Frage von Torranto, 266

Warum wird mir das Leben so schwer gemacht?

Ich bin mittlerweile fast 31 Jahre und mir werden im Leben viele Steine in den Weg gelegt. Ich bin chronisch krank, sowohl körperlich als auch psychisch. Körperlich: Osteoporose (durch Vitamin-D Mangel in der Kindheit/Jugend) und Restless-Legs-Syndrom. Und psychisch: Angststörung und Schlafstörungen

Um es kurz zu machen: Bei mir helfen nur bestimmte Medikamente und genau diese Medikamente werden von Drogen-abhängigen sehr gerne missbraucht. Was widerrum bedeutet, dass fast alle Ärzte denken, ich wäre ein Drogen-abhängiger und somit verschreiben sie mir diese Medikamente nicht. (Benzodiazepine und Opioide)

Da die Ärzte mir das nicht verschreiben, muss ich mir diese Medikamente anderweitig besorgen, was sehr teuer ist. Und ich bekomme nur Grundsicherung.

Jedenfalls, ich hab die Faxen mittlerweile so dicke. Nur weil Drogenabhängige diese Medikamente missbrauchen, kann es doch nicht sein, dass mir als kranker Mensch diese Medis nicht verschrieben werden. :-/

Hat jemand einen Rat?

Antwort
von LiselotteHerz, 128

Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass es keinen Arzt gibt, der Dir nicht etwas gegen Deine Angst- und Schlafstörungen verordnet.

Fragst Du vielleicht gezielt nach Opioiden? Dann ist es kein Wunder, dass die Ärzte da skeptisch reagieren. Tramadol z.B. wird nur bei sehr starken Schmerzen verursacht und ich wüsste jetzt nicht, warum Du bei Deinen Erkrankungen unerträgliche Schmerzen haben solltest.

Osteoporose haben viele Menschen, das ist kein Grund, regelmäßig ein Medikament einzunehmen. Da ist es weit sinnvoller, regelmäßig Vitamin D3 in Kombination mit Vitamin K2 einzunehmen. Letzeres ist wichtig, das wird auch von vielen Ärzten nicht berücksichtigt.

https://www.vitaminexpress.org/de/vitamin-d-und-vitamin-k-kombinieren

lg Lilo

Antwort
von Negreira, 83

Meinst Du, Du wärst der einzige Mensch mit Osteoporose, Schmerzen und Grundsicherung? Und warum sollten die Ärzte so von Dir denken?

Vermutlich bist Du nicht bereit, die ggf. anders therapieren zu lassen. Manchmal haben Ärzte auch Ahnung von dem, was sie tun, und verschreiben bessere Medis. Wer aber schon so weit ist, daß er sich die Pillen "woanders" holen muß, und dafür teures Geld zu zahlen bereit ist, macht sehr schnell einen süchtigen Eindruck. Ich habe bei meinen Ärzten überhaupt kein Problem, sie zu bekommen

Kommentar von Torranto ,

Bist du Ärztin?

Kommentar von Negreira ,

Ist diese Auskunft für meinen Kommentar wichtig? "Nebenbei" bin ich bin seit Jahren selbst Schmerzpatientin mit verschiedenen schwersten gesundheitlichen Baustellen, u. a. auch Osteoporose und Morbus Crohn in besonders schwerer Form, mein Budget ist nicht größer als Deines.

Meinen Beruf mußte ich deswegen aufgeben, glaubst Du, das machte mir Spaß?

Kommentar von Torranto ,

Ich fühle mit dir. :-/ Aber du könntest mir doch helfen, denn du bist ja immer noch Ärztin (auch wenn du nicht mehr arbeitest). Du könntest mir Rezepte ausstellen für Medikamente, auf die ich angewiesen bin.

Kommentar von Torranto ,

Und noch eine Frage:

Du kannst doch als Ärztin dir selber Medis verschreiben. Warum gehst du dann zu Ärzten?

Kommentar von Negreira ,

Ganz einfach: Weil ich nicht alle Dinge selbst behandeln kann, oder bin ich in der Lage, mir selbst in Narkose z. B. Magen oder Darm zu operieren?

