Frage von linnea3,

warum wird Selbstmitleid als etwas Negatives angesehen?

sagt man nicht man muss sich selbst lieben, um andere lieben zu können** und wenn man das tut, also wenn man sich selbst liebt, muss man doch auch Mitleid mit sich selbst haben können? Mir kommt dieser Abscheu vor dem Selbstmitleid vor, wie ein Überbleibsel aus der Nazizeit: hart wie Kruppstahl.....sollt ihr sein Jeder Therapeut sagt doch seinen Patienten: "sie müssen jetzt auch mal an sich denken!" aber wehe der Patient denkt von sich aus an sich und sich bedauert sich , dann wird er angewidert sein und denken: was für eine Memme auch wenn er das als guter Therapeut natürlich nicht sagt. Das ist doch ein Widerspruch! Man rät dem Menschen doch mal an an sich zu denken, aber wehe er tut das von allein. Wehe er entspricht nicht dem Ideal des an sich selbst zuletzt denkenden Menschen.Dann wird er als egoistisches, selbstmitleidiges Weichei angesehen. Ich finde das schizophren und ihr?

Antwort von syllis,
5 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Selbstmitleid ist eine Lethargie und ein Gefühl , das dich lähmt und nicht voranbringt, das dich im Kreis laufen lässt und als unfähig darstellt. Unfähig, dich mit dir selbst kritisch auseinanderzusetzen. Nur mit den Erkenntnissen über dich selbst bist du fähig, etwas an dir zu ändern, weniger an den äußeren Umständen ;))

Selbstmitleid und Egozentrik sind unterschiedliche Dinge!!!

Kommentar von linnea3,

wer sagt denn, dass jemand der Selbstmitleid empfindet, nicht in der lage ist sich kritisch damit auseinanderzusetzen? das ist doch schon wieder deine eigene Negative Deutung. Ich weiß, dass Selbstmitleid und Egozentrik unterschiedliche Dinge sind. Liest du die fragen nicht richtig durch? Nur meine ich, wer an sich denkt und sich selbst liebt und akzeptiert, wiedos darf der nicht Mitleid mit sich selbst empfinden wenn ihm etwas Schlimmes wiederfährt oder widerfahren ist?

Kommentar von syllis,

Nun, dann hast du, was ich schrieb, scheinbar auch nicht so ganz verstanden.

Hinfallen ist keine Schande, aber Liegenbleiben!!!

Kommentar von linnea3,

Beispiel: ich empfinde Mitleid für die hungernden kinder in Afrika. Ich gehe hin und spende , ich übernehme eine patenschaft, etc. Mein Mitleid hat mich also nicht daran gehindert etwas für die hungernden kinder zu tun. Warum wird das beim Selbstmitleid denn so dargestellt? das ist doch gar keine zwangsläufigkeit. Achtung Denkschablone!

Kommentar von syllis,

Also mein ganz persönlicher Denkansatz ist: Wenn ich mit jemandem Mitleid empfinde, ist es das schlimmste Gefühl, das ich ihm entgegenbringen kann, egal welcher Nationalität, welcher Rasse oder Herkunft er ist... ;) Sehe ich es unter dem Blickwinkel, mich selbst zu bemitleiden, dann achte ich mich mit meiner ganzen Persönlichkeit nicht mehr und respektiere auch mein eigenverantwortliches Handeln nicht mehr, wenn es denn vorhanden war. Auch das hat etwas mit einem gesunden Selbstwertgefühl zu tun, das, wenn ich es habe, mich nicht so weit bringen dürfte, mich selbst zu bedauern. Denn das wäre für mich eine Sackgasse und ist deshalb für andere eher unangenehm, anrüchig und fast schon sinnlos, mir dabei helfen oder mich darin vielleicht noch bestärken zu wollen/ zu können. Das wäre Hilfe am toten Kinde ;)

Kommentar von linnea3,

du achtest also jemanden für den du Mitleid empfindest nicht mehr? wieso das? du achtest die hungernden kinder in Afrika nicht? warum?

