Frage von ReTrig, 136

Warum wird nicht für die nächsten 1-2 jahre mal ein Gesetz durchgestzt, dass man nur noch Elektroautos kaufen kann?

Ich weiss, dass für 2020 was geplant sein soll aber das geht doch auch schon früher

Antwort
von randomhuman, 35

Es ging dabei um das Jahr 2030 und nicht um das Jahr 2020. Es gibt bisher leider noch nicht genug E-Autos, um den Bedarf von heute auf morgen zu decken.

Die angepeilten 14 Jahre sind aber mehr als genug Zeit, um einen Übergang zu schaffen. Wenn die Autohersteller jetzt nicht handeln, dann brauchen sie sich in ein paar Jahren nicht wundern, dass sie die Gesetze nicht mehr einhalten können. Aber hier in Deutschland ist das ja eh nicht so wichtig. Die Politik steht massiv hinter der Autolobby. Die Politik setzt sogar Forderungen der Lobby in Brüssel um weiter Lücken und Tricks bei den Normverbräuchen zu dulden usw...

Die E-Autos werden kommen. 2020 wird ungefähr der Tipping Point sein und ab 2030 werden die meisten neuzugelassenen Autos einen elektrischen Antrieb haben. Ein Gesetz zu erschaffen, um allen vorzuschreiben, was sie kaufen sollen finde ich insofern unnötig, weil der Markt sich selbst entwickeln wird. Es bedurfte zwar einen Anschubser von der Politik aber ich denke der Wandel ist nicht mehr aufzuhalten auch durch Tesla...

Kommentar von don2016 ,

@randomhuman...wieder mal echt gut formuliert...ich hoffe du bekommst auch etwas "Tantiemen" von Tesla für deine guten Vorgaben, hättest du verdient...liebe Grüße aus Köln

Expertenantwort
von realfacepalm, Community-Experte für Klimawandel, 2

Dafür dauern die notwendigen Abläufe und Umstellungen zu lange.

In Deutschland wurde 2015 alleine 3,2 Millionen  Personenkraftwagen (Pkw) neu zugelassen. http://www.kba.de/DE/Statistik/Fahrzeuge/Neuzulassungen/n_jahresbilanz.html

Davon waren gerade mal 12.363 Stück Elektrofahrzeuge. Das müsste sich also von hier auf jetzt auf das über 250fache verfielfachen.

Dafür fehlen den Herstellern die Kapazitäten, die Fertigungsstraßen, die Zulieferer die das in der Anzahl könnten, die Fachleute etc.pp....
Dazu kommt die fehlende Infrastruktur an Ladeplätzen, Stromversorgung etc.pp.

Im Gegenzug fallen jede Menge Arbeitsplätze und Bauteile weg - so hat eine Elektroauto über 1000 Teile weniger (und dabei vor allem bewegliche Teile im und am Motor).

Jede Menge Arbeitsplätze im Motoren- und Getriebebau fallen weg, die nicht einfach von den neuen Lieferanten übernommen werden können, da sie ein völlig andere Ausbildung brauchen.

Die Anzahl an Tankstellen für Benzin/Diesel wird sinken, die neuen Ladeplätze müssen entwickelt, geplant, mit Stromleitungen versorgt und montiert werden.

Das Ganze wird eine gewaltige Umwälzung bedeuten - vor allem in Deutschland, das sich jahrelang auf seinen Premium-Spritschleudern ausgeruht hat und sich statt dem Wettbewerb zu stellen, Sonderregeln durch die Politik hat machen lassen.

Wir leben in interessanten Zeiten.....

Antwort
von SpitfireMKIIFan, 50

Weil man innerhalb von 1 bis 2 Jahren nicht die Produktionskapazitäten bereitstellen könnte für E-Autos. Monatlich werden in Deutschland ca. 250.000 PKW neu zugelassen, und nur ungefähr tausend davon sind E-Autos.

Die Firmen müssten also ihre Produktionskapazität um den Faktor 250 vergrößern. Es ist schon zweifelhaft genug, ob das innerhalb der nächsten 2 Jahrzehnte möglich ist.

Weiterhin ist das Angebot an E-Autos begrenzt, die Reichweite und vor allem Aufladedauer praxisuntauglich und bevor nicht der allergrößte Teil des Stroms aus erneuerbaren Energien gewonnen wird, hat es auch aus Sicht der Umwelt kaum Vorteile, ein E-Auto zu fahren.

