Frage von Selfverletzung, 284

Warum wird Selbstmord nicht einfach hingenommen?

Es ist doch die Entscheidung von einem Menschen allein ob man sich umbringt oder nicht.
Es gibt nunmal auch Leute die trotz Therapie oder auch anderen Sachen einfach nicht zu einer Genesung kommen.
10 % der Borderliner bringen sich tatsächlich um und das trotz Therapie.
Meine Chatfreundin hat dies auch getan obwohl sie in einer Therapie war und trotz des drei monatigen Aufenthalt hat es leider nichts gebracht und sie hat sich dann umgebracht.

Sie war am Ende wirklich nicht mehr richtig da eig schon tot.
Traurig aber wahr.

Aber es war das beste für sie.
Warum ?
Sie hatte niemanden mehr wurde gemobbt vergewaltigt und vieles mehr.
Niemand stand mehr auf ihrer Seite sowas ist einfach traurig und ich habe wirklich als sie mir das erzählt hat den Glauben an die Menschheit verloren.

Ich habe selbst diagnostizierte Depressionen und nehme keine Medikamente dagegen denn ich möchte nicht ein manipulierter Mensch sein.

Auch ich werde bald in eine Klinik gehen ich hoffe wirklich sehr, dass es mir hilft.

Bin 17 Jahre alt

Antwort
von skogen, 88

Jaja, ich weiß noch. Von 15 bis 17 habe ich täglich mit Suizidgedanken gekämpft, einige Male stand es knapp um mich. Zu tief geschnitten, zuviele Tabletten wild durcheinander gemischt, fast durch Unterernährung umgekippt,...

Ich wurde seit Geburt an vernachlässigt und misshandelt, litt an Todesängste durch die Misshandlung und Psychose. Gemobbt wurde ich wirklich aktiv zwar erst in der 9. und 10.Klasse, aber davor hat man mich und mein Kauderwelsch auch nur "akzeptiert". Habe mich immer ausgestoßen gefühlt, nicht verstanden. War immer anders.

Schule habe ich abgebrochen, kam oft in die gezwungen in die Psychiatrie, ins Betreute Wohnen. Jugendamt hat mir trotzdem nicht geglaubt, weil mein Vater Oberhauptkommisar ist/war....

Ich kann noch endlos weiter schreiben..

Ich bin froh nicht tot zu sein. Nach langem Warten habe ich mein Glück gefunden, Menschen die mich Ich-selbst sein lassen, mich akzeptieren (auch wenn ich manchmal kompliziert bin). Brauch zwar ein Leben lang (wenn ich will) Medikamente, bin Arbeitsunfähig und mag auch einfach keine Menschen, aber was soll's - das bin ich, und jeder der das nicht akzeptiert, kann mich mal am Tüffel tuten. Wege gibt es immer; für manche muss man stärker kämpfen, als für andere.

Therapie ist keine Heilung, die unterstützt lediglich, greift unter die Arme, - zeigt Wege, gibt Tipps und berät einen. Manche sind nach einen Jahr wieder gesund, manche brauchen 5 oder 10, vielleicht länger. Man muss nunmal experimentieren und gucken was einen hilft, dass kann auch mal nach hinten losgehen.

Kommentar von Thelostboy342 ,

Super Antwort

Antwort
von Turbomann, 56

Ich glaube es hat keiner das Recht jemand deswegen zu verurteilen, auch wenn man es nicht verstehen kann.

Viele Menschen die haben dermassen Probleme wo sie einfach nicht darüber hinaussehen können und sehen in dem Moment einfach keine Lösungen und denken, es ist der einfachste Weg.

Es gibt immer einen Weg, nur sehen Selbstmöder in dem Moment keinen Weg.

Ich bin auch der Meinung, es gibt für alles einen Weg, aber man kann nie in einen Menschen hineinschauen, sondern nur vor den Kopf.

Es kommt auch darauf an, warum sich einer umbringen will. Hat er vielleicht selber dazu beigetragen, dass er in eine ausweglose Situation geraten ist oder spielen äußere Faktoren noch mit eine Rolle?

Jemand der z.B. spielsüchtig ist, eine Familie hat, dadurch Haus und Hof verspielt, alles geht kaputt und er sich dann umbringt, dann ist das kein Mut, sondern er entzieht er sich seiner Verantwortung für das geradezustehen, was er sich selber eingebrockt hat. Dann hinterlässt er alle die in lieben mit ungelösten Fragen zurück.

Gibt es Menschen die krank sind und sehen keine Hoffnung mehr, sie würden sich nicht  umbringen wollen, aber weil sie ihren Zustand nicht mehr ertragen können, sehen sie vielleicht darin ihren Ausweg.

