Frage von DerDragonslayer, 177

Warum wird Selbstmord eigentlich von der Gesellschaft als "Verbrechen" oder als etwas falsches angesehen?

Ich bin der Meinung das der Mensch einen Freien willen hat. Ich lehne die Meinung einer deterministischen Welt ab. Der "Selbstmord" oder wie ich es lieber nenne der Freitod ist für mich ein beweis dafür. Als ich diese Meinung letztens in einer Debatte über dieses Thema ansprach, wurde ich sofort wie ein Schwerverbrecher angeschaut. Ich wollte gerne mal Meinungen hören warum der Wunsch sein Leben zu Beenden, gesellschaftlich nicht in Ordnung zu sein scheint. Sollte nicht jeder selber entscheiden dürfen ob er Leben will oder nicht.

Ich glaube übrigens nicht an einen Gott, sehe den Freitod damit auch nicht als einen Verrat an einer höheren Macht an. Ich würde gerne auch Meinungen hören die nicht zwangsläufig religiös basiert sind. Dennoch sind auch diese Meinungen willkommen.

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von switchii, 76

Einerseits denke ich, dass das noch von früher herkommt;

  • Früher (vor der Selbstverwirklichungsphase) wurde das Leben nur als Zwischenstation angesehen, die man bewältigen musste, um in das schöne Jenseits zu gelangen. Das Leben auf der Welt war hart, man musste viel schuften. Spass war eher selten. Ein Selbstmord wäre irgendwie gegen die Regeln, auch sonst wurde dieser als Sünde angesehen. Denn das Leben war eine Station, die man bewältigen musste, um sich das Jenseits zu verdienen.

 

Auf der anderen Seite zeugt er irgendwie auch von Aufgeben;
  • Wenn man einfach so Selbstmord begibt, hat man nicht um ein besseres Leben gekämpft. Jeder ist seines Glückes Schmid. Greift man zum Suizid, so gibt man sich selber auf, es zeigt eine gewisse Schwäche, weil man den Schmerz nicht aushält und einfach so ohne einen letzten Kampfstoss aus dem Leben tritt
  • Ausserdem zeigt es auch einen gewissen Egoismus auf, weil man nicht an die Zurückgebliebenen denkt. Denn die Familienangehörige, Freunde und Menschen,die einen lieben müssen danach mit dem Schmerz kämpfen, jemanden auf diese Weise verloren zu haben. Ausserdem können da Schuldgefühle aufkommen, weil man es nicht gemerkt, oder nicht verhindern konnte

Ich verstehe natürlich deine Ansichten, und es ist auf eine gewisse Weise wirklich schade, dass im Jahre 2016 der Freitod oftmals noch als Sünde angesehen wird. Allerdings leben wir in einer Gesellschaft, in der das Leben sehr kostbar ist und das Individuum im Mittelpunkt steht. Da ist ein Selbstmord ein weiteres Leben, welches nicht ausgelebt werden konnte, beziehungsweise, ein wertvolles Leben das verloren geht.

Kommentar von DerDragonslayer ,

Cool vielen Dank für die Antwort die ist richtig gut :)
Ich persönlich glaube ja das es viel Kraft kostet sich selber umzubringen und sehe es deshalb nicht unbedingt als ein Akt der Schwäche an, jedoch verstehe ich deine Argumentation hier sehr gut :)

Antwort
von Kuno33, 63

Da gibt es viele Meinungen dazu. Die christliche Religion hat Suizid lange Zeit als Sünde angesehen. Andere meinen, dass es ein schlechtes Vorbild ist oder warum auch immer unethisch sei.

Hintergrund des Ganzen ist vermutlich die Angst vieler Menschen sich mit diesem Thema auseinanderzusetzen. Allein das Thema Tod wirkt beängstigend, noch mehr das des selbst herbeigeführten Todes. Da ist es dann zur Abwehr des Themas sehr einfach, das Ganze als unmoralisch abzuwehren. Leider führt das dazu, dass viele Menschen total ins Trudeln kommen, wenn sie selbst Suizidgedanken haben, statt sich Hilfe zu suchen. Letztlich muss man es jedem Menschen frei stellen über sein Leben selbst zu entscheiden, ob er weiter leben will oder nicht. Wer allerdings merkt, dass sie / er sher schnell in derartige Stimmungen gerät, sollte sich ggf. psychotherapeutische Hilfe suchen, um sich nicht selbst zu gefährden.