Antwort
von Gummibusch, 52

Als ernsthafte Gründe fallen mir ein:

1. Die Umstellung für die Automobilindustrie wäre zu hart, es würde Massenentlassungen geben.

2. Als ebenso gewichtig erachte ich den Umstand, daß es für dieses Szenario zu wenig Strom produziert wird und in absehbarer Zeit auch nicht genügend werden kann.

Man bedenke hierbei auch die Folgen eines Atomausstiegs!

3. Die noch mangelnde Praxistauglichkeit da die Akkutechnik noch nicht weit genug ist. Theoretische Angaben und Prahlwerte zählen hier nicht, nur Fakten!

4. Die Auswirkung auf die bestehende Infrastruktur und die mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit ansteigenden Kosten kämen einer Enteignung der Besitzer herkömmlicher Fahrzeuge gleich.

Kommentar von randomhuman ,

1. VW macht doch eine gute Umstellung vor. Das wird alles sozialverträglich ablaufen die 23000 Menschen in Deutschland zu entlassen. Da werden die Älteren früher in die Rente geschickt mit einer Art Gleitzeit. Zudem schafft VW zusätzlich 9000 Arbeitsplätze. Außerdem sind Arbeitsplätze kein Argument. Mit dem Argument gäbe es nämlich keinen Fortschritt. Dann wäre sowas wie Massenproduktion nicht möglich, weil es ohne Maschinen, die den Menschen ersetzen nicht funktioniert.

2. Diesen Umstand erachte ich für falsch. Es gibt nicht von heute auf morgen 40 Millionen Elektroautos und wenn das so wäre, dann bedeutet das maximal 20% mehr Stromverbrauch. Das ist aber sehr hochgegriffen, weil das in den nächsten 10-15 Jahren nicht eintritt. Also mehr als genug Zeit, um das Stromnetz fit zu machen.

3. Die Praxistauglichkeit ist schon immer mehr gegeben. Autos mit 300-400km kommen heute auf den Markt. Spätestens 2020 sind Autos mit 500-600km Standard.

4. Inwiefern?

Antwort
von feinerle, 48

Ach ja?

Und wie kauft man dann ein Auto, das 4 Personen samt Schlauchboot nach Südspanien bringt?

Und zwar so, dass die noch dort ankommen, bevor der Urlaub rum ist?

Das wird eines Tages kommen. Bis dahin wird noch einiges Wasser den Rhein runterlaufen, in der Zeit man die Technik verfeinern und erheblich verbessern wird, z.B. Ladezeiten von 5 Minuten für 800 km Reichweite, dann wird das sicherlich gemacht.

Antwort
von Tellensohn, 57

Salue ReTrig

Da müsste die Batterieentwicklung aber noch gewaltige Fortschritte machen. Solange in Deutschland auch nur noch ein einziges Kohlekraftwerk läuft, wäre es auch ein absoluter Blödsinn. Betrachtet man nämlich die gesamte Energiekette, sieht diese mit Strom bedenklich schlecht aus.

Mit dem heutigen Strommix in Deutschland, würde man alles auf CO2 umrechnen, würde ein Tesla so um die 12-14  Liter/100 km  Benzin verbrauchen.

Zusätzlich sind heutige Elektroautos viel zu schwer. Da muss zuerst ein Umdenken bei den Konsumenten stattfinden. Im Moment dürfte da gerade die Deutsche Autoindustrie wenig Freude an solchen Plänen haben.

Dazu kommt, dass es eigentlich nur noch ein einziges Land auf der Welt gibt, in dem man auf den Autobahnen theoretisch unbegrenzt schnell fahren darf. Gäbe es ein Begrenzung auf z.B. 160 km/h würden wohl die Gründe weg fallen 400 PS Autos, die 2 Tonnen schwer sind, zu kaufen.

Die Pläne, ganz auf Elektroautos umzustellen, sind Visionen. Nett, aber unrealistisch.

Es grüsst Dich

Tellensohn

Kommentar von randomhuman ,

Deine Rechnung oder die Quelle zur Behauptung von 12-14 Liter würde ich gerne mal sehen? Nur rein aus Interesse. 

Der Verbrauch eines Tesla beträgt um die 20kWh also etwas mehr also ungefähr 2,5l Benzin. Wo kommen denn die restlichen 10 Liter her. Ich weiß du legst den Strommix zugrunde aber das verstehe ich trotzdem nicht. Schließlich werden Benzin und Diesel ja mit genau demselben Strommix hergestellt.

Kommentar von Havenari ,

um die 20kWh also etwas mehr also ungefähr 2,5l Benzin

Das gölte, wenn ich denn das Benzin mit einem Wirkungsgrad von 100 Prozent umwandeln könnte. In der Praxis schafft das aber weder der Ottomotor im Auto, noch erzeugen die Kraftwerke im Mix Energie mit diesem Wirkungsgrad.

