Frage von Malavatica, 153

Warum wurde Karl-Marx-Stadt eigentlich umbenannt?

War der Name auf einmal unzumutbar? Das kostet doch auch Geld,alle Papiere zu ändern. War das nötig?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Parhalia, 79

Weil die Stadt vor der Gründung der DDR bis etwa 1953 auch Chemnitz hiess und diesen Namen nach der Auflösung der DDR ca. 1990 lediglich ihren ursprünglichen und historischen Namen in deutlicher Entscheidungsmehrheit zurück erhielt.

Antwort
von MrHilfestellung, 83

Weil die Bürger*innen von Chemnitz nicht den Namen, denen ihnen in der DDR aufgezwungen wurde haben wollten, sondern den ursprünglichen Stadtnamen.

Ich finde aus, dass die Benennung einer ganzen Stadt nach einer Person viel zu viel Personenkult ist.

Antwort
von Interesierter, 86

Bis 1953 hiess Chemnitz auch schon Chemnitz und wurde erst zu diesem Zeitpunkt in Karl-Marx-Stadt umbenannt.

Diese eigentlich sinnlose Umbenennung wurde rückgängig gemacht und der Stadt wurde wieder ihr ursprünglicher Name gegeben.

Antwort
von Jakob1, 81

karl-marx-stadt hieß eigentlich chemnitz, somit wurde nur der alte stadtname wieder angenommen.

Antwort
von Jack98765, 34

Man könnte auch fragen warum wurde die "Stadt des KdF-Wagens bei Fallersleben" in Wolfsburg umbenannt.

Antwort
von derhandkuss, 82

Karl-Marx-Stadt wurde seinerzeit im real existieren Sozialismus umbenannt. Diese Umbenennung wurde wieder rückgängig gemacht.

Kommentar von Malavatica ,

Ok 

Antwort
von lupoklick, 42

Kaliningrad wurde nach ihrem Gründer in St. Petersburg zurückbenannt.... Das hat mit Geschichte zu tun ind nicht mit irgendwelchen kommunistischen Gewaltherrschern,,,,

Auch Königsberg möchte seinen traditionellen Namen zurück, gleich, ob nun Russen oder Deutsche das Sagen haben

Kommentar von MrHilfestellung ,

Kaliningrad ist Königsberg. Leningrad wurde in St. Petersburg umbenannt :)

Kommentar von lupoklick ,

Danke !!! .... meine Sinne waren schon in der Mittagspause !!!

Antwort
von SocialistRUSSlA, 9

Es hieß bis 1953 Chemnitz und wurde auf Wunsch vieler wieder in den alten Namen umbenannt 

Es gibt allerdings genügend strassen die im,, Osten " noch Karl Marx strasse heissen 

Kommentar von XC600 ,

nicht nur im "Osten" ..... gibt auch eine z.B. in Berlin Neukölln ;) ;)

Antwort
von Philippus1990, 93

Ja, es war nötig. Eine gesamte Stadt nach einem linken Philosophen zu benennen ist in einer pluralistischen Demokratie unzumutbar. Das gilt um so mehr, als die Benennung in "Karl-Marx-Stadt" von einer kommunistischen Diktatur erfolgte und mithin nicht demokratisch legitimiert war.

Kommentar von joheipo ,

Gibt leider immer noch viel zu viel Karl-Marx-Straßen und sogar in den alten Bundesländern.

2014, also 25 Jahre (!!!) nach Beseitigung des kommunistischen Unrechtsregimes,  gab es noch 68 "Wilhelm-Pieck-Straßen" in den neuen Bundesländern. Hoffentlich sind die inzwischen von diesem unseligen Namen befreit worden.

Kommentar von Malavatica ,

Also ich wüsste nicht wer das sein soll. Wer sollte sich daran stören? 

Kommentar von joheipo ,

Pieck war Stalinist durch und durch und unter anderem dafür verantwortlich, daß in der damaligen Sowjetzone die demokratische SPD mit den Kommunisten zwangsvereinigt wurde.

Guben hieß zu DDR-Zeit offiziell "Wilhelm-Pieck-Stadt Guben", was 1990 endlich gestrichen wurde.