Was Krankheiten betrifft, die mit der Psyche  zusammenhängen, die kann man behandeln.

Ich habe selbst diagnostizierte Depressionen und nehme keine Medikamente dagegen denn ich möchte nicht ein manipulierter Mensch sein.

Dann lasse dich untersuchen, denn Selbstdiagnosen müssen auch nicht immer stimmen und auch mit bestimmetn Medikamenten kann dir geholfen werden, wenn es nötig sein sollte.

Manchen Menschen können Medikamente helfen und wenn man richtig eingestellt ist, dann muss man kein manipulierter Mensch sein. Aber wie auch immer, der Mensch muss mitarbeiten und nicht nur alles den Therapeuten und den Medikamenten überlassen.

Antwort
von zelana70, 77

Hallo erstmal... Ich mag es nicht, berichte aber auch mal etwas von mir.

Ich hatte bereits versucht mich mehrere Male umzubringen. War auch vor ca. 2 Jahren für einige Monate im Koma.

Ich sah es genauso wie du. Der Grund war hauptsächlich meine Familie. Es war mir egal, ob die danach traurig wären oder nicht, wenn ich nicht mehr da wäre. 

Ich war kurz in der Psychatrie, aber habe gemerkt, dass ich dort erst recht verrückt geworden wäre. Also habe ich gelogen, dem Richter nicht erzählt, dass mein Suizidversuch einige Monate bzw. Wochen geplant war, sonst wäre ich da wohl nicht raus gekommen.

Dadurch das ich meine Krankheit erkannt habe, habe ich versucht, mich selber zu heilen. Ich habe mir eine Wohnung gesucht, weit weg von meiner Familie, eine Auskunftsperre beantragt, sodass mich keine finden konnte. Dann habe ich mir einen Job gesucht, der mir unheimlich Spaß macht.

ich habe gemerkt, dass ich unheimlich nach meiner Freiheit gestrebt und gekämpft habe. Ich könnte jetzt alles tun, was ich nur will. Mache es aber nicht bzw. ab und zu (es ist darauf bezogen feiern, trinken, etc.).

Ich habe einfach gemerkt, dass ich was dagegen unternehmen musste. Mir Ziele setzen musste, meine Träume verwirklichen musste. 

Ich bin froh, dass ich doch nicht gestorben bin und denke, dass es nicht zugelassen wird, dass jemand sich umbringt, da diese person  ich sag jetzt mal, "Krank" ist.

Wenn du mehr über Depressionen ließt wird dir bewusst, dass einige Zellen sich im Gehirn "verirren" oder sich "trennen", ssodass man nicht mehr vernünftig "denken" kann. Nimm bitte alles nicht negativ auf.

Ich kann wieder gesund denken und bin froh, solche risikohaften Schritte eingegangen zu sein.

Ich kann dir und demjenigen nur empfehlen, tut was dagegen, und wenn ihr nichts machen wollt, befasst euch wenigstens mit dieser Krankheit. Ließt viel darüber, oder schaut euch Videos an, um zu sehen, wie diese Krankheit entsteht, was die Ursachen sind.

Würde gern noch so vieles schreiben, aber ich denke das ist jetzt mal genug..

Kommentar von zelana70 ,

Übrigens, ich war in der Abteilung "Krisen-Patienten" in der Psychatrie, wo ich eigentlich nicht hin sollte bzw. dürfte. Die andere richtigen Häuser waren nämlich voll.. Daher wollte ich da auch schnell raus...

Kommentar von Selfverletzung ,

Toll geschrieben komischerweise habe ich das gleiche vor wie du nur ich bin noch jung gerade mal 17 habe eine durchschnittlichen Realschulabschluss und Noch keine Ausbildung und weiß ganz genau, dass ich einen Job brauche der mich happy macht

Kommentar von zelana70 ,

Hallo nochmals, finde ich toll, dass du dich damit befassen willst bzw. mehr darüber wissen willst. Es ist wirklich wichtig, über diese krankheit bescheid zu wissen. Kann es nur nochmal wiederholen, darüber im internet auf guten seiten zu lesen. Ist auch meiner meinung nach total spannend für mich gewesen.

Übrigens ist es auch eine sehr ernstgenommene und schlimme Krankheit.

Zu deiner Sache. Ich war auch ca. 17 beim ersten Versuch. Habe mich irgendwie durchgeschlagen, hatte auch den Realabschluss hinter mir und musste noch mein Abi absolvieren in der Stadt wo ich mit meiner Fmailie gewohnt habe... 

