Engelchen46 am 25.03.2009 um 20:30 Uhr
Immer wieder lese ich hier Fragen, wieviel man als Friseurin, Polizist usw, verdient. Sollte man nicht eher in der heutigen Zeit froh sein, wenn man überhaupt eine Lehrstelle findet? Und sollte man sich nicht eher darüber freuen, wenn man einen Wunschberuf erlernen kann?
Ist es ihnen wirklich wichtiger Geld, Geld, Geld zu sehen und lieber eine Lehrstelle in den Wind zu schiessen, weil sie dort dann später vielleicht 5 Euro weniger verdienen, als in einem anderen Beruf..den sie aber nicht erlernen können, weil die schulischen Leistungen dies verhindern - könnten?

Man will nunmal wissen, wie die Gehälter so aussehen - und das schadet meiner Meinung nach auch nicht...vor allem, wenn man einen guten Abschluss hat und einem alle Möglichkeiten offen stehen ;-)

Wichtig ist doch erstmal, dass der Schulabgänger überhaupt eine Lehrstelle bekommt. Nicht immer stehen die bevorzugten Berufe auch wirklich zur Verfügung. Daher kann man später immernoch umsatteln, erstmal sollte im Mittelpunkt das Lernen eines Berufes stehen, nicht aber der Verdienst, da der in der Ausbildung oft ohnehin nur mäßig ist.
Leider denken viele nicht weit genug und wundern sich dann, dass sie gar keine Lehrstelle bekommen.
ich finde das finanzielle schon auch wichtig, weil bei manchen berufen oft ein enormer unterschied ist, das sind nicht nur 5 euro ;-)

Geld regiert eben die Welt! Das merken die Kids zum Teil schon sehr früh. ;-P
Der teure Lebensstil muss ja irgendwie finanziert werden... Man sollte in den Schulen vielleicht besser Umgang mit Geld lernen statt Mathematik.

Also ich finde schon, dass das mit eine Rolle spielt. Wenn ich an das Minigehalt einer Frisörin denke, dann ist das schon zu überdenken, ob man nicht lieber direkt einen anderen Beruf erlernt. Man muss ja auch später, wenn man nicht mehr zuhause wohnt, sein Leben einigermassen finanzieren können und das ist bei den heutigen Kosten schon bei 200 Euro mehr kaum möglich und dann kommt noch hinzu, dass die samstags auch noch arbeiten müssen und deshalb auch noch ein Nebenjob schwierig wird. Bei diesen ganzen Nachteilen kann einem der Spass an der Arbeit gründlich vergehen.
Engelchen46 am 26. März 2009 12:38 Da gebe ich dir und auch den anderen, die in dem Sinne geantwortet haben recht. Aber, auch wenn manche Gehälter minimal ausfallen, sollte es nicht überwiegend "erstmal" so gehandhabt werden, dass man überhaupt eine Lehrstelle bekommt und froh darüber sein kann/sollte?
Wie oft hört/liest man dass die Jugendlichen keine Lehre machen wollen, weil sie zuwenig verdienen. Ein paar Jahre später haben sie es schwer eine Lehrstelle zubekommen, 1. weil sie früher abgelehnt haben, 2. weil sie schon zu alt für eine Lehre sind.
Dann kommt der Lauf der Dinge: entweder ungelernte Arbeitskraft, mit minimalem Gehalt oder aber HartzIV Empfänger.
Und...stehen diese Menschen jetzt besser da, weil sie damals auf mehr Geld geachtet haben, als auf das Ergebnis überhaupt "erstmal" eine Lehrstelle bekommen zu haben?
Und darum ging es mir mit meiner Frage: Ich kann in diesem Verhaltensmuster keine Logik erkennen..keine Zukunftsorientierte.
pcfuzzi am 26. März 2009 19:28 DH Engelchen, gut formuliert.