Du könntest dich also nicht achten wenn du Mitleid mit dir empfindest? das ist für mich ein ziemlich krankes Denken, muss ich sagen, dass heisst dass du jedes mitleid mit dir selbst abspalten musst, somit kannst du dich selbst auch nicht wirklich lieben.

Kommentar von linnea3,

wo stand etwas von Liegenbleiben? hä`?

Kommentar von syllis,

Sag, was ist dein eigentliches Problem?

Antwort von KatrinKa,
2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Ich bin zwar keine Psychologin, aber ich denke, daß "Selbstmitleid" deshalb als negativ bewertet wird, weil es als ein Zeichen von Schwäche, Selbstaufgabe und Resignation bewertet wird. Jemand, der mit sich im Reinen ist, ein starkes Selbstbewußtsein/Selbstwertgefühl und Stärke hat, wird dieses Gefühl "Selbstmitleid" nicht zulassen.

Wenn ich so in meine Vergangenheit schaue, kann ich mich nicht an nur eine einzige Situation erinnern, in der ich mich selber bemittleidet habe. Ich habe immer nach vorne geschaut und nie zurück.

Kommentar von syllis,

Genau so sehe ich das auch ;))...

Kommentar von linnea3,

du bist auch ein gutes beispiel für die Kollektive neurose und dafür wie dieses :hart wie kruppstahl noch in allen köpfen verankert ist. Du schreibst:Jemand, der mit sich im Reinen ist, ein starkes Selbstbewußtsein/Selbstwertgefühl und Stärke hat, wird dieses Gefühl "Selbstmitleid" nicht zulassen. deine Wortwahl ist schon mal verrätersich. Es nicht zulassen. Was heisst das? das gefühl ist vorhanden, aber es wird unterdrückt. Warum? weil man es sich nicht zugesteht, weil es gesellschaftlich nicht anerkannt ist. Was tun unterdrückte Gefühle? sie wirken aus dem Untergrund, verursachen neurosen und andere psychische probleme. und meine eigentliche frage, warum es zwar wichtig sein soll sich selbst zu lieben, aber nicht anerkannt ist mit sich selbst mitleid zu empfinden, den Widerspruch hat noch keiner aufgelöst. Ihr seid alle sehr in den gesellschaftlichen Vorgaben befangen. Huhu, gibt es hier noch Menschen die selbser denken?

Kommentar von KatrinKa,

Ich rede hier nicht für ALLE, sondern nur für mich. Das ich das Gefühl "Selbstmitleid" für mich nicht zulasse, hat einen ganz bestimmten Grund: Es würde mich nicht weiterbringen, es würde mich bremsen. Ich habe Verantwortung und nur durch "Mit-mir-im-Reinen-sein" kann ich für meine Familie, mein Umfeld die Person sein, die sie brauchen. Und auch ich selber habe somit ein sehr glückliches Leben. Aber wie gesagt, ich rede für mich. Und ich denke selbst.

Kommentar von syllis,

Klasse!!! So soll es ja auch sein. ;)

Kommentar von linnea3,

also unterdrückst du alle gefühle, die dich "nicht weiterbringen"? Traurigkeit? bringt nicht weiter, wird Unterdrückt. Wut? bringt nicht weiter, wird unterdrückt. Selsbtmitleid? dito. Sorry, was dabei rauskommt ist doch ein sich selbst in seinen wesentlichen gefühlen verleugnender mensch, der ein großes psychisches Problem hat. Unterdrückte gefühle machen auf dauer krank.

Kommentar von KatrinKa,

Selbstmitleid ist in meinen Augen kein Gefühl, sondern eher ein Begriff, der mit Depressionen in Zusammenhang steht. Traurigkeit, Wut, Hass oder Freude sind Gefühle, die jeder Mensch in irgendeiner Form hat/hatte.

