Frage von noelfutur11, 43

Warum wurden die Ostverträge abgeschlossen bzw. wie kam es dazu?

Im Internet finde ich keine passende bzw. direkte Antwort.

Expertenantwort
von ArnoldBentheim, Community-Experte für Geschichte & Politik, 18

Adenauer und seine Regierung haben die "Westverträge" abgeschlossen: Westdeutschland durch vertrauensbildende Maßnahmen und Zuverlässigkeit die Souveränität erarbeitet und durch die Verankerung im westlichen Bündnis (NATO) sowie in Westeuropa (EWG) wirtschaftlich gestärkt und vor militärischen Bedrohungen durch die Sowjetunion abgesichert.

Wenn die Spaltung Deutschlands überwunden werden sollte, dann musste ein zweiter Schritt gegangen werden: mit den Ostblockstaaten, in das Ostdeutschland eingebunden war, und besonders mit der Sowjetunion zu einem erträglichen diplomatischen Verhältnis, möglichst auch zu einem Vertrauensverhältnis zu kommen. Adenauer hatte schon den ersten Schritt getan und 1955 mit den Sowjets diplomatische Beziehungen aufgenommen. Darauf bauten nun Brandt und seine Regierung auf. Sie schlossen wichtige Verträge besonders mit Ostdeutschland, Polen und der Sowjetunion, die sog. "Ostverträge". U. a. anerkannte Westdeutschland die nach dem WK II geschaffenen neuen Grenzen Deutschlands und verpflichteten sich, etwaige Grenzveränderungen nur auf dem Verhandlungswege, niemals mit militärischer Gewalt zu erreichen (Gewaltverzicht).

MfG

Arnold

Antwort
von abibremer, 6

Der pfiffige, leider im letzten Jahr verstorbene enge Berater Willy Brandts, Egon Bahr war "gelernter" Journalist und schon zu Brandts Bürgermeisterzeit in Berlin der beste "Vorarbeiter" seines Chefs. Er "erfand" nicht nur den Begriff "Wandel durch Annäherung", sondern hatte während der Kanzlerschaft Brandts IMMER einen "direkten Draht" zur Moskauer Führung, ohne deren Zustimmung\Wohlwollen buchstäblich NICHTS in Bezug auf eine "Vereinigung beider deutscher Staaten möglich war.  Diese der Öffentlichkeit weitgehend verschwiegenen Beziehungen, offenbarte Bahr später dem neu gewählten Helmut Kohl, um dem das Hintertürchen offen zu halten, was Bahr zur sowjetischen Regierung AUSSERHALB der offiziellen Wege eingerichtet hatte.

Antwort
von cherskiy, 7

Bei den Ostverträgen handelt es sich um die von den Bundesregierungen Brandt und Schmidt in den 1970er-Jahren im Zuge der "Neuen Ostpolitik" geschlossenen Verträge, v. a. mit der UdSSR (Moskauer Vertrag), mit Polen (Warschauer Vertrag) und der Tschechoslowakei ("Prager Vertrag" beziehungsweise "Normalisierungsvertrag"). Googel mal die jeweiligen Begriffe.

Antwort
von earnest, 15

Schon hier findest du Antworten.

https://de.wikipedia.org/wiki/Ostpolitik

Kommentar von PatrickLassan ,

Da muss er doch soviel lesen. ^^

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