Ein Vorschlag wäre, mal mit deinem Arzt darüber zu sprechen, dass ein riesen schritt für dich wäre, wenn du eine eigene Wohnung hättest. du hättest genug ablenkung, vielleicht könnte er durch ein attest helfen, sodass du in eine WG oder eine Wohnung vom Amt bekommen könntest... Ich würde auch mal mit einem Lehrer sprechen...

Und im schlimmsten Fall, wenn es gar nicht mehr geht, befass dich solange damit, versuch dinge zu machen, die dir freude bereiten (Ich weis, während der krankheit hat man keine gefülhle bzw. man fühlt nichts). Ich habe mich gezwungen dazu, war wenig zuhause, bis ich dann mal raus war..

Kommentar von zelana70 ,

Man hat mir imer gesagt, du packst es nicht alleine und dann noch eine wohnung etc.

Und siehe da, ich verdiene mehr Geld als meine ganze Familie zusammen. Und das mit der Wohnung: Es gibt nichts geileres als eine eigene Wohnung!!! :)

Kommentar von wilees ,

Nach meiner Erfahrung ist es durchaus üblich in der KJP mit jungen Menschen in Deinem Alter daran zu arbeiten und eine Möglichkeit zu schaffen nach einem solchen Aufenthalt auszuziehen.

Antwort
von sacredrain, 56

Natürlich steht es erstmal jedem Menschen frei, mit seinem Leben zu verfahren, wie es ihm gefällt. Dazu gehört auch, es selbstbestimmt und wohlüberlegt zu beenden. Ich bin ein Befürworter von Sterbehilfe.

Aber was du beschreibst, ist Suizid in Folge einer Persönlichkeitsstörung bzw. einer schweren psychischen Erkrankung. Menschen, die unter Borderline oder eben einer Depression leiden, sind in ihrer Selbstwahrnehmung stark beeiträchtigt. In manchen Fällen sogar so sehr, dass sie keine Verantwortung mehr für sich selbst übernehmen können und einen Betreuer benötigen, der sich um alles wichtige kümmert. Der Suizid wäre in dem Fall durch die Erkrankung bestimmt, die den betreffenden Menschen dazu veranleitet, und nicht wohlüberlegt , da die Wahrnehmung negativ beeinträchtigt ist. Oder um es direkter auszudrücken, man ist ist nicht mehr Herr seiner Sinne, dementsprechend gehört man in ärztliche Behandlung.

Und ja, ich weiß, dass es Menschen gibt, die nicht therapierbar sind, ich habe so einen in meiner Verwandtschaft. Wir schicken ihm jedes Mal einen Krankenwagen vorbei, wenn er mal wieder seinen Suizid angekündigt hat.

Antwort
von zelana70, 43

Selbsmord ist eine Lösung. Aber ob es die richtige ist? Hätte man es bereut später? Hätte man vielleicht einen tollen Job später? oder eine kleine süße Tochter? Das sind alles Träume... die man verwirklichen kann... Ich denke mir immer, was dich nicht umbringt, macht dich stärker.

Antwort
von michi57319, 48

Ich würde das differenzierter ausdrücken: Menschen, die es nicht nachvollziehen können, akzeptieren auch keinen Suizid.

Wer niemals eine depressive Phase durchgemacht hat, kann da auch nicht mitreden, wenn es um das Warum geht.

Das Unverständnis daraus führt halt auch über den Tod hinaus.

Antwort
von Joshi2855, 85

Ich bin 18 und will mich auch seit 2 Jahren umbringen. Wenn du meine letzten Fragen anschaust ist sogar eine neue dabei, wegen meinem Geburtstag. Aber von meinen Problemen weiß wirklich gar keiner. Ich hab auch ne ewig lange Geschichte. Was ich auch gar nicht mag, sind Leute (auch auf GF) die denken sie wüssten alles und reden alles schön, aber hatten nie selbst so eine Situation. Sowas kann keiner verstehen...nicht mal wir untereinander, weil wir verschiedene Probleme haben. Wir können nur verstehen wie es sich vielleicht anfühlt.

Kommentar von Selfverletzung ,

Ich gebe dir Recht ich hasse auch diese Leute die immer versuchen  einem zu helfen mit Hör auf Selbstmordgedanken zu haben lass das Ritzen was bringt mr das ?

Kommentar von Joshi2855 ,

Ja eben, einfach gar nichts.