Unmoralisch finde ich es, wenn jemand seinen Suizid so arrangiert, dass noch andere geschädigt oder getötet werden. Bei schwerer Depression kann es allerdings so sein, dass derjenige es nicht mehr kontrollieren kann, wenn er meint, Angehörige mit in den Tod nehmen zu müssen. Da ist es natürlich immer noch nicht gut, aber da kann man davon ausgehen, dass derjenige seine Impulse nicht mehr kontrollieren konnte.

Kommentar von DerDragonslayer ,

Cool danke für deine Meinung ich hoffe es kommen noch mehr produktive Beiträge zustande :)

Antwort
von Enzylexikon, 35

Ich persönlich habe grundsätzlich nichts gegen die Selbsttötung einer Person, allerdings kritisiere ich, das es häufig aus egoistischen Motiven geschieht

  • Trennung vom Partner...gekränkte Eitelkeit...Suizid
  • Geschäftlicher Ruin...Angst den Status zu verlieren...Suizid
  • Irgendwelche Probleme...Flucht vor Verantwortung...Suizid

Außerdem ist es rücksichtslos - nicht nur gegenüber möglichen Angehörigen, sondern auch gegenüber der Person, die den Leichenfund erleben muss und möglicherweise ihr ganzes Leben lang psychisch nicht darüber hinweg kommt.

Natürlich gibt es auch Gründe, die ich als legitim ansehe - eine schwere Erkrankung, oder wenn eine Depression als Krankheitsbild vorlag.

Meistens dürfte es aber irgendeine Ego-Kiste sein, die den Menschen zur Selbsttötung veranlasst.

Verständnis

Allerdings bin ich vorsichtig darin, Menschen, über die man praktisch nichts weiß, nur wegen ihres Suizids rundheraus zu verurteilen.

Wenn in der Zeitung steht

"Jugendlicher springt aus Liebeskummer von Brücke",

dann ist der Reflex da, den Teenager für sein Handeln pauschal und ohne weitere Überlegung zu kritisieren.

"Ich war zehnmal unglücklich verliebt und habe mich nicht umgebracht! Kein Grund gleich von ner Brücke zu hoppsen und den Löffel abzugeben"

oder

"Hätte er nicht in einen finsteren Wald gehen können? Der rücksichtslose Kerl hat die Autofahrer bestimmt zu Tode erschreckt und traumatisiert!"

Diese Reaktionen sind zwar verständlich, zeigen allerdings auch sehr wenig Einfühlungsvermögen und Mitgefühl für den Selbstmörder.

Wenn die Freundin, die sich von ihm trennte, der einzige Halt in einer schwierigen familiären Situation war, in der Schule gemobbt wurde und er nun überhaupt keine Hoffnung mehr sah, ist seine Tat emotional verständlicher.

Natürlich kann man immer noch weiter Gegenargumente anführen

"Er hätte zum Jugendamt gehen können, die Telefonseelsorge anrufen, oder mit der Schulpsychologin reden können!"

oder

"Anderen Menschen geht es weißgott dreckiger und die bringen sich auch nicht um - muss ja eine ziemliche Lusche gewesen sein"

Aber man war nun einmal nicht in der Situation dieses Menschen und was uns trivial erscheint und eine Selbsttötung als lächerlich erscheinen lässt, war für diese Person offenbar gravierend genug, um dem eigenen Leben ein Ende zu setzen.

Selbst wenn man die Motivation nicht nachvollziehen kann, sollte meiner Meinung nach etwas Mitgefühl für das emotionale Leiden dieses Menschen vorhanden sein - denn aus Langeweile bringt sich niemand um.

Kommentar von DerDragonslayer ,

Ich gebe dir recht das Selbsttötung oftmals sehr egoistisch motiviert ist, ja eigentlich fast immer, schließlich ist es eine Entscheidung über sich selbst, über das eigene ich. Aber wie du schon sagtest kennt man oft die Motivation hinter der tat nicht wirklich und sollte zumindest etwas Respekt dem verstorbenen gegenüber haben.

