Frage von Farbton2, 179

Warum wurde in der BRD der 17. Juni als Nationalfeiertag erklärt?

Die DDR behauptete ja, dass diese Aufstände ein Putschversuch des Westens seien, aber was ist da dran? Und warum erklärte die BRD diesen als Nationalfeiertag, wenn sie doch nur indirekt "nah am Geschehen" war?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von ArnoldBentheim, Community-Experte für Geschichte, 100

Hier findest du alle wesentlichen Informationen, die du brauchst  -  und noch mehr  :-):

MfG

Arnold

Kommentar von Farbton2 ,

Vielen lieben Dank! :)

Kommentar von ArnoldBentheim ,

Vielen Dank für die Auszeichnung!  :-)

Antwort
von Karl37, 77

Der 17. Juni 1953 begann als ganz normaler Arbeitskampf der Bauarbeiter auf der damaligen Stalin-Allee gegen die Ausbeutung durch das SED Regime. Das politische System ließ sofort Panzer der Sowjets auffahren und verbreitete die Legende, der Aufstand sein vom Westen aus gesteuert.

Der Protestfunke gelangte aber innerhalb von zwei Tagen in den letzten Winkel der Republik.

Politisiert wurde der Arbeiteraufstand erst später, der Westen erinnerte mit einem nationalen Feiertag zum Verdruss der SED Funktionäre daran.

Kommentar von soissesPDF ,

Nö, er begann in Halle, nicht in Berlin.
Halle war der Ort wo einst Thälmann sprach und Fritz Weineck erschossen wurde.
Am Tag danach, ergo 17.Juni sprang der Funke auf Berlin über.

Kommentar von Karl37 ,

Quatsch denn die 2. Parteikonferenz der SED vom 9. bis 12. Juni 1953 in der Werner-Seelenbinder Halle in Halle an der Saale hatte keinen Einfluss auf die Ereignisse des 17. Juni in Berlin.

Die Erhöhung der Arbeitsnormen war übrigens schon ein Monat davor vom ZK beschlossen worden. Auch der Machtkampf in Moskau nach Stalins Tod im März 53 spielte im Vorfeld eine Rolle, denn Berija wollte eigentlich die DDR aufgeben aber die Gruppe um den Betonkopf Chrustchow war letztlich Sieger und der kalte Krieg begann.

Was wir mit dem 17. Juni verbinden, ist die Demonstrationen am Vortag auf zwei Berliner Baustellen und die Weigerung der Gewerkschaftsfunktionäre mit den streikenden Arbeiter reden zu wollen.

Antwort
von Woropa, 12

Das war kein Putschversuch des Westens. Das war ein Aufstand von unzufriedenen Menschen in der DDR.  In der BRD hiess dieser Tag Tag der deutschen Einheit und war Feiertag.

Expertenantwort
von PeVau, Community-Experte für Geschichte, 82

Warum brach der "Aufstand" noch nach bereits erfolgter der Zurücknahme der Normerhöhungen aus?

Wie kommt es, dass ein so "spontaner" Aufstand sich blitzschnell auf die wichtigsten Zentren ausbreitete, mit den gleichen Losungen und Forderungen und Aktionen zielgerichtet und koordiniert gegen sensible Einrichtungen und Organe erfolgten?

Wie  kommt es, das selbst Egon Bahr, damals in Westberlin, später in einem Interview erklärte, dass der RIAS ein Katalysator des Aufstandes war?
https://goo.gl/xd9vl6

Dieses Interview ist übrigens die geschönte Sicht eines damals maßgeblich Beteiligten. Der Rias und andere Organisationen in Westberlin spielten bei der Organisation, Koordinierung und propagandistischen Unterstützung dieses Aufstandes eine kaum zu unterschätzende Rolle.

Das ist eine Antwort auf die Frage, warum der 17. Juni in der DDR als vom Westen gelenkter Putschversuch gesehen wurde. Die objektiven Ursachen für die Unzufriedenheit der Arbeiter werden von @Hegemon  benannt.

Bei @exFlottiLotti findest du auch etwas dazu:
https://www.gutefrage.net/frage/ursachen--vorgeschichte-des-17-juni-1953

Kommentar von vitus64 ,

Der Grund für den Aufstand war die wirtschaftliche und politische Unzufriedenheit der eigenen Bevölkerung und nicht die Berichterstattung des RIAS oder Egon Bahr.

