernbotschaft ?.

Kommentar von Fabian222 ,

Wenn es Unterschiede gibt, dann kann er kein Jude gewesen sein. Der Prophet Muhammad (Allahs Segen und Friede sei mit ihm) glaubte auch an Jesus und an Moses. Er war aber weder Jude noch Christ. Der Prophet Abraham war auch kein Jude. Gott sagt im Koran:

Abraham war weder ein Jude noch ein Christ, sondern er war Anhaenger des rechten Glaubens, einer, der sich Allah ergeben hat, und er gehoerte nicht zu den Goetzendienern. (3:67)

Kommentar von waldfrosch64 ,

Ach @Fabian 

Bei  der Kognitiven Dissonanz,deinerseits  ist hier wohl jede erneute Erklärung müssig ...

Kommentar von Viktor1 ,

@Fabian222
Also - jetzt muß ich mal ganz harsch erwidern: So blöd kannst du doch nicht sein,  daß du den Begriff Juden (ein Volk, Ethnie ?)
in die gleiche Kategorie packst wie Christen.
Juden können sehr wohl (gibt es auch) Christen oder Moslems sein genauso wie Deutsche Kommunisten, Muslime, Christen o.a.
Jesus hätte auch Römer sein können oder Grieche, das würde nichts ändern an unserem "Bekenntnis" Christen.
Bevor Mohammed seine "Visionen" hatte und offenbarte, hatte er auch eine religiöse Ausrichtung, wahrscheinlich sogar christlich.
Egal aus welcher Sicht du es betrachtest diese Hinterfragung


Wenn Jesus (Friede sei mit ihm) ein Jude war,
warum nennt ihr euch dann Christen? Gehoert
ihr also auch dem Judentum an?

ist wohl ziemlich daneben.

Kommentar von Fabian222 ,

Die Religion Moses', Jusus' und aller anderen Propheten war, allgemein gesprochen, der Islam, was bedeutet, an die Einheit Allahs zu glauben und Ihm allein zu dienen, ohne Partner oder Teilhaber, wie Allah sagt:
Gewiss, die Religion ist bei Allah der Islam.(3:19)

Kommentar von earnest ,

Jesus - kein Jude?? 

Eine steile These ...

Kommentar von pilot350 ,

I H R   Kreuzinschrift auf jedem Kreuz.

Kommentar von arevo ,

#Fabian222

Du brauchst hier keine daw`a zu betreiben.

Isa ist im Islam ein sehr bedeutender Prophet.Jesus Christus ist nach christlicher Theologie der als Jude bzw.Mensch eingeborene Sohn Gottes.Wenn Du das nicht akzeptieren kannst, ist es Dein gutes Recht.

Aber verschone uns mit Deinem Ansinnen, uns Deine Meinung autzuzwingen.Das verstehen wir nicht unter religiöser Toleranz.

Kommentar von Fabian222 ,

Ich betreibe keine Dawa. Die Frage habe ich aus Neugier gestellt, da ich bisher dachte, dass die Christen Jesus als jemanden ansehen, der eine neue Religion mit einem Buch der Weisheit brachte, um die Menschen/Juden zu warnen. 

Kommentar von Starwarsvogel ,

Ich dachte die Juden wären das außerwählte Volk Gottes...
Interessant das dies im Islam anders gelehrt wird.

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