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Warum wollen Kinder generell nicht aufräumen?

gefragt von kristina02 am 07.11.2007 um 22:21 Uhr

Meine Kinder (4 und 5) führen sich immer gewaltig auf wenn sie aufräumen sollen. Es endet meistens in beidseitigem Schreien und Heulen. Habt Ihr Tips für mich wie ich sie zum Aufräumen bringen kann?


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Reply


nicht die  schon wieder ;-)
beantwortet von nicht die schon wieder ;-) am 7. November 2007 23:11
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Kinder haben oft andere Vorstellungen von Ordnung als Erwachsene

Melek zum Beispiel ist ein ungewöhnliches Kind. Sie räumt gern auf! Allerdings hat sie dabei oft andere Vorstellungen als ihre Mutter. Dass alle Steckbausteine auf dem Boden liegen, stört sie überhaupt nicht. Denn die werden doch bald wieder gebraucht, und wenn alles weiträumig ausgebreitet ist, findet sie am besten, was sie sucht. Gestern hat sie ihren Schrank aufgeräumt. Die roten Kniestrümpfe auf den roten Pulli, denn das zieht sie immer zusammen an - auch ein Hemd und ein Höschen dazu, wie man es eben zusammen braucht. Sachen, die ihr nicht gefallen, hat sie weit nach hinten gestopft. Die mit den kräftigen Farben liegen ganz vorn. Und auf oder unter jedem Stapel sitzt ein Plüschtier - hat dort sein Nest oder seine Höhle, denn da sitzen alle warm und weich. Ob sie auch noch ein paar Näpfchen mit Futter dazwischenstellen sollte? Auf den Protest der Mutter, so könne man doch überhaupt nichts wiederfinden, erklärt sie, sie würde schon alles wieder finden, sie könne sich auch alles allein heraussuchen.

Aber ein Problem gibt es mit den Bausteinen auf dem Fußboden. Jedes Mal, wenn die Mutter versucht, dazwischen mit dem Staubsauger zu manövrieren, hört man mindestens einen Stein klackend im Rohr verschwinden. Melek protestiert laut. Ob sie nächstens allein sauber machen will? "Das kann ich nicht!" erklärt sie. Also wird sie in Zukunft wohl, wenn gesaugt werden soll, die Steine vom Boden aufnehmen müssen.

...oder überhaupt keine Aber häufiger ist das Problem nicht, dass Kinder eine andere Ordnung haben, sondern dass sie überhaupt keine haben - dass sie alles da fallenlassen, wo es zuletzt benutzt wurde, und da bleibt es dann liegen, nach und nach überwuchert von der nächsten Lage. Und hier greift dann oft unser Ordnungssinn ein, wir mahnen, schimpfen, und oft genug räumen wir dann selbst weg, was das Kind hingeworfen hat, weil wir den zermürbenden Auseinersetzungen entgehen wollen.

Aber ein Kind, das nie die negativen Auswirkungen von Unordnung handfest und lange genug selbst gespürt hat, kann keinen Sinn für Ordnung entwickeln.

  • Erst wenn eines von den Modellautos unter dem Klötzerberg am Boden zertreten worden ist, wird es einsehen, dass Zerbrechliches da nicht liegen darf.

  • Erst wenn es sich an den herumliegenden Klötzen die bloßen Füße gestoßen hat, als es nachts zur Toilette wollte, wird es abends zumindest eine Schneise vom Bett zur Tür freilegen.

  • Erst wenn es keinen Buntstift, kein passendes Puzzle- Stück, keinen Schuh für die Puppe mehr findet, wird es einsehen, dass man das alles ein bisschen auseinander sortieren muss.

Diese logischen Folgen selbst zu erleben ist viel wirksamer als ständiges Mahnen, Schimpfen, Drohen, Strafen. Das ständige Schimpfen strapaziert die Nerven der Mütter offenbar viel stärker als die der Kinder. Denen scheint Aufräumen noch unangenehmer zu sein als mütterliches Gemecker- dagegen können sie erstaunlich resistent werden!Wenn Sie ein Kind nur mit der Androhung von Stubenarrest zum Aufräumen kriegen, wird es sich vielleicht zähneknirschend fügen, aber es wird eine Mordswut auf Sie haben, und das ist der Einsicht in den Sinn von Ordnung nicht eben förderlich.

Es ist auch keine Lösung, nach längerem Mahnen und Schimpfen dann resignierend selbst aufzuräumen. Warum soll Ihr Kind dann in Zukunft auf das Schimpfen reagieren, wenn es doch nur lange genug zu warten braucht, damit Sie die Arbeit wieder selbst erledigen?

Fangen Sie beim kleinen Kind an, ihm das Aufräumen abzunehmen, können Sie dabei bleiben, bis es erwachsen ist. Und viele Jahre werden Sie zu der zusätzlichen Mühe auch noch den Ärger haben, für alles Verkramte verantwortlich zu sein - "Mutti, wo hast du wieder meinen Turnbeutel gelassen?"

Das Kind wird die Einstellung gewinnen, dass Sie es sind, die unbedingt alles ordentlich haben will, dass es deshalb auch Ihre Aufgabe ist, dafür zu sorgen, dass es Ihnen einen Gefallen tut, wenn es mal selbst aufräumt.

Je mehr es Ihnen aber gelingt, das Kind gelassen und ohne Streit die Folgen seiner Unordnung selbst ertragen zu lassen, desto eher wird es einsehen, dass Ordnung machen seine eigene Angelegenheit ist.