Um die 20 kWh für den Tesla in die Steckdose zu bringen, müssen die Kraftwerke also Kohle/Öl/Gas/Atome mit etwa dem dreifachen Energieinhalt verfeuern. Damit käme man auf ein "Benzinäquivalent" von 7,5 Litern.

Kommentar von randomhuman ,

Um 1 Liter Benzin herzustellen braucht es ja aber schon 1,2kw/h an Strom. Ein vergleichbares Auto zum Tesla verbraucht 10 Liter. Mit den 12kw/h an Strom fährt der Tesla aber schon deutlich über 50km Wie kann es also effizienter sein an dieser Stelle einen Verbrenner zu nehmen. Der Treibstoff ist ja noch gar nicht für den Verbrenner da und muss zusätzlich noch in einem Diesel Tanklaster zur Tankstelle gefahren werden.

Ölkraftwerke gibt es in Deutschland nicht. Außerdem gibt es zusätzlich noch Erneuerbare und wenn man eine eigene Solaranlage hat, so steigert man den Verbrauch an erneuerbarem Strom noch weiter.

Kommentar von Havenari ,

Gäbe es ein Begrenzung auf z.B. 160 km/h würden wohl die Gründe weg fallen 400 PS Autos, die 2 Tonnen schwer sind, zu kaufen

...wie man ja eindeutig in den USA und China erkennen kann^^

Antwort
von Noisteuq, 68

1. Die industrie muss sich umstellen

2. Den Ölscheichs / der Kraftstoffindustrie gefällt das überhaupt nicht

3. Elektroautos brauchen noch bessere Entwicklung was Reichweite oder Haltbarkeit der Batterie angeht

4. Es gibt noch keine Schnelllademöglichkeit

Es gibt bestimmt noch viel mehr gründe :).

Antwort
von Havenari, 12

Coole Idee. Und am Tag darauf entlassen VW, Opel, Ford, Mercedes, BMW und wie sie alle heißen 90 Prozent ihrer Mitarbeiter. Das gilt in der Folge natürlich auch für die Zulieferer.

Heißa, das wird lustig.

Kommentar von randomhuman ,

So wird es wohl kommen. VW hat heute angekündigt bis 2025 aufgrund der Zukunftsstrategie 23000 Stellen zu streichen. Jetzt haben sie genug Übergangszeit für die Mitarbeiter, um das alles möglichst human abzuwickeln. Einige Zuliefer stellen sich auch schon um und haben zumindest konkrete Pläne wenn es irgendwann keine Verbrenner Produktion mehr geben wird. Die Arbeitsplätze werden an anderen Stellen schon neu geschaffen werden. Der Arbeitsmarkt war schon immer im Wandel.

Antwort
von Nordseefan, 35

Weil:

- Elektroautos einfach noch nicht ausgereift sind ( "Tankstellen" Reichweite etc)

- die Öllobby ihre Finger mit im Spiel hat

- die Autoindustrie sich nicht so schnell umstellen kann

Desweitern ist das mit 2020 keineswegs Spruchreif

Antwort
von xXNachtschatten, 15

Habt Ihr in der Kirche eine Rollschuhbahn?

Antwort
von Gummibusch, 37

Chancen sähe ich nur wenn wir Konsumenten uns von unserem hohen Komfortanspruch lösen könnten und die freie und individuelle Mobilität zu schätzen lernen wüßten.

Ich bezweifle nur die Bereitschaft dazu, die Bequemlichkeit eines rasenden,  belederten Wohnzimmers mit allem elektrischen und elektronisch gesteuerten Firlefanzes auf dem Altar der Vernunft zu opfern.☺

Kommentar von Gummibusch ,

Nachtrag...so wäre es auch gar nicht nötig sich ausschließlich auf Elektromobilität zu beschränken, das wäre eh nicht sinnvoll!

Antwort
von KenGen, 58

Erstens weil da die Ölkonzerne die Finger im Spiel haben, zweitens gibts nicht genug Angebot und drittens ist es schwer soetwas durchzubringen das mit 2020 kann man auch nicht wirklich ernst nehmen.

Antwort
von jbinfo, 24

Weil es nicht realistisch ist. Mehr muss man darüber gar nicht diskutieren. Das E-Auto ist nicht das Ei des Columbus.

Antwort
von Lexa1, 54

Das wäre ein Mistgesetz. Denn dafür gibt es in Deutschland noch keine Infrastruktur.

