Drumnbass am 02.06.2009 um 17:58 Uhr
Die Deutsche Bahn wollte doch schon bis Ende letztes Jahr an der Börse notiert sein. Warum wurde dieser Börsengang aufgeschoben und in wieweit spielt da die Wirtschaftskrise eine Rolle?

Die Finanzkrise war ein wichtiger Grund dafür. Unternehmen gehen an die Börse, wenn sie sich davon hohe Kapitaleinnahmen erhoffen, also davon ausgehen, dass sie viel Geld durch den Börsengang bekommen. Und dies ist der Fall, wenn potentielle Investoren viel für eine Aktie bezahlen wollen. Da aber bei bei der Finanzkrise und Wirtschaftskrise die Investoren ihr Geld zurückhalten, war die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass sie beim Börsengang nicht den erhofften Preis für eine Aktie bekommen hätten. Dies war denke ich mal einer der Hauptgründe, dass die DB ihren geplanten IPO nicht durchgeführt hat.
Die Koalition war sich da sehr uneinig. Die Bahngewerkschaften haben da kräftig mitgemischt. Das Schienennetz sollte beim Bund bleiben. Es blieben 25 % des Vermögens, um an die Börse zu gehen. Dann kam der Schmüffelscandal ans Licht und Mehdorn ins Zwielicht. Dann die Finanzkrise und aus war's.