Nur durfte die Bevölkerung ja nicht unzufrieden sein, da man ja in einer Vorstufe des Paradises lebte und daher musste der Aufstand (einen Putsch gab es ja sowieso nicht) von außen verursacht worden sein.

Der RIAS eignete sich hier natürlich besonders gut, die Rolle der Schlange im Paradies zu übernehmen.

Man wollte einfach das eigene Versagen anderen in die Schuhe zu schieben.

Kommentar von earnest ,

Ja, PeVau, das war in der Tat die damalige Sicht der DDR-Führung.

Wir schreiben aber inzwischen das Jahr 2016.

Dabei möchte ich es jetzt belassen.

Kommentar von 666Phoenix ,

earnest

Belassen?? Nee, die Wahrheit sollte immer wieder mal gesagt werden! Da es im Jahr 2016 keine DDR-Führung mehr gibt, muss man sich das schon mal von damals anhören. Man könnte ja auch selber mal recherchieren und nicht bloß unsinniges Zeug nachquatschen!

Und dass damals von außen kräftig mitgemischt wurde, gibt inzwischen auch Wikipedia zu (denen kannst Du ja keine Nähe zur ehemaligen DDR-Führung unterstellen):

"Am 17. Juni rief dann der Berliner DGB-Vorsitzende Ernst Scharnowski über den RIAS erstmals dazu auf, die Ostdeutschen sollten ihre „Strausberger Plätze überall“ aufsuchen. Trotz einer relativ zurückhaltenden Darstellung der Ereignisse im Radio kann man davon ausgehen, dass die Berichte entscheidend dazu beigetragen haben, dass sich die Kunde von den Protesten in der Hauptstadt äußerst schnell in der ganzen DDR ausbreitete."

Und selbst westliche Politiker sagten damals was anderes als diverse DDR-"Kenner"-Typen heute:

"Der Premierminister des Vereinigten Königreichs, Winston Churchill sah den Aufstand kritisch, da er dadurch seine Initiative für eine erneute Vier-Mächte-Konferenz gefährdet sah. Er erklärte der sowjetischen Regierung, dass sie im Recht gewesen sei, als sie den Aufstand niederschlug." (dito).

Kommentar von earnest ,

Ich habe geschrieben: "Ich möchte es dabei belassen."

Was DU tust, bleibt selbstverständlich dir überlassen.

(Und was DIE Wahrheit betrifft, bin ich mitunter skeptisch.)

Kommentar von 666Phoenix ,

Skepsis ist doch nicht schlecht ("mitunter"!) 

Skeptiker sind (nach einem anonymen Verfasser) Leute, "die sogar Luftschlösser durch Alarmanlagen sichern" oder auch "Leute, die an den Zweifel glauben" (Bernhard Wicki).

Antwort
von Bley1914, 4

Die Bauarbeiter in der SBZ , angefangen in der Stalinallee, sollten eine

Produktionssteigerung  ohne Lohnausgleich erfüllen. Hierauf protestierten

die Arbeiter, jedoch nicht nur in Berlin sondern auch in anderen Städten.

Da die SBZ-Regierung nicht mehr die Kontrolle über das Volk hatte,

hat diese ihren grossen Bruder SU zu Hilfe gerufen. Diese haben dann mit

ihrer Armee und Panzer den Aufstand niedergeschlagen.

Als gedenken an den Volksaufstand hat die Bundesregierung den 17. Juni

als Tag der Deutschen Einheit verkündet und beschlossen (auch für Berlin-West-

Nach der Wiedervereinigung wurde der 17. Juni als Gedenktag auf den

3. Oktober als Tag der Einheit festgelegt.

Mit freundlichen Gruß

Bley1914

Antwort
von Hegemon, 89

Daß die Bundesrepublik diesen Tag als "Tag der deutschen Einheit" zum Nationalfeiertag erklärte, ist an Scheinheiligkeit und Verlogenheit schwer zu überbieten.

Zu den wesentlichen Ursachen der Proteste gehörten die exorbitanten Reparationen an die SU, wodurch sich die Lebensbedingungen der ostdeutschen Bevölkerung dramatisch verschärften.

Die Westmächte hatten 1945 vorgeschlagen, daß jede Siegermacht ihre Reparationsansprüche aus der eigenen Besatzungszone befriedigt. Die mit Abstand größten Schäden aus WK II hatte die SU. Die Westmächte konnten weitgehend auf Reparationen verzichten. So hatte also die kleine SBZ/DDR 97-98% der gesamtdeutschen Reparationen zu erbringen - pro Kopf das 130fache.