Kommentar von linnea3,

aber sicher ist Selbstmitleid ein Gefühl, was denn sonst?

Das "selbst" in Selbstmitleid beschreibt doch nur die Person mit der man Mitleid hat. Und Mitleid ist ja wohl ein Gefühl, also ist es Selbstmitleid auch.

Antwort von Aneurysma,
2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

also ich aus der sicht eines angehenden physiotherapeuten kann sagen: selbstmitleid is negativ, weil es heilungsprozesse verlangsamt bzw. neue symptome (meist psychische) mit einbringt. Ein großteil der patienten, die sich ein herz fassen und wieder gesund werden wollen, werden es auch, aber bei demotivierten, in selbstmitleid versinkenden Patienten zieht sich das meist in die Länge (betonung auf meist natürlich kann es auch anders sein aber in der regel ist es so). Selbstmitleid ist ein Stillstand im Denken und der Kopf ist immer dabei, wenn man eine Verletzung/Krankheit überwinden will.

Kommentar von linnea3,

komischerweise sagen aber die meisten Therapeuten den patienten; sie müssen doch jetzt aber auch mal an sich denken! wie geht denn das zusammen?

Kommentar von Aneurysma,

"an sich denken" heißt ja nich sich selbstbemitleiden... also wenn ich sowas sage (hab ich aber nur selten) mein ich: Sie müssen an sich und die Zukunft denken und (jetzt mal ehrlich gesagt) ihren A.rsch bewegen um wieder gesund zu werden ^^ Wir können nicht alleine zaubern, der Patient muss immer mit uns arbeiten

Kommentar von linnea3,

du bist Physiotherapeut, ich sprach eher von psychotherapeuten und die meinen da doch eher was anderes

Antwort von tantelila,
2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Sagen wir so- natürlich darf man sich auch mal selber leid tun, kennt jeder. Aber "an sich selber denken" heißt ja vor allem, zu sehen, was man sich Gutes tun kann,damit es einem besser geht, dann muss man sich auch nimmer selbst bemitleiden...

Kommentar von linnea3,

nein, es heisst nicht nur "sich etwas Gutes tun". Es heisst bei viele psychischen Problemen auch, sehen was einem angetan worden ist und sich das recht herauszunhemen Mitleid für sich selbst zu empfinden, bzw z.B. bei einem missbrauchten Kind, Mitleid für das kind zu empfinden, dass man gewesen ist. Oder sagts du auch zu einer Person die unter Depressionen leidet weil sie als Kind missbraucht wurd, nu hör mal auf zu heulen, du versinkst ja hier in Selbstmitleid? ja, kann ich mir gut vorstellen, das passt in unsere gesellschaft

Kommentar von tantelila,

SUCHST DU WIRKLICH NE ANTWORT? Du hast doch an jeder was auszusetzen, egal, was die User schreiben????

Kommentar von linnea3,

ja. leider ist hier NIemand der wirklich denken kann, traurig. Alle kramen nur irgendwelche Klischees heraus.

Kommentar von KatrinKa,

Falsch: Du hast uns nach unserer Meinung gefragt und die geben wir hier zum Besten. Und ich denke, ich spreche hier für viele: Wenn wir nicht denken würden, würden wir uns über Deine Frage keine Gedanken machen. Du solltest lernen, andere Meinungen zu akzeptieren.

Kommentar von tantelila,

Sehr gut! Und danke auch für das Kompliment, liebe Katrin, weiß keine andere Möglichkeit, Dir ne Nachricht zu schicken LG TL

Kommentar von KatrinKa,

Klick auf mein Profil. Da wirst Du`s sehen. Gruß

Kommentar von linnea3,

ja, aber wirklich schde, dass hier alle in ihren meinungen so völlig gleichgeschaltet sind, ist wirklich ganz schön beängstigend. Und worauf ich wirklich hinauswill, da ist kein einziger drauf gekommen. Ist echt traurig.

