Frage von CrazyBunny4, 316

Warum wird von einer Reitbeteiligung Geld verlangt?

Viele Pferdebesitzer sind immer wieder auf der suche nach einer guten Reitbeteiligung, der Ihr Pferd mehrmals in einer Woche Bewegt, Pflegt und sich sonst Liebevoll um das Pferd Kümmert.

Aber Absurderweise verlangt der Pferdebesitzer von der Reitbeteiligung auch Geld dafür, warum?

Warum soll eine Reitbeteiligung auch noch Geld an den Pferdebesitzer Zahlen, müsste es eigentlich nicht anders herum sein, das der Pferdebesitzer die Reitbeteiligung Bezahlt!

Das währe ja genauso als ob ich ein Tiersitter für meinen Hund oder meine Katze suche und auch noch Geld dafür verlange. Ich muss doch den Tiersitter bezahlen und nicht anders herum.

Vielleicht ist ein Pferdebesitzer/in unter euch der/die mir das einmal erklären könnte.

Antwort
von melinaschneid, 148

Eine reitbeteiligung ist kein bereiter. Ich würde mal sagen der Großteil der RB reiten schlechter als der Besitzer selbst. Bevor ein Besitzer einer solchen reitbeteiligung Geld zahlt investiert er es dann wohl lieber in beritt.

Auch hat die RB etwas davon. Sie darf ja reiten. Ansonsten müsste sie unterricht bezahlen oder ein eigenes Pferd kaufen was wesentlich teurer wäre als die Kostenbeteiligung als RB. Eine Kostenbeteiligung ist vollkommen gerechtfertigt.

Für mich der Hauptgrund ist aber das leider viele die Einstellung haben was nichts kostet ist nichts wert. Meiner Erfahrung nach sind RB die etwas zahlen wesentlich zuverlässiger als welche dir nichts zahlen müssen. Sie wollen dann auch etwas für ihr Geld haben.

Kommentar von Urlewas ,

...oder er wird schlecht geredet. Denn viele Besitzer wurmt es gewaltig, wenn jemand anders etwas besser macht als sie selber....

Kommentar von melinaschneid ,

Ist mir noch nie passiert. Ich hatte bisher immer RB deren Besitzer wesentlich schlechter geritten sind als ich und hatte noch nie Probleme. kommt wohl auch darauf an wie man sich verhält. :)

Kommentar von Urlewas ,

Hab ich schon öfter beobachtet. Kürzlich erst - ein ganz liebes, bescheidenes Mädel ritt das Pferd wunderschön und fein, hat mit richtig gefallen. Am nächsten Tag saß die Besitzerin  drauf und meint: "ach, heut geht er aber schlecht, sicher weil gestern die RB da war."

Aber ich mein - selbst, wenn eine RB nicht ganz so gut reitet wie der Besitzer selber ( der das Pferd ja passend für sich gekauft und mehr Erfahrung mit diesem Tier hat), sollte er dankbar sein, wenn ihm jemand  kostenlos das Pferd bewegt und versorgt. Egal, ob er krank, im Urlaub ist oder einfach mal nen Tag zum Einkaufen braucht....

Kommentar von Dahika ,

da, Gott sei Dank, die meisten Pferde heute WEigegang haben, fällt das Argument der Bewegung schon mal weg. Mein Pferd muss nicht bewegt werden, das macht es selbst.

Expertenantwort
von ponyfliege, Community-Experte für Pferde & reiten, 91

es handelt sich um einen leihvertrag.

wenn du dir etwas ausleihst, bezahlst du dafür geld. du hast nämlich einen nutzen davon. das buch aus der bibliothek beispielsweise kannst du lesen, ohne es dir selber kaufen zu müssen. die gebühr ist für die verwaltung, lagerung und für die abnutzung, also für dich durch das leihen entstehenden kosten. genauso ist es beim pferd. die durch nutzung der RB entstehenden kosten müssen abgedeckt werden, sei es die futterenergie, die das pferd verbraucht, abnutzung der ausrüstung, nutzung von halle oder reitplatz, abnutzung der hufe ( ;-)) ), "verschleiss" des pferdes. ebenso muss eine versicherung abgeschlossen werden.. die kosten, die durch die nutzung des pferdes entstehen, werden über die zahlung eines beitrages abgedeckt, die täglich anfallenden arbeiten werden ohne geldwert für die nutzungstage übernommen. manchmal gibt es noch sachleistungen in form von unterricht durch den pferdebesitzer.