Antwort
von kuchenschachtel, 156

Such dir einen wirklich guten Arzt. Verlang von ihm, dass er dich wirklich untersucht, (hast du nicht irgendwo Zettel wo die Krankheit bestätigt wird?) und Überzeugung ihn dass du diese Krankheiten wirklich hast. Dann kannst du dir die Medikamente regelmäßig von ihm verschreiben lassen :)

Antwort
von Ostsee1982, 74


Was widerrum bedeutet, dass fast alle Ärzte denken, ich wäre ein
Drogen-abhängiger und somit verschreiben sie mir diese Medikamente
nicht. (Benzodiazepine und Opioide)

Dass das fast alle Ärzte denken, ist Unsinn. Ich glaube du interpretierst da etwas in deren Worte hinein was sinngemäß nicht wiedergegeben wird. Du bist nicht der einzige Mensch mit Angst- und Schlafstörungen und auch nicht der einzige der Benzodiazepine und Opioide verschrieben bekommt. Das man bei schweren Medikamenten vorsichtig umgeht, ist klar, auch, dass gerne auf gewisse Vorsichtsmaßnahmen hingewiesen wird. Allerdings, wenn du schreibst, "anderweitig besorgen" dann ist das hier nicht mehr Sache eines Laienportales. Für die Verschreibung solcher Medikamente braucht es natürlich den Befund eines Facharztes mit der ausdrücklichen Notwendigkeit der Präparate. Wenn du nur auf Eigendiagnose los rennst und dir solche "Mittel" besorgst, dann legst du dir deine Steine im Leben selbst in den Weg.

Antwort
von paranomaly, 63

Das kenne ich auch von einer Bekannten, die starke Kreuzschmerzen hat. Sie hat schon Morphium bekommen, was aber nicht mehr geholfen hat. Was wahrscheinlich geholfen hat wäre Cannabisöl.

Aber keiner der Ärzte wollte es ihr verschreiben.

Vielleicht könntest du es mal mit der russischen Informationsmedizin versuchen. Olga Häusermann Poschtar hat da ein gutes Buch herausgebracht. Allerdings funktioniert es nur wenn man auch wirklich daran glaubt.

Antwort
von indiskret, 30

In sehr, sehr schweren Fällen kann der Arzt dir Cannabis-haltige Medikamente verschreiben. Sprich ihn einmal darauf an. Ansonsten wende dich diesbezüglich an deine Krankenkasse, denn die bezahlen die Cannabis-Medikamente und können dir darüber Auskunft geben. Evtl. muss du zum speziellen Schmerztherapeuten. Die Überweisung dafür stellt dir dein Hausarzt aus.

Antwort
von bonny112, 113

Ich habe selbst eine angst/panikstörum und bekomme von meinem Psychiater opripam und quentiapin verschrieben die machen nicht abhängig und helfen mir sehr gut rede lieber mit einem Psychiater als Hausarzt RLS habe ich zwar auch aber nicht so stark deshalb dafür keine medis und ich rate dir such dir bitte eine Therapie allein packt man sowas einfach nicht wenn du fragen hast kannst du mich gerne anschreiben Gruß bonny :)

Antwort
von HalloRossi, 122

Ich würde dir dringend raten, eine Reha für deine Psyche zu machen. Du bist noch so jung, du brauchst dringend jemand, der dich wieder auf die Beine bringt und am besten auf dein Arbeitsmarkt schnell wieder integriert. Bei Osteoporose sind ja nur von Zeit zu Zeit Medikamente nötig ( ich hab das auch). Für Notfälle ist da zB Tilidin möglich, das verschreiben die Ärzte auch. Außerdem brauchst du Physiotherapie und musst zwingend Sport machen. ZB Wassergymnastik. Viel Spazierengehen und gesunde Ernährung. Viele Nahrungsmittel sollte man gar nicht nehmen bei solch einen Befund!  

Antwort
von CoinCollector, 96

Auch wenn du nicht bewusst Drogen nehmen willst kann es durchaus sein das du von den Medikamenten abhängig wirst. Um das zu vermeiden verschreiben die Ärzte dir das nicht.Und es sich anderweitig zu besorgen ist illegal. Such ein guten Arzt der dir eventuell ein Lösungsvorschlag zu bieten hat. Obwohl ich mir eigentlich kaum vorstellen kann, dass die Ärzte wissen das du krank bist und dir trotzdem nichts verschreiben.

Kommentar von Torranto ,

Ja.. aber ich bin lieber abhängig, als dass ich leide. Sie verschreiben mir schon Medikamente, aber eben nur welche, die mir nicht helfen. Ich denk auch öfters an Suizid, weil ich das ohne Medikamente nicht aushalte die Erkrankungen.

