Frage von makavel, 168

Warum wollen wir glücklich werden und wozu leben wir überhaupt?

Hallo,

warum genau sehnen wir uns nach Glück? Emotionen existieren nur in unserem Kopf. Ob wir glücklich oder traurig sind, spielt keine Rolle, denn sie werden, wie alles, ein Ende nehmen und nur in unserem Kopf als Erinnerung ,,existieren" (eigentlich auch nicht...)

Folgendes Beispiel:

Ich hatte gestern einen wunderschönen Tag, an dem ich viel lachte und viel Freude empfand. Heute sind es Erinnerungen. Nichts weiter als das. Wenn ich nichts gemacht hätte oder einen schlechten Tag gehabt hätte, wäre das Ergebnis dasselbe gewesen, denn es wäre nur eine Erinnerung gewesen. Mir ist es vollkommen gleichgültig, ob ich glücklich oder traurig bin, weil ich bei Glück Trauer empfinde, dass es bald enden wird und bei Trauer Glück, dass ich bald aus diesem Zustand draußen bin.

Viele Menschen trauern darüber, ein schlechtes Leben gehabt zu haben. Dabei spielt das keine Rolle. Es ist nur eine Erinnerung und nicht mehr. Ob man Schicksalsschläge hatte ist vollkommen bedeutungslos, weil es letztlich jeder ein mal zu erdulden hat. Erinnerungen sind nicht existent - nur eine Illusion. Daher sollte man nicht trauern.

Ich hatte schon immer Probleme damit, dass es Veränderungen gibt.

Früher war es nur ziemlich banal: Mit 5 Jahren hatte ich Angst davor selbst irgendwann zu sterben. Mit 10 Jahren weinte ich jede Nacht, weil ich Angst davor hatte meine Familie und Freunde eines Tages zu verlieren. Ich war dumm, mir über solche irrelevanten Dinge den Kopf zu zerbrechen. Warum lieben wir? Wir lieben einen Menschen, weil dieser für uns da ist und uns immerzu glücklich machen möchte. Es wird immer Menschen um mich herum geben, die für mich da sind. Es spielt überhaupt keine Rolle, wer es ist. Mein Problem ist eher die Frage, warum wir versuchen glücklich zu werden.

Vergangenheit und Erinnerungen existieren nur in unserem Kopf. Es ist nichts, was man anfassen kann und nichts, was man erleben kann. Bilder und Videos sind ein jämmerlicher Versuch Erinnerungen einzufangen. Am Ende scheitern die Menschen doch nur kläglich, denn es ist idiotisch zu glauben, dass Bilder, Videos und Erinnerungen einem das Glücksgefühl geben könnten, wie das Erlebnis selbst.

Ich kann kein Glück empfinden, ohne zu trauern und keine Trauer, ohne glücklich zu sein. Mir fehlt diese Klarheit, über meine Emotionen.

Das alles führt am Ende einfach nur dazu, dass ich nicht lebe, weil ich es will, sondern lebe, weil man es von mir erwartet. Ich habe kein Interesse daran hier zu sein, weil alle meine Erkenntnisse nutzlos sind. Was mich hält, ist die Tatsache, dass andere Menschen, wie z.B. meine Eltern und Freunde traurig darüber wären oder gar Schuldgefühle bekämen.
In meiner letzten Frage habe ich schon ein wenig etwas über meine Gefühlswelt erzählt, falls es einen interessiert, Evtl. könnt ihr euch dann ein besseres Bild von mir machen.

https://www.gutefrage.net/frage/ist-unsere-existenz-nicht-vollkommen-nutzlos?fou...

Danke

Antwort
von Dxmklvw, 8

Glücklich werden wir durch Erfolg. Dazu gehört vor allem auch der Erfolg, die eigene Art zu erhalten, was mit dem Selbsterhaltungstrieb im Zusammenhang steht.

Der Mensch besteht nicht nur aus Fleisch, sondern vor allem aus Geist, Charakter usw., also seiner Wesensart, wobei es ziemlich egal ist, mittels welchen Werkzeugs sich diese Wesensart verwirklichen kann, Hauptsache, es funktioniert.