Kommentar von Thelostboy342 ,

Es gibt aber auch jene die derartiges erlebt haben und wieder vollständig auf dem Damm sind

Kommentar von fibo123 ,

Das letzte was du sagtest ist sehr gut artikuliert.
Jeder der eine psychische Krankheit hat, was auch immer dieser Mensch hat, lebt in seinem eigenem dilemma und seiner eigenen gefühlsselig und geht verschiedene Situationen immer wieder durch und das versteht niemand egal ob psYchater oder Therapeut

Antwort
von MeGusta97, 75

Weil Selbstmord oftmals gesellschaftlich als "feige" erachtet wird. Es wird eben gern gesehen, wenn man sich seinen Problemen stellt und bis zum Schluss alles versucht, um sein Leben zu verbessern, wenn auch mit professioneller Hilfe. Vor allem im Jugendlichen-Alter haben viele der Selbstmörder/innen aus dem Affekt gehandelt, oder sich wegen wirklich lösbaren Problemen das Leben genommen.

Antwort
von zersteut, 40

Es war sicher nicht das beste für Sie!

Aber hier hab ich ein Link für dich:

www.nummergegenkummer.de/cms/website.php

Kommentar von Selfverletzung ,

Du kanntest ihre Umstände ganz sicher nicht

Kommentar von zersteut ,

Das stimmt aber Selbstmord ist nie das beste im Gegenteil!

Kommentar von Joshi2855 ,

Diese Seite wurde mir auch schon 100 mal vorgeschlagen und dem Fragesteller vielleicht auch. Wenn man eh nicht will, wird man diese Nummer nie nutzen. Ich z.B. auch nicht...

Antwort
von diePest, 81

Ich nehm das so hin .. 

Aber .. wer möchte schon einen geliebten Menschen verlieren!? Darum ist eben Selbstmord nicht so gern gesehen bei Freunden, Verwandten etc. 

Kommentar von Selfverletzung ,

Wie würdest du es finden wenn deine normale Freundin völlig weiß ist weil sie nichts mehr isst.

Riesennarben hat an dem ganzen Körper.

6 Selbstmordversuche hinter sich gebracht.

Denkst du wirklich, dass irgendjemand so einen Menschen helfen kann ich glaube nicht

Kommentar von Joshi2855 ,

Glaube auch nicht. Ich will mir z.B. auch gar nicht helfen lassen und ich wüsste das ich alles blockieren würde. Ich würde mich nach einer Behandlung immer noch umbringen

Kommentar von diePest ,

Doch .. ich denke auch da kann geholfen werden.. aber .. das ist was anderes.. ich lasse jedem seinem Wunsch zu sterben .. nur muss ich es nicht gut finden.. schon gar nicht, wenn es um einen geliebten Menschen geht. Ich hab einige Suizide im Bekanntenkreis.. 

Kommentar von BlitzBudden ,

"Nicht so gern gesehen" Das nenne ich mal eine vorsichtige Ausdrucksweise.

Kommentar von diePest ,

Blitz .. ich hab da eben so meine Meinung zu. In meinem Bekanntenkreis + 1 Verwandte gab es wohl zu viele Suizide .. wer meint er möchte das tun, soll es tun. Aber ich muss das nicht gut heißen .. ^^ 

Antwort
von Thelostboy342, 26

Kein geistig gesunder Mensch würde sich selbst umbringen und somit sich selbst sämtliches Glück nehmen - unzählige positive Ereignisse und Erfahrungen - Familie, Liebe, Spass, Sport, ...

Niemand der glücklich ist wählt den Freitod, daher sollte 'Suizid' nicht 'akzeptiert' werden - es muss geholfen werden, um die Depressionen zu überstehen, auch wenn es sehr dunkel aussieht. Denn das Leben lohnt sich einfach zu sehr und wir sollten es schätzen... Daher darf die Hoffnung zu keinem Zeitpunkt verloren werden.

Letztendlich lässt sich sagen, dass Suizid immer die falsche Entscheidung ist, da sie einen nicht nur von den negativen, sondern auch von den positiven und glücklichen Erlebnissen in der Zukunft, befreit.

Antwort
von CozySituation, 67

Ich bin voll auf deiner Seite. Leider kenne ich dieses Forum aber schon gut genug (ist nicht mein erster Nick), dass du gleich nieder gemacht werden wirst von all denjenigen, die Selbstmord verteufeln ^^

Antwort
von diePest, 40

Was möchtest du überhaupt bezwecken? 

Du bist genervt von den Antworten .. siehst alles anders ... findest Selbstmord ist eine prima Lösung .. und möchtest dich weder beraten lassen und akzeptierst du andere Meinungen.

Mach was DU für richtig hälst ... und gut.

Kommentar von Selfverletzung ,

Das werde ich nach meinem Klinikaufenthalt machen

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community