Kommentar von Enzylexikon ,

Zumal wir ja nicht wissen, ob wir nicht einmal in eine ähnliche Situation geraten und die gleiche finale Entscheidung treffen.

Als psychisch einigermaßen ausgeglichene Menschen, denen es an nichts Wesentlichem mangelt, ist es leicht, den Egoismus anderer Menschen zu kritisieren.

Es gibt aber keine Garantie, dass man sich in einer Lebenskrise nicht vielleicht sogar extremer verhalten würde und eine viel drastischere Kurzschlusshandlung begeht, bei der viele andere Menschen zu schaden kommen.

Dann gäbe es statt eines Brückensprungs wegen Liebeskummer einen "Suicide by Cop" durch einen Eifersuchts-Amoklauf, bei dem man viele Menschen mit in den Tod reißt .

Antwort
von YuyuKnows, 67

Wenn man anfängt Selbstmord bloß als "Akt des freien Willens" zu akzeptieren und dementsprechend diese Entscheidung völlig ohne Grenzen und ohne Nachfrage durchgehen zu lassen, dann bräuchten wir theoretischer Weise keine Psychologen und keine Ärzte, die dir helfen eben gegen jenen "Willensakt" zu kämpfen, damit jener Mensch überlebt!

Selbstmord ist, was es heißt: die eigene Ermordung. Und Mord wird in unserer Welt als eine Straftat angesehen.

Menschen, die Selbstmord begehen wollen, haben - das streite ich nicht ab - großes Leid erfahren. Es benötigt eine gewisse Überwindung, um zu jenen Punkt zu gelangen, an dem es nicht mehr zurück geht.

Aber wir sollten lieber nicht Selbstmord die Last abnehmen, die es mit sich trägt. 

Es gibt Ausnahmen - der Freitod, wenn man todkrank ist und nur noch eine funktionslose Hülle voller Schmerz ist. Das ist physischer Schmerz, der aus meiner Sicht, oftmals heutzutage nicht geheilt werden kann.

Aber psychischer Schmerz - der ist heilbar. Es funktioniert. Und deshalb sollte man in diesem Bereich nie aufgeben.

Kommentar von DerDragonslayer ,

Danke für deine Meinung :) Ich persönlich finde das es ziemlich ungerecht ist Leuten das Recht zu nehmen über ihr eigenes Leben zu entscheiden und gerade bei Fällen wie du sie beschreibst wo der Körper nur noch eine Nutzlose Hülle ist.

Antwort
von fpdalis, 52

Erstens: Weil du damit deinen mitmenschen einen enormen psychischen Schaden zufügst. Gerade deinen Eltern werden Jahre brauchen bis die wieder halbwegs normal Leben können, falls diese das je wieder könnten. Würde dies durch ein psychisches Verbrechen geschehen wäre dieser seelische Schaden  gegen deine Eltern eine schwere Körperverletzung.Und ich denke das andere Menschen es nicht okay finden sowas jemanden anzutun.

Zweitens: Du belastest deine Mitmenschen Rettungsdienst,Bestatter etc. mit diesen Aufkommnissen.

Drittens: Ich habe schon einige Leute gesehen die sagten, Suizid sei die einzige Lösung für sie. Leute die depressiv waren und kein Sinn im Leben sehen. Leute die jetzt Lebensfroh sind. Manche Leute muss man vor sich selbst Schützen und da Gesetze so etwas selten hinbekommmen, bin ich froh dass es unsere gesellschaftlichen Normen tun.

Leider gibt es viele Leute die nicht zu Diskussionen bereit sind und für die Tabuthemen existieren. Das ist natürlich extrem doof. Also falls du diskutieren willst einfach kommentieren :D

Durch Suizid fügst du der Gesellschaft Schaden zu, deßhalb missbilligt die Gesellschaft dies.

p.s. Auch wenn ich Römisch-Katholisch bin finde ich, dass Religion in diesem Fall keine Rolle spielt, da es sich um eine Person handelt, die nicht meinen glauben haben muss, deßhalb sind die rationale und wissenschaftliche Antworten zu bevorzugen.

