Frage von Jennylein1211, 53

Warum wird mein Heuschnupfen von Ärzten nie ernst genommen?

Hallo,

langsam weis ich nicht mehr weiter, ich leide schon ewig an Heuschnupfen und von Jahr zu Jahr wird es schlimmer. Dieses Jahr weis ich einfach nicht mehr weiter, ich war schon bei 2 verschiedenen Ärzten und von keinem wurde ich auch nur ansatzweise ernst genommen. Seit 3 Wochen habe ich keine einzigste Nacht mehr durch geschlafen, teilweise jede Nacht nur 4 Stunden geschlafen weil ich immer wieder aufwache und kaum mehr Luft durch meine Nase bekomme und mein Hals höllisch weh tut (wahrscheinlich weil mein Mund immer geöffnet ist um Luft zu holen) und nicht zu vergessen meine brennenden und juckenden Augen. Ich bin körperlich eigentlich am Ende, doch die Ärzte helfen mir nicht. Alle Tabletten die ich bekomme hatte ich schon vorher und die haben nicht geholfen, und anstatt anderes zu probieren werde ich als Asthma Patient eingestuft obwohl noch nie Tests oder ähnliches gemacht wurden. Und dann sitzt man im Arztzimmer und wartet 2 Stunden weil man ja nicht als dringend eingestuft wird. Ich habe bis jetzt alles probiert was man gegen Heuschnupfen machen kann und trotzdem hilft es mir kaum was... Ich kann nicht zum Arzt weil es mir nichts bringt und sonst weis ich auch nicht weiter... Die Ärzte lachen mich schon fast immer aus wenn ich komme wegen Heuschnupfen aber ich halt das nicht mehr aus.... was soll ich bloß machen ???

Antwort
von KittyCat2909, 21

Zuerst einmal kannst du in einer Apotheke sehr wirksame Tabletten und auch Spays und Augentropfen holen.


Ebenfalls könnte eine sogenannte Desensibilsierung sehr sehr hilfreich sein. Damit hättest du die evt Möglichkeit für immer den Heuschnupfen los zu sein- ganz ohne Medikamente!! :))))


Bin selbst gegen alles was blüht und noch einiges mehr allergisch- trotzdem muss man nicht leiden.

Die Ärzte 'helfen' nur insoweit es ihnen möglich ist- wie zb durch eine Desensibilierung. Medikamente (bis auf das wegen deinen Atemproblemen!) musst du wohl selbst besorgen.

Bringe ein Allergikertuch ans Fenster an- auch Fliegentücher am Fenster bringen einiges, falls du nicht diese Tücher dran haben magst.

Ebenso unbedingt Kleidung häufig waschen und dich ebenfalls vor dem Schlafen gehen- wenigstens dein Gesicht und bis zu den Schultern die Arme wasachen.

Kühle Getränke möglichst lieber Wasser hilft auch einiges. Ein angefeuchteter Waschlappen ebenfalls.

Was deine Atemnot angeht solltest du am besten zu einem Lungenfacharzt gehen- obwohl ich stark davon ausgehe, dass dir schon durch herkömmliche frei käufliche Medikamente sehr geholfen wird.

Als Allergiker muss man einiges selbst tun und darf sich nicht ausschliesslich auf Ärzte 'verlassen', wenn es so vieles gibt, was man dagegen machen kann.

Antwort
von ponyfliege, 13

hallo,

ich weiss - es klingt blöd.

aber - du willst nur die symptome gelindert haben, aber nicht die ursache bekämpfen.

sonst wärst du schon längst mal bei einem allergologen gewesen und hättest einen allergietest machen lassen.

du solltest ein symptomtagebuch führen. unter anderm dort eintragen, wie oft und wann du nachts aufwachst davon.

ernährungstagebuch kann auch sinnvoll sein. und jeden tag das wetter aufschreiben und ob du schwache, mittlere oder starke symptome hast.

bei deinem hausarzt anrufen und bitten, sie mögen dir eine überweisung zum allergologen fertigmachen.

hast du im winter auch symptome oder fängt das erst im frühling an?

