Warum wird man im Leben immer so "kalt" behandelt?

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16 Antworten

Dann kennst du einfach die falschen Leute!

Die westliche Gesellschaft ist halt einfach entsolidarisierter als andere, was nicht heist das es überall Alöcher gibt. Ist leider einfach so. Die gibts in jedem Kulturkreis, Religion, Beruf, Familie etc. Manche kennen mehr, manche weniger.

Viele Leute hier sind halt einfach nur auf sich/auf deren Gruppe bedacht, um sich und andere Kameraden weiter zu bringen, reich zu werden, Macht zu erlangen usw. und dafür fahren sie dann auch die Ellenbogen aus, manchmal auch ohne dass sie es bewusst erleben. Der Mensch ist zwar sozial eingestellt, aber nur weil er dadurch eher an seinen Vorteil kommt, sei dieser Reichtum, Spaß, Macht, Ansehen oder sonstwas.

Wenn du dir dafür eine Lektüre holen willst kann ich dir Machiavelli empfehlen. Laut ihm ist der Mensch nicht grundsätzlich gut oder böse, er will einfach nur Leben und tut was dafür und für seine Bedürfnisse notwendig ist. Sehe ich ebenso. Es kommt darauf an, welches Denkschema ein Mensch in sich trägt, was ihm wichtig ist, um sein seelisches Gleichgewicht zu halten. Für mich z. B. ist es wichtig, jedem zu helfen, freundlich zu sein und anderen zu ihrem seelischen Gleichgewicht zu verhelfen, aber auch Spaß zu haben. Dementsprechen verhalte ich mich auch so gegenüber anderen Menschen, rede viel mit ihnen, schreib dir hier und jetzt... Andere dagegen wollen einfach nur in Ruhe gelassen werden und möglichst viel Prestige durch Geld, Autos, Kleidung. Und die verhalten sich dann auch so, nutzen ihre eigenen Vorteile etc. Sind sie deswegen schlecht oder gar böse? Nein, sie setzen einfach nur um, woran sie glauben und was sie glücklich macht. Wenn es dann ins Extreme geht, klar, dann sind sie irgendwann böse, vor allem wenn sie keine andere Ansicht zulassen, dann geht das Ganze aber schon in Richtung faschistoid.

Jeder ist so wie er ist, und fast jeden behandelt das Leben so wie er ist. Nutzt man seine Freunde nur aus, hat mal bald keine mehr, ist denjenigen aber auch ziemlich egal. Hilft man ihnen, wird man wohl auch viele/gute Freunde haben/bekommen.

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Ich finde es schade, dass du das so erlebst.
Suche Menschen, die das nicht tun und gehe selber mit gutem Beispiel voran!

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Ein Mensch kann wirklich nicht ohne Liebe leben. Aber viele Menschen sind verbittert. Falsche Werte zählen. In meiner Nachbarschaft lebt eine Frau, die ist beeindruckt, wenn ein Mann ein großes Auto fährt. Ich bin von Männern beeindruckt, die sozial sind. Leuten helfen. Die sind glücklicher. Leider verbreitet es sich immer mehr. Sie wollen schlicht und einfach keine Gefühle zeigen. Suchen ihren Frieden und verstehen nichts. Job, Karriere, viel Geld. Tolle Frauen, die andere Männer auch haben wollen. Das sind ihre Werte. Es gibt aber auch Menschen, die anders sind. Meine Freunde sind z.B. so. Wir glauben an Gott, helfen anderen. Und sind damit glücklich. Aber die wenigsten Menschen finden zu Gott. Kaum jemand kommt in die Kirchen. Die Flüchtlinge kommen jetzt schon zu uns. 

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Kommentar von Raabtt
17.01.2016, 05:22

Ich glaube auch nicht an Gott .

Wo kommst du her ?

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Kommentar von Sonnenstern811
17.01.2016, 05:34

Es gibt aber auch genügend Leute, die angeblich gläubig sind, jede Woche in die Kirche rennen, in Wahrheit aber total rücksichtslos und egoistisch sind. Allerdings halte ich mich von denen fern. Die Anzahl der besuchten Gottesdienste sagt überhaupt nichts aus.

Der lächerliche Tipp unserer Kanzlerin, mit Bibelfestigkeit einem unangenehmenTeil Andersgläubiger zu begegnen, ebenso wenig.

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Kommentar von Herb3472
17.01.2016, 05:38

Ich habe eigentlich nicht den Eindruck, dass sich Kälte und Gleichgültigkeit immer mehr verbreiten. Im Übrigen hat Humanität nichts mit Gott zu tun, das Bedürfnis, zu helfen, gibt's auch ohne Religion.

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Kommentar von Herb3472
17.01.2016, 05:44

@Macbenac "Liebe" hat es wohl schon in der Steinzeit gegeben, als man von dem christlichen/ muslimischen Gott noch gar nichts wusste. Und Liebe gibt es auch unter Hindi, Buddhisten, etc. und Völkern mit Naturreligionen.