Kommentar von DerDragonslayer ,

Vielen Dank für die Antwort, gerade den Punkt das man mit der Selbsttötung quasi eine schwere Körperverletzung bei Angehörigen verursacht finde ich sehr interessant. 

Ich persönlich glaube ja viele Menschen die mit dem Gedanken spielen sich selbst umzubringen, bekommen nicht die Hilfe die sie brauchen und ihr ableben wäre sicherlich vermeidbar. Aber wie siehst du das Thema Sterbehilfe, also wenn Todkranke Menschen ihr leiden verkürzen wollen? Würden diese nicht im Zweifelsfall Angehörigen sogar seelisches Leid ersparen, da diese das langsame und schmerzhafte zugrunde gehen nicht mit ansehen müssen?

Kommentar von fpdalis ,

Dem stimme ich dir zu Sterbehilfe ist etwas, dass unbedingt mal legalisiert werden muss. Denn hier ist es etwas was sowieso irgendwann den Verwandten Leid zufügt, nur ob dies natürlich oder selbstbestimmt, um in würde oder schmerzfrei zu sterben.

Für die aus meiner Sicht wirklich Suizidalen (depressionen als Ursache) brauchen Hilfe, es sollte mehr Sozialpädagogen, Streetworker Psychologen Selensorger etc. geben. Hier ist meiner Meinung die Kirchen gut, denn die meisten Priester sind gute Seelensorger und auch für anders oder nichtglaubende sind diese da. Es gibt aber natürlich auch andere Seelensorger die nichts mit Religion am Hute haben.

Es fehlt Hilfe wo Hilfe gebraucht wird. Die Leute ignorieren depressionen anderer Menschen oft um sich nicht damit befassen zu müssen. Das ist echt ein Problem.

Kommentar von DerDragonslayer ,

Das größte Problem ist hier glaube ich das die Menschen im unmittelbaren Umfeld häufig nichts mitbekommen, wir müssten alle viel mehr aufeinander Acht geben. Ich selber habe schon drei Freunden von der Entscheidung abgebracht sich selbst umzubringen weil ich kleine Verhaltensänderungen mitbekommen habe. Auch wenn sie Anfangs noch abgestritten hatten das es ihnen schlecht ging haben sie es nach mehrmaligen nachhacken dankend zugegeben, und sich gefreut das sie offenbar doch nicht komplett unverstanden blieben.

Antwort
von MorsElthrai, 73

Weil die Menschen sich nicht gerne mit dem Tod auseinander setzen. Und alles was unangenehm ist, wird veroten, damit man sich nicht damit auseinander setzen muss, oder sich damit rausreden kann, "das es ja eh böse ist, weil man es ja sonst nicht verboten hätte". Im Grunde ist der Freitod genauso gut oder schlecht wie jeder andere Tod auch.

Antwort
von IDC16, 83

Ich denke da ähnlich wie du, kann aber auch Leute verstehen, die Selbstmord als ein Verbrechen ansehen, hat er doch eine Nachwirkung besonders im familiären Umfeld und Bekanntenkreis.

Der Vorgang des Suizides an sich erfordert ein hohes Maß an Selbstdisziplin, weshalb ich ihn als nicht feige erachte.

Kommentar von DerDragonslayer ,

Ja das Argument das es feige sei finde ich auch ziemlich lächerlich.

Um die Angehörigen tut es mir auch immer sehr leid, ich frag mich manchmal auch ob der Freitod nicht mehr schmerz verursacht als er letztendlich genommen hat.

Kommentar von IDC16 ,

Ja. Eine wirklich ehrenwerte Sache ist es nicht. Die Energie, die man hat, für den Suizid zu verwenden, anstatt für die Besserung des eigenen Lebens... Aber wer will, will halt.

Kommentar von IDC16 ,

Auch wenn man dem vielleicht helfen kann.

Antwort
von Suboptimierer, 20

Sollte nicht jeder selber entscheiden dürfen ob er Leben will oder nicht.