Um die westlichen Besatzungszonen vor den Reparationsansprüchen der Sowjets zu schützen, trennten sie den Osten ab. Da man ein Gebiet, das man nicht als wirtschaftliche Einheit behandelt, auch nicht als politische Einheit behandeln kann, beschloß man - Zitat:

"mitten durch Deutschland eine Grenze zu ziehen und östlich von ihr alles
von Rußland verwalten und unter das sowjetische System des
Staatssozialismus stellen zu lassen"

http://www.1000dokumente.de/index.html?c=dokument\_de&dokument=0011\_pot&...

Man initiierten zusammen mit dem "Kanzler der Alliierten" die deutsche Teilung (Londoner Sechsmächtekonferenz, Frankfurter Dokumente, einseitige Währungsreform, einseitige Staatsgründung). Die Stalin-Noten von 1952 (also ein Jahr vor den Unruhen!)  zur Wiedervereinigung wurden abgelehnt, u.a. weil dann auch wieder die Reparationsfrage auf's Tapet gekommen wäre.

http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-13518748.html


Kommentar von PeVau ,

Es ist schon interessant, was so alles zum Vorschein kommt, wenn man sich mit dem gängigen bundesdeutschen Narrativ nicht abspeisen lässt.

Kommentar von Hegemon ,

In der Tat. Man bekommt bei dieser Verlogenheit große Lust, den Liebermann zu zitieren.

Kommentar von N0Nentity ,

Sag's ruhig:

"Ich kann gar nicht soviel fressen, wie ich kotzen möchte" (Liebermann)

Kommentar von Hegemon ,

Richtig. Und die Krönung des Ganzen: Während man die im Osten mit Panzern niedergeschlagenen Proteste scheinheilig zum Nationalfeiertag erhebt, kehrt man die 1948 im Westen mit Panzern niedergeschlagenen Proteste gegen Ludwig Erhards Wirtschaftspolitik unter den Teppich und nennt sie verschämt "Stuttgarter Ereignisse" - wenn man sie denn überhaupt erwähnt. In Geschichtsbüchern tauchen sie nämlich regelmäßig nicht auf - genauso wie der unmittelbar anschließende Generalstreik, an dem sich 9,25 Mio. von 11,7 Mio. Arbeitnehmern beteiligten. Zum Vergleich: an den Protesten des 17. Juni beteiligten sich etwa 400.000 bis 1,5 Mio. Menschen.

www.goo.gl/iOzp5L

Kommentar von earnest ,

Du hast völlig recht, dass diese, nun ja, "Ereignisse" in der bundesrepublikanischen Geschichtsschreibung praktisch völlig unter den Tisch fielen und bis heute praktisch unbekannt sind.

Auch das Verschweigen ist eine propagandistische Meisterleistung. 

Allerdings sollte nun auf diesen Seiten nicht erneut der Kalte Krieg ausbrechen, indem die Ereignisse des 17. Juni nun völlig schöngeredet werden und die eine Seite die andere argumentativ "bekriegt".

Können wir uns darauf einigen: Der 17. Juni war KEIN Volksaufstand?

Kommentar von Hegemon ,

Lieber earnest, es geht mir nicht darum, argumentativ zu bekriegen oder den 17. Juni schönzureden. Sondern ich halte es für geboten, alle Fakten auf den Tisch zu packen. Nur so ist eine Beurteilung der Ereignisse möglich. Ich hab hier Fakten beschrieben, die über 99 % der Bundesbürger unbekannt sein dürften. Und solange die offizielle Darstellung immer noch derart propagandistisch verzerrt ist, halte ich das Benennen der historischen Fakten für wichtig. Die bundesrepublikanische Geschichtsschreibung steht der DDR-Geschichtsschreibung in Sachen Geschichtsklitterung in nichts nach, wie uns diese Beispiele anschaulich vor Augen führen. Das ist schade und eigentlich unnötig.

400.000 bis 1,5 Mio. ist eine Menge Volk. Ob man den 17. Juni Volksaufstand nennt, ist mir eigentlich egal, solange die Darstellung nicht derart verzerrt und die Hintergründe verschwiegen werden.

Kommentar von earnest ,

Dann sind wir uns offenbar einig, Hegemon.