Kommentar von CoinCollector ,

Dann sag es so den Ärzten das du es nicht ohne diese Medikamenten aushältst und das dir nichts anderes hilft. Und wenn es nicht zu teuer ist dann mach es lieber illegal als das du Suizid begehst.

Antwort
von ArchEnema, 58

Hast du schonmal eine ketogene Diät ausprobiert? Ich denke da an LCHF.

Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass das die Stimmung ungemein heben kann. Und auch für den Vitamin-D-Status ist das ideal. Einfach mal probieren. Ob es was bringt merkst du binnen 3 Tagen. Zu verlieren hast du nichts.

Von den Benzos halte ich wenig. Du kannst ja schlecht auf ewig Benzos nehmen. Muss ja nur mal ein Engpass kommen - und den hast du ja bereits.

Kommentar von Torranto ,

Du kannst ja schlecht auf ewig Benzos nehmen.

Wieso nicht? Was spricht denn dagegen?

Kommentar von ArchEnema ,

Vielleicht, dass das ja jetzt schon nicht hinhaut?! Du besorgst dir den Stoff illegal, das ist bedenklich.

Benzos führen zu einem Gewöhnungseffekt und schlussendlich in die Abhängigkeit.

http://www.aerzteblatt.de/archiv/166997

Antwort
von hanfmannlein, 71

Cannabis ist billiger, wird auch bei Schlafstörungen und zur Schmerztherapie eingesetzt und ist für Medizinische Zwecke so gut wie Legal. Informiere dich da am besten mal, ist aufjedenfall billiger als opiate.

Keine Sorge, fast jeder bekommt Steine in den Weg gelegt, versuch es als eine Möglichkeit zu sehen und blos nicht aufgeben.

Antwort
von Barbdoc, 45

Was ist bei dir so schmerzhaft, daß du Opioide brauchst? Das kann ich gerade nicht so richtig nachvollziehen.

Kommentar von Torranto ,

Es sind 2 Sachen:

1.) Ich habe sehr starke Muskelverspannungen, und das rund um die Uhr. Und diese Muskelverspannungen schmerzen sehr auf Dauer.

2.) Opioide haben ja nicht nur eine schmerzlindernde Wirkung, sondern haben auch andere Wirkungen. Und ich habe so eine starke Nervösität, es ist wirklich eine extreme Nervösität, und das ebenfalls rund um die Uhr. Und Opioide hefen gegen diese Nervösität.

Du würdest jetzt vielleicht schreiben: Du solltest mal zum Psychiater gehen und Psychopharmaka-Medikamente probieren. Das hab ich alles durch, von A wie Abifily bis Z wie Zyprexa hab ich sämtliche Medikamente durchprobiert. (es waren ca. 20 verschiedene)


Kommentar von Barbdoc ,

Torranto, du bist drogenabhängig. Das könnte man bei einem 88jährigen Tumorpatienten problemlos akzeptieren, aber du bist erst 31. So wie du dir das vorstellst, wird dein weiteres Leben nur aus der Jagd nach Drogen bestehen, von denen du immer mehr brauchen wirst. Viel Leben wird daneben nicht übrig bleiben. Mach dir klar, was du willst. Ich würde an deiner Stelle einen Entzug machen, um dem Teufelskreis aus Schmerz, Angst und Entzug zu entkommen. Es sind nicht die anderen, die dir das Leben schwer machen. Alles Gute B.

Kommentar von Torranto ,

Kennst du mein ganzes Leben? Es ist wirklich erstaunlich, wie du aus den wenigen Infos das beurteilen willst.

Kommentar von Barbdoc ,

Nein, ich kenn natürlich nicht dein ganzes Leben, aber wo du jetzt stehst, ist ganz klar.

Kommentar von Barbdoc ,

Überleg dir mal, was du dir von deinem Leben noch erwartest.

Kommentar von Barbdoc ,

Ich bin kein Psychiater, ich kann dir natürlich bei der Ursachenbewältigung nicht weiter helfen. Trotzdem ist doch klar, daß es  so, wie du's dir vorstellst  nicht weiter gehen kann.

Kommentar von Torranto ,

Ich war von 2005-2010 bei einem Psychiater in Behandlung wegen den Angststörungen. Und der Psychiater hat mir auch Benzodiazepine langfristig verschrieben. Wenn ich also zu dem Psychiater wieder hingehen würde, würde er mir auch wieder Benzodiazepine verschreiben, das hat er mir auch immer signalisiert damals.