Es darf doch jeder selber entscheiden.

Man darf aber auch so gucken, als wärest du ein Verbrecher. Das ist auch nicht verboten.

Kommentar von DerDragonslayer ,

Ja aber sprechen die Leute einem damit nicht in gewisser weiße das Recht ab über sich selbst zu entscheiden, indem sie es als ein Verbrechen betrachten? Das man es letzten Endes doch Entscheiden kann ist mir klar, es geht darum ob es gerechtfertigt ist den Freitod/die Selbsttötung als Verbrechen zu betrachten.

Ist halt eine Philosophische Frage, deswegen wird es hier auch vermutlich keine eindeutige Lösung geben (gibt es die bei der Philosophie überhaupt?).

Trotzdem Danke für deine Antwort :)

Kommentar von Suboptimierer ,

Sich selbst für den Suizid zu entscheiden und diese Entscheidungsmöglichkeit gut zu finden gehören genauso zum Thema Freiheit wie es schlecht finden zu dürfen, dass Menschen sich umbringen wollen.

Wie schaut man eigentlich, wenn man jemanden für einen Verbrecher hält? Vielleicht interpretierst du da zuviel hinein.

Vielleicht kannst du die andere Sichtweise nicht so gut verstehen, weil du niemanden kennst, bei dem du traurig wärest, wenn er sich vornehmen würde, sich selbst umzubringen. Könntest du dann auch so lässig sagen "Mach mal, ist schließlich deine Entscheidung."?

_________________

Die Leute sprechen einem kein Recht ab, wenn sie komisch gucken. Genauso wie die Werbung dir auch kein Recht abspricht, dich für ein anderes Produkt zu entscheiden.

Antwort
von Midgarden, 65

Sagst Du mit dem Fragetitel doch selbst - Selbstmord und Mord ist nun mal in jeglicher Zivilisation ein eklatanter Frevel

Aber wenn Dir trotzdem danach ist - diskutiere nicht, sondern mach es einfach

Kommentar von DerDragonslayer ,

Erneut weise ich auf den Fragentext hin, ich möchte mich nicht selbst umbringen ich möchte gerne eure Meinungen hören warum es so verpönt ist. Ich schreibe ja auch das ich das Wort Freitod treffender finde als "Selbstmord"

Kommentar von Midgarden ,

Du vergißt bei Deiner Frage nur etwas Entscheidendes bei GF: was ist dabei Dein akutes Problem?

Für "Meinungsumfragen" ist mir meine Zeit zu schad

Kommentar von DerDragonslayer ,

Ich habe dich nicht gezwungen zu antworten ;)

Kommentar von Kuno33 ,

Der moderne Begriff für Suizid ist nicht Selbstmord sondern Selbsttötung.

Dass es den Verwandten gegenüber unfair wäre, kann ich nur akzeptieren, wenn dahinter der Wunsch steht, es den Angehörigen aber mal zu zeigen. Wer eine schwere krankheit hat und nicht mehr aushalten kann oder nicht mehr möchte, sollte doch diese Freiheit haben. Das kann außer körperlichem auch seelischer Schmerz sein. Es ist doch sehr simpel zu sagen, wer sich umbringt, ist nur zu feige Schmerzen auszuhalten.

Aus Untersuchungen ist recht gut bekannt, dass sehr viele Menschen in bestimmten Situationen durch aus auch an Suizid denken. Bei weitem nicht alle tun es dann, sondern entscheiden sich wieder für das Leben. Wer öfter Gespräche mit Suizidanten geführt hat oder selbst entsprechende Krisen erlebt hat, würde doch etwas toleranter mit dem Thema umgehen als jene, die es zu wissen meinen, dass Suizid einem "Mord" gleich zusetzen sei oder ein Unrecht gegen andere Menschen ist.

Kommentar von DerDragonslayer ,

Vielen dank für diese kleine Erläuterung, ich habe dem nichts hinzuzufügen.