im gegenzug dafür erlauben manche pferdebesitzer der RB die teilnahme an kursen, den erwerb von qualifikationen oder die teilname turnieren ihrer RB ohne ausser den anfallenden entsprechenden gebühren noch extra geld für "über den leihvertrag hinausgehende leistungen" zu verlangen.

die RB hat mit dem vertrag ein recht auf die zugesagten reit- und nutzungstage. ist das pferd nicht reitbar, liegt in der regel das risiko beim pferdebesitzer, das heisst, für die nicht reitbare zeit muss die RB auch nicht zahlen, da die nutzung des pferdes eine im vertrag zugesicherte eigenschaft ist.

wenn du eine reitstunde nimmst, zahlst du ja auch dafür - du mietest das pferd stundenweise. der mietstallbesitzer müsste ja auch froh sein, dass seine pferde bewegt werden?

wie gesagt - es handelt sich um einen nutzungsvertrag. 

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anders ist es bei einem vertrag zum beritt.

und beritt ist nicht einfach nur bewegen des pferdes - und in der regel erledigt der bereiter auch nicht die anfallenden arbeiten, sondern ist nur für korrektur und ausbildung des pferdes zuständig. durch seine tätigkeit gewinnt gewöhnlich das pferd an wert oder die arbeit findet werterhaltend statt. von daher ist es logisch, dass für den beritt des pferdes der pferdebesitzer geld auf den tisch legt.

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in meinen augen ist übrigens eine reitbeteiligung an einem schulpferd keine reitbeteiligung. ich wage auch zu bezweifeln, ob das rechtlich überhaupt möglich ist. ein schulbetrieb muss gewinn erwirtschaften. über die RB wird in der regel allenfalls kostendeckend gearbeitet.

ein schulpferd als pflegepferd wäre was anderes - allerdings bleibt mir auch da der tiefere sinn verborgen.

Kommentar von Urlewas ,

Schulpferd als Reitbeteiligung ist meiner Erkenntnis nach so eine Art " Abonement" auf ein bestimmtes Schulpferd. Hat für den Reiter den Vorteil, dass er immer das ausgewählte Pferde zum reiten bekommt, und für den Betrieb den Vorteil, dass die monatlich vorgesehenen Reitstunden über einen bestimmten Zeitraum  bezahlt werden, egal, ob der Reitschüler kommt oder nicht. Ist also für ihn kalkulierbar. 

Kommentar von ponyfliege ,

das ist rechtlich aber keine reitbeteiligung, sondern ein abo.

Kommentar von Urlewas ,

Mag sein - der Mann im Mond lächelt "rein rechtlich" auch keinem  zu; Hauptsache, die Kids freuen sich dran, dass man das so nennt.... 😆

Expertenantwort
von Urlewas, Community-Experte für Pferde & reiten, 121

Das ist so, weil sich viele Leute ein Pferd anschaffen, obwohl sie es sich eigentlich nicht wirklich leisten können und / oder zu wenig Zeit dafür haben.

Manche nutzen die Sehnsucht der Mädels inzwischen derartig dreist aus, dass die sogar für eine " Pflegebeteiligung" Geld verlangen.

Ich persönlich habe noch nie dafür bezahlt, dass ich anderer Leute Pferd bewege, geschweige denn versorge. Schon als Kind, als ich noch fast gar nichts konnte, habe ich manchmal von einem dankbaren Ponybesitzer ein Taschengeld dafür bekommen, dass ich das Pony durch meine völlig unfachmäßige Fürsorge reitbar gemacht habe, so dass seine Kinder wieder Freude daran finden konnten. So viel zum Thema " Reitbeteiligung ist ja kein Bereiter". Auch ist es ja so, dass der Besitzer den Bereiter bezahlen müßte, damit er das Pferd bewegt - ob es nun Profiberitt nötig hat oder nicht.