Wir bemühen uns ständig, unsere Wesensart oder zumindest Teile davon auf andere zu übertragen (auf unsere Kinder, auf unsere Freunde, auch auf solche Menschen, die wir nicht mögen usw.). Gelingt und solche Übertragung, dann lebt unsere Wesensart (unser Denken und Fühlen) in anderen weiter, auch wenn unser eigenes Werkzeug (unser Körper) stirbt. Erlangen wir Gewißheit darüber, daß solche Übertragungen gelungen sind (ganz oder zumindest teilweise), dann macht uns solche Gewißheit glücklich. Darin darf man dann auch getrost den Sinn unseres Lebens sehen.

Dem stehen jedoch oftmals diverse andere Erkenntnisse gegenüber, die meistens auch noch ins Unbewußte verdrängt worden sind. Wir sind in der Lage, jede Menge falsch zu machen, und einiges auch so falsch, daß es nicht mehr rückgängig gemacht werden kann. Solche Erkenntnisse machen unglücklich, und wo sie auch noch bis hinein in gelegentliche glückliche Augenblicke spürbar werden, da kann wirkliches Glücklichsein nicht mehr aufkommen.

Hilfreich ist es in solchen Fällen, einmal darüber nachzudenken, wessen Leben man lebt. Ist es das eigene oder das anderer Leute? Wer das Leben anderer lebt, nur um zu gefallen, der versäumt sein eigenes Leben. Ganz krass beschrieben: Meinem Bäcker gefalle ich nur, wenn ich seine Brötchen kaufe. Und wenn mir diese Brötchen gar nicht schmecken und ich sie trotzdem kaufe, dann lebe ich nicht mein Leben, sondern das meines Bäckers.

Es gibt aber auch reine körperliche Ursachen für ein ständiges Unglücklichsein. Das können hormonell bedingte Depressionen sein oder andere nicht erkannte Krankheiten. Weil Denken und Fühlen eine direkte Wechselwirkung zu körperlichen Funktionen haben und es kaum möglich ist, die Auswirkungen in einem kleinen Detail als Ursache zu orten, macht es Sinn, Denkweisen, Charakter und den Körper als Ganzes zu bewerten und zusätzlich auch noch das gesamte persönliche Umfeld mit zu betrachten.

Antwort
von Suboptimierer, 42
  1. Eine schöne Erinnerung ist besser als eine schlechte, da sogar Erinnerungen schöne Gefühle wecken können. Im Moment des Erinnerns begibt man sich geistig in die Situation. Wenn du denkst, dass dich glückliche Erinnerungen schmerzen, dann schmerzt dich nur die Gegenwart, in der du dieses Glück nicht mehr empfindest.
  2. Glück ist ein Selbstzweck. Die meisten Menschen wollen glücklich sein und brauchen dafür keinen Grund.
  3. Dich zwingt niemand, zu versuchen, glücklich zu sein. Du kannst auch unglücklich weiter leben, wenn du der Meinung bist, dass es keinen Unterschied macht und deswegen unnötig ist, glücklich sein zu wollen.
Antwort
von AaronMose3, 52

Emotionen existieren nur in unserem Kopf. Ob wir glücklich oder traurig sind, spielt keine Rolle, denn sie werden, wie alles, ein Ende nehmen und nur in unserem Kopf als Erinnerung ,,existieren" 

Richtig. Das ist eine sehr rationale Sicht auf die uns betreffenden Dinge, entspricht aber der Wahrheit.

Ich hatte gestern einen wunderschönen Tag, an dem ich viel lachte und viel Freude empfand. Heute sind es Erinnerungen. Nichts weiter als das. Wenn ich nichts gemacht hätte oder einen schlechten Tag gehabt hätte, wäre das Ergebnis dasselbe gewesen, denn es wäre nur eine Erinnerung gewesen.

Nein, das Ergebnis wäre nicht dasselbe gewesen, da die Erinnerungen an diesen Tag keine wären, auf die man gerne zurückgeblickt hätte. 

Mein Problem ist eher die Frage, warum wir versuchen glücklich zu werden.

Glücklich sein bedeutet, einen Zustand zu schaffen in dem das Unglück fehlt. Das ist für einen Menschen so weit erstrebenswert wie er es selbst als dieses betrachtet. 

Menschen wollen glücklich werden/sein, weil es nicht erstrebenswert ist, unglücklich zu werden/sein. 