Kommentar von KatrinKa,

Worauf willst Du denn hinaus? Vielleicht sind wir hier alle zu verpeilt und verstehen Deine eigentliche Frage nicht.

Kommentar von linnea3,

ich denke, ich hab das hier schon oft genug erklärt und es steht auch oben in der frage, wieso sollte ich das noch einmal wiederholen?

Antwort von mcmomo,
2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

wenn du dir ständig sagen würdest "ich kann nichts", "ich bin nichts" oder "mich brauch keiner"... dann glaubst du igrdendwann daran...und glaub mir, viele menschen verzweifeln so und denken von sich selbst, dass sie schlecht sind.

Kommentar von linnea3,

das ist kein Selbstmitleid, das ist ein geringes Selbstwertgefühl, ein Unterschied.

Kommentar von Rubensstut6,

sowas kann einem aber auch eingeredet worden sein, z.b.von neidischen Eltern, und zwar solange bis Du es selbst glaubst!

Antwort von Fantho,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

Hallo linnea3,

Selbstmitleid hat etwas mit leiden zu tun. Man befindet sich in einer oder begibt sich in eine Opferrole. Dies kann sogar zu psychischen Problemen führen und hat auch nichts mit Selbstliebe zu tun. Egoismus hat etwas mit Selbstliebe zu tun, die aber von destruktiver Art sind (wie z.B. Auch Narzissmus) und somit ebenso nichts mit der Liebe gemein hat. Was Du meintest, ist Mitgefühl (anstatt Mitleid). Mitgefühl für sich lässt auch Mitgefühl für andere zu. Im Selbstmitleid ist man in sich so gefangen, dass man kein Gefühl mehr für andere aufbringen kann. Erst durch das gefühl der Liebe, des Mitgefühls kann man sich und andere verstehen. Deshalb sollte man auch nicht Mitleid mit z.B. hungernden Kindern aufbringen und selbst mit leiden, sondern man sollte Mitgefühl aufbringen. Leid hat eine andere Energie, als Liebe. Sende diesen Kindern (gedankliche) Liebe, und nicht Leid; so wie Dir selbst auch.

MfG Fantho

Kommentar von linnea3,

wenn man nun mal in einer Opferrolle ist? wenn man z.B Opfer von gewalt geworden ist? dann leidet man. Und sicher hat das dann auch mit Selbstliebe zu tun. Jemand der die gesellschaftliche NormSelbstmitleid ist ihhbah übernimmt kann sich nicht zugestehen über das ihm angetane unrecht wirklich traurig zu sein. Er ist ja ein "Opfer" inzwischen zum Schimpfwort mutiert,( was ich als unsinnig ansehe, denn sollte nicht eher "Täter" das Schimpfwort sein?)

Kommentar von linnea3,

wenn man nun mal in einer Opferrolle ist? wenn man z.B Opfer von gewalt geworden ist? dann leidet man. Und sicher hat das dann auch mit Selbstliebe zu tun. Jemand der die gesellschaftliche NormSelbstmitleid ist ihhbah übernimmt kann sich nicht zugestehen über das ihm angetane unrecht wirklich traurig zu sein. Er ist ja ein "Opfer" inzwischen zum Schimpfwort mutiert,( was ich als unsinnig ansehe, denn sollte nicht eher "Täter" das Schimpfwort sein?)
Am Ende wird dein kommentar wirr. War haben jetzt die hungernden kinder damit zu tun? ich sprach von Mitleid mit der eigenen Person. Ordne mal deine gedanken.

Antwort von user1615,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

Man soll auch mal an sich denken,aber nicht immerzu. Man soll an sich denken,im Sinne von etwas an sich/eine Situation zu verbesser und nicht nur daran zu denken ,wie schlecht es einem geht - und das ist das einzige was beim Selbstmitleid passiert,daher ist es negativ.