Und, so lieb ein jeder sein Pferd hat, ist er doch froh, wenn er mal einen Tag in der Woche für anderes zur Verfügung hat. Ein " Verzicht " ist das gewiss nicht.

Mit einem Mietwagen läßt sich das überhaupt nicht vergleichen - denn den benutze ich wann und wie es mir beliebt. Und habe keinerlei Verpflichtungen damit, als dass ich ihn vollgetankt wieder hin stelle. Du kannst ja zum Beispiel mal deine Familienmitglieder oder Freunde  auf das " gemietete" Pferd setzen, dann wirst du einen deutlichen Unterschied merken!

Der eine darf reiten - der andere weiß sein Pferd versorgt. Ist eigentlich eine Win Win Situation. 

Aber eben Angebot und Nachfrage machen den Preis - das ist der einzige wahre Grund, warum viele Besitzer Geld fordern.

Kommentar von sukueh ,

Na ja, in der heutigen Zeit scheinen manche RBs die Pferde dann auch mit Mietwägen zu verwechseln. Ich kenne genügend Geschichten, wo die Pferde auch nur "benutzt" werden - entgegen allen Absprachen mit dem Besitzer. Und die Besitzer, die ich kenne, hatten hinterher durch die Bank Probleme mit ihren Pferden. Entweder ließen sie sich gar nicht mehr ruhig zum Reiten fertig machen oder es wurde der Tierarzt benötigt, weil das lahmende Pferd, mit dem man eigentlich nur im Schritt hätte ausreiten dürfen, sich galoppierenderweise in einem Feldrand vertreten hat, und dann kommentarlos in die Box gestellt wurde...

Wo ist da die Win-Win-Situation für den Besitzer, wenn er pferdeverrückten Mädels die Gelegenheit geben möchte, kostengünstig ihrem Hobby nachzugehen, und die sich dann nicht an Absprachen halten oder sorgfältig mit Pferd und Ausrüstung umgehen....

Kommentar von Urlewas ,

Ach, weißt du - wo kein Vertrauensverhältnis da ist, nützt das Geld dann auch nichts. Jemand, dem ich nicht wirklich vertrauen kann, würde ich mein Pferd nicht überlassen. Auch nicht für Geld. wenn ich dagegen  jemand kenn, der es treulich behandelt, würde ich dem kein Geld abnehmen.

Vielleicht kommt diese " Mietwagen - Mentalität " ja grade dadurch, dass man das Pferd ja mit Geld mietet wie ein Auto.

Also ich habe, wie gesagt, noch nie etwas bezahlt, um ein Privatoferd zu reiten, und es gab auch keinen Ärger. Manchmal, wenn sich mir grade keine kostenlose Reitgelegenheit bot, habe ich schon überlegt, so ein Reitbeteiligungspferd zu nehmen. Aber ganz ehrlich - da gibt es doch fast überall Ärger wie mir scheint. Wo Geld im Spiel ist, kennt keiner mehr Spaß...

Antwort
von NewYorkerin87, 147

Ich bin zwar keine Pferdebesitzerin, aber hatte schon einige Reitbeteiligungen - bei den meisten muss man bezahlen, da hast du recht.

Da zahlst du mehr oder weniger die "Versorgung" des Pferdes: Hufschmied, Impfungen/Tierarzt, Abnützung des Sattels und Zaumzeugs, Futter, die Versicherung, etc.

Der Besitzer verlangt das Geld also dafür und natürlich dafür, dass er dir das Pferd "leiht", damit du reiten kannst.
Klar ist er auch froh, dass sich jemand um das Pferd kümmert, aber das ist nun mal so: ein Auto kannst du auch nicht einfach "ausleihen"/mieten, damit die Batterie sich nicht entlädt, wenn es immer nur steht, sondern du kannst es nur mieten. (Bitte nicht falsch verstehen: ich weiß, dass man Pferde und Autos nicht vergleichen kann, weil Pferde Lebewesen sind, aber ich wollte nur ein Beispiel bringen.)

Kommentar von Snook88 ,

Dein Beispiel mit dem Auto finde ich super! Die Sache an sich, lässt sich dadurch gut vergleichen.