Kommentar von ReTrig ,

Aber das lässt sich doch theoretisch durchsetzen 

Kommentar von Lexa1 ,

Theorie und Praxis ist ein Unterschied.

Kommentar von SpitfireMKIIFan ,

Theoretisch könnten wir auch eine Kolonnie auf dem Merkur gründen...

Antwort
von wollyuno, 26

weil dann deutschland pleite ist was alles dranhängt

Expertenantwort
von Skinman, Community-Experte für Auto, 25

Weil es dann zum Aufstand kommen würde.

Oder mindestens zur Abwahl von Merkel (was ja fast schon das Gleiche ist, hierzulande.)

Antwort
von Kefflon, 39

1. Es gibt nicht genug Autos für alle.

2. Diese Autos sind teuer, sehr teuer.

Kommentar von randomhuman ,

Das lässt sich ja in Zukunft ändern oder nicht? Mobiltelefone waren am Anfang auch mal sehr sehr teuer.

Antwort
von Lukomat99, 47

Weil dann die Ölmilliardäre kein Geld mehr schäffeln können.

Sie wehren sich mit Händen und Füssen gegen die Autos die nicht mit Benzin funktionieren.

Mit freundlichen Grüssen

Antwort
von Ketzer84, 49

Eben nicht, erstens hat die Regierung nicht das recht vorzuschreiben was gekauft wird und was nicht.

Zweitens, haben wir dafür garnicht die Infrastruktur, wo willst du die Dinger aufladen?

Das ist alles eine Nullnummer gewesen mit der Elektromobilität

Kommentar von randomhuman ,

Gewesen? Das geht grade erst richtig los. In 10 Jahren wird es eine beachtliche Anzahl an Elektroautos auf der Straße geben, weil die Verbrenner die immer strenger werdenden Grenzwerte nicht einhalten können. Denk mal realistisch.

Kommentar von Ketzer84 ,

Ja aber die Elekro Dinger wird keiner kaufen wollen.

Kommentar von randomhuman ,

Ich sehe, dass du dich nicht sonderlich mit der Materie beschäftigst. Es führt in der Zukunft kein Weg am elektrischen Antrieb vorbei. Die Verbrennungsmotoren sind zu Ende entwickelt. Jetzt versucht man nur noch mit verkorksten 3 Zylindern irgendwelche Regulierungen einzuhalten. Alles Schwachsinn.

Kommentar von Ketzer84 ,

Und ich sehe das du dich nicht mit Physik auskennst weil die Speichertechnologien noch nicht entzwickelt sind und du keine Infrastrucktur hast für Eletromobilität!

Kommentar von randomhuman ,

Die Speichertechnologie kommt mehr als gut voran. Man sieht doch, dass das Auto von Opel eine ordentliche Reichweite hat oder der Tesla oder die Zoe. Es gibt Milliarden Steckdosen also lass uns nicht über die Infrastruktur reden. Schnellladesäulen gibt es auch immer mehr. Deine Argumente sind sowas von 2010. Eine Ausnahme ist Tesla, die schon heute ein ausgezeichnetes Netzwerk haben.

Kommentar von Ketzer84 ,

Wenn 300Km weit ist für dich und du 12 Std. Akku laden möchtest an der Haushaltssteckdose, 7 Stunden am Starkstrom oder 6 Stunden and der Schnelladesäule viel spass. Zum einen bedanke unsere Stromversorgung wird vollends Volatiler und mit mehr Verbrauchern (E-Autos) wird es auch nicht besser. Und das die Speichertechnologie Fortschritte macht wäre mir neu, ich hab nämlich gelesen das sie momentan in der Sackgasse sitzen mit der Entwicklung. Und deine Argumente sind sowas von 1980 ;)

Kommentar von randomhuman ,

Du hast absolut keine Ahnung. Was stört es mich, dass mein Auto nach 10h am nächsten Tag über Nacht voll geladen ist. Was stört es mich wenn mein Auto auf der Arbeit in 8h vollgeladen ist. Es steht eh nur da. An einer Schnellladesäule steht man für gewöhnlich eine halbe Stunde. Ich weiß nicht wo du die 6h her hast aber das disqualifiziert dich sowas von als Diskussionspartner. Deine Argumente sind nicht korrekt. Es werden ständig Fortschritte gemacht auch wenn diese nur klein sind. Tesla baut in das Model S auf gleicher Größe mittlerweile 100kWh Akkus ein. Früher waren da 85kWh. Das ist eine Steigerung in der Energiedichte.

Antwort
von xXNachtschatten, 6

unter 14 darf man das heut schon fahren, bockt aber nich

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