Kommentar von metalfreak311 ,

Und was hat Karl Marx mit Stalinismus zu tun? Der war ein deutscher Philosoph, dessen Theorien sich in der Praxis aus verschiedenen Gründen leider nicht durchsetzen ließen. Aber wenn Du Dir mal das Manifest durchliest - so falsch lag er mit seiner Analyse nicht.

Kommentar von Jonas711 ,

Es ist absolut üblich, Straßen nach berühmten deutschen Philosophen zu benennen. 

Zum Beispiel gibt es Nietzschestraßen, Kantstraßen, Theodor-Adorno-Straßen, Friedrich-Hegel-Straßen, Martin-Heidegger-Straßen, Schopenhauerstraßen,...

Warum soll man dann keine Straßen nach Karl Marx benennen dürfen?

Kommentar von N0Nentity ,

Dieser "linke" Philopsoph hat noch immer Recht behalten mit allem, was er sagte.
Aber das wissen nur Leute, die Marx auch gelesen haben.
Du gehörst wohl nicht zu denen.
Würdest du, dann wüsstest du, dass die Erkenntnisse von Marx selbst bei Leuten Beachtung finden, die keine Marxisten sind!!!

Kommentar von Philippus1990 ,

Krass!!!!11

Kommentar von SocialistRUSSlA ,

Mal ganz davon abgesehen das die DDR nicht kommunistisch war 

Antwort
von beangato, 69

Es darf halt nichts mehr an den Sozialismus erinnern.

Kommentar von Malavatica ,

Ok. Aber irgendwo steht immernoch die Lenin Statue rum. Oder Stalin. Das ist doch auch schlimm. 

Kommentar von MrHilfestellung ,

Stalin steht nirgends in Deutschland rum. Und eine Lenin-Statue ist auch nicht unbedingt schlimmer als ein Denkmal für Kaiser Willhelm II.

Kommentar von Niggo96 ,

es gibt immer noch hunterte straßen und plätze die auch den namen tragen

Kommentar von Malavatica ,

Doch in Berlin gibt es dieses Ding immernoch. 

Kommentar von MrHilfestellung ,

In Berlin gibt es keine Statue von Stalin. Die Leninstatue steht im Museum und es gibt ein Marx und Engels Denkmal.

Antwort
von priesterlein, 61

Ja, es war unnötig, aber Mob und Pack machen, was ihnen gefällt, wenn sie sich abreagieren wollen statt rational zu handeln.

Kommentar von Malavatica ,

Ja, so was Gravierendes, da sollte erst mal die Bevölkerung gefragt werden, finde ich. Auch der Mist, die Straßen umzubenennen. Nimmt ja langsam mal ein Ende. 

Kommentar von Interesierter ,

Genau, deswegen wurde die von der SED 1953 beschlossene Umbenennung 1990 wieder zurückgenommen.

Antwort
von pritsche05, 20

Naja, die ex DDR hatte sich ja der BRD angeschlossen, da waren die ehemaligen kommunistischen namen nicht mehr gefragt und die Bevölkerung wollte sie wohl loswerden. Verständlich oder ?

Kommentar von Malavatica ,

Das ist die Frage, ob die Bevölkerung das wollte. Aber gut, falls das so ist.. 

Kommentar von Omikron6 ,

Ob die Bevölkerung das wollte...`?

Umbenennung 1990Vor 25 Jahren wurde Karl-Marx-Stadt zu Chemnitz

Heute vor einem Vierteljahrhundert wurde Karl-Marx-Stadt wieder zu Chemnitz.

Nach der Wende bot sich erstmals seit der vorherigen Umbenennung durch die SED-Führung die Chance auf den Namenswechsel. Die Bürger stimmten ab, 76 Prozent votierten für den alten Namen Chemnitz.1953 wurde die Stadt nach dem Philosophen Karl Marx benannt. Gefragt wurden die Bürger damals nicht.Karl Marx selbst war übrigens nie in Chemnitz. Sein Kopf steht allerdings bis heute da. Der "Nischel", eine gigantische Büste des kommunistischen Denkers, 40 Tonnen schwer, gilt heute als eine der Sehenswürdigkeiten der Stadt.

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