Antwort
von Ladybug92, 64

Ein Pferd kostet viel Geld. Es entstehen Kosten für Unterhalt, Hufpflege, Tierarzt, Equipment und Ausbildung des Pferdes. Auf einem gut ausgestatteten und trainierten Pferd macht das Reiten Spaß. Viele Reitbeteiligungen reiten nur im Gelände, albern in der Bahn rum oder nehmen Unterricht um sich selbst weiter zu bilden. Der Pferdebesitzer hat davon nichts. Schlimmstenfalls entstehen sogar weitere Kosten, weil das Equipment abnutzt oder kaputt geht und das Pferd in der Ausbildung korrigiert, weil die RB nicht wirklich feinfühlig reitet, sondern eben nur Spaß haben will.
Wenn die RB Geld bezahlt, muss sie auch normalerweise keine Arbeiten rund ums Pferd erledigen (Ausmisten, Sattelzeug putzen, Decken etc. reinigen, ...), sondern kann einfach hin fahren, Spaß haben und wieder nach Hause fahren. 

Alternativ müsste die RB sich ein eigenes Pferd kaufen, was das x-fache kosten würde oder sie müsste Reitstunden bezahlen, wobei sie keinerlei Freiheiten hätte.
Reitet die RB nun deutlich besser als der Besitzer oder hilft bei der Ausbildung des Pferdes oder bei der Arbeit im Stall mit, dann muss sie in der Regel auch nichts bezahlen. Ich habe ein Pony und hatte auch schon Reitbeteiligungen drauf. Alle ritten schlechter als ich, was schlichtweg an der fehlenden Erfahrung lag (die meisten RBs sind eben auch noch jung), und sind mit dem Pferd nur ins Gelände geritten, um Spaß zu haben. Bezüglich der Ausbildung hat das absolut nichts gebracht und Equipment ist dabei auch schon kaputt gegangen, was ich ersetzt habe. Natürlich möchte ich dafür im Gegenzug etwas haben!

Dass einige RBs nur ausgebeutet werden, stimmt natürlich. Das habe ich auch schon oft genug gesehen. Die zahlen absurd viel, müssen unverhältnismäßig viel Stallarbeit machen oder sogar beides. Aber das ist ein ganz anderes Thema und abgesehen davon wird kein Mensch zu einer Reitbeteiligung gezwungen.

Ein Bereiter hingegen hat normalerweise eine Berufsausbildung und Zertifikate und wird für die Ausbildung des Pferdes bezahlt. Da will der Besitzer dann aber auch Ergebnisse in einem abgesprochenen Zeitrahmen sehen - das ist etwas vollkommen anderes.

Antwort
von justdosmiling, 22

Wenn der Besitzer den Reiter bezahlt, dann weil der Reiter besser reiten kann als der Besitzer und dieses korrigiert oder ihm noch etwas beibringen kann (das wäre dann beritt)
Bei einer reitbeteiligung gibt der Reiter dem Besitzer Geld damit er das Pferd reiten darf

Antwort
von RainbowHorse, 86

Ich glaube bei vielen ist es so teuer, wegen dem reiten.
Außerdem gibt es ja aber auch leute die sowas ausnutzen um ihr geld zu bekommen weil sie sich das pferd nicht leisten können (Sollte man nicht tun) und den es dann egal ist ob sie sich gut um das pferd kümmert. Dann gibt es ja noch die turnier reiter bei den das meistens ja auch SEHR teuer ist.

Im Allgemein glaube ich das es so ist, Weil du ja wenn du genauso oft wie bei der RB Reitest, Im Reitunterricht oder so reitest meistens viel teurer ist.

