Warum wurde Hitler, trotz Verbrechen Reichskanzler?

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5 Antworten

In der Weimarer Republik waren Nationalismus und Patriotismus en vogue. Einem Politiker, der wir Hitler den Umsturz 1923 aus nationalen Gründen (für Deutschland) versuchte, hat man rasch verziehen. Jedenfalls wurde ein solcher Umstürzler, der aus Liebe zum Vaterland handelte, nicht als Verbrecher angesehen.

Vor allem der national eingestellte Hindenburg, der Hitler zum Reichskanzler ernannte, hat nicht im entferntesten in jenem einen Kriminellen gesehen. Ihn störte nur, dass es Hitler im Kaiserreich nur zum Gefreiten gebracht hatte („böhmischer Gefreiter“).

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Weil Hindenburg kein Demokrat war und sich von Franz von Papen davon überzeugen ließ, Hitler zum Reichskanzler zu ernennen (vereinfacht ausgedrückt).

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Er war der Meinung dass sich die Sache schon regeln würde...

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Weil Hindenburg der größere Verbrecher war. Er war es ja quasi der dem Kaiser diesen aussichtslosen Krieg schmackhaft gemacht hat und dann total sinnlose Pläne zur Ausschaltung von Russland, Frankreich und England gemeinsam (der Kanzler des Kaisers wurde nich gehört) und unter der Annahme das dem Rest der Welt insb. USA all das nicht interessiert und Deutschland so mal einfach die Weltherrschaft bekommt.

Und am Schluss hat er den SPD Politikern in die Schuhe geschoben sie sind daran Schuld dass der 1.WK verloren ging. Er ist der große Held. Und genau so haben die Deutschen, die kein Internet hatten um die Wahrheit zu erfahren ihn auch gesehen.

In Wirklichkeit war Hindenburg der Bösewicht und wollte Hitler nutzen um die Arbeiteraufstände zu unterdrücken. Nur war der Hindenburg dann irgendwie zu alt und der Hitler ist ihm über den Kopf gewachsen und war dann einfach so Diktator.

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Kommentar von ThomasAral
19.04.2016, 14:54

doch Hindenburg hätte immer anders handeln können ... schon beim durchmaschieren durch Belgien als der Kanzler das nicht erlaubte

aber auch bei der ernennung ---    hindenburg war hitler zwar zu radikal, aber eigentlich in seine richtung ...  da es zu dieser zeit 1933 jedoch nur radikale rechts und radikale links und in der mitte so gut wie nichts gab, wäre die alternative die Kommunisten gewesen ... und das wollte Hindenburg dann auf keinen Fall.

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Kommentar von Haldor
24.04.2016, 14:57

Also, deine Meinung ist ideologisch-einseitig. Hindenburg als Verbrecher zu bezeichnen, geht zu weit. Dann müsste man ja jeden Politiker, der – statt zur Mäßigung aufzurufen – Öl ins Feuer gießt (z.B. auch die französischen Revanche-Politiker) als Verbrecher bezeichnen.

Und die sogenannte Dolchstoßlegende (nach der Hindenburg und Ludendorff den deutschen (sog.) Friedenspolitikern die Schuld an der Niederlage zuschoben) wird immer nur recht vereinfacht dargestellt. Ludendorff und Hindenburg wollten zwar mit den Entente-Mächten verhandeln, aber auf keinen Fall das deutsche Heer entwaffnen lassen. Dann gab es den Munitionsstreik in Berlin (Anfang 1918) und den Matrosenaufstand in Kiel. Die deutsche Waffenstillstandsdelegation stimmte schließlich am 11. November 1918 der Entwaffnung des deutschen Heeres zu, was – wie gesagt – die oberste Heeresleitung auf keinen Fall wollte. Denn jetzt war Deutschland den „Feindmächten“ auf Gedeih und Verderb ausgeliefert. So haben dann Hindenburg und Ludendorff gesagt, man wäre dem (noch in Waffen stehenden) deutschen Heer in den Rücken gefallen.

Auch diese Meinung ist geäußert worden:  Durch den Streik Anfang 1918 wurde die am Boden liegende Moral der gegnerischen Soldaten gewaltig gestärkt (in Verbindung mit der entsprechenden Propaganda des Gegners). („Dann aber stürzte sich die
feindliche Propaganda erlöst aufatmend auf diese Hilfe in zwölfter Stunde [ = Streik in Deutschland]. Mit einem Schlage war das Mittel gefunden, die sinkende
Zuversicht der alliierten Soldaten wieder zu heben, die Wahrscheinlichkeit des Sieges aufs Neue als sicher hinzustellen...“; s. „Mein Kampf“, S. 216).  Man braucht sich die Hitlersche Interpretation ja nicht zu eigen machen, aber diskutieren sollte man schon darüber, wie überhaupt die These, Hitler hätte auf jeder Seite seines 780-Seiten -Buches nur
hirnverbrannten Quatsch geschrieben, nicht haltbar ist.

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schau mal die letzten wahlergebnisse an... vor der ernennung hitlrs zum reichskanzler... es blieb ihm nicht viel anderes über

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Kommentar von PatrickLassan
19.04.2016, 17:49

Die NSDAP hatte alleine keine Mehrheit, also hätte Hindenburg durchaus andere Möglichkeiten gehabt.

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