Das Problem ist aber, dass ich massive Schlafstörungen habe und ich hab schon 2x einen Termin bei dem Psychiater ausgemacht und musste immer wieder den Termin absagen, weil mein Schlafrhytmus immer wieder wechselt.

Ich hab auch schon gefragt, ob ich nicht ohne Termin dorthingehen kann, aber das geht nicht. Was soll ich also tun?

Es ist einfach eine "Lücke" im Gesundheitssystem, in die ich falle.

Kommentar von Barbdoc ,

Lücke im Gesundheitssystem ist echt gut. Wie hättest du es denn gern?

Kommentar von Torranto ,

Findest du das lustig? Ich leide extrem.

Mittlerweile tendiere ich zum Suizid. Weisst du, ob 100 Tabletten Phenobarbital 100mg tödlich sind? (also zermörsert und vorher MCP-Tropfen)

Kommentar von Barbdoc ,

Lustig finde ich da garnichts. Ich wundere mich nur, woher du all die Btm bekommen willst, die dir keiner verschreibt.

Kommentar von Barbdoc ,

Was immer du tun willst, ich habe keine Chance, einzugreifen. Also  versuch nicht, irgend etwas auf mich abzuladen. Ich zieh mir den Schuh nicht an.

Kommentar von Ostsee1982 ,

@Torranto: Keiner sagt, dass eine psychische Erkrankung ein Spaziergang ist. Man muss sich aber auch helfen lassen wollen und nicht denken es reicht aus schwere Psychopharmaka regelrecht zu inhalieren. Dafür braucht es begleitend auch jahrelange Psychotherapie um die Ursachen zu ergründen und bearbeiten. Man muss sich auch Ziele setzen und Alternativen schaffen. Überhaupt finde ich das hier etwas widersprüchlich. Du schreibst: "Wenn ich also zu dem Psychiater wieder hingehen würde, würde er mir auch
wieder Benzodiazepine verschreiben, das hat er mir auch immer
signalisiert damals." .... und in deiner Fragestellung beschreibst du, dass du die Medikamente nicht bekommst, was denn nun?

Das Problem ist aber, dass ich massive Schlafstörungen habe und ich hab schon 2x einen Termin bei dem Psychiater ausgemacht und musste immer wieder den Termin absagen, weil mein Schlafrhytmus immer wieder wechselt.

Nochmal: Auch andere Menschen haben einen gestörten Schlaf auch andere Menschen haben schlimme Angstzustände. Es ist eine Sache des eigenen Willens sich zum Arzt zu bewegen auch wenn es anstregend ist.

Kennst du mein ganzes Leben? Es ist wirklich erstaunlich, wie du aus den wenigen Infos das beurteilen willst.

Immerhin möchtest du aufgrund der "wenigen" aber dennoch aussagenden Infos einen Rat haben. Fakt ist, du nimmst Opioide und Benzodiazepine in Eigenregie, die nunmal bekanntlich ein hohes Abhängigkeitspotential haben und das ohne ärztlicher Aufsicht. Ich glaube nicht, dass du als Laie und Betroffener differenzieren kannst ob deine Problematik ausschließlich psychisch bedingt ist oder mitunter eine medikamentös bedingte Symptomatik ist. Wenn das dein erwählter Weg ist dann kann man dir nur weiterhin alles Gute wünschen!

Kommentar von Barbdoc ,

Du siehst, Benzodiazepine reichen nicht mehr aus. Du brauchst zusätzlich Opioide. Wo führt dieser Weg hin? Das ist dir egal? Denk trotzdem drüber nach.

Antwort
von touba, 43

Opiode und Opiate werden Meistens und der Notfall- oder Palliativmedizin eingesetzt da dies eine Starke Abhängikeitswirkung hat.

All deine Symptome weisen eine Abhängigkeit auf.

Deshalb ist es doch selbstverständlich, dass es dir kein vernünftiger Arzt verschreiben wird.

Eine zweite Ärztlicje bzw Psychistrische Meinung würde bestimmt gut tun.

Viele kann man auch ohne BTMs Benzos lösen.

Und was deine Krankheit angeht gibt es sicherlich Mittel und Wege die Schmerzen ohne BTMs zu lindern.

Meine Meinung zum zweiten Arzt zu gehen 

Antwort
von Nirakeni, 59

Ein Psychiater würde dir mit Sicherheit ein Medikament verschreiben, das dir hilft. Süchtige gehen oft unglaubliche Wege, um an ihre Droge zu kommen. Sei ehrlich zu dir selbst. Das was du willst, ist der falsche Weg.

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