GLG Rainbowhorse🐴😊

Antwort
von aennie2810, 33

Das kommt glaube ich auch immer auf die Einstellung der Pferdebesitzer an. Bei manchen ist es so wie mit dem Tiersittung wenn sie zum Beispiel nicht genug Zeit haben das Pferd zu reiten bezahlen sie jemanden der diese für sie tut oder sie geben ihr Pferd in professionellen betritt dann müssen sie auch was zahlen. Andere Leute denken sich die RB darf mein Pferd reiten und muss sich kein eigenes kaufen und muss dafürsich aber trotzdem an den kosten beteiligen oder sie müssen das zahlen was der besitzer nicht hätte wenn er das pferd nicht reiten würd z.b. den Verschleiß der Hufeisen oder mehr Futter (wenn das Pferd sonst gar nicht geritten wird braucht es bei Bewegung mehr Futter) oder auch einfach weil die Besitzer an den Tagen nicht reiten können. Bei mir in der Umgebung ist es aber bei privatbesitzer meist so das du nix bezahlen musst aber auch kein Geld bekommst. Ich z.b. kaufe für meine RB so Sachen die ich gerne für ihn haben möchte, die aber nicht unbedingt notwendig sind (5 marken satteldecken z.b. oder verschieden farbige bandagen) was aber die Grundausrüstung angeht also Sattel oder so das kauft die Besitzerin (hatten wir letztens erst weil meine RB ein bisschen dick geworden ist😁)

Antwort
von HihihiMeee, 106

Die RB muss versichert sein, außerdem nutzen die Sachen ab wenn sie diese benutzt. Noch dazu zahle ich niemandem etwas der mein Pferd im besten Falle nur etwas abstumpfen lässt denn kaum eines der jungen Mädchen die nach RBs suchen können so fein reiten wie die Pferde es brauchen.
Wenn jemand allein zu wenig Zeit hat ist eine RB eine gute Hilfe für die Bewegung des Pferdes.

Antwort
von Barolo88, 92

die Unterbringung und Haltung eines Pferdes kostet je nach Ausstattung zwischen 400 und 600 Euro im Monat. wenn ich jemandem eine Reitbeteilung anbiete,dann deshalb um die Kosten etwas zu verringern.  Anders ist es wenn ich einen sehr guten Reiter beauftrage, mein Pferd zu bewegen und zu bereiten. Das sollte aber kein Hobbyreiter sein der selber wenig  Erfahrung mit Pferden hat 

Antwort
von FelixFoxx, 164

Irrtum, der Pferdebesitzer verzichtet dabei auf die Tage, die die RB für das Pferd hat, damit übernimmt die RB anteilig einen Teil der Kosten für das Pferd, das sie ja nutzen darf. Immerhin kostet ein Pferd ca. 500€ pro Monat.

Etwas anderes ist der professionelle Beritt durch einen Trainer, dafür zahlt man als Pferdebesitzer.

Kommentar von Urlewas ,

Entschuldigung, aber das klingt für mich wie Heuchelei.

Niemand " verzichtet " darauf, sein Pferd zu reiten, weil er so wohltätig ist, es jemand anderem zur Verfügung zu stellen.

Kommentar von FelixFoxx ,

Was hat das mit Wohltätigkeit zu tun??? Zeitmangel, gesundheitliche Probleme sind auch Ursachen, eine RB zu suchen, nicht nur Geldmangel.

Kommentar von melinaschneid ,

Nicht nur Zeitmangel. Viele wollen auch eine RB weil sie das Pferd versorgt wissen möchten wenn sie mal im Urlaub, krank etc. sind.

Kommentar von Urlewas ,

Wo man  dann ebenfalls das Pferd so lange in Beritt geben müßte, wenn man keine RB hat, die auch noch zahlt....

Kommentar von FelixFoxx ,

oder Stallkollegen, die einspringen...

Kommentar von Dahika ,

wieso? Heutzutage sind viele Pferde ganztägig auf der Weide. DAs macht denen gar nichts, wenn sie nicht jeden Tag geritten werden.

Antwort
von stracciatella33, 52

Naja das liegt ganz einfach daran, dass Reiten idR ein Hobby ist und keine Arbeit (wie Hundesitting oder so). Für ein Hobby muss man zahlen, für Arbeit wird man bezahlt.

Antwort
von Isildur, 42

Hallo,

es gibt es, dass die Person, die das Pferd bewegt Geld bekommt: Nennt sich Beritt ;-)

Der Beitzer trägt die Kosten für das Pferd (Futter, Unterstellkosten, TA, Hufschmied, . . .) und die Verantwortung. Ggf. (und das gar nicht mal so selten), muss Korrekur geritten werden.