Das alles führt am Ende einfach nur dazu, dass ich nicht lebe, weil ich es will, sondern lebe, weil man es von mir erwartet. Ich habe kein Interesse daran hier zu sein, weil alle meine Erkenntnisse nutzlos sind

In dem Moment, in dem du das Leben nicht mehr führst, weil du es willst, sondern weil du es "musst", ist es klar das es Sinnlos erscheint. 

Du musst ganz einfach deine Denkweise ändern. Auch Erkenntnisse die du erlangst sind nicht umsonst, da sie dir auf dem Weg des Lebens immer weiterhelfen werden voran zu kommen.

Das wir am Ende sterben, ist scheinbar eine Tatsache die das Leben erst in die Sinnlosigkeit führt, aber es nicht sinnloser macht, als es sowieso schon ist. 

Es ist eine Tatsache mit der man leben muss, da alles was blüht auch wieder verwelken muss. Das ist ein natürlicher Kreislauf dem man sich nicht entziehen kann. 

Das bedeutet aber nicht, das jetzt alle Blumen aufhören zu blühen, nur weil sie verwelken werden. 

Alles, was wir sind, ist ein Resultat dessen, was wir gedacht haben.
Buddha

Dein Verhalten wirkt durchaus etwas depressiv und ich kenne es von mir selbst. Mit solch einer Einstellung, kommt man aber nicht besonders weit, da sie einen nur weiter sein eigenes Loch schaufeln lässt.

Du solltest lernen, zu akzeptieren, das der Tod nicht der Punkt ist, der dein Leben sinnlos macht, sondern den Punkt darstellt, der deinem Leben erst einen Sinn verleiht. 

Wenn man dies erkannt hat, wird sehr vieles leichter.

Kommentar von makavel ,

Ohne den Tod wäre das Leben wahrscheinlich genauso sinnlos wie mit dem Tod, dessen bin ich mir bewusst.

Dennoch weiß ich nicht, wie ich auf die Dinge blicken soll. Wie soll ich glücklich werden, wenn ich dabei auch immer Trauer empfinde? Das Problem, das ich habe, ist, dass ich nicht weiß, wie ich mit Veränderungen umgehen soll.

Danke, für die Antwort.  

Kommentar von AaronMose3 ,

Ohne den Tod wäre das Leben wahrscheinlich genauso sinnlos wie mit dem Tod, dessen bin ich mir bewusst

Das sehe ich anders. Ohne den Tod gäbe es keinen Grund sein Leben zu genießen und man hätte vermutlich noch weniger Motivation überhaupt irgendetwas zu tun. Man hätte ja unbegrenzt Zeit. Ich glaube kaum, das es sich in beiden Fällen gleich verhält, das ist zu kurz gedacht.

Wie soll ich glücklich werden, wenn ich dabei auch immer Trauer empfinde?(...)dass ich nicht weiß, wie ich mit Veränderungen umgehen soll.

Du musst lernen, das das Positive zum Negativen gehört und andersrum ebenso. Auch Veränderungen sind Teil des Lebens und würde es diese nicht geben, hätten wir ein ganz schön großes Problem.

Wie gesagt, deine Probleme klingen sehr von depressiver Natur und bei solchen Situationen gibt es Fachärzte die einem viel besser helfen können, als irgendwelche Menschen im Internet.

Kommentar von MrRomanticGuy ,

Veränderungen haben auch Positives. Ohne Veränderung gäbs kein Internet, keine Computerspiele mit Megagrafik. Das Leben in der Steinzeit war schlimmer als heute. ^^

Antwort
von N3kr0One, 35

Junge Junge...nicht nur einen Roman, sondern gleich 2 gelesen.
Du schwebst aber schon in anderen Sphären!

Du siehst, in meinen Augen, das Leben in schwarz-weiß und möchtest faktisch bewiesene Antworten haben.
Die hat keiner für dich und wird es nicht geben.

Wenn du es, so wie du es in deinen Schilderungen getan hast, sachlich und nüchtern wissen möchtest:
Es gibt diese Zustände wie "glücklich" und "traurig" an sich gar nicht. Es sind chemische Cocktails, die sich in unserem Körper befinden und Reaktionen hervorrufen, die mit diesen Worten beschrieben werden.
Wenn du also die Wahl hast zwischen einem "leckeren" Cocktail oder einem "ekelhaften", wirst du den leckeren wählen.

