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Warum wird man im Alter nicht auch offener?

gefragt von PollyDollPollyDoll am 13.08.2007 um 20:55 Uhr

Älteren Menschen werden im Allgemeinen konservativere Ansichten nachgesagt als jüngeren - im Durchschnitt beider Gruppen zumindest. Ist das nur ein Klischee oder beruht es auf Tatsachen? Mir stellt sich da nämlich schon die eine oder andere Frage: Je länger ein Mensch lebt, desto mehr hat er doch zwangsläufig auch 'gesehen' oder über andere Menschen kennen gelernt. Eigentlich müssten ältere Mitmenschen dadurch doch deutlich offener für neue und andere Ideen sein als jüngere mit ihrem viel kleineren Erfahrungsschatz.

Und außerdem soll Alter doch mit Weisheit einher gehen. Weisheit und Offenheit können doch unmöglich im Widerspruch zueinander stehen, oder?


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fourseasons
beantwortet von fourseasons am 13. August 2007 21:04
6x
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Wer ist "man". Diese Verallgemeinerung setzt voraus, daß alle älteren Menschen gleich sind.

Ich habe in meinem Leben so viele dumme Menschen kennen gelernt, daß ich vielleicht nicht mehr so offen bin wie früher.

Kommentar von C457a976f16fe866efafc545a63e22fcsmallQetan am 13. August 2007 21:28

Und außerdem soviel schwachsinniges,neues gesehen. Ich bin ganz Deiner Meinung. DH


WolfRichter
beantwortet von WolfRichter am 13. August 2007 20:59
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Weisheit und Offenheit kein Widerspruch? Nun ja; jemand hat einmal gesagt: Wer nach allen Seiten offen ist, ist nicht ganz dicht.


Luise
beantwortet von Luise am 13. August 2007 21:01
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Alters-Weisheit tritt nur dann auf, wenn man sein ganzes Leben lang mit offenen Augen durch die Welt geht, Neues immer anzunehmen versucht, sein ganzes Leben lang lernt und dann noch so viel Offenheit hat, dass man den jungen Menschen auch noch das Machen eigener Erfahrungen zugesteht, obwohl man es selber schon besser weiß. Das schafft nicht jeder, ich hab mir das aber vorgenommen, wenn ich mal in das Alter komme. Sonst entwickelt man einen Alters-Starrsinn, der mit Offenheit und Weisheit nichts zu tun hat.


YuLy42
beantwortet von YuLy42 am 13. August 2007 21:06
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alte menschen haben furchtbare dinge erlebt - ich habe einen 87-jährigen freund, der wegen des 2. weltkriegs seine ganze jugend verloren hat. deswegen ist es ihm sehr wichtig, ruhig und gleichmäßig zu leben. durch sein interesse an klassischer musik konnte er trotzdem immer neues lernen, wie von luise angesprochen. er ist also nicht starr, aber ängstlich. dazu fällt mir ein passender filmtitel ein: "angst essen seele auf".


gri1su
beantwortet von gri1su am 13. August 2007 21:13
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Manchmal kann es sehr weise sein, wenn man nicht so offen ist. Das ist ganz von der Situation abhängig.

Auf der anderen Seite ist es auch nicht in jedem Fall gut, wenn immer und ständig Ratschläge von den "Alten" gegeben werden. Schließlich soll und muss Jeder für sich -ganz besonders die jungen Menschen- seine eigenen Erfahrungen sammeln, denn es ist keinesfalls gesagt, daß die Erfahrungen der Älteren zwangsläufig auch für andere Menschen zutreffen muß.

Drittens: Ich denke schon, daß ältere Menschen durchaus offen und tolerant für die heutige Zeit mit ihren zum Teil geänderten Werten ist. Ein Teil der älteren Menschen hat sicher ein Problem, sich damit auseinander zu setzen, weil zu sehr mit ihren eigenen Werten aus ihren früheren Zeiten verglichen wird, aber es gibt genug ältere und alte Menschen, die sich positiv zu den heutigen Werten verhalten. Vielleicht können sie sich nicht damit unbedingt identifizieren (müssen sie ja auch nicht), aber sie tolerieren es zumindest.

Viertens: Oftmals liegt es auch an der Jugend, die die Erfahrungen der Älteren gar nicht annehmen wollen und es als Gewäsch abtun. Auch wenn die "Alten" dem Neuen in der heutigen Zeit sehr positiv gegenüber stehen und das auch zeigen, wird es von der Jugend als Spinnerei abgetan (Wie kann man nur - in dem Alter)

Fazit: Jeder kann so offen und tolerant sein, wie es seine eigenen Grenzen und auch sein Umfeld erlauben. Das hat also nicht unbedingt mit Alter und Lebenserfahrung zu tun.


sonne55
beantwortet von sonne55 am 13. August 2007 21:30
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du hast recht - ich bin mit den jahren offener und toleranter geworden, das ist sicher eine auswirkung der jahrelangen erfahrung, der weisheit sozusagen...


Volume
beantwortet von Volume am 13. August 2007 20:57
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Also meine Oma war sehr tolerant und nicht konservativ.


anonym
beantwortet von pilsen am 13. August 2007 21:02
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tja, die Frage nach der sog. ALtersweisheit ist heikel. Ich glaube, daß Leute die ihr Leben lang froh und offen waren, auch im alter Spass und Freude haben und offen sind für Neues und sich nicht Mental und räumlich einkapseln. Wer aber schon immer eher kleinkariert war und mehr oder weniger konservativ durchs Leben gegengen ist, dem bleibt nichts anderes übrig, als sich auf das "Bewahren des Bewährten" zu stützen und damit andere Leute meist abzunerven.


Shira
beantwortet von Shira am 13. August 2007 21:07
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Es ist sicherlich so, daß ältere Menschen mehr Lebenserfahrung haben. Manche nutzen ihr Wissen, um den Jüngeren mit Rat und Tat hilfreich zur Seite zustehen, andere wieder, bilden sich ein nur weil sie ein gewisses Alter erreicht haben, überheblich und arrogant, die jungen Menschen wegen ihrer Fehler und Fehltritte zurecht zu weisen.


anonym
beantwortet von Bruno am 13. August 2007 21:28
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Gegen Klischees kaempft man vergebens. Offen oder konservativ ist Frage der Persoenlichkeit. Die Erfahrung des aelteren Menschen kann dann und wann als etwas weises empfunden werden und ist sehr wohltuend.


Niklaus
beantwortet von Niklaus am 14. August 2007 08:34
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Dies ist ein unzulässige Verallgemeinerung und ein Vorurteil Ältern gegenüber. Es kommt ganz auch den einzelnen Menschen an. Speziell sein Bildungsgrad und sein Interessen.

Kommentar von 2a7d4b75a3898de641b4c9da3e21a569smallPollyDoll am 14. August 2007 10:42

Ich habe keinerlei Vorurteile - ich habe lediglich eine Frage gestellt, um Denkanstösse zu geben.

Warum sollte das unzulässig sein?


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