Wenn du so gut reiten kannst, dass du ein Pferd fördern kannst, wirst du sicherlich eine kostenlose RB finden. Ich persönlich habe bis jetzt die Erfahrung gemacht das "kostenlos" sich viel leichter "einfach mal so" absagen lässt, als wenn ein Umkostenbeitrag erhoben wird.

DU musst ja nichts für eine RB bezahlen, wenn du nicht willst ;-)

Kommentar von Dahika ,

es gibt es, dass die Person, die das Pferd bewegt Geld bekommt: Nennt sich Beritt ;-)

Äh ne. Wenn meine RL , die mein Pferd beritten hat, (gegen GEld, versteht sich) mein PFerd nur bewegt hätte, wäre ich sauer gewesen. Mein Pferd - und viele andere Pferde Gott sei Dank auch - bewegen sich selbst. Auf der Weide.

Kommentar von Isildur ,

Also meine Berittpferde wurden bewegt, wenn ich tranieren bewege ich meine Pferde. Selbst in 'ner Box bewegt sich mein Pferd...Ich habe auch schon mal Leute bezahlt damit sie mein Pferd führen^^ Was an bewegen beim Beritt falsch ist erschließt sich mir nicht, dass beik Beritt ein Pferd nicht nur von A nach B geschaukelt wird, versteht sich - denke ich - von selbst

Antwort
von sukueh, 38

Diese Frage kann - glaub ich - nur jemand stellen, der kein eigenes Pferd hat :-)

Natürlich sollte ein Pferd nicht durch eine RB finanziert werden müssen.

Aber warum sollte ich jemanden, der sich die Zeit und die vollen Kosten für ein eigenes Pferd spart, mein Pferd deshalb kostenlos zur Verfügung stellen ?

Ist es weniger "wert" als ein Schulpferd, nur weil die Nutzung mehr oder weniger privat überlassen wird ? Wohl kaum !

Für die RB ist es doch oftmals sogar günstiger als Reitunterricht, sich eine RB zu suchen, wo man oft mehrfach in der Woche was mit dem Pferd machen kann bzw. auch Dinge abseits des Reitunterrichts. Ist das nichts "Wert", nur weil es mir als Besitzer "erspart", dass ich mich um mein Pferd kümmere ?

Zum "kümmern" brauche ich nämlich eigentlich niemanden, dafür zahle ich ja bereits an den Stallbesitzer....

Als Besitzer "teile" ich mein Pferd mit einer RB, also kann die sich auch an den Kosten beteiligen.

Expertenantwort
von Dahika, Community-Experte für Pferde, 76

Ein Tiersitter wird wegen seiner Dienstleistungen am Tier bezahlt. WEnn ich also jemanden suche, der für mich die Wiese abäppelt und die Box mistet, dann bezahle ich das. Nicht zu knapp übrigens.

Wenn jemand so gut reitet, dass er mein Pferd fördern kann, nennt sich das Beritt und wird bezahlt. Nicht zu knapp übrigens.

Alles andere muss bezahlt werden. Die RB bezahlt ja niemals den kompletten anteiligen Kostensatz, sondern immer nur einen Teil davon Zum kompletten Kostensatz würde der Anteil des Kaufpreises gehören, der Anteil vom Tierarzt, Sattel, Physiotherapeuten, Schmied,etc. Das alles sind mehr als 500 Euro im MOnat.

Aber bleiben wir mal bei den knapp gerechneten 500 Euro im Monat für ein Durchschnittspferd. Wenn jemand zweimal in der Woche reiten will, wäre das ein Anteil von 133 Euro. Bei uns in der Gegend sind aber 80 Euro der Durchschnittspreis. also wären das nach Adam Riese 53 Euro zu wenig.

Wegen mir kannst du diese 53 Euro als geleistete Bezahlung für Dienstleistung der RB ansetzen.