Das Leben an sich....jedes Leben, hat eigentlich überhaupt keinen tieferen Sinn. Erst Recht, wenn ein Planet stirbt, mit ihm alles Leben und es keine Spezies geschafft hat sich zu retten.
All die Zeit, all die täglichen Mühen...für Nichts.

Vielleicht versuchst du aber einfach mal diese engstirnige, wenn auch sehr tiefgründige Ansicht  zu verwerfen und betrachtest das Leben als ein Geschenk?
Du hättest eine Ameise werden können, die stupide das tut, was sie tun soll, ein anderes, niederes Tier, dass einfach um das pure Überleben kämpft ohne zu wissen und zu hinterfragen "wieso?", da es dazu nicht in der Lage ist.
Wir Menschen sind eine Spezies, die die ganze Herrlichkeit eines aus Staub und Asche entstandenen Planeten bewundern können, die begreift, was vielen Lebewesen verborgen bleibt und weit über den Tellerrand blicken kann.

Der Nachteil ist natürlich, dass wir unsere eigene Existenz in Frage stellen, dass wir Antworten haben wollen, die uns keiner geben kann....
letztendlich muss jeder für sich entscheiden wofür er lebt, was er erreichen will und was ihn antreibt.

Glücklich sein heißt für die meisten Menschen, ein weitgehend bereicherndes Leben zu führen.
Für die einen ist es ein schönes Leben, wenn er eine tolle Familie hat, für den anderen ist es Frauen und Geld oder manche streben nach Macht.
Natürlich spielt das vor und nach dem Tod keine Rolle mehr...aber im Leben selbst, wollen die meisten eben eine höchstmögliche Qualität...also das Beste daraus machen, was ihnen gegeben ist und was sie erreichen können.

Deine Frage lässt sich auf vieles projizieren:
Warum will ich in einem Computerspiel 1. sein? Was bringt mir das?
Warum sollen Bomben immer stärker werden?
Warum wollen manche mit so vielen Partner wie möglich GV haben?

Hör auf dich zu fragen warum....das kann dir keiner beantworten und nie könnte es für alle Menschen gelten.
Versuche zu Leben, deine Reflexionen zu nutzen um deine Zukunft zu gestalten...versuche den IST-Zustand zu akzeptieren und versuche dir nicht allzu viele Gedanken zu machen, was passieren wird oder könnte.
Du lebst jetzt...und es könnte auch jederzeit ganz enden...darum mach das Beste draus, was du für am Besten hältst.

Antwort
von SarahTee, 59

Hallo,

Erinnerungen, Fotos,... können einem das Gefühl von Glück geben! Natürlich nur, wenn man es auch war nimmst. Wenn es dir egal ist, dann wirst du bei einem Bild von dem Erlebten kein Glück empfinden. Wenn ich einen Wunsch erfühlt bekomme und mich freue, dann weiß ich das Jahre später auch noch. Wenn ich mit dem Geschenk nichts anfangen kann und mich nicht drüber freue, dann empfinde ich später auch kein Glück bei dem Gedanken daran. Die Natur, Gott,...(an was auch immer du glaubst)  hat uns eben geschaffen und wir leben um das Bestmögliche zu erreichen und das gilt auch für Glück.

Ich hoffe, dass ich meinen Standpunkt nachvollziehbar darstellen konnte und es dir deine Frage beantwortet hat.

LG SarahTee

Antwort
von Aiki123, 71

Die Antwort muss jeder für sich herausfinden.

Also ich würde nicht sagen, dass jeder versucht glücklich zu leben. Bei mir z.B ist jedes Glück verloren und das seit 2 Jahren. Ich hatte mich am September 2014 zum ersten mal verliebt, doch sie liebte mich nicht. Trotzdem verstanden wir uns wirklich super. Es ist viel passiert in dieser Zeit... und am Ende habe ich den Kontakt abgebrochen das ist schon 12 Tage her. Ich habe dies wegen ihrem Wohl gemacht, weil ich ihr ein glückliches Ich vorgespielt habe, damit sie keine Schuldgefühle haben würde und nicht wollte, dass es irgendwann rauskommt. Ich wollte ihr bestes und deshalb habe ich den Kontakt abgebrochen und nun leide ich darunter. 