----------------------

zunächst kannst du deine symptome NACHTS etwas lindern.

schlafzimmer AUSSCHLIESSLICH am morgen lüften. den rest des tages das fenster geschlossen halten. ebenso nachts. dich am abend im badezimmer ausziehen und gründlich duschen, inklusive haarewaschen. bekleidung im badezimmer lassen. schlafzimmer NICHT in den kleidern betreten, in denen du draussen warst. wenn du auf pollen allergisch bist, hast du umso weniger symptome, mit je weniger pollen du dein schlafzimmer kontanminierst.

vor dem schlafen gehen ein salzwasser nasenspray benutzen.

ich denke mal, wenn du nachts auch nur einmal weniger aufwachst, ist dir schon ziemlich weitergeholfen, bis du deinen termin zum allergietest hast.

gute besserung.

Antwort
von Realisti, 31

Nun, du brauchst die Diagnose eines Lungenfacharztes, dann muss ein Allergietest erfolgen, damit du genau deine Auslöser kennst. Wenn es nur einer ist könnte man über eine Desensibilisierung nachdenken.

Wie stehts mit einer Kur an der Nordsee? Dort bekommt man auch erklärt, wie man mit Asthma besser leben kann.


Kommentar von Jennylein1211 ,

Allergietest wurde bei mir schon jedes Jahr aufs neue gemacht, mit dem Ergebnis das ich auf alles was auch nur ansatzweise Blühen kann allergisch reagiere...

Über eine Kur kann ich im Moment nicht denken da ich mitten in der Ausbildung stecke....

Kommentar von Realisti ,

Eine Kur dauert 3 Wochen. Sobald du es dir leisten kannst, solltest du einen Kurlaub oder wenigstens versuchen Nordseeurlaub zu machen. Auf Borkum ist weit und breit die sauberste Luft. Sie kommt vom Nordpol und auf der Strecke blüht so gut wie nix. Dort erholt man sich gut.

Kommentar von ponyfliege ,

@jennylein: wenn du scheinbar auf "alles" reagierst solltest du noch mal testen lassen. wie wurde getestet? kurztest oder ein dreitagetest?

und zusätzlich auf ATI im getreide und auf hausstaubmilben testen lassen.

häufig sind es getreideallergien, die solch massive reaktionen wie bei dir auslösen.

Antwort
von almutweber, 6

Die Desensiblisierung ist eine gute Sache, doch leider hilft sie nicht immer. Viele machen das mehrmals und bekommen dennoch keine Erleichterung. Das liegt daran, dass die Allergien bei vielen Menschen ständig wechseln, also wenn ich in diesem Jahr eine reine Gräserallergie habe, kann im nächsten Jahr schon Erle, Haselnuss und was-auch-immer die Hauptursache sein. Bei reiner Gräserallergie hilft übrigens gut Grazax. Das sind Tabletten, die desensibilieren und man hat diese Spritzerei nicht.

Wenn du noch nie desensiblierst hast, solltest du es aber probieren. Das machen Hautärzte, die Desensiblisierung geht ab Herbst los. Kümmere dich also schon mal um einen Hautarzt. Die haben oft monatelange Wartezeiten.

Dass es gute Tabletten frei verkäuflich gibt, bestreite ich. Alles macht müde und hiflt nur wenig. Cetirizin hat eine ewig lange Vorlaufzeit und als Augentropfen helfen sie nur, wenn man sie bereits seit Monaten täglich mehrmals nimmt. Und dann auch nur ein bisschen. Als Folge von der Dauertropferei mit Antiallergika werden die Augen so trocken, dass man im Winter Tränensubstitue braucht. Man zahlt sich dumm und dusselig für das ganze wenig hilfreiche Zeugs.

Das Einzige, was den meisten Menschen wirklich hiflt ist Cortison. Du kannst es in ganz geringen Dosen über die Allergiezeit hinweg nehmen, doch dazu brauchst du einen Arzt, der es dir verschreibt. Ehrlich gesagt wundere ich mich über die Schilderung deiner Ärzte. Normalerweise nehmen Hausärzte Heuschnupfen sehr wohl ernst und sehen den großen Leidensdruck. Geh mal zu einem jungen Arzt, die sind in der Regel viel offener.

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community