Frage von LukasL2000, 144

Warum wird man immer als blöd und dumm dargestellt, weil man anderer Meinung ist?

Hey,

Habe auch Twitter mit paar Leuten darüber diskutiert, ob Menschen für den Klimawandel verantwortlich sind. Habe dann auch viele Belege gepostet warum dies nicht der Fall sein soll. Ein anderer mit Recht vielen Followern hat sich dann auf meiner Pinnwand über meine angbliche Dummheit lustig gemacht. Wieso ist die Gesellschaft so?

Antwort
von Dxmklvw, 19

Während der Inquisitionszeit galten diejenigen als dumm, die nicht glauben wollten, daß es Hexen gibt.

Es kommt also immer darauf an, was eine Mehrheit glaubt, und es kommt darauf an, ob man sich in Bereiche einbringt, in der es solche Mehrheiten gibt, oder ob man sich lieber andere Bereiche sucht.

Wirklich dumm sind eigentlich nur solche, die es für unmöglich halten, daß sie sich irren können. Aber das sind dieselben, die später entweder ganz genau erklären können, warum sie immer nur falsch verstanden wurden, oder die darauf bestehen, das Vorherige nie behauptet zu haben.


Antwort
von FrageSchlumpf, 9

Ich glaube, das ist auch eine Frage, der Stärke der Überzeugung. Fand die Tage ein sehr schönes Zitat, dass dies glaube ich gut auf den Punkt bringt :

http://gutezitate.com/zitate-bilder/zitat-je-fester-man-davon-uberzeugt-ist-im-r...

Der Klimawandel polarisiert schon sehr lange. D.h. es gibt kaum mehr welche, die "mehr oder weniger neutral" sind. Sondern ist gibt nur  ( die überwiegende Mehrheit ) diejenigen, die CO2 als alleinige Ursache sehen, und eben die anderen.

Aber beide Seiten sind von ihrer Auffassung sehr stark überzeugt, was automatisch dazu führt, dass man die Andersdenkenden hart angeht.

Also : Je stärker die Überzeugung ( die nicht richtig sein muss, aber kann ) desto rauher der Umgang mit Andersdenkenden.

Antwort
von Bitterkraut, 67

viele Belege gepostet warum dies nicht der Fall sein soll.

Belege für Spekulatives gibts halt nicht. Belege kann es nur für Tatsachen geben, vielleicht liegts daran. "Sein soll" ist ja wohl nicht die Beschreibung von Fakten.

Kommentar von LukasL2000 ,

Gibt viele Diagramme und Fakten die das Gegenteil beweisen.

Kommentar von Bitterkraut ,

Fakten? Welche denn? Nenn mir einen, google aber vor der Begriff "Fakt".

Wie soll ein Diagramm etwas beweisen? Soll ich dir ein Diagramm malen? Was beweist das dann? Daß ich Diagramme malen kann?

Lerne bitte Fakten von Vermutungen und Behauptungen zu unterscheiden.

Fakt ist, daß es keine Fakten gibt zu dem Thema. Die einzigen Fakten sind Messungen von Wetterdaten. Was man daraus dann macht, ist immer spekulativ. Eine Frage der Bewertung oder von Hochrechnungen. Hochrehnungen sind aber keine Fakten.

Weder die eine noch die andere Seite hat Fakten, die die Ursache des Klimawandels beweisen, noch den Klimawandel überhaupt.

Antwort
von voayager, 33

Weil es regelrecht doof ist, wenn man den Klimawandel nur der Natur zuschreibt und Staaten und Gesellschaften davon ausnimmt. Du bist daher selbst dran schuld, wenn du zu recht kritisert wirst.


Antwort
von Mitjast, 62

Überall gibt es Menschen die nichts außer ihrer eigenen Meinung gelten lassen. Sämtliche Widerlegungen ihrer eigenen (evtl. falschen) Meinung lassen sie nicht zu. Wenn man solche Menschen überzeugen möchte, wollen sie das auf keinen Fall zulassen. Am Ende solcher  Diskussionen wird man von solchen Typen meistens aufs Übelste beleidigt.

Ist so, und wird sich wohl leider nie ändern. Kopf hoch, es gibt auch aufgeschlossene Menschen im www.

Antwort
von peace1287, 39

Naja also wenn du den Klimawandel leugnest, musst du dich auch nicht wundern wenn sich Leute über dich lustig machen.

Es ist schon ziemlich anmassend etwas zu Leugnen, dass von der Wissenschaftlichen Elite als bewiesen, festgestellt wurde! 

Welche Qualifikationen bringst du den mit um so eine Behauptung stützen zu können??? Und welche handfesten Belege hast du???