Das "Glücksgefühl" habe ich schon längst verloren und ich denke auch nicht, das es zurück kommen wird. Ich sehne mich nicht nach Glück, den ich werde nicht glücklich werden. Das weiß ich einfach und ich werde mich nicht nach etwas sehnen was ich nicht haben kann. Also nochmal ich sehne mich nicht nach Glück und lebe auch nicht dafür. Ich gehe irgendwie durchs Leben und Ende.

Wegen der Frage wozu wir überhaupt leben: Also ich bin ein Muslim und glaube nun mal dran, dass diese Welt eine Prüfung ist, unszwar für die andere Welt und das wir aus diesem Grund leben. Ich habe durch meine Religion die Antwort gefunden und das muss jeder für sich tun ^^

Kommentar von makavel ,

Hi,

vielleicht mochtest du sie so sehr, weil sie unerreichbar zu sein schien? Ich weiß es nicht. Die Aussagen ergeben jedenfalls keinen Sinn. Dir ist Unglück widerfahren, gut. Glück und Unglück ist etwas Temporäres. Etwa im ständigen Wechsel. Ob du glücklich bist oder unglücklich kannst du nur bedingt entscheiden. Dein jetziger Zustand wird zum Standardzustand. Die Messlatte liegt daher nicht besonders hoch. Sobald dir Gutes widerfährt, fühlst du dich sofort um einiges besser. Du kannst Glück nicht meiden, weil sonst dein Leben keinen Wert mehr hat. 

Ich hatte auch schon mal Phasen, in den ich ähnliche gedacht habe wie du (sogar aus einem ähnlichen Grund). Du verschwendest am Ende nur deine Zeit, weil du niemals so sein wirst, wie du es beschrieben hast. 

Kommentar von Aiki123 ,

Man macht den Wert des Lebens nicht an Glück aus. Das sind zwei verschiedene Sachen. 

Mit Glück verbinde ich eigentlich Glückseligkeit, also nicht das temporäre sondern das langfristige, wonach die meisten Menschen eigentlich Streben. Und es ist nun mal so, dass ich kein Glücksgefühl mehr habe. Ich denke das ich mich nun mal am besten kenne und die Gefühle die ich habe fühle auch nur ich. Wenn es nun mal so ist das ich es nicht fühle ist es eben so. Mir ist schon öfters was gutes passiert auch in dieser Zeit doch es ist trotzdem so geblieben.  

Und wegen der Sache mit "vielleicht mochtest du sie so sehr, weil sie unerreichbar zu sein schien?" - Nein das ist es nicht ehrlich gesagt verabscheue ich Liebe sogar und will das unbedingt so schnell wie möglich hinter mir lassen. Wieso sollte ich mich selber daran zerbrechen um hinter jemandem hinterher zu trauern obwohl ich sowieso weiß, dass ich sie nie an meiner Seite haben kann? Ich strebe zwar nicht nach Glück, aber das heißt nicht, dass ich absichtlich Schmerz und Kummer fühlen möchte. Das einzige was ich dazu sagen kann ist, das sie nicht nur die erste Liebe meines Lebens ist, sondern auch DIE Liebe meines Lebens. Ihre Person ist einfach so unbeschreiblich, so jemanden habe ich nie in meinem ganzen Leben getroffen. Sie ist in jeglicher Hinsicht einzigartig und das wird sie leider auch bleiben. Ich weiß du denkst wahrscheinlich auch wie die anderen: "Ach das sagst du jetzt so irgendwann verliebst du dich in jmd anderen" nein das tue ich nicht. Ich spüre es einfach. Somit werde ich weiterhin darunter leiden und ich habe mich auch noch für noch mehr Unglück entschieden indem ich ihren Glück sichern kann. Wenn ich mit meinem Unglück ihren Glück sichern kann mache ich das auch. Würde das jemand tun der nach Glück strebt? Ich denke nicht. 

Und wieso sollte ich nicht so sein können, wie ich mich beschrieben habe, wenn es doch so ist? Das habe ich jetzt nicht so ganz verstanden.

Kommentar von makavel ,

Warum versuchst du sie glücklich zu machen? Warum würde es dich stören sie unglücklich zu sehen? schon mal daran nachgedacht. In der Philosophie gibt es eine Debatte, ob denn nicht all unsere Handlungen auf Egoismus zurückzuführen sind. Wir helfen, damit wir das gute Gefühl bekommen, jemandem geholfen zu haben und nicht wegen der guten Tat an sich (das ist sozusagen die These).

