Frage von StellegernFrage, 63

Warum wollen die bei der Anästhesie wissen ob man Depressionen hat?

Antwort
von watchdog, 45

Nach dem Aufwachen aus der Narkose, steht man noch sehr lange unter dem Eindruck der Narkotika, die man da bekommen hat. So etwas schlägt sich natürlich auch auf die Psyche nieder. Wenn ein Patient dann durch Depressionen vorbelastet ist, kann es sein, dass er auf die postoperativen Nachwirkungen der Narkose sehr heftig reagiert. Und wenn die Ärzte vorher wissen, was Sache ist, können sie Komplikationen besser einschätzen und gegensteuern.

Das wird aber wohl nur einer von mehreren Gründen sein.

Kommentar von martinunfall ,

haargenau richtig. es geht um potentielle wechselwirkungen, einige antidepressiva vertragen sich mit einer (voll) narkose nicht so wirklich ...

greetz

der alte sack

Kommentar von DorktorNoth ,

Das ist tatsächlich der Hauptgrund.

Kommentar von samm1917 ,

sie vertragen sich mit gewissen narkosemitteln nicht gut. andere hingegen (wie z.B. Propofol oder Ketamin) sind kein problem. Bei EKT's (Elektro-Krampf-Therapien) werden die schwer depressiven patienten auch unter vollnarkose gesetzt. tagtäglich.

Kommentar von StellegernFrage ,

Was ist aber wenn der depressive kein Antidepressiva nimmt oder nicht in Behandlung ist? Muss er dann trotzden angeben dass er depressiv ist?

Kommentar von watchdog ,

Ja, das sollte er/sie. Der Gehirnstoffwechsel ist bei Depressiven im Ungleichgewicht, weshalb sich dann eben auch die Nebenwirkungen des Narkose Medikaments unangenehm auf den Patienten auswirken können.

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community

Weitere Fragen mit Antworten