(Ich hatte auch nicht dich persönlich angesprochen, auch wenn mein Kommentar unter deinem stand. Deinen Kommentar hatte ich aber zum Anlass genommen...)

Ich habe auf dieser Seite allerdings auch Dinge gelesen, die mich an das erinnerten, was man damals seitens der DDR-Führung hören konnte.

Seit 1953 ist viel Zeit vergangen.

Es ist gut, wenn Einigkeit darüber besteht, dass nun auch die verzerrenden propagandistischen Darstellungen beider Seiten Geschichte sind.

Freundliche Grüße! 

e.

Kommentar von earnest ,

Es ist aber auch interessant, wenn über 60 Jahre nach den Ereignissen immer noch die Sichtweise der damaligen DDR-Führung als historische Wahrheit präsentiert wird.

Kommentar von Karl37 ,

Die Reparationsansprüche der UdSSR waren bereite mit den Gebietsabtretungen reichlich kompensiert.

Kommentar von Hegemon ,

Mit dem dünn besiedelten, kaum industrialisierten Osten? Wie kommst Du darauf?

Der 2. Weltkrieg wurde in Europa vor allem auf dem Territorium der SU geführt. 70 bis 80 Prozent der Wehrmacht waren ständig an der Ostfront.

In dem vom Deutschen Reich begonnenen Vernichtungskrieg starben 27 Millionen Sowjetbürger, wurden 1.710 Städte, 70.000 Dörfer, 32.000 Industriebetriebe und 65.000 km Eisenbahnstrecke zerstört. Außerdem wurden etliche Millionen Menschen zur Zwangsarbeit verschleppt und die Wirtschaft 3,5 Jahre lang ausgeplündert.

Als Reparationen wurden 2.000 bis 2.400 Betriebe und 11.800 km Eisenbahnschienen demontiert. Anschließend verlagerten sich die Reparationen auf Entnahmen aus laufender Produktion, bis man sie unmittelbar nach dem 17. Juni 1953 einstellte. Diese Reparationen waren für die kleine SBZ/DDR zwar exorbitant hoch. Ob sie aber den Wert der zerstörten Sachwerte auch nur annähernd erreichten, darf angesichts der nüchternen Zahlen bezweifelt werden.

Zudem hatten die Sowjets aufgrund der gemachten Erfahrungen allen Grund, eine Pufferzone zu errichten bzw. die Grenzen des Aggressors von sich weg zu verlegen.

Antwort
von Maeeutik, 78
Antwort
von soissesPDF, 45

Das Grundgesetz verpflichtet die Politik zur Einheit der Deutschen.
Ergo musste die BRD wenigstens Versuchen diese glaubhaft zu machen.

Der 17.Juni 1953 war ein Arbeiteraufstand, gegen Arbeitsnormen der SED.

Erst später wurde er in der BRD zum "Tag der Einheit", ist immer gut an etwas zu gedenken.
Und umgekehrt zur Angst der SED vor den Arbeitern, bis zum Schluß.

Dieser Schmonsens von "Putschversuch..." war eine Halluzination der SED.
Diesen Sermon haben die zu jedem Ereignis vom Stapel gelasen.
1953 DDR, 1956 Ungarn, 1968 CSSR, 1982 Polen.

Kommentar von 666Phoenix ,

soisses (eben wiedermal nicht!)

Kannst Dir ja mal neben der Springer-Presse auch ein paar aufmerksame und ernsthafte Autoren und Rechercheure zu diesem Ereignis reinziehen, z. B. Javier Rojas:  "Geheimdienste & Rechtsextremismus. -Theorie, Geschichte, Enzyklopädie-," 2007

(unveröffentlichtes Manuskript)

Da liest man unter anderem:

"(Man)... braucht nur jene bereits zitierte Stellungnahme von Us-Generalstabschef Omar Bradley vor dem amerikanischen Senat am 23. 6.1953 oder John Hughes Rede vor dem NATO-Rat am 24. 6.1953 nachlesen. Bradley bestätigte gerade Mal 6 Tage nach dem Umsturzversuch offiziell, „dass Westberlin in den amerikanischen Kriegsplänen die Rolle eines Brückenkopfes und Brandherdes zugedacht war“....Auch Hughes darauf folgende Rede vor dem ständigen NATO-Rat am 24. Juni 1953 in Paris, bewies nachträglich diesen Sachverhalt: „Die jüngsten Ereignisse in Berlin und in Ostdeutschland haben unsere Hoffnungen enttäuscht“, so Hughes, in seiner Funktion als ständiger amerikanischer Vertreter im NATO-Rat wörtlich."