Du distanzierst dich von ihr, weil es dich unglücklich macht sie unglücklich zu sehen. Letzten Endes bevorzugst du das kleinere Übel. Das ist das, was ich sehe.

Kommentar von Aiki123 ,

Also ich bin jmd der immer versucht gute Taten zu machen, wenn jmd Hilfe braucht helfe ich und ich tue das nicht, weil ich danach angeblich ein "gutes Gefühl" fühle, da ich es auch nicht tue. Ehrlich gesagt ist es mir sogar ziemlich Wurst. Für mich sollte eigentlich jeder so handeln. Nicht um sich besser zu fühlen oder sowas, sondern weil es sich einfach so gehört und weil es vieles im Leben vereinfacht. 

Und ja natürlich macht es mich unglücklich sie unglücklich zu sehen, aber das heißt nicht, dass ich sie nicht unglücklich sehen kann. Ich hätte auf sie zugehen können und könnte versuchen mit ihr zusammen eine Lösung zu finden und sie hätte sich deshalb auch gefreut. Doch trotzdem habe ich einfach den Kontakt abgebrochen und leide darunter und das nur, weil ich nicht will, dass sie Schuldgefühle hat oder sich deshalb schlecht fühlt. Ich habe nichts davon nein ich leide sogar darunter und deshalb ist das was ich tue auch nicht Egoistisch. Ehrlich gesagt macht sie zur Zeit eine schwierige Zeit durch und ich will ihr natürlich beistehen, jedoch habe ich mich trotzdem dafür entschieden und muss das nun durchziehen, obwohl ich ihr unbedingt helfen möchte. 

Was ich eigentlich total bescheuert finde ist, dass die Philosophen und Psychologen alle versuchen die Menschen in einem Topf zu werfen und irgendwelche Thesen wir-war aus ihrem Mund spucken. Meiner Meinung nach ist jeder Mensch unterschiedlich und handelt auch so. Man kann nicht für andere sprechen und denen vorschreiben wie er ist oder wieso er so handelt. Doch genau das versuchen diese Menschen indem sie z.B. sagen, dass wir aus egoistischen Gründen handeln. Ich muss sogar ehrlich sagen, dass mir das sogar ziemlich auf die Senkeln geht, da schon einpaar meine Freunde versucht haben mir zu erklären, wieso ich so handle und jeder von ihnen war fest davon überzeugt mich besser zu kennen, als ich es selber tue. Natürlich hat jeder von denen was anderes gesagt uns zwar so wie sie die Menschen einschätzen. Man kann so etwas nicht verallgemeinern.

Antwort
von eversoul, 51

http://www.quantenintelligenz.at/resources/Inkarnationsvertrag.pdf

Vielleicht hilft dir das weiter.

Wir können aus dem Leben machen was wir wollen. Dein Leben ist wie ein Film du bist der ressegiuer, schauspieler usw. 

Ich empfehle dir das Buch:

Der Friedvolle Krieger von Dan Millman

Die Macht möge mit dir sein.

Antwort
von Tilgung, 70

Entweder um glücklich zu sein oder um nicht unglücklich zu sein. Es kommt immer drauf an was für ein Typ du bist; jemand der sich an Zielen orientiert oder jemand der sich an Problemvermeidung orientiert.

Antwort
von Illuminaticus, 3

Sehr scharfsinnig beobachtet!

Alle Dinge, die wir nicht selbst sind, sind nur Illusionen, ob Gefuehle, Empfindungen, Gedanken, sie sind nur temporaer!

Da aber diese Gedanken und Gefuehle das Einzige sind was wir haben, klammern wie uns an sie, denn sie geben uns Identitaet, auch wenn sie nicht real sind, sie geben der eingebildeten Person eine scheinbare Echtheit, sprich Identitaet.

Natuerlich, wenn man das Leben beobachtet, kann man erkennen, dass es nur immer diesen Moment gibt, die Person nicht, die aendert sich sowieso laufend, nur das Leben ist immer praesent, ob wir schlafen, traeumen oder wach sind.

Wir identifizieren uns nun mit dieser Person, die wir glauben zu sein, wir haben es auch nur von unseren Eltern gehoert, dass wir diesen oder jenen Namen haben und vieles erlebt haben, es sind nur Gedanken der Eltern, die wir unserer eingebildeten Person anhaengen.

