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Warum wirkt sich Bankenkrise auf Aktienmarkt aus und warum sollen Banken mit Steuergeldern...?

gefragt von antola61antola61 am 05.10.2008 um 10:41 Uhr

...gerettet werden?

Wie es zu der Bankenkrise gekommen ist, hab ich einigermassen verstanden... Aber wieso wirkt sich das so furchtbar auf den Aktienmarkt aus und warum muß jetzt der Staat einschreiten und die Banken mit Steuergeldern aus der Misere helfen? Jeder Unternehmer muß doch auch alleine mit sowas fertig werden!

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Rerun
beantwortet von Rerun am 5. Oktober 2008 17:10
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Bei der gegenwärtigen Finanzkrise geht es nicht primär darum, den Banken aus der Patsche zu helfen oder die Anleger vor sinkenden Aktienkursen zu bewahren. Vielmehr sieht es so aus, dass weltweit die gesamte Kreditvergabe ins stottern geraten ist und unser System nun einmal auf der Vergabe von Krediten basiert. Insofern hat sich nun auch die Politik eingeschaltet und diskutiert staatliche Interventionsmaßnahmen. Offensichtlich sind wir an einem Punkt angekommen, an dem es ohne den Eingriff des Staates - selbst in einem kapitalistischen System - nicht mehr geht.


Niklaus
beantwortet von Niklaus am 5. Oktober 2008 10:46
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Weil die Bankaktien alle in den Keller gehen. Da werden die anderen Aktientitel wegen der Hysterie ebenfalls mit nach unten gezogen.

Der Steuerzahler muss deshalb herhalten, weil die Einlagensicherung der Banken angesichts dieser hohen Summen nicht mehr funktioniert. Würde der Staat dies nicht machen, wären die Folgen noch viel schlimmer. Erst die Wirschaft eines Landes, dann die des Kontinents und letztendlich der ganzen Welt würden zusammenbrechen.


WolfRichter
beantwortet von WolfRichter am 5. Oktober 2008 10:43
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Nun ja, wenn der Staat den Banken nicht aus der Misere hilft, sind auch die Einlagen der Kunden weg; also Deine und meine. Willst Du das?


anonym
beantwortet von methusalem am 21. Februar 2009 13:47
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an rubensdario: Deine Worte: "Bankenkrise als Argument ist eher dünn" sind schon längst fällige Worter dieser Zeit. Bravo !

Ich bin der Meinung, auch wenn es für`s erste absurd klingt. Ein Staat darf mit seinen derzeitigen Mitteln wie diese in der EU rechtlich liegen, auf keinen Fall helfen. Der Kollaps ist unabwendbar. Ein "den Banken unter die Arme greifen", würde nur das Kapital der Großanleger bis zu deren Abhebung sichern. In Wahrheit dürfte die Barschaft(einlagenverfügbarkeit) der meisten EU Länder bei ca 28 - 35 % liegen. Ein Sturm auf die Banken würde bei jetztiger Situation der erforderlichen Umverteilung dienen, da sich einige Großkapitalisten nicht an ihre Sparbücher waagen. Der Staat hat mit der regulären Aushaftgarantie bis zum Geldumtausch ohnehin genug Last für unsere Nachkommen übernommen. Diese Last muß nicht durch voreiliges Kapitalaufstocken der Banken zur Absicherung von Finazhaien verschärft werden. Meiner Meinung nach ist der Schaden am geringsten, wenn man die so und so frei zu stellenden Arbeitssuchenden absichert und die Gesamtentwicklung abwartet. Viel mehr sollte der Staat direkt investieren. Z. B. in die Infrastruktur und in ECHTE TECHNOLOGIE-FORSCHUNG. Nicht in Scheinforschung oder gar in Konzerne von Gutbetern wenn sie nicht ohnehin schon von Heuchlern gutgebetet werden wie so manche Ostaktive Invester zur Zeit auftreten.

Kommentar von B98c3525d064354d70d63442d9fcbb6dsmallantola61 am 22. Februar 2009 09:02

Ja, hört sich gut an, was du so schreibst... nur leider wirds nicht so laufen..

Danke Euch allen für die Antworten!!

Kommentar von methusalem am 22. Februar 2009 11:53

Wenn ich Deine kz. und prägnante Antwort sehe, läßt mich das Gefühl nicht los, daß du der Bank mit bayrischem Gründervater verpflichtet bist, die sich noch in diesem Jahr outen muß. Eines möchte ich hier vorwegnehmen. Geschehenes (1929) wird sich sicherlich nicht mit gleichen Vorzeichen wiederholen. Das auf Grund einer ganz anderen Situation der Bildungszugängigkeit und Erfahrungsverarbeitung im Vergleich zur Vergangenheit.


rubensdario
beantwortet von rubensdario am 6. Oktober 2008 10:05
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Gute Frage. Und vor allem. Wenn es um Soziale Fragen geht, heißt es dafür ist kein Geld da. Wir müssem sparen: Rente mit 67, Hart IV und Agenda 2010.

Machen Banken mit nicht fristenkongruenten Finanzierungen ( Kredit 10 Jahre / Gegenfinanzierung 3 Monate) betriebswirtschaftlichen Unsinn, hat der Staat immer Geld.

Warum der Staat eingreift? Weil er das Bankensystem unberührt lassen will. Denn sinnvoller wäre es, dass wenn Steuergelder in die HAnd genommen werden, auch Vermögens- und somit Eigentumsrechte übernommen werden.

Die Bargeldversorgung und das Schützen der Währung übernimmt die EU-Zentralbank und die Bundesbank. Private Banken haben damit nichts zu tun. Insofern ist das "Zusammenbrechen der Wirtschaft" durch eine Bankenkrise als Argument eher dünn.


Mismid
beantwortet von Mismid am 5. Oktober 2008 10:47
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Wenn alle Banken zusammenbrechen, bricht auch die gesamte Wirtschaft ein, alle Arbeitsplätze werden verloren gehen (außer die Bauern) und es wird allen viel schlechter gehen. Es wird dann kein Internet mehr geben, keine "gutefrage" mehr und du weißt dann nicht mehr was du Sonntags tun sollst!


wernilein
beantwortet von wernilein am 5. Oktober 2008 10:45
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weil die ganze weltwirtschaft mit einander verknüpft ist ,wenn jetzt große banken dein verliehenes geld verbraten haben sieht es ganz schön Duster aus für die Zukunft

Kommentar von Nunuhueper am 5. Oktober 2008 12:55

Und mein geliehenes Geld?


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