Frage von Qochata, 50

Warum wünschen wir immer nur unseren Freunden alles Gute usw. und nicht einmal auch unseren Feinden?

Danach können wir sie ja gleich wieder hassen. Was soll also der Geiz?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Peter42, 19

hä? - das mache ich immer, mit Absicht (und Genuss). Wer auch immer einen aufrichtigen herzlichen Gruß im Sinne von "schönen Feierabend", "schönes Wochenende" usw. gewünscht bekommt, der bedankt sich erst mal artig (und fast schon automatisch) - und bis denen dann eine - möglicherweise freche - Entgegnung einfällt, ist die Situation längst vorbei und sie stehen mit ihrer "nicht zustellbaren" Retoure alleine da - bis zum nächsten Treffen mindestens. Das(!) ist für so manchen Zankapfel ein echtes Ärgernis.

Kommentar von Qochata ,

bist du etwa ein ausserirdischer? sieht so aus

Antwort
von Dxmklvw, 12

Das, was unsere Feinde als gut empfinden, das haben sie sich in den meisten Fällen bereits genommen, und dies ist üblicherweise auch der Grund, warum wir sie als unsere Feinde ansehen.

Man könnte seinen Feinden auch Einsicht wünschen, was in unseren eigenen Augen etwas Gutes wäre. In den Augen der Feinde wäre genau das aber vermutlich etwas sehr Schlechtes.

Und andere Dinge? Intelligenz sieht wohl jeder als etwas Gutes an. Aber sollte man seinem Feind Intelligenz wünschen? Wie würde dieser wohl auf einen solchen Wunsch reagieren? Vermutlich mit einer Anzeige wegen Beleidigung.

Oder sollte man seinem Feind ganz allgemein "alles Gute" wünschen? Das, was mein Feind allgemein noch für gut hält, ist ja mit großer Wahrscheinlichkeit das, was ich noch besitze, weil er es sich noch nicht genommen hat. Ihm das auch noch zu wünschen, wäre sinnfremd.

Als Notlösung bleibt da nur noch übrig, meinem Feind ganz unbestimmt das zehnfache von dem zu wünschen, was er mir wünscht, was es auch immer sein mag.

Kommentar von Qochata ,

den feind, den du noch erwischen kannst, den kannst du ja stellen, ihn zum kampf  auffordern und anschließend ihm alles gute wünschen. und den feind, den du nicht mehr zu fassen kriegst, der hat dich für immer

Antwort
von kindgottes92, 13

Guter Gedanke! Jesus fordert uns sogar auf, unsere Feinde zu lieben und nicht nur unseren nächsten. Ist nicht leicht, aber geht. Liebe ist immer eine Entscheidung, wenn auch nicht immer eine leichte. Aber mit Hass tut man sich selbst am wenigsten gut.

Kommentar von Qochata ,

man muss sie ja deswegen nicht gleich lieben. das käme schon irgendwie verdächtig rüber

Kommentar von kindgottes92 ,

Wieso käme das verdächtig rüber? 

Kommentar von Qochata ,

wenn dich ein Hund gebissen hat, kannst du ihn nicht gleich lieben. oder lässt du dich gerne beissen?

Kommentar von kindgottes92 ,

Erstmal ist ein Hund kein mensch und zweitens kann man sehr wohl eine Person lieben, ohne dass man ihre Handlungen gut heißt. 

Menschen verhalten sich falsch, das tun alle, auf die eine oder andere Weise. Am Wert des Menschen ändert das aber nichts. Die Kunst ist es, einen Menschen unabhängig von ihrem Verhalten anzunehmen. 

Die Bergpredigt, in der jesus das sagt ist radikal, nicht gegenüber den Mitmenschen, sondern in dem was sie von jedem einzelnen fordert:

 Nicht Auge um Auge, sondern auch die andere Wange hinhalten. Feinde lieben, egal ob sie einen auch lieben. Wenn jemand dein Hemd fordert, geb auch deinen Mantel. Dein ja sein ein ja und dein nein ein nein. Richte nicht, damit du nicht gerichtet wirst. Usw. 

Wenn du es selbst nachlesen willst, das steht in Mat 5-7.

Antwort
von piadina, 18

Wenn wir Menschen hassen, wäre es doch sehr verlogen, ihnen Gutes zu wünschen.

Eine Ausnahme wäre der Spruch "das wünscht man seinem schlimmsten Feind nicht"; wobei ihm damit immer noch nichts Gutes gewünscht wird.

Kommentar von Qochata ,

Du kannst dir aber sagen, dass du das Hassen für 15 min. ausser Kraft setzt (wie bei Waffenstillstand). So bist du eben nicht verlogen

Antwort
von pizzaflo, 11

Vielleicht weil man sie nicht mag. Manche denken phh alles gute von wegen geh verrecken oder so (Jetzt mal ganz übertrieben)

Kommentar von Qochata ,

Wenn du wüsstest, wie manchmal deine Freunde über dich herziehen, dann würdest du dir manche Geburtstagskarte zzgl. Porto sparen

Kommentar von pizzaflo ,

;) ich sende keine Karten. WhatsApp kanns genauso

Antwort
von ArnoldBentheim, 7

"Ihr habt gehört, daß gesagt ist: 'Du sollst deinen Nächsten lieben und deinen Feind hassen.'

Ich aber sage euch: Liebet eure Feinde; segnet, die euch fluchen; tut wohl denen, die euch hassen; bittet für die, so euch beleidigen und verfolgen, auf
daß ihr Kinder seid eures Vater im Himmel; denn er läßt seine Sonne aufgehen über die Bösen und über die Guten und läßt regnen über Gerechte und Ungerechte.
"

Jesu Worte nach Matthäus 5,43 ff.

MfG

Arnold

Kommentar von Qochata ,

ja, große worte. aber du weißt, wie schwer sich menschen damit tun

Kommentar von ArnoldBentheim ,

Nicht alle!

Kommentar von Qochata ,

die meisten aber

Kommentar von ArnoldBentheim ,

Ich habe nicht nachzählen können.  :-)

Antwort
von Dahika, 8

So edel war nur Jesus.

Kommentar von Qochata ,

auch andere waren edel. jeder auf seine art

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