Kommentar von LukasL2000 ,

Wann habe ich den Klimawandel bitte geleugnet? Lies dir mal die Frage durch. Es gibt auch keine Beweise dafür oder dagegen, Wissenschaftler streiten sich darüber.

Kommentar von peace1287 ,

Also die einzigen die ich bislang soetwas hören sagte, waren entweder Verschwörungstheoretiker oder Dumpfbacken wie zb die Kasper von der AFD. Die dadurch eine ganz klare Lobbypolitik zu Gunsten von Umweltverschmutzenden Großkonzernen machen.

Kommentar von peace1287 ,

Und jetzt beantworte bitte meine Frage! 

Welche Qualifikationen hast du, um soetwas zu behaupten? Welche Belege hast du dafür?

Expertenantwort
von atzef, Community-Experte für Politik, 49

Nun ja.

Meinungen können ja nicht nur "anders" sein, sondern eben auch nach ihrem intellektuellen Potential bewertet werden...

Wenn du entgegen der weltweit weit überwiegenden Mehrheit der Fachwissenschaftler als fachlicher Niemand dir anmaßt, den Klimawandel zu bestreiten, dann zeugt das objektiv nicht von der Schlechtigkeit der Menschen, sondern eben intellektuellen Defiziten deinerseits.


Kommentar von LukasL2000 ,

1. "...das wir Menschen nur 3% des gesamten CO2 Ausstoßes ausmachen..." (von YT User "DieSkinLosen")

Dieses bei "Skeptikern" beliebte Argument basiert auf der Unkenntnis
oder bewussten Ignoranz des natürlichen Kohlenstoffkreislaufs. Der
größte Teil des gesamten CO2 Ausstoßes ist Teil des natürlichen
Kohlenstoffgleichgewichts und umfasst Atmungsprozesse von Lebewesen oder
das Verrotten/Verbrennen von organischem Material. Das dadurch
freigesetzte CO2 erhöht die im Kohlenstoffkreislauf vorhandene Menge an
Kohlenstoff nicht, sondern ist nur Teil eines stetigen natürlichen
Umwandlungsprozesses. Der Mensch aber setzt zusätzlich CO2 durch das
Verbrennen fossiler Brennstoffe frei. Dieser Kohlenstoff ist nicht Teil
des bestehenden Kohlenstoffkreislaufs, sondern diesem vor Jahrmillionen
getrennt in Lagerstätten gespeichert worden. Das Verbrennen fossiler
Brennstoffe erhöht die Gesamtmenge an Kohlenstoff im Kreislauf und damit
an CO2 in der Atmosphäre, und darf nicht einfach in Relation zur
Gesamtmenge gesetzt werden. Derzeit produziert der Mensch jährlich ca.
34 Milliarden Tonnen CO2 aus fossilen Brennstoffen, das ist die mehr als
100-fache Menge welche von sämtlichen Vulkanen weltweit pro Jahr
produziert wird (ca. 300 Mio. t). Dadurch hat sich in den letzten 100
Jahren der CO2 Gehalt in der Atmosphäre um über 40% von ca. 280 ppm auf
nunmehr 400 ppm erhöht.

2. "...das CO2 kein starkes Treibhausgas ist" (von YT User "DieSkinLosen")

Die Gesamtwirkung eines Stoffes bezüglich einer bestimmten Eigenschaft
beruht auf zwei Größen: a) seiner spezifischen, stoffabhängigen Wirkung,
und b) seiner vorhandenen Menge. Bezogen auf die Eigenschaft als
Treibhausgas sagt die spezifische Wirkung aus, wie stark eine bestimmte
Menge (etwa 1 Mol, oder ein einzelnes Molekül) Wärmestrahlung
absorbiert. In der Tat gibt es hinsichtlich der spezifischen Wirkung
viel potentere Treibhausgase als CO2, wie etwa Methan. Trotzdem ist CO2
das weit bedeutendere Treibhausgas. Warum? Ganz einfach weil viel mehr
davon in der Atmosphäre vorhanden ist. Egal wie vermeintlich stark oder
schwach CO2 nun als Treibhausgas im Vergleich zu anderen Treibhausgasen
sein mag – seine spezifische Wirkung und seine absolut vorhandene Menge
ist der Wissenschaft bekannt, und daraus lässt sich die tatsächliche
Wirkung berechnen.