Oder auch:

"Ähnliches ging aus einen sichergestellten schriftlichen Agentenauftrag hervor, datiert auf den 17. Juli 1953. Inhaltlich
ging es um den Funkeinsatz dieses Agenten „bei den Unruhen am 17. Juni und später“. Ausdrücklich wurden in dem Schreiben Verhaltensanweisungen nahegelegt „falls sich Unruhen oder Ausnahmezustand in der Ostzone wiederholen“ sollten."

Oder auch:

"Ein weiterer Agent des englischen Geheimdienstes konnte in Nordhausen (Thüringen) entlarvt werden. Es handelte sich
um einen im Betrieb ABUS tätigen Herr Reckstatt, einst Oberfeldwebel unter Hitler. Nach dem Zusammenbruch kam er in englische Kriegsgefangenschaft. „Auf der englischen Spionageschule in Wilton Park“ erhielt Reckstatt dann seine Anweisungen zur Spionage, bzw. Sabotage. Am 17. Juni 1953 gehörte er zu den Rädelsführern in Nordhausen."

Oder auch:

"Im Juli 1953 berichtete Herbert Wehner (politischer Vorsitzender des Ostbüros) vor führenden westdeutschen Schwerindustriellen des Rhein-Ruhr-Clubs im Hotel Kaiserhof (Düsseldorf) detailliert „über die speziellen Aufgaben und die Tätigkeit dieser Agentenzentrale. Besonders ausführlich ging er dabei auf

den Anteil des Ostbüros bei der Vorbereitung und Durchführung des „Tages X“ ein, der bekanntlich am 17. Juni in Berlin und der DDR scheiterte“."

Oder auch:

"Am 17. Juni 1953 selbst, unterstützte „das Ostbüro des DGB... im demokratischen Sektor die randalierenden Provokateure in der Form, dass es durch an den Sektorengrenzen aufgestellte
Lautsprecherwagen zu weiteren Provokationen aufforderte, Hetzmaterial verteilte und die Provokateure mit Genussmittel versorgte“."

Oder auch:

"In demselben Sinne fielen auch Theo Friedenaus Aussagen im September 1953 aus. Er gab auf einer Pressekonferenz in
Kopenhagen offen zu, „dass er eng mit dem USA-Spionagedienst in Deutschland zusammenarbeite. Er teilte ferner mit, „dass der „Untersuchungsausschuss freiheitlicher Juristen“, von den Amerikanern großzügige Hilfe erhält und von Amerikanern geleitet wird...
Während früher die Amerikaner nur einen persönlichen Kontakt mit Friedenau und seinen Helfershelfern aufrechterhielten, wurden im Juni (1953) in das Büro des „Untersuchungsausschusses freiheitlicher Juristen“ einige Offiziere aus den Spionageorganen
der USA abkommandiert“.

Oder auch:

Er (Dr. Ernst Melsheimer) wies nach, „dass durch den sogenannten „Forschungsbeirat“ beim Kaiser-Ministerium in Bonn, der „Tag X“ in enger Zusammenarbeit mit Bonner Regierungsstellen, westdeutschen Konzernen und Monopolen sowie den Geheimdiensten der Westmächte schon seit Jahren vorbereitet und schließlich am 17. Juni 1953 ausgelöst wurde“.

Oder eben auch:

    "Zu den übelsten Krakeelern in Höhnstedt gehörte auch Hermann Thieme ein ehemaliger SA-Schläger.233 Er hielt am 17. und 18. Juni nicht nur aufrührerische Reden, sondern sang auch lauthals faschistische Lieder. In seiner Scheune hatte Thieme ein eigenes Waffenlager mit drei Pistolen, einem Karabiner, einem Tesching, größere Menge Munition, Gasmasken und Feldfernsprecher angelegt, um am „Tag X“ mit Waffengewalt gegen fortschrittliche Kräfte vorgehen zu können. Dazu kam es nicht, da eine Arbeiter-Selbstschutztruppe den wild um sich schießenden Thieme mit seinen Komplicen noch am selben 17. Juni 1953 vorzeitig festnahm. Bereits unter Hitler war das SA-Mitglied Thieme an terroristischen Handlungen „gegen Funktionäre der Arbeiterbewegung und gegen Juden“ beteiligt."

