Frage von Wahchintonka, 53

Warum wird man von seiner Krankenkasse nicht mit einem niedrigeren Beitrag belohnt, wenn man z.b. regelmäßig Sport treibt, kein Übergewicht hat und nicht rocht?

Ausserdem könnte so eine Krankenkasse auch auf die Idee kommen, z.b. Fitnessgeräte, die man sich kauft, zu erstatten oder sich zumindest teilweise zu erstatten. Fitnesgeräte fördern schließlich die Gesundheit. Habe mir vor kurzem wieder eins gekauft. Ein Rudergerät. Deswegen werde ich wieder mal nicht zu einem Orthopäden gehen müssen, wegen meinem M. Scheuermann

Antwort
von Kuro48, 9

Weil wir das 2. Klassensystem nicht noch weiter ausufern lassen. Wir zahlen ja auch nicht für unsere Erkrankungen ein, sondern zahlen in eine Gemeinschaftskasse. Statistiken sind schön und gut, die die aus der Statistik fallen haben dann aber weniger gezahlt um am Ende doch mehr zu brauchen und umgekehrt. Die Entlastung müssen ja dann wieder die Raucher etc. tragen, die mehr zahlen um dann für das Mehr nie eine Leistung zu brauchen. Mit Fairnis hat das nicht viel zu tun.

Bestes Beispiel. In meinem Umfeld gibt es so einige mit Lastern die sehr alt wurden. Wiederum ein Pärchen welches niemals rauchte, nur von Bioprodukten lebte und Sport trieb, stab gemeinschaftlich (ein paar Jahre auseinander) an Lungenkrebs).

Statistiken sind da dann eher ein Hohn. Davon ab, eine Kassen kann ja nicht ständig den Zustand kontrollieren und wenn wären das wieder mehr kosten.

Max Mustermann der bei der Beantragung seiner Krankenkasse noch 70 Kilo wog, Sportler war und nicht rauchte, kann 10 Jahre später 270 Kilo wiegen und rauchen wie ein Schlot. Entweder müssten nun also deutlich mehr Gelder ausgegeben werden um den Zustand aller Einzahler mindestens jährlich zu kontrollieren oder Max zahlt Ewigkeiten den Schlanken und Nichtraucherrabatt, obwohl das schon lang nicht mehr der Fall ist.

Pauschalisieren ist gerade beim Gewicht dann auch wieder schwer. Es gibt nicht nur ungesundes Übergewicht, sondern auch ungesundes Untergewicht. Wir reden immer über Übergewichtige, aber dass die ganzen Mädchen mit den Stöckchenbeinchen auch nicht gesund leben erwähnt keiner. Davon ab wird eh darüber geredet den BMI anzupassen, da mittlerweile leicht Übergewichtige als länger lebend ermittelt wurden (wieder so eine Statistik) als Normalgewichtige. Jetzt könnte man proviokant fragen ob nun das nicht gesünder ist als diese extrem sportlichen Körper.

Davon ab, ich kann auch keine so riesen Unterschiede erkennen. Ich sehe genug Schlanke die schon über den Rücken jammern, kaputte Füße haben usw. und Leute die rauchen oder Übergewicht haben und den Arzt höchstens mal für eine Kontrolluntersuchung sehen.

Dein System pauschalisiert etwas, das aller höchstens die Klischees bedient aber einer Masse an Menschen nicht gerecht wird, sowohl im positiven wie im negativen.

Kommentar von Wahchintonka ,

Ist es z.b. auch ein Klischee, dass bei uns viel Zuviel geröntgt wird? Schließlich gibt es z.b. mehr Röntgenpraxen in Berlin gibt wie in ganz Italien.

Kommentar von Wahchintonka ,

Oder es wird zumindest in Berlin mehr geröntgt wie in ganz Italien

Kommentar von Kuro48 ,

Unnötige Untersuchungen haben aber wieder damit nichts zu tun. Das ist ein Problem welches vorherrscht, weil man diverse Untersuchungen gerne abrechnet (nicht umsonst wird auch gerne zu diversen Eingriffen etc. geraten) oder weil noch die Mentalität herrscht dies so zu machen.

Aber wie gesagt, das ist wieder ein Thema für sich. Röntgen muss man ja nicht nur Raucher/Übergewichtige oder Sportler etc.

Persönlich kenne ich diese Mentalität zum Glück auch nicht. Bisher wurde das bei mir nur gemacht, wenn es auch effektiv gebraucht wurde.

