Gerade gab's zum Nachtisch Vanillepudding mit frischer Ananas. Klingt lecker, war aber eher ein bitter-süßes Vergnügen ;-)
Hat das Ananas-Enzym die Milch bitter werden lassen (warum nicht sauer)? Oder schadet die Milchsäure der Ananas?
Kennt jemand Tricks, wie man den vollen Ananas- und Puddinggeschmack erhalten könnte? Im Supermarkt gibt's doch auch Ananas-Joghurt und -Buttermilchdessert.
Ananas enthält vor allem Bromelain. Diese gehören zur Gruppe der proteolytischen Enzyme, das heißt, dass sie aktiv bei der Spaltung von Eiweißen mitwirken. Für unser Beispiel bedeutet das: sie zersetzen das Protein der Milch.
Und das macht den Pudding dann bitter.

Ist wie bei Kiwi die Bitterstoffe in den Früchten vertragen sich nicht mit dem eiweiß in Milchprodukten!
Enzyme gehen (leider) bei über 40 Grad Celsius kaputt. D.h. mit pasteurisierten Dosenananas passiert dich das nicht.
PinhaColada am 5. September 2008 00:00 sind aber auch nicht mehr so gesund.
stimmt - aber bei einer Nachspeise ist Gesundheit ohnehin nicht primär gefragt oder?
Im Übrigen streiten sich die Gelehrten in der Enzymfrage immer noch. Da die Magensäure mit den Enzymen dasselbe macht wie das Erhitzen - nähmlich die Eiweiß-Enzyme zerlegen (denaturieren) - bleibt die Frage ob mit der Nahrung eingenommene Enzyme überhaupt noch wirken. Enzympräperate sind aus diesem Grund mit einer magensäurebeständigen Hülle umgeben und lösen sich erst im Darm auf.
Da steht sogar der Tipp: kurz blanchieren und die Enzyme sind neutralisiert! DH!
aber wie schmeckt die ananas danach? ich meine, nach dem blanchieren?
Genau so wie eine Ananas schmecken soll, sie ist nur nicht mehr so sauer, es prickelt dann also nicht mehr auf der zunge. Schmecken tut sie sonst ganz normal.