Kommentar von linnea3,

Frage nicht verstanden

Kommentar von user1615,

Warum wird Selbstmitleid als etwas Negatives angesehen? Weil man beim Selbstmitleid nur daran denkt ,wie schlecht es einem geht und nicht daran ,etwas an der Situation/am Verhalten zu ändern.Der Psychologe sagt:"Man soll an sich selbst denken." Ja ,aber nicht daran ,wie unglaublich arm man dran ist ,sondern daran dass die Situation zwar schlecht ist - aber genau deshalb geändert werden muss.

Kommentar von linnea3,

man kann doch auch Mitleid empfinden und trotzdem etwas an der Situation ändern? das ist doch kein Widerspruch! wenn ich mitleid mit jemand anderem habe, hindert mich dieses mitleid doch auch nicht daran ihm zu helfen? Merkst du langsam in welchen Denkschablonen du gefangen bist?

Kommentar von user1615,

Du redest aber nicht davon Selbstmitleid zu empfinden und anschließend etwas daran zu ändern.Jemand der sich selbst bemitleidet ändert in der Regel nämlich nichts ,sondern bemitleidet sich dementsprechend einfach nur selbst.Man kann einsehen,dass es einem schlecht geht - das ist aber noch lange kein Selbstmitleid.Du kannst dieses Selbstmitleid nicht damit gleich stellen anderen Mitleid gegenüber zu bringen."Man tut sich selbst Leid" - Sagt quasi schon aus ,dass darauf keine Handlung folgt.

Kommentar von linnea3,

nein, ich rede von gar nichts, ich hab einzig und allein den Begriff Selbstmitleid in den raum gestellt, den hier alle interpretieren. bei allen läuft hier anscheinend ein Film im Kopf ab, so dass sie nicht mehr in der lage sind völlig wertfrei über diese Frage nachzudenken.

Folgt auch auf: "Mir tut dieses Kind leid" zwangsläufig keine Handlung? was erzählst du nur für einen Unsinn!!!

Kommentar von user1615,

Was hat das Mitleid zu einem Kind mit Selbstmitleid zutun? Ich selbst möchte nicht bemitleidet werden - weder von mir selbst noch von anderen Menschen.Hier denkt nahezu jeder nach ,wir verstehen auch was du meinst.Nur du hast eine andere Vorstellung von Selbstmitleid und repsektierst unsere nicht.Wer an den Punkt kommt ,sich ernsthaft selbst zu bemitleiden ,findet sich meist mit der Situation ab.Ich verstehe ,wenn du meinst ,dass wir kein Selbstmitleid verspüren wollen ,da wir es als Schwäche sehen.Für mich ist Selbstmitleid aber etwas viel schwerwiegenderes und für mich führt dies auch nicht zu einem Ergebnis.Ich erzähle bestimmt keinen Unsinn.

Kommentar von linnea3,

"Man soll", wie ich Aussagen hasse, die mit !man soll..." beginnen

Kommentar von user1615,

Das ist nicht mein Problem.

Antwort von forever13,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

ich denke mal weil keiner das gerne hören möchte wie jemand sich die ganze ziet selbst bemitleidet ich persöhnlich hätte auch keine lust da drauf und was gutes ist es ja auch nciht lg....

Kommentar von linnea3,

keine Antwort. Meine Frage war ja, warum es allgemein als etwas Schlechtes angesehen wird.

Antwort von FleaBass,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

Hmm ich weiß nicht. Ich finde einen gesunden Egoismus eigentlich gut. Solange man es nicht übertreibt und die Menschheit damit nervt.

