Frage von Emran1999, 119

Warum wollen ältere Menschen länger zuhause leben?

Frage steht oben. Warum wollen sie es? gibt es da bestimmte Gründe? Wäre um eine aufklärun sehr dankbar

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Vevarina, 59

Weil wir unser Leben lang selbständig waren und uns das bewahren wollen. Wir wollen in unserer gewohnten Umgebung bleiben und wenn wir es können, dort auch sterben.

Im Notfall ist es natürlich etwas anderes, wenn ich mich nicht mehr selbst bzw. mich meine Partnerin nicht mehr versorgen könnte und selbst ein ambulanter Pflegedienst seine Schwierigkeiten hätte. Dann ist ein Heim durchaus denkbar.

Meine älteste Schwester bspw. lebt seit 60 Jahren in ihrer Wohnung. Würdest du nach so einer Zeit umsiedeln wollen? Würdest du dein Heim verlassen, wenn du dich dort wohl und sicher fühlst? Nein, oder?

Und so lange es möglich ist, zu Hause wohnen zu bleiben, sollte man das auch ausnutzen. Zudem sind die "Älteren" immer fitter, sicherlich auch der neuen Medizin "geschuldet", dazu werden es immer mehr, die sich mit neuer Technik auseinandersetzen, siehe mich, siehe meine ältere Schwester, die mit 85 noch auf ihrem iPad herumprügelt und eben immer noch in der Seniorenmannschaft Handball spielt.

Ob wir wirklich "länger" leben wollen, sei dahingestellt. Es gibt sicherlich einige, die an ihrem Leben hängen. Wieso auch nicht, wenn man sich ein Stück Gesundheit bewahren und selbständig bleiben kann. Wenn man geistig fit bleibt...dann kann man das Leben auch noch nach der Rente lange geniessen.

Ich arbeite selbst noch nebenher und sehe gar nicht ein, das aufzugeben, obwohl ich schon einige Zeit im Rentenalter bin.




Antwort
von Spuky7, 63

Sie wollen ihre freie Selbstbestimmung nicht aufgeben und wollen deswegen nicht in ein Altersheim. Dort müssen sie sich unterordnen, haben nur ein kleines Zimmer, bekommen womöglich Psychopharmarka und ein Haufen Tabletten, müssen das schlechte Essen dort essen und sind abhängig von der Freundlichkeit oder auch Unfreundlichkeit des Pflegepersonals. Zuhause bleiben sie selbst der Chef und können alle rumkommandieren. Also kurzum, sie haben ANGST vor dem Altenheim.

Kommentar von Emran1999 ,

ist es nur die Angst? Danke für die schnelle Antwort

Kommentar von Spuky7 ,

Es ist auch die Angst da, lieblos vom Personal behandelt zu werden, denn für Menschlichkeit und Gespräche ist im Altenheim keine Zeit, das Personal ist sehr gestreßt. Dann gibt es noch das Thema Geld und Kosten. Ein Altenheim ist sehr teuer! Das kostet weitaus mehr, als die Meisten Rente haben. Normalerweise können etwas Ärmere sich das gar nicht leisten. Kann schon mal drei- bis fünftausend Euro! im Monat kosten. Wenn man dann nur tausend Euro Rente hat, geht das nicht so einfach. Angeblich zahlt der Staat ja Zuschüsse, das ist dann wieder viel bürokratischer Papierkram. Viele Alte können ihren Papierkram nicht mehr selbst machen, da kenne ich einige! 

Kommentar von Annelein69 ,

Bei dem was heute so alles ans Licht kommt,was diese Heime teilweise betrifft,hätte ich auch angst.

Antwort
von herakles3000, 28

Warum soll man ins Altenheim wen man noch gesund ist um Eigenständieg zu leben selbst wen man zb essen auf Räder kommen Läst. auch sind viele Altenheime Abgelegen bzw schlecht mit Öffentlichen Verkehrsmittel zu Ereichen(bzw oft)Die meisten Altenheime sind für Kranke Menschen und nicht für Menschen die dort noch alleine wohnen Können.Auch sind die Besuchzeiten unflexibel oder auch die Zeiten wo man raus kann.

Antwort
von BenLam, 23

Hallo Emran1999,

diese pauschale Aussage ist in dieser Form nicht richtig. Viele Menschen wechseln auch im Alter noch ihren Wohnort oder gehen aktiv auf Reisen. Das hat nur etwas mit der körperlichen Fitness zu tun.