    ...

...

Mit den entsprechenden historischen Scheuklappen ist das natürlich alles "SED-Schmonsens"!! 

Mach Dich nicht lächerlich in Deinem DDR-Hass!

Kommentar von soissesPDF ,

Das ist SED Schmonsens.
Dass Westberlin zur Frontstadt deklariert wurde ist bekannt, hat aber ursächlich mit dem 17.Juni gar nichts zu tun.
Genauer, der Westen schaute einfach nur zu, als der Russe siene Panzer auffahren ließ und den Aufstand niederkartäschte.

Die Russen wußten, dass Ulbrichtsich allein nicht halten konnte, Moskaus Marionette.

Zeit ihres Bestehens hat die SED tunlichst darauf geachtet, den 17.Juni 1953 nicht zu thematitisieren.
Warum nur, wenn es och vorgeblich eine westliche Provokation gewesen sein, die unbedarfte Arbeiter hinter die Fichte führen sollte?
Im Zuge des 17.Juni rollte die größte Verhaftungswelle durch die DDR.
Genaueres lässt sich in jedes Stasigedenkstätte besichtigen, die mit Dokumentationen nicht knausrig sind.

Im Bildungssystem der DDR war der 17.Juni ein Tabu.

Ebenso zeit ihres Bestehens war die SED bemüht "Dampf aus dem Kessel zu lassen", duch Abschiebung von Oppositionellen und politischen Häftlingen in den Westen.

Ich brauche die DDR nicht zu hassen, sie ist den Orkus der Geschichte eingegangen.
Man braucht einen toten Gaul nicht mehr prügeln.

Kommentar von 666Phoenix ,

Zeit ihres Bestehens hat die SED tunlichst darauf geachtet, den 17.Juni 1953 nicht zu thematitisieren. - Die blöde "Tittis" aber auch! :-)

Im Bildungssystem der DDR war der 17.Juni ein Tabu.

Sag mal, reden wir von der gleichen DDR?? Alle beiden Aussagen führe ich Dir auf der "linken Backe" ad absurdum!

Man braucht einen toten Gaul nicht mehr prügeln.

1) Dann lass es doch!

2) Man muss über einen "toten Gaul" aber auch nicht behaupten, dass es mal ein Ziegenbock war!

in jedes Stasigedenkstätte

Mal davon abgesehen, dass es "in JEDER" heißt, meinst Du z. B. das Potemkinsche Dorf Hohenschönhausen mit seinem Westimport Hubertus Knabe, der sich 1959 rechtzeitig gemeinsam mit Mutti und Vati aus der DDR in den Westen absetzte?? 

Kommentar von soissesPDF ,

Wähle eine Stasigedenkstätte Deines Vertrauens.
z.B. Potsdam Luisenstraße.
Gefängnis seit 1893, später Gestapogefängnis, wurde nathlos vom NKWD fortgeführt und schließlich an die Stasi übergeben.

Keine Frage, die Stasi war weltermeisterlich im erfinden ihrer Prosa, gewusst haben die gar nichts.
In ihrer geübten Phobie wähnten die hinter jeden Fichte einen Fein.
Die hätten noch ihren eigenen Schatten verdächtigt.

Warum hätte denn Hubertus Knabe sich nicht in den Westen begeben, nebst Familie?
Da gabe es kein Arbeiter- und Bauernparadies in der DDR.

Ulbricht selbst hatt doch die Arbeiter der BRD eingeladen, in dieses vermeintliche Paradies, gekommen sind Massen nicht.
Die Abstimmung mit den Füßen ging Richtung Westen.
Zu dieser Zeit war die SED fleißig dabei aus der DDR ein Staatsgefängnis zu machen.

Am Ende, noch 1988/1989 betrieb die Stasi Massenverhaftungen.
Völlig ohne jeden Plan.
Die DDR war bereits nicht mehr in der Lage die Bevölkerung zu versorgen, wie hätte das in den Gefängnissen gelingen können?
Da mussten diese Intelligenzbolzen ebenso fleißig die Verhafteten wieder entlassen.

Kommentar von Still ,

@666phoenix..... jetzt ist auch erklärlich, warum dieser Schwachsinn unveröffentlicht ist!

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community

Weitere Fragen mit Antworten