Kommentar von askinglaura ,

Die Antwort von Midgarden find ich wirklich nicht sehr passend, und auch nicht wirklich nett😕

Antwort
von askinglaura, 21

Das selbe hab ich mich heute auch gefragt.. Hab als nichtgetaufte 15 jährige zwar nicht viel Ahnung davon, aber ich glaub auch nicht an Gott, oder zumindest nicht mehr. Ich finde ebenfalls, dass Selbstmord kein Verbrechen ist. Vor ner Weile hab ich den Film 'Constantine' gesehen, da sagte auch jemand man kommt in die Hölle wenn man Selbstmord begeht, da man jemanden umbringt. Finde ich völliger Quatsch. Warum soll man jemanden des Mordes verurteilen, bzw. (wenn man es mal ganz religiös sieht) warum soll Gott jemanden in die Hölle verbannen und bestrafen, wenn er selbst nichts getan hat um das Opfer vom Selbstmord abzuhalten?

Antwort
von Sana1411, 32

Ich bin sehr religiös, aber das lasse ich bei dieser antwort jetzt außen vor.

Man begeht selbstmord meistens wenn man etwas nicht ertragen kann (riesen schmerz) nehme ich mal an.

Aber wenn man sich das leben nimmt, dann bleibt der schmerz doch bestehen und zwar bei den menschen die diese person liebten...

Ich finde es ganz ehrlich gesagt falsch aus meiner sicht, ich will damit niemanden verurteilen ist nur meine persönliche meinung..

Ja und wegen der gesellschaft kanns einem eh egal sein, man ist ja dann tot ?!

Kommentar von DerDragonslayer ,

Aber leiden die Angehörigen dann an genauso großen Schmerz wie der Verschiedene? Ich will nicht den Schmerz der angehörigen in irgendeiner Art und Weise als ungerechtfertigt anprangern, ich frage mich nur ob sie in dem Fall wirklich genauso stark Leiden wie der verstorbene?

Kommentar von Sana1411 ,

Naja es kommt darauf an was für ein leid es ist. Es gibt menschen die bringen sich um weil der partner sie verlassen hat. Von meiner freundin der bruder hat sich das leben genommen weil seine freundin ihn verlassen hat.

Dieser schmerz wäre wahrscheinlich für ihn vergangen, aber seine familie leidet noch immer.

Aber es gibt ja menschen die seeeehr krank sind und wirklich sehr schmerzliche qualen leiden. Dann würde ich mir denken, wenn ich sowieso bald sterbe dann warte ich lieber noch und leide (jetzt wird es religiös) und komme dafür nicht automatisch in die hölle.

Aber wenn die dauer der qualen nicht bestimmt werden können, dann ist es für die Familie auch vielleicht leichter wenn er nicht mehr leiden muss.. (Aber ich persönlich kann das trotzdem nicht gut heißen, da ich zu religiös dafür bin) aber ich könnte es vielleicht verstehen

Ich hoffe ich konnte dir mit meiner ehrlichen antwort bei deiner "umfrage" helfen 😊

Kommentar von DerDragonslayer ,

Danke und ja konntest du, ich weiß das diese "Frage" vielleicht nicht so ganz dem Konzept von GF.net entspricht aber ich dachte ich frag trotzdem mal

Kommentar von Sana1411 ,

Eine (um)frage ist auch eine frage, solange ein fragezeichen hinten dranhängt und das tuts auf dieser seite doch immer haha😂

Also lass die anderen labern, was juckts dich, die brauchen ja nicht antworten wenn es ihnen zu blöd ist

Antwort
von Coldnez, 33

Man kann einen Selbstmord ja nicht bestrafen, weil er ja schon Tot ist. Daher nimmt es kaum einen Einfluss darauf , wie die Gesellschaft das sieht oder handhabt.

Nur ist eben der Tod eines Menschen das Leiden seiner Mitmenschen.

Wenn eine alleinerziehende Mutter sich Umzubringen versucht, ist es eine Last für Staat, Gesellschaft und Waisenkinder. Daher wird natürlich versucht ihr den Lebenswunsch zurück zu geben. Und wenn tröstende Wörter nicht hilft, dann vielleicht die Angst davor, als ein 'Verbrecher' zu sterben. Und als Christ ist der Selbstmord ohnehin schon eine Sünde.

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community

Weitere Fragen mit Antworten