Antwort von SunnyMarie,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

selbstmitleid ist was anderes als selbstmitgefühl ... selbstmitleid hindert dich daran, an deiner situation was zu ändern. deswegen finden das die meisten nich gut. selbstmitgefühlt dagegen ist gut und ganz wichtig"

Kommentar von linnea3,

ich sehe keinen Unterschied zwischen Mitleid und mitgefühl

Kommentar von linnea3,

außerdem gibt es den begriff "Selbstmitgefühl" gar nicht

Antwort von Komori,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

Man kann auch Selbstmitleid haben ohne die ganze Zeit herumzujammern und da wird wohl kaum jemand etwas gegen haben. Die Leute sind eben nur genervt, wenn es den ganzen Tag nur "Oh nein, mein Leben ist so schrecklich..." geht und man nichts dagegen tut. Man kann doch auch an sich denken und dabei nicht nur untätig jammern, sondern aktiv etwas gegen seine Probleme machen. :-)

Kommentar von linnea3,

ja, du siehst dass du bei dem Wort Selbstmitleid schon mal ein ganz negatives Bild im Kopf hast. Und genau das meine ich. Leider bist du durch meine Frage nicht wirklich ins nachdenken gekommen, sondern holtst nur die altbekannten klischees aus der kiste.

Kommentar von Komori,

Ich hab gar nichts gegen Selbstmitleid, ich hab nur etwas dagegen, wenn man nichts gegen seine Situation unternimmt. Und gerade diese Untätigkeit in Verbindung mit nach außengetragenen Sorgen ist für die allgemein schlechte Meinung über Selbstmitleid verantwortlich.

Ich bemitleide mich auch regelmäßig selbst, aber dann tu ich was dagegen, da ich zum einen niemanden auf den Keks gehen will und zum anderen -noch viel wichtiger- nicht an der Situation verzweifeln will. Das würde ich dir auch raten.

Kommentar von linnea3,

nun, davon habe ich ja auch nicht gesprochen, du tust so als hätte ich hier eine ganze palette geschildert: jemand jammert, jemand ist unfähig an der Situation etwas zu ändern, etc. Aber das habe ich nicht. Das sind einzig allein deine Assoziationen, die du bei dem Wort "Selbstmitleid" hast. Nimm doch mal die beiden Wort Selbst - Mitleid und denke etwas gründlicher darüber nach. Vor allem lies dir meine frage noch mal durch. Jemand der Mitleid muit sich selbst hat, muss ja nicht unfähig sein, an der Situation etwas zu ändern, das ist mi diesem begriff doch gar nicht ausgesagt, das ist nur das negative Bild in Euren Köpfen, da geht anscheinend gleich ein ganzer Film ab und bei allen derselbe.

Kommentar von Komori,

Normalerweise versteht man aber unter Selbstmitleid einen lethargischen Zustand in dem man ganz in seinem Unglück versunken ist. Wir diskutieren hier nicht über den Ursprung des schlechten Bildes über Selbstmitleid, sondern über die genaue Bedeutung des Wortes und das führt offensichtlich nirgendswo hin.

Kommentar von linnea3,

weil es offensichtlich nicht möglich ist mit menschen über etwas zu diskutieren, die schon von einem Wort ausgehend einen ganzen Film im kopf haben und es ihnen nicht möglich ist ohne Klischess und denkschablonen über etwas nachzudenken

Kommentar von linnea3,

der Begriff Selbstmitleid sagt nicht aus, dass man nichts gegen die Ursachen tut, oder?

Kommentar von linnea3,

der Begriff Selbstmitleid sagt nicht aus, dass man nichts gegen die Ursachen tut, oder? und ich hab dich auch nicht gefragt, wie du selsbtmitleid findest. Vielleicht solltest du doch nicht nur die Überschriften lesen, wir sind hier nicht bei der BILD_Zeitung

Kommentar von Aneurysma,

Ich find die diskussion langsam auch n bissel komisch... na deiner fragestellung müsste man auch fragen, warum trauer, schmerz oder angst als etwas negatives angesehen wird. Es liegt nun mal in der Definition des Wortes, dass es was negatives ist.