Lösungen gibt es hier: http://www.familienhandbuch.de/cmain/fAktuelles/aErziehungsfragen/s_1056.html


♥ Sender
beantwortet von ♥ Sender am 7. November 2007 22:28
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Das kommt darauf an, was Du unter Aufräumen verstehst. Kinder haben eine Flächen-Ordnung, Erwachsene eine Häufchen-Ordnung. Das heißt: Für junge Kinder ist das, was nicht sichtbar ist, auch nicht existent.

Aber Du müsstest schon mal genauer formulieren, ob Du beispielsweise die Möglichkeit offen läßt, aufgebaute Spielsachen bestehen zu lassen, oder ob Du darauf bestehst, dass sie auseinandergenommen werden müssen, usw.

Pauschal ist das schlecht zu beantworten. quelle: Bedienungsanleitung Kind www.bedienungsanleitung-kind.de.tt


anonym
beantwortet von Vinc1 am 7. November 2007 22:24
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Da gibt es verschiedene Druckmittel lass doch mal Deiner Fantasie freien Lauf ;-)


Qetan
beantwortet von Qetan am 7. November 2007 22:26
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Kinder haben einfach noch keinen Sinn für Ordnung. Leite sie beim Aufräumen an, dann geht es besser und schneller und versprich ihnen eine Belohnung, die es gibt, wenn sie ohne Theater zu machen, aufgeräumt haben.


koira1975
beantwortet von koira1975 am 8. November 2007 01:21
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Kinder verlieren beim Aufräumen auch schnell den Überblick. Was uns "nur" we ein unordentliches Zimmer vorkommt, ist für sie zB ein kaum zu überwältigendes Chaos. Im Kindergarten meiner Nichte muss jedes Kind bevor es geht soviele Teile wegräumen, wie es alt ist. Das klappt sehr gut und ist von der Mutter gerne zuhause übernommen worden. Man kann den Kindern das Aufräumen auch erleichtern , indem man mehrere Kisten hat, wo die kleineren Teile rein sollen. Da gibt es ja ganz Günstige aus Karton, die entweder bunt sind oder - noch besser - von den Kindern beklebt und/oder bemalt werden können, vielleicht sogar themenbezogen. Klappt auch bei meinen Nichten. Man kann auch ein Spiel draus machen zB "Wer findet als nächstes ein....Auto!". Oder du lässt sie dabei eine Kasssette hören, die vielleicht nur für diesen Zweck angeschafft worden ist. Aber: übertreib es nicht mit dem Aufräumen!





Wieselchen
beantwortet von Wieselchen am 8. November 2007 08:26
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  1. Sage ihnen ganz klipp und klar, dass jetzt aufgeräumt wird.Klare Ansagen bringen mehr als ein ständiges "nun räum doch mal auf"

  2. Lass es sie nicht alleine machen, damit sie der riesengroßen - unüberschaubaren Berg nicht überwältigt.

  3. Denkt euch ein Aufräumspiel aus, lasst laut peppige Musik laufen - überlege, womit du dich bei der Hausarbeit motivieren kannst - Musik ist da doch immer toll oder nicht?

  4. Bring ihnen bei, alles, womit sie nicht mehr spielen wollen, sofort wegzuräumen. Das erspart jede Menge Arbeit und Zeit beim Spielen. Und bringt jede Menge mehr Platz im Kinderzimmer zum Spielen.

Druckmittel? Lass sie nicht mehr im Wohnzimmer - in der Küche - im Keller - wo auch immer - spielen, sondern nur in ihrem Zimmer. Gerade jetzt in der Schmuddelwetterphase hast du dann gute Karten. Denn wenn sie nur einen Raum zum Spielen haben, ist der bald zugemüllt, und sie werden einsehen, dass "Sofort-Wegräumen" Sinn macht.

Druckmittel? Es wird nichts anderes gemacht, kein Fernsehen, keine Lieblingssendung geguckt - gar nichts. Bis man wieder die Farbe der Kinderzimmermöbel erkennen kann (-;

Mache Zugeständnisse, wenn sie einen Turm, den sie gebaut haben, stehen lassen wollen, wenn eine Burg aufgebaut wurde und sie am nächsten Tag noch weiter damit spielen wollen.


demosthenes
beantwortet von demosthenes am 8. November 2007 13:17
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Mit 4 und 5 Jahren können sie bestimmte Dinge sicher schon aufräumen, aber einen ausgeprägten Ordnungssinn haben in dem Alter wohl die wenigsten Kinder.

Da wirst Du wohl einen Kompromiss machen, also festlegen müssen, wer von Euch was aufräumt, also etwa Du die Kleidung, die Kinder das Spielzeug.

Und wenn sie dann "ihren" Teil nicht erledigen, dann wird eine Frist gesetzt und wenn auch die ungenutzt verstreicht, dann verschwinden die Dinge alle im Müllsack und damit im Keller - Ende der Durchsage.

Das wird zwar nicht schlagartig alle Diskussionen zu diesem Thema beenden, aber es wird die lieben Kleinen sicher beeindrucken und zu Veränderungen führen - spätestens, wenn irgendwann ALLES Spielzeug im Keller liegt.


MelliJOKINGLY
beantwortet von MelliJOKINGLY am 3. Mai 2008 16:57
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das stimmt nicht ich bin 14 und mein zimmer ist immer sauber und ordentlich und - nein - ich schiebe nicht alles unters bett. wahrscheinlich weil kinder spaß haben wollen und spielen wollen anstatt aufzuräumenund weil kinder sich im chaos wohl fühlen


anonym
beantwortet von supermind am 3. Mai 2008 16:59
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das liegt an der erziehung!

wenn man früh genug sein kind zum aufräumen und dessen notwendigkeit überzeugt, bekommt es routine und das aufräumen erledigt sich von selbst! gleiches gilt bei hausaufgaben und sonstigem...




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