Frage von AlienSquadron, 60

Warum wird Kapitalismus oft mit Nationalismus in eine Tüte geworfen?

Desto nationaler (rechter) eine Partei oder eine Person ist umso freundlicher scheint sie für die Reichen zusein. Wenn jemand dazu tendiert die Schere zwischen arm und reich vergrößern, Arbeiter abzuspecken (also produktive Menschen die unsere Gesellschaft finanzieren, aufrecht erhalten) und Arme links liegen zu lassen sowie den Reichen und Wohlhabenden mehr Profit gönnen so wird diese Tendenz auch mit rechten nationalen Gedankengut gerne zusammengefügt!

Dies beobachte ich in der Gesellschaft schon seit Jahren; Im Fernsehen sowie in meinem privaten und sozialen Umfeld. Wenn eine Person rechts ist dann ist diese Person auch Grundsätzlich unsozial, bzw. für geringere Löhne für Arbeiter. Die Repuplikaner der USA z.b. stehen für nationale Interessen und Vorteile für Reiche sowie niedrige Löhne für Arbeiter. In jeder Partei der Welt ist das zu beobachten. In Deutschland sind die Linken für hohe Löhne, mehr gerechte Verteilung der Gelder und sehr naiv extrem weltoffen.

Gibt es auch Parteien auf diesem Planeten (Erde) in irgendeinem Land diese national sind, aber für höhere Löhne, soziale Gerechtigkeit und mehr Hilfe für Arme bereitstellen möchten? Also national aber auch sozial?

Antwort
von ROMAX, 42

Nationalismus geht oftmals Hand in Hand mit Patriotismus. In Deutschland wurde uns aufgrund der Geschichte das Gefühl von Nationalstolz aberzogen, und auch in den Medien gilt es als nicht politisch korrekt. In anderen Ländern existiert diese Stigmatisierung nicht und alle Parteien des gesamten Spektrums sind mehr oder weniger nationalistisch.

Das Phänomen, das Du beschreibst, ist im Prinzip eine Darstellung durch die Medien, die meist am linken Spektrum angesiedelt sind, teils sogar sehr links (z.B. die Sendung Monitor). Bei den Tiraden auf die Wohlhabenderen in der Gesellschaft wird oftmals unterschlagen, dass z.B. die Unternehmer diejenigen sind, die Arbeitsplätze schaffen und aufrechterhalten und dabei ein wesentlich grösseres finanzielles Risiko und persönliches Engagement eingehen als der Angestellte oder Arbeiter, der insbesondere in Sozialstaaten eine hohe Arbeitsplatzsicherheit geniesst, regelmässig sein Gehalt ausgezahlt bekommt und feste Arbeitszeiten besitzt.

Die Diskussion, weshalb die Schere zwischen arm und reich auseinanderklafft, ist eine komplizierte, wird oftmals nicht ökonomisch fundiert dargestellt und versucht zu polarisieren. Zur Untermauerung einer jeden These darüber findet sich immer irgendein "Experte", der gerne vor einem Journalisten seine Thesen erklärt.

Einfach über den Kamm zu scheren ist die Frage allerdings nicht.

Antwort
von schmidtmechau, 16

Hallo AlienSquadron,

das ist eine interessante Feststellung! Allerdings fragt sich natürlich, ob das Kapital sich wirklich noch auf dieser Linie bewegt. Heute sind die großen Kapitalien doch übernational organisiert, und die nationale Orientierung ist für das Kapital eher einer anachronistische Position.

Aber natürlich gibt es seitens der Staaten eine Konkurrenz um die großen Kapitale. Es werden ja laufend Investoren gesucht, die Arbeitsplätze schaffen usw. Um das Kapital anzulocken, muss es günstige Investionsbedingungen geben, also niedrige Löhne, ein ausreichend gebildetes Arbeitskräftereservoir, rechtlich sichere Verhältnisse, niedrige Steuersätze für Gewinne usw.

Je rechter die politischen Parteien, desto klarer die Überzeugung, dass es das Land nach vorne bringt, wenn man dem Kapital optimale Bedingungen bietet, auch wenn es Kosten der Lebensbedingungen der Bevölkerung geht. Die linken Parteien stammen ja häufig ursprünglich aus den Gruppen der Bevölkerung, um deren Lebensbedingungen es da geht. Und die haben daher naturgemäß, im eigenen Interesse das Bedürfnis, die Möglichkeiten des Kapitals zu begrenzen.

Gruß Friedemann

Antwort
von Modem1, 26

Kann ich nicht aus der Praxis belegen da Reiche Verwande bei mir  besonders Multikulturell eingestellt sind und  Kritik daran nicht tolerieren.

Antwort
von Steffile, 41

In praktisch jedem Land ausser Deutchland sind auch die gemaessigt linken Parteien nationalistisch. 

Antwort
von lesterb42, 27

Weil die Linken gerne alles, was nicht links ist, in einen Sack werfen.

Antwort
von barfussjim, 25

Das ist Unsinn, die Kapitalisten des 21. Jahrhunderts sind für Zuwanderung und offene Grenzen. Wer reich ist, ein Unternehmen führt und Geld scheffelt, profitiert von der Globalisierung. Nationalismus, Kleinstaaterei, geschlossene Grenzen und völkisches Denken schmälern den Profit. 

Neonazis und Rechtsextreme sind es, die sich der Parole "Sozial geht nur National" (NPD) verschrieben haben. Bei der Afd und NPD wird soziale Umverteilung unter Volksgenossen gepredigt und gegen "die da oben" gehetzt.

Kommentar von AlienSquadron ,

In der Finanzkrise hat Lücke gesagt man müsse die Löhne senken um aus der Krise zu kommen . Also muss der kleine Mann dafür aufkommendas wäre sehr unsozial, er hat später die AFD mit gegründet.

Kommentar von schmidtmechau ,

Der Mann heißt übrigens Lucke!

Kommentar von barfussjim ,

Lucke ist weg, Leute wie Höcke, Petry und Storch geben jetzt den Ton an. Mit der neoliberalen Profrssorenpartei, die sie mal sein wollte, hat die Afd nichts mehr gemein.

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