Kommentar von linnea3,

nein, zwischen Trauer und Selbstmitleid ist ein gewaltiger unterschied. Trauer beinhaltet traurigkeit, etwas per se negatives. "Selbstmitleid" beinhaltet das "selbst" und das "Mitleid", wo siehst du denn da das negative?

Kommentar von Komori,

Jaja, ich bin ein dummer Bild-Leser, weil ich nicht deine Meinung teile. Mit so jemandem wie dir kann man nicht diskutieren. Darum verabschiede ich mich jetzt aus diesem Gespräch. Es führt zu absolut gar nichts.

Antwort von Rubensstut6,

Ey,

Leute die sich des Selbstmitleids befleissigen suchen die Schuld für ihr vermeintliches Elend auch sehr gerne bei anderen, etwa den Kindern denen sie unterstellen, sich zu wenig um sie zu kümmern oder aber ihnen zuviel Ärger bereitet zu haben, obwohl das zum Einen nicht stimmt und zum anderen nur ein Vorwand ist hinter dem sich der wahre Grund verbirgt. Im Übrigen konnten sich Kinder nicht von allein zur Welt bringen! Hinzu kommt das in dieses Selbstmitleid dann die Umwelt mit einbezogen wird, die Öffentlichkeit wird als Theaterbühne missbraucht, z.b. im Krankenhaus wo man sich immer wieder wegen irgendwelcher Scheinkrankheiten einweisen lässt, bis man wirklich krank ist, und, und, und!

LG

Antwort von AlexSchw,

Eine Definition von Selbstmitleid ist zum Verständnis nötig. Denn unter Selbstmitleid verstehen nicht alle das gleiche:

 

(Input) Wahrnehmung eines Ereignisses:

1.1 Ein Ereignis findet statt.

1.2 Das Ereignis wird wahrgenommen.

 

(Verarbeitung) Es folgt eine persönliche Einschätzung des Ereignisses als:

2.1 auf  mich bezogen

2.2 negativ

 

(Output) Es folgen Reaktionen:

3.1 Leiden. (Selbstmittleid)

3.2 Weitere Reaktionen.

 

 

Mein Fazit: Selbstmitleid ist etwas gutes.

Begründung: Angenommen Selbstmitleid wäre nicht gut. Dann wäre es folglich nicht gut bei einem Ereignis wie oben von mir festgelegt, ein Leidensgefühl zu erfahren. Das ist aber ein Wiederspruch. Denn Das Leidensgefühl ist eine wichtige Reaktion des Körpers, welches uns die Fähigkeit gibt, zu realisieren, dass etwas falsch gelaufen ist.

 

 

Jedoch bleiben Einflussfaktoren übrig.

Alle Punkte, ausser Punkt 1.1 besitzten einen gewissen Spielraum.

 

Beispiel zu Punkt 1.2:

Zur Wahrnehmung eines Ereignisses haben wir nur unsere Sinne. Deren Funktionalität unterliegt Schwankungen. Eine weitere Rolle spielt der Ort, an dem wir uns befinden, während ein Ereigniss stattfindet.

 

Beispiel zu Punkt 2.1 und 2.2:

Von zwei unterschiedlichen Personen kann das gleiche Ereignis unterschiedlich bewertet werden. So kann beispielsweise eine Aussage einer Person negativ, neutral oder positiv interpretiert werden.

 

Beispiel zu Punkt 3.1:

Mit Leiden, unter den Vorraussetzungen aus den vorhergehenden Punkten, ist das Selbstmitleid gemeint.

Die Intensivität des Leidens kann variieren.

 

Beispiel zu Punkt 3.2:

Als weitere Reaktion kann Wut empfunden werden. Weiterhin kann sich auch ein Aktionsdrang entwickeln. Es können auch Verhaltensmuster ausgelöst werden. Dazu gehört auch krankhaftes Verhalten.