Also, was soll´s. Ich habe aber die Schnauze voll von solchen Fragen. Wenn dir das nicht passt, dann kauf dir doch ein Pferd. Ich habe keine RB  und will auch keine. Mein Pferd bewegt sich auf einer großen Weide selbst, und ich kenne keine RB, die mein Pferd so bewegen kann, dass das Pferd gefördert wird. Von einer E-Niveau RB - und mehr Niveau haben 95% der RB nicht - hat mein Pferd nichts.

Und was gute RB angeht.... ja, ich kenne eine sehr, sehr gute RB, die auch kostenlos reiten darf. Aber das war eine Entwicklung über Jahre hinweg. Zuerst hat sie ganz normal bezahlt. 80 euro plus 1  Reitstunde in der Woche. Man kann leider einer RB nicht hinter die Stirn gucken. Treuherzig versichern, dass sie alle verkannte CHIO Reiterinnen sind und soooo lieb zum Tier, sind sie alle. Die meisten sind es nicht und durch die Tür, wenn es unbequem wird.

Außerdem soll eine RB die Gelegenheit bekommen, nicht nur zu reiten, sondern auch den Alltag mit einem quasi eigenen Pferd kennenzulernen. Die Höhen und die Tiefen. Und dazu gehört auch das Geld.

Antwort
von DerHans, 157

Es gibt natürlich Pferdebesitzer, für die das Pferd alleine zu teuer ist. DARUM suchen sie eine Reitbeteiligung.

Wenn es darum geht, dass das Pferd bewegt werden muss, muss man dafür ja eher noch bezahlen.

Kommentar von TheFreakz ,

Ich finde, dass das nich gut ist. Man sollte sich kein Pferd kaufen, wenn man es nicht ohne eine Reitbeteiligung halten kann..

Kommentar von DerHans ,

Es geht ja nicht darum, ob das jemand gut findet. Die Realität ist eben so

Kommentar von Dahika ,

Nö. Ich stand bis vor kurzem in einem 85 Pferdestall.MIndestens also 85 Besitzer und sicherlich noch ca 60 Rb. Der Stall ist teuer, aber unter den Besitzer ist niemand, der sich das finanziell nicht leisten könnte. Wir haben Porschefahrer im Stall, die an ihrem Pferd eine RB haben.

Kommentar von DerHans ,

Und was soll das jetzt heißen? Auch der Porschefahrer wird niemand fremden kostenlos auf sein Pferd lassen

Kommentar von Dahika ,

Das meine ich doch. Warum sollte ich jemand Fremden kostenlos auf mein Pferd lassen? Ich lasse schon mal eine Freundin -selbstverständlich kostenlos - auf mein Pferd. Aber einen Fremden? Wie käme ich dazu?

Antwort
von KeinName2606, 84

Nachfrage und Angebot machen den Markt. Es gibt eben viel mehr, die gerne ein Pferd hätten es sich aber nicht leisten können, als umgekehrt. Deswegen kann ein Pferdebesitzer Geld dafür verlangen. Gäbe es nur wenige, die an einer Reitbeteiligung interessiert sind, wäre es sicher andersrum.

Kommentar von Urlewas ,

Allerdings geht die Rechnung trotzdem nicht auf - man sieht nämlich immer die selben Besitzer für die selben Pferde R B suchen...

Kommentar von Dahika ,

ja, das stimmt. Aber das liegt längst nicht daran, dass es immer die Besitzer sind, die furchtbar sind, sondern weil sie vielleicht zu oft auf treue blaue Augen von unzuverlässigen RB hereinfallen. Ich kenne da gruselige Geschichten.
Sicher, es gibt auch gruselige Besitzer, aber die sind doch viel seltener als die gruseligen RB.

Antwort
von AuroraRich, 119

Naja die wenigstens Reitbeteiligungen sind ausgebildete Bereiter. Wofür also bezahlen, dafür dass sie unter Umständen das Pferd sogar verreiten?


Die meisten sind einfach nicht in der Lage sich ein Pferd zu leisten und wollen trotzdem reiten. Also klar bezahlen sie auch, sie nutzen das Pferd und den Sattel und so weiter ja auch ab. Egal wo du etwas leihst, du musst immer dafür zahlen.