3. "...der C02 Gehalt von der Temperatur abhängt und nicht umgekehrt..."
(von YT User "DieSkinLosen")

In Wirklichkeit bedingt sich beides gegenseitig: CO2 führt zu einem
erhöhten Treibhauseffekt und globaler Erwärmung, die Erwärmung führt
dazu daß noch mehr CO2, etwa aus Meerwasser freigesetzt wird. Dieses
wirkt dann wiederum als Verstärker des Treibhauseffekts, usw. Ein
solcher Verstärkungsprozess wird positives Feedback genannt. Frühere
Erwärmungen ohne Zutun des Menschen wurden hauptsächlich durch
periodisch auftretende Verursacher, wie etwa den Milankovic-Zyklen
ausgelöst. Diese wirken über sehr lange Zeiträume. Die so ausgelöste
Erwärmung führte wiederum zu Feedbackprozessen wie der Freisetzung von
CO2, welches dann die Erwärmung durch einen erhöhten Treibhauseffekt
entscheidend verstärkt hat. Bei der jetzigen Erwärmung sorgt der Mensch
für eine unnatürliche Vergrößerung der CO2-Menge in der Atmosphäre,
wodurch CO2 diesmal auch zum Auslöser einer Erwärmung wird. Egal ob
natürlich oder anthropogen – CO2 spielte und spielt bei jeder globalen
Erwärmung eine entscheidende Rolle.

4. "selbstständig zu denken und sich seine eigene Meinung zu bilden" (von YT User "Frubi Lurgyl")
Selbstständiges Denken und bloße Intelligenz alleine reichen aber nicht
aus um einen Aspekt der Natur zu verstehen. In der Antike gabe es
zahlreiche großartige Denker wie beispielsweise Aristoteles, Ptolemäus
oder Galenos, die mit Rationalität und Vernunft versuchten die Natur zu
erklären - und in den meisten Fällen scheiterten. Erst die
wissenschaftliche Methodik und die Erfahrung aus zahlreichen Irrtümern
und immer wieder neue Experimente und Beobachtungen führten zum immer
größer werdenden Verständnis der Natur und dem großen Wissen der
Naturwissenschaften von welchem wir heute profitieren. Der entscheidende
Schlüssel ist also Wissen, und dieses basiert nicht auf persönlicher
Meinung. Naturwissenschaftler müssen neue Erkenntnisse durch Forschung
belegen und zur fachlichen Kritik stellen, bloße Meinungen sind dabei
ebenso irrelevant wie bisherige akademische Titel und Verdienste. Das
Internet ist voller selbsternannter Freidenker die sich einbilden mit
"selbstständigem Denken" sich über ihnen unliebsame wissenschaftliche
Erkenntnisse hinwegsetzen zu können. Die Bilanz ist ernüchternd - meist
scheitern diese Möchtegern-Skeptiker mangels fachlichem Wissen schon an
grundlegenden Aspekten, wie etwa dem Kohlenstoffkreislauf (siehe z.B.
Punkt 1). Das Resultat ist stets (mitunter gefährliches) Halb-/Unwissen
sowie Mythen und pseudowissenschafliche Hirngespinste.

Kommentar von Bitterkraut ,

Und was genau ist jetzt die Quelle? Sind das deine Fakten? Posts von Youtubern?

Kommentar von LukasL2000 ,

Diese Videos basieren auf Quellen.

Antwort
von CrimeRebell, 60

Viele Menschen denken, ihre Meinung ist die einzig richtige.

Deswegen kann man beispielsweise über Religion oder Politik nicht diskutieren, da es viele verschiedene Ansichten gibt.

Mal ein persönliches Beispiel: Ich habe mich letztens mit jemanden aus meinem Jahrgang unterhalten. Er fragte mich, ob ich an Gott glaube.

Ich habe ganz ehrlich mit nein geantwortet. Doch ich habe ihm auch meine Gründe genannt und das ich alle anderen Religionen oder Ansichten zu Gott respektiere - jeder soll an das glauben, an das er möchte.

Er war sofort der Meinung, meine Ansicht wäre "falsch" und das es einen Gott gebe.

Nur weil man etwas anders sieht ist man nicht dumm, also nicht davon unterkriegen lassen ^^

Denn sind wir mal ehrlich: hätten alle zu jedem die gleiche Meinung, so wäre das Leben doch ziemlich eintönig ^^

Kommentar von Bitterkraut ,

Viele Menschen denken, ihre Meinung ist die einzig richtige

Das denkt der Fragesteller ja offenbar auch.

Kommentar von LukasL2000 ,

Inwiefern bitte? Ich kritisiere nur Leute, welche statt zu diskutieren nur aufs fertigmachen fokussiert sind.

Kommentar von peace1287 ,

Nur das es beim Klimawandel nicht um den Glauben geht, sondern um Handfeste Belege und kühle Fakten!

Den Klimawandel zu leugnen und zu behaupten er existiere nicht, ist nur eine dümmliche, pseudowissenschaftliche Verschwörungstheorie!

Kommentar von LukasL2000 ,

Hast du die Frage gelesen? Ich leugne ihn nicht.

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community