Kommentar von Wahchintonka ,

das beispiel sollte nur zeigen, wie verschwenderisch mit krankenkassenbeiträgen umgegangen werden kann. und es dürfte noch etliche andere davon geben während sinnvolle einsparmöglichkeiten eher stiefmütterlich beachtet werden. stichwort auch: eigenverantwortung der kk-mitglieder

Antwort
von Maimaier, 2

Eine deiner Frage wurde gerade gelöscht. (dumme Zensur) Es ging darum, ob es sich lohnt sich mit Politik zu beschäftigen, oder ob man nur Kopfschmerzen darum geht, manche würden schon gar nicht mehr sich das anschauen. Daher antworte ich jetzt hier.

Es gibt in den Medien einen großen Kampf um Aufmerksamkeit, vor allem die Politiker wollen sich ins Rampenlicht stellen, aber auch unwichtige Themen finden leider viel zu große Beachtung. Hier kann es tatsächlich helfen, weniger Zeitung oder Fernsehen zu sehen, und sich mehr über andere Kanäle zu informieren, z.B. Wikipedia. Denn viele Themen sind durchaus wichtig, und umso informierter die Wähler sind, umso eher ändert sich auch etwas. Immer kritisch hinterfragen, wie geht es besser? Wie gibt es mehr Frieden und Zufriedenheit anstatt ewiger Wettkampf?

Antwort
von Soulbreaker91, 14

also bei meiner krankenkasse kann man sich online anmelden zu einem programm bei dem man ein heftchen zugeschickt bekommt.

wenn man dann verschieden dinge macht die da drin stehen und sich die abstempeln lässt( zum beispiel regelmäßig sport treiben oder zahnarztkontrolle oder sowas) dann bekommt man PRO stempel 20 euro zurück.

mach dich da mal schlau das gibts bei dir bestimmt auch

Kommentar von Wahchintonka ,

davon habe ich schon gehört. was mir dabei aber nicht gefällt, ist, dass man nur bei ganz bestimmten dingen teilnimmt, die abgestempelt werden müssen. wenn ich z.b. heute 2 std. insgesamt mit meinem rudergerät trainiere, kriege ich keinen stempel

Kommentar von Soulbreaker91 ,

ja das ist leider halt der nachteil aber es ist immer noch besser als gar nichts zu bekommen würde ich mal sagen.

Kommentar von Wahchintonka ,

du sagst es. trotzdem nicht angemessen genug. wenn es mehr finanziell gefördert wird, würden auch mehr mitmachen, wahrscheinlich

Kommentar von Soulbreaker91 ,

da geb ich dir allerdings recht. meine freundin hat das ding für mich beantragt und ich hab mir das mal angesehen. ich als mann im alter von 25 jahren kann von diesen knapp 20 sachen genau 3 stempel bekommen weil der rest alles ab 40 jahren oder für frauen ist

Antwort
von Romaschka42, 14

Das was du aufgezählt hast sind Risikofaktoren (Übergewicht, Rauchen) aber es gibt trotz Sport, gesunder Ernährung etc. weitere Erkrankungen die nunmal auch sich bewusst ernährende Menschen bekommen können. Es ist ja nicht so, dass nur Übergewichtige und Raucher erkranken können, z. B. Diabetes 1. Ist es denn nicht auch unfair wenn solche Menschen höhere Beiträge bezahlen, nur weil sie Erkrankungen haben? Dann sollte man vllt privat versichert sein...

Kommentar von Wahchintonka ,

das war damit nicht gemeint, dass gesund lebende leute von allen möglichen Erkrankungen verschont bleiben. auch gut durchtrainierte können einen Herzinfarkt bekommen - aber wesentlich weniger wahrscheinlich, wie z.b. ein stark übergewichtiger Raucher.

Antwort
von GuenterLeipzig, 7

Manche Krankenkassen haben sogenannte Bonushefte, wo sportliche Aktivitäten als bonusfähig gelten.

Wenn genügend Bonusaktivitäten nachgewiesen werden erstatten diese Kassen einen bestimmten Geldbetrag.

Günter

Antwort
von eggenberg1, 5

machen doch  die meisten kassen  -- erkundige dich mal bei deiner kasse direkt --

Antwort
von Gilbert56, 9

Weil Nichtraucher mehr Krankenkosten produzieren als Raucher.

Kommentar von Wahchintonka ,

und warum belohnt man dann nicht die raucher, nach deiner theorie

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