Frage von bronxed, 110

Warum wird #ProudToBe so schlecht bewertet?

Das heute hochgeladene Video von YouTube selbst über Homosexualität hat so schlechte Bewertungen... warum? https://www.youtube.com/watch?v=dtCyepuLt8Q

Antwort
von 261201, 70

Nun ja, also ich bin selbst schwul, aber glaube nicht dass man so eine große Sache daraus machen soll, das ist vollkommen egal. Aber wer's machen will macht's eben, und damit kommen viele nicht klar. Deshalb auch die tausenden Disslikes. Man kann auch gut an den Kommentaren sehen, wie Leute darüber denken. Eine Person hat z.B. geschrieben "I'm proud to be german!", und setzte im nachhinein Homosexualität mit Inzest usw. gleich.

Antwort
von neutronensternX, 18

Ganz unbestritten stammt ein Teil der negativen Bewertungen und Kommentaren von Leuten mit homophoben Ansichten, erklärt aber nur einen kleinen Teil der starken Ablehnung, die dieses Video erfährt.

Das zugrundeliegende Problem ist hier viel mehr, dass das Video die Aussage trifft, dass Geschlecht ein rein kulturelles Konstrukt sei das ausschließlich durch Erziehung definiert wird und nichts mit biologischen/genetischen Voraussetzungen zu tun hat.

Dies ist nicht nur eine absolut haltlose und durch und durch unwissenschaftliche Aussage, die zudem schon durch etliche Experimente seit den 60'ern vollumfänglich widerlegt wurde (mit furchtbaren psychologischen Auswirkungen für die beteiligten Probanden), es sind vor allem die auf Basis dieser Ideologie getroffenen Implikationen für unsere Gesellschaft die schädlich und hoch gefährlich sind.

Vorangetrieben von kulturrelativistischen Kreisen in westlichen Hochschulen, im Rahmen der sogenannten Gender Studies und sogenannten Gender Feministen, wird hier versucht alle gesellschaftlich bestehenden Unterschiede zwischen Männern und Frauen auf systematischen Sexismus und Unterdrückung zu reduzieren.

Dinge wie die unterschiedliche Verteilung von Männern und Frauen in verschiedenen Berufsgruppen, sind demnach ausschließlich durch systematische Unterdrückung/Sexismus oder dem ominösen Patriarchat zu erklären, dessen Beseitigung durch Umerziehung der (maßgeblich männlichen) Bevölkerung als einzige Lösung angesehen wird.

Das Männer und Frauen eigene und voneinander abweichende Entscheidungen zur persönlichen/beruflichen Entwicklung treffen, die diesem feministischen Idealbild zuwiderlaufen, wird vollkommen ausgeblendet oder im Falle von Frauen, die einen traditionellen Beruf einschlagen oder sich für konservative Rollenverteilungen in der Partnerschaft entscheiden, werden sie als systematische unterdrückt bezeichnet oder als Komplizen bzw. Opfer des Patriarchats marginalisiert.

Wie du an meiner Antwort sehen kannst, ist die kulturelativistische Betrachtung von Geschlechtern in erster Linie eine feministische Argumentationslinie und keine maßgeblich aus der LGBT Bewegung stammende. Aber genau dieser Umstand ist die Ursache für die extreme Ablehnung, die dieses Video erfährt.

Viele Menschen, mich eingeschlossen, die sogar ausgesprochene Unterstützer von Gleichberechtigung und LGBT Rechten sind, haben den Eindruck das YouTube im Fahrwasser des Orlando Massakers die berechtigten Anliegen der LGBT Bewegung missbraucht um ihre eigene regressiv, pseudo-liberale Propaganda zu verbreiten und das darüber hinaus ganz bewusst versucht wird, diese offensichtliche Lüge gegen jede berechtigte Kritik zu schützen indem alle Kritik pauschal als Homophob, Sexistisch oder Transphobisch diffamiert wird.

YouTube hat meiner Meinung nach der LGBT Community einen Bärendienst erwiesen und sich klar auf Seiten einer marxistisch, leninistischen Ideologie gestellt, was für ein Portal das sich als Medium der digitalen Meinungsfreiheit sieht, absolut verwerflich ist.

Antwort
von johncena361, 44

soll ich mich jetzt hinstellen und sagen dass ich stolz darauf bin weiß zu sein? oder dass ich atheist bin? nein, wieso auch. wäre doch vollkommen unnötig.

genauso ist es mit den homosexuellen. wer keinen stock im hintern hat weiß, dass mit homosexualität absolut nichts verkehrt ist. ich betrachte einen homosexuellen menschen als gleichwertig, die sexuelle richtung sagt ja nichts über charakter, intelligenz etc. aus. von daher ist es für mich völlig unnötig sich dadurch zu profilieren. im gegenteil: alles aufmerksamkeitssuchende. oder mobbingbetroffene, die ihre vergangenheit kompensieren müssen indem sie soetwas veranstalten..

die meisten von denen im video reiben es ja allen förmlich unter die nase.. nervt langsam.

außerdem... gibt es im moment brenzlichere und weitaus wichtigere themen als wenn homosexuelle stolz auf ihre sexuelle orientierung sind..

die thematik, dass homosexualität mehr toleriert wird wird mit diesem video ins lächerliche gezogen. wie die meisten sich hier zeigen zeigt nicht die allgemeine homosexualität in der realität, wie ich finde.. ich kenne homosexuelle die sich nie im leben so ausdrücken oder kleiden würden.. sie meinen, dass unter denen auch viele nichthomosexuelle sind, die nur aufmerksamkeit suchen, indem sie sich abgrenzen.

alles überdramatisiert wie der feminismus. homosexualität und feminismus hatten früher eine andere bedeutung und sinn als heute. heute ist alles nur zum profilieren da.

ist zumindest wie ich das ganze sehe.

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