 

 

Ich möchte darauf hinweisen, dass ich keine externen Quellen für diesen Beitrag benutzt habe. Damit ist dieser Beitrag nicht als wissenschaftlich anzusehen.

Antwort von schwarzepupille,

Natürlich ruft Selbstmitleid eine negative Empfindung hervor. Das wird schon in dem Wortstamm deutlich "mit Leid". Für mich bedeutet es also, dass ein wie auch immer geartetes Leid gibt und ich nehme an diesem Anteil, ich leide mit. Leiden ist immer negativ, was wohl jedem klar sein sollte. Und Leiden lähmt den Menschen (ob nun auf körperliche oder seelische Weise).

 

Ich weiß, dass das noch nicht deine Frage ist, aber ich halte diesen Einstieg für sinnvoll. Wenn ich über solche Sachen nachdenke, überlege ich mit vorher die Worte kommen, die den Sachverhalt beschreiben. Die Verbindung des "Mitleidens/Mitfühlens" findet man nicht nur in der deutschen Sprache (spanisch: compasivo; im englischen: compasionate, usw.). Diese Sprachen sind ja noch alle recht "neu", aber sie sind teilweise aus ähnlichen entstanden (bestes Beispiel ist hier ja wohl Latein). Ich gehe also davon aus, dass dieses Gefühl, was der Mensch empfinden kann, schon seit Hunderten von Jahren als "Mitleid/Mitgefühl" bezeichnet wird. Natürlich stellt sich hier die Frage nach dem Unterschied zwischen Mitleid und Mitgefühl, ich finde dieser wurde hier schon deutlich dargestellt.

Mitleid ist also schon von dem Wort her mit negativen Assoziationen besetzt -eigentlich. Ich denke, dass es hier problematisch geworden, liegt an dem Sprachwandel. Mitleid und Mitgefühl werden synonym genutzt - eigentlich. So bekommt das "Mitleid" eine positivere Bedeutung - man fühlt mit, man nimmt Anteil, man ist aktiv, obwohl "mitleiden" eigentlich bedeutet, dass man sich von dem Leid überwältigen lässt und resigniert. Diese eigentliche Assoziation bleibt in dem Wort "Selbstmitleid" hängen.

Meine weiteren Gedanken hierzu wurden schon treffend genannt.

 

Es schade finde ich, dass bei einer solch interessanten Frage, die man so vielen Blickwinkeln betrachten kann, keine Diskussion aufkommen kann. Ich selbst bin auch ein Mensch, der recht beharrlich bei seiner Meinung verweilt und sich nur durch aussagekräfte Argumente überzeugen lässt, was ich nicht für eine schlechte Eigenschaft halte. Jedoch muss man sich auch eingestehen können, dass andere Meinungen ebenfalls "wahr" sein können (das gibt es sogar in der Wissenschaft, der Methodendualismus), den niemand kann für sich die völlige Wahrheit beanspruchen. Wahrheit ist meiner Meinung nach, immer relativ und niemals absolut.

 

Deine Unterstellungen, dass alle Menschen noch das Gedankengut der Nationalsozialisten (und das was du hier, davon erwähnst, mag vielleicht ein bekannter Ausspruch sein, aber gewiss wurde diese Ideologie schon weit vor den Nationalsozialisten weltweit gepredigt (hier meine ich natürlich, dieses Stark-sein, keine Schwäche-zeigen). Es ist also kein reines nationalsozialistisches Gedankengut. Ich will hier bestimmt nicht, irgendwelche Ideologien rechtfertigen. Ich halte es nur für eine fast schon diskriminierende Behauptung, dass ich ein Neonazi sei. Wahrscheinlich nur, weil ich deutsch spreche? So scheint mir deine Behauptung aufgebaut zu sein und daher empfinde ich sie als völlig fehl am Platz und unrelevant. Solltest du es ganz anders gemeint haben, kannst du es mir gerne erklären. Vielleicht habe ich etwas falsch verstanden.

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