Kommentar von Urlewas ,

Ich bezahle nur etwas fürs ausleihen , wenn ich es in einem gewerblichen Betrieb ausleihe. Nicht, wenn ich Nachbars Hund mit spazieren nehme, damit ich Gesellschaft habe.

Und den Sattel abnutzen - sas ist ein Witz. Den Sattler bräuchte man ohne RB nicht weniger als mit.

Angebot und Nachfrage - das ist das einzige Argument.

Kommentar von sukueh ,

Wenn man davon ausgehen könnte, dass sich die RB gut ums Pferd und das Equipment kümmert, könnte man wohl sagen, dass die "Abnutzung" nicht ins Gewicht fallen sollte - da aber eben auch das Gegenteil der Fall ist, kann sich der Pferdebesitzer durch die Zahlung der RB von vorneherein absichern, dass er "Abnutzungserscheinungen" jeglicher Form finanziell etwas abgesichert hat. Zudem hilft es vielleicht der einen oder anderen RB, etwas sorgfältiger auf das ihr überlassene "Gut" (Ausrüstung und Tier) zu achten.

Es sind ja nicht alle RB sorgfältige Menschen, die sich freuen, wenn sie reiten können, ohne die vollen Kosten eines Pferdes tragen zu müssen.

Kommentar von Dahika ,

Das erinnert mich an ein Gespräch mit meinem wütenden Vater vor vielen Jahren. Er nahm immer einen Kollegen mit zur Arbeit. 15 km einfache Strecke. Als er dann von dem Kollegen einen Kostenanteil haben wollte, war der sauer und meinte: "Warum? Du fährst doch sowieso." Worauf mein Vater dem Kollegen vorschlug, doch mit der Straßenbahn zu fahren. Die fährt ja auch sowieso.

Kommentar von Dahika ,

Ich bezahle nur etwas fürs ausleihen , wenn ich es in einem gewerblichen Betrieb ausleihe.

Dann sei froh, dass es soviele Leute gibt, die ihre Pferde RB zur Verfügung stellen. Wenn es nämlich gewerblich gemacht wird, müsstest du sehr viel mehr Geld bezahlen.
Meine Freundin hat eine Reitschule. Und Leute, die rel. ordentlich reiten können und die sie kennt, dürfen dann auch alleine ausreiten. 20 Euro pro Stunde. Das wäre für einen Zweistundenausritt mal eben 40 Euro. Wenn die sich das  zweimal die Woche leisten wollen, sind das 80 Euro. Mal vier sind wir bei 320 Euro im Monat.

Und da beklagt man sich über die RB Preise.
Leute, wenn ihr RB zu teuer findet, dann mietet euch doch die Pferde.

Antwort
von Januar07, 82

Der Besitzer wird es wohl so betrachten, daß die Reitbeteiligung das Pferd nutzt und deshalb verlangt er Geld.

Vergleichbar mit einem Mietwagen.

Kommentar von Dahika ,

Nein, nicht vergleichbar einem Mietwagen, denn in die Mietwagenmiete gehen alle Unkosten mit ein. Sonst wäre die Mietwagenfirma schnell pleite. Bei der "Vermietung" an eine RB, geht aber nur ein Teil der wahren Unkosten in die Miete mit ein.

Antwort
von Michel2015, 18

Ganz einfach, Wer will vom wem was??

Willst du reiten und reiten lernen? Bitte bezahle das gefälligst!!

Willst Du ein Pferd pflegen, dann suche Dir einen ehrlichen Besitzer, denn für so etwas nimmt man kein Geld.

Kannst Du mehr als nur auf dem Pferd sitzen, dann muss man wohl auch mal handeln, den der Pferdebsitzer erlangt Mehrwert durch Beritt.

Ich will Dir nur sagen, bei mir bezahlt man von gar nichts bis 100 EUR. Und die Reitbeteiligungen sind versichert, werden zu Turnieren oder Lehrgängen gefahren, sie müssen nichts bezahlen wenn etwas kaputt gemacht wird und wenn wir auf Vernastaltungen sind, bezahle ich Essen und Übernachtung.

Pferde kosten Kohle und wenn Du in der Liga mitspielen willst, dann musste entweder etwas mitbringen oder bezahlen. Ist ganz einfach.

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