Im Falle einer Pflegebedürftigkeit bevorzugen Menschen natürlich ihre gewohnte Umgebung. Das betrifft übrigens alle Menschen, denn nicht nur alte Menschen sind pflegebedürftig. Der Mensch ist ein Gewohnheitstier und möchte diese Gewohnheiten nicht aufgeben.

Darüber hinaus haben Pflegeheime einen schlechten Ruf in unserer Gesellschaft. Viele Menschen haben Angst durch einen Umzug ihre Selbstbestimmung zu verlieren und fühlen sich fremd. Das betrifft aber nicht alle, denn es gibt Menschen, die freiwillig in ein Pflegeheim gehen, um dort neue Kontakte zu knüpfen.

Im betreuten Wohnen ist die Quote sogar noch wesentlich höher.

Einen Umzug zu den Kindern lehnen einige ältere Menschen ab, da sie diesen nicht zur Last fallen wollen.

Antwort
von ls14fan, 67

Wahrscheinlich weil sie zuahuse ihre Familie um sich haben und ein vertrautes Umfeld

Kommentar von Emran1999 ,

Wenn sie alleine Leben?

Kommentar von Andracus ,

Man ist trotzdem in einer weniger individualisierten Umgebung. Es ist kein gutes Gefühl, keine Kontrolle mehr über das eigene Leben zu haben, die einfachsten Handgriffe von Fremden mach zu lassen - selbst wenn die nett sind. Und dann unter lauter anderen Leuten, denen es genau so geht. Natürlich, gerade wenn die Familie einen nicht pflegen kann (vielleicht weil man keine hat) ist das früher oder später die einzig vernünftige Lösung. Aber der Gedanke ist nicht besonders ermutigend.

Antwort
von Annelein69, 45

Menschen im Alter wollen nicht gerne ihr gewohntes Umfeld verlassen.Ihre eigenen vier Wände ihr vertrautes Zuhause.Ihre Sicherheit.In ein Altenheim zu gehen heißt,sich neu anpassen,sich eingewöhnen,mit "fremden"Menschen zu kommunizieren.Das ist nicht einfach.Auch fallen in solchen Heimen Tätigkeiten weg die sie von jeher gewohnt waren.

Da kann man schon verstehen,dass die Menschen zuhause bleiben wollen solange es irgend geht.Sollten sie keine Familie haben die es ihnen ermöglicht dort zu bleiben wo sie hin gehören.


Antwort
von derhandkuss, 28

Es gibt ein Sprichwort: "Einen alten Baum verpflanzt man nicht."

Ältere Menschen möchten in ihrer vertrauten Umgebung leben (und alt werden). Ein Neuanfang in neuer Umgebung fällt dann meist schwer. Und dies möchten ältere Menschen oftmals vermeiden.

Antwort
von Topic127, 42

Würdest du in ein Altersheim gehen wollen? Ich nicht! Vermutlich kommen die Senioren sich dann alt und hilflos und abgeschoben vor! 

Antwort
von Schuhu, 31

Was ist die Alternative zum Zuhauseleben? Leben im Heim. Nicht einmal jungen Menschen wollen lieber im Heim als Zuhause wohnen , warum sollten es die Alten toll finden? Und länger leben? Na, ja, wer will denn tot sein? Die Jungen nicht und auch die Alten nicht.

Antwort
von Numinos2, 47

Sobald man Alt wird, so ab 70+, denkt man sich immer das es jeden Moment aus sein könnte und man vllt. noch 10-15 Jahre zu leben hat. Dann hat man immer den Drang nach einem verlängerten Leben ^^

Antwort
von kami1a, 20

Hallo! Weil es die gewohnte und vertraute Umgebung ist - mit den vertrauten Menschen.

Ich wünsche Dir alles Gute.

Antwort
von Clear8, 52

Je älter man wird, desto mehr Sicherheit will und benötigt man. Zuhause ist es sicher.

Antwort
von Spuky7, 21

Da gibt es diesen sehr bekannten Kritiker Claus Fussek in Deutschland, der kritisiert die teilweise mangelhaften Zustände in den Pflege-und Altersheimen. Der ist in der BRD sehr bekannt. Auch bei den Alten. Er prangert Misstände gegen die Menschenwürde in Heimen an. Kannst ihn ja mal googeln. Die alten Leute wissen um die Probleme.

Antwort
von conzalesspeedy, 18

"Einen alten Baum versetzt man nicht"

Dieses abgeschoben sein,von allen verlassen sein,verpackt man im Alter nicht

Die Heime sind oft Menschenunwürdig, wer will da hin.

Also heißt das;  Solange man kann zuhause wohnen,und auch Sterben.

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