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Das frage ich mich auch. Ich habe nicht viel Kontakt zu anderen Menschen, aber wenn ich dann doch mal etwas brauche und bloß ein paar Infos möchte, werde ich obwohl ich höflich bin sehr oft angeschnauzt. Vielleicht bin ich aber auch einfach bloß zu empfindlich. Ich habe gehört, viele lassen sich in der Hinsicht ein dickes Fell wachsen.

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Ich erlebe so etwas in meinem Umfeld eigentlich überhaupt nicht.

Das solidarischste Miteinander habe ich eigentlich unter Psychiatriepatient_inn_en erlebt, vielleicht noch in politischen oder religiösen Zusammenhängen oder Subkulturen - und das unsolidarischste in Arbeitssituationen. Vielleicht ist das Hauptproblem ja tatsächlich dieses solidaritätsfeindliche kapitalistische Ellenbogen-System, das nur den Egoismus fördert, und je ausgeprägter es dort ist, wo Du bist, desto unwohler und ungeliebter fühlst Du Dich.

Versuch doch, kleine Nischen zu finden, in denen nicht nur Leistung und Geld zählt: Vielleicht Landkommunen, Klöster, Freaks, Außenseiter_innen, Menschen, die versuchen, jenseits des Kapitalismus etwas aufzubauen, vielleicht auch eine religiöse oder weltanschauliche Gemeinschaft - da sollten auch andere Dinge zählen. Wenn Du nicht religiös bist, vielleicht auch etwas Humanistisches, Freidenkerisches oder Sozialistisches?

Überhaupt herrscht in Gemeinschaften, in denen man sich gemeinsam für
eine gute Sache einsetzt, generell meistens eine solidarischere
Stimmung.

Wo stehst Du denn ideologisch-weltanschaulich oder in Sachen Religion, Raabtt?

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MIch behandelt niemand kalt. Allerdings komme ich auch allen Menschen freundlich entgegen.

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Kann ich nicht bestätigen und ich bin jetzt auch schon 37 Jahre alt.

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Was hat Siezen mit Lieblosigkeit zu tun? Oder umgekehrt, was hat Duzen mit Liebe zu tun. Es fällt jedenfalls sehr viel leichter: "Du  A***ch"  zu sagen als "Sie A****ch"

Mein Vater hat mal in den USA gearbeitet. Dort gibt es zwar den Unterschied von Sie und Du nicht, aber jedermann redet sich mit Vornamen an. Auch der Chef ist nicht Mr. Miller, sondern Jack.   Das hindert Jack allerdings nicht daran, seinem Untergebenen Fred zu sagen: "Fred, you are fired."

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Muß man doch auch nicht. Du hast deine Familie, Freunde. Ich habe nicht das Gefühl kalt behandelt zu werden. Vielleicht bist du gerade in einer Phase wo du das so empfindest

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Diese Frage habe ich mir auch immer gestellt gehabt früher. Doch nie eine wirkliche Antwort darauf gefunden.

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Die Vokabeln "man", "immer" und "generell" deuten hin, dass du verallgemeinerst. Vermutlich schließt du von deiner Lebenssituation auf ein nicht existierendes allgemeines Gesetz.

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Also ich habe diese Erfahrung nicht gemacht, und ich habe jetzt doch schon einige Jährchen (Jahrzehnte) auf dem Buckel. Vielleicht strahst Du etwas aus (Distanz?), dass die anderen sich so verhalten?

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Das stimmt so nicht. Das kommt auf die Menschen in deinem Umfeld an. Es gibt eben immer und überall auf dieser Welt kaltherzige sowie warmherzige Menschen... Du solltest es Dir nicht gefallen lassen Dich schlecht behandeln zu lassen und eventuell ein paar Leute aus dem Weg gehen wenn sie kein Anstand besitzen.

Gruß

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Wird man garnicht... man muss nur die Augen offenhalten und erlebt ganz viel "Wärme" im Alltag

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Kommentar von Macbenac
17.01.2016, 05:28

wo denn?  (abgesehen von der sauna und überfreundlichen Verkäufern die einem was andrehen wollen)

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Weil die Menschen heutzutage nur noch aufs Handy gucken und / oder Ohrstöpsel im Ohr haben .
Dadurch schrumpft auch das Hirn und die Synapsen verabschieden sich langsam

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Kommentar von Soeber
17.01.2016, 15:42

Wenn man nun Musik hört schrumpft das Gehirn? Schöner zusammen gebastelter Schwachsinn ist das!

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Kommentar von KevinKohler
17.01.2016, 15:44

Das ist ja erwiesen

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Spätestens mit 18 muss man sich daran gewöhnen, dass jeder dein Geld will und das beste für sich will.

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Kommentar von Paguangare
17.01.2016, 15:20

Man muss sich nicht daran gewöhnen. Erstens wollen nicht alle nur das Geld ihrer Mitmenschen, zweitens gibt es auch eine gute Mischung aus Altruismus und Egoismus in einer Person.

Eine Kapitulation vor der kapitalistischen Unmoral macht die Welt nicht besser.

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