Diese ganzen Illusionen, die du schon durchschaut hast, aber wollen uns zurueck bringen, zu dem, wer wir wirklich sind. Wir koennen weder diese Gedanken oder Gefuehle sein, sondern sind der, der das betrachtet!

Das bist Du, der Betrachter ist ewig mit dabei, wo immer du Abenteuer erlebst oder mal laengere Zeit als Mensch dein Dasein fristet, der Betrachter ist immer da, egal was vorne auf der Leinwand flimmert.

Wir identifizieren uns mit dem Film, obwohl wir der Projektor und die Leinwand sind. Wir sind das was ist, das Leben und verwechseln uns mit dem grossen Kino, grosses Drama da vorne.

Wenn du erkennst, dass du nicht der Film bist, dann bist du frei, dann kann vorne alles flimmern, Drama oder Action, du bist davon im Kern nicht beruehrt!

Antwort
von Noidea333, 7

Wir wollen glücklich werden, damit das Leben lebenswert wird :)

Man muss eben das Beste daraus machen. Jeder muss für sich persönlich das Glück aufbauen. Sei es durch die Gründung einer Familie oder durch "vieles" Arbeiten, damit man "viel" Geld verdient.

Jeder hat für sich andere Ansprüche.

Antwort
von soundsoo, 18

Ich denke Emotionen spielen eine Hauptrolle und es ist erst wichtig, ob man glücklich oder traurig ist. Wenn du unglücklich bist, arbeite daran dein Leben dahingehend zu verändern, wie du es dir wünschst. Setz dich reflektiert mit deinen Gefühlen auseinander; die sind keine Illusion.

Antwort
von Adrian593, 23

Eine sehr komplexe Frage, auf die es wahrscheinlich keine richtige oder falsche Antwort geben kann. Denn das Leben ist das, was man daraus macht. Ganz frei nach dem Motto "carpe diem" oder doch "memento mori"? Glück, allgemein Emotionen sind eine Momentaufnahme, die zwar gespeichert wird, aber uns im Nachhinein keine Emotionen wiedergibt. Und so kommt die Frage auf: "Lohnt es sich, sein Leben zu genießen oder gar zu leben?".Im Prinzip muss das jeder für sich entscheiden und im Allgemeinen denke ich schon, dass man die Zeit, die uns hier verbleibt, nutzen sollte. Im Streben zu liegen und sich nach dem Sinn des eigenen Lebens zu fragen, zu registrieren, dass man nicht gelebt hat, ist sicherlich kein schönes Gefühl. Und oftmals sind es diese Erfahrungen, bei denen man dem Tod ganz nahe ist, die einen zum Umdenken anregen. Nach solchen Ereignissen merkt man dann doch, dass man etwas aus seinem Leben machen sollte, weil jeder Tag, ja jede Minute die letzte sein könnte. Man muss eben den Moment leben und nicht die Erinnerungen! Jemand, der jeden Tag glücklich ist, braucht auch nicht vergangene Tage anstreben, sondern den Fokus auf das hier und jetzt setzen. Wer auf der Erde Spuren hinterlassen und nicht als einer von Vielen sterben möchte, sollte sich ein sinnvolles Hobby oder einen Beruf suchen. Letztendlich kann man nur sagen und diese Weisheit ist denke ich wahrer als alles andere auf unserer Erde: "Nimm das Leben nicht so ernst, du kommst da sowieso nicht wieder lebend raus", so wahr!
Beste Grüße, Adrian14J:)

Antwort
von maxim65, 51

Ich weiß nicht genau was du hören willst? Fakt ist es gibt keinen Grund oder Sinn das wir leben. Wir sind nur Teilnehmer am ewigen Kreislauf des Lebens. Wir werden nicht gefragt ob wir mitmachen wollen und in welcher Position. Wenn wir aber da sind ist alles was wir tun daraufgerichtet das ganze so angenehm wie möglich zu verbringen. Leider gibt es viele die es als angenehm empfinden anderen vorzuschreiben wie das auszusehen hat. Das sind die Spielverderber die aus religiösen oder anderen Machtgründen meinen ihren Willen durchsetzen zu müssen. Ansonsten ist es richtig im Grunde beruht alles auf chemischen Vorgänge. Eine Situation ist genau so wie wir sie bewerten.
Also nichts neues unter der Sonne.

Antwort
von Viktor1, 24
Ob wir glücklich oder traurig sind, spielt keine Rolle

In Bezug auf was ?
Für meine Befindlichkeit spielt es die Hauptrolle und beeinflußt (fast) alle meine Handlungen jetzt und in Zukunft.
Du hast viel über dich referiert. Dies ist wirklich kaum relevant in Bezug auf deine Frage. Diese war wohl auch nur Vorwand ?

Antwort
von Gerneso, 41

Geh zum Psychologen

Kommentar von suesstweet ,

Psychologen sind nicht immer eine Lösung.. 

Antwort
von precursor, 36

Emotionen existieren nur in unserem Kopf.

Im Mittelalter hat es Hexenverbrennungen gegeben, diese wurden für gewöhnlich durchgeführt als die Opfer bei vollem Bewusstsein waren.

Ich frage mich ob die Opfer beim verbrennen zum Trost auch gedacht haben --> "Emotionen existieren nur in meinem Kopf".

Wir wollen glücklich sein, weil wir Leiden, egal ob körperliches Leiden oder seelisches Leiden, nicht lange ertragen können.

Antwort
von ThomasJNewton, 14

Was soll der Mist?
Sollen wir von dir morgen oder übermorgen in den Nachrichten hören?

Von Spinnern mal abgesehen wüsste ich nicht, warum sich nicht jeder um sein Glück bemühen sollte.
Das wahre Glück baut sich nicht auf dem Unglück anderer auf.
Und da sind sich alle mir bekannten Religionen ausnahmsweise mal einig.

Du bist auf die Nase gefallen?
Jeder ist schon mal auf die Nase gefallen, mehr als ein mal.
Soll Mama dir ein Schäuzerchen bringen?
Man muss nur jedes mal wieder aufstehen, und nach einer Woche Heulen wieder nach vorne denken, sehen, und gehen.

Und solange deine Gedanken darum kreisen, wer für dich da ist, wer dich glücklich machen will ...
... solange solltest du nicht in der Zukunfts-Form von einem Fünfjährigen sprechen, denn so weit bist du noch nicht.

Evtl. könnt ihr euch dann ein besseres Bild von mir machen.

Nee echt jetzt, ich will mir kein weiteres Bild von dir machen.
Steig von deinem hohen Ross runter, das ein Schaukelpferd ist, und lerne, dass Fordern oder Erwarten wirklich das dümmste ist.

Erhalten wirst du das, was du gibst.
Und wenn du das mit Absichten tust, wirst du Absichten zurück bekommen.
So einfach ist das.

Antwort
von MrRomanticGuy, 15

Mir geht's leider auch so. Es gibt aber noch Dinge auf die ich mich freue und bei diesen Dingen vergesse ich das Leid dieser Welt.

Antwort
von xXRaisXx, 17

du sollst hier kein Roman reinschreiben T.T das liest doch keiner 

Antwort
von kunibertwahllos, 48

hmm kurzfassung: (kann sein das , das total daneben ist)

Des Leben´s Sinn musst du selber finden 

bzw

 Der Sinn findet dich

 man kann ihn auch schwer erklären,da jeder ein wenig anderst gestrickt ist

 stimmt alles was du ließt nur teils,

 Weil was für dich stimmen würde kann niemand wissen weil Wir nicht du sind und umgekehrt , quasi du stolperst irgdnwann über dein Lebenssinn  ob du willst oder nicht vie verfluchst du dein Schicksal oder du denkst drüber nach und nimmst es dann an , oder du wartest auf ein anderes ..

Kommentar von makavel ,

Hi,

warum soll man nach einem Sinn suchen bzw. einen Sinn finden? In der Frage ging es eher darum, warum man glücklich werden soll. 

Dennoch danke ich Ihnen für die Antwort :) 

Kommentar von kunibertwahllos ,

Sinn und Glück liegen sehr dicht beieinander.. schon fast untrennbar?`

bitte sind nur Gedankliche Floskeln^^ 

Antwort
von suesstweet, 18

"Der Tod ist selbst kein Unglück; das wirkliche Unglück besteht darin, nicht zu wissen, was mit einem geschehen wird, nachdem man gestorben ist."

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