Frage von TheAllisons, 53

Warum wird in der öffentlichen Verwaltung kostenpflichtige Software (z. B. Produkte von Microsoft) benutzt, wenn es doch freie kostenlose Software gibt?

Warum wird in der öffentlichen Verwaltung kostenpflichtige Software benutzt, wenn es doch freie kostenlose Software gibt, die offensichtlich wegen des öffentlich einsehbaren Programmcodes leicht auf schädliche Funktionen untersucht werden kann? Ist der Programmcode freier Software wie z. B. Linux, LibreOffice, Mysql nicht öffensichtlich nachprüfbar und deshalb sicherer als z. B. Windows, Microsoft Office und Microsoft SQL Server, deren Funktionen nur der Hersteller kennt? Kann die öffentliche Hand ihren verwalteten Bürgern mit diesen kommerziellen proprietären Produkten die Datensicherheit garantieren?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von segler1968, 20

Mit open Source kannst Du keine Verträge machen. Es kostet nichts, aber es garantiert auch niemand, dass es das morgen noch gibt. Oder das es sicher ist. Wen verklagst Du denn wegen der Sicherheitslücken in Linux? Wer garantiert, dass es morgen noch Support für Libre Office gibt?

Die Lizenzkosten sind unbedeutend. 100 Euro oder so für ein MS-Office einsparen? Das hast Du doch in zwei Arbeitsstunden wieder raus, wenn der Beamte sich mit Open Source herumschlagen muss. Arbeitszeit und Effizienz und Langzeitverfügbarkeit schlägt Lizenzkosten.

Kommentar von FloTheBrain ,

Das ist Unfug!

Quasi das ganze Internet setzt auf Linux. Fast alle Server dieser Welt laufen mit Linux. Wenn es also stimmen was du hier behauptest, dann wäre von heut auf morgen das Internet in Gefahr auszugehen.

Und selbstverständlich gibt es auch freie Software, die versicherbar ist. Somit geht eine Firma kein Risiko ein.

Und viele Firmen verkaufen auch den Support an Unternehmen.

Unter Linux kann man sich sogar sicherer sein, dass es das auch noch in 20 Jahren gibt. Im Gegensatz zu einzelnen Firmen, die sehr schnell pleite gehen könnten.

Kommentar von segler1968 ,

Natürlich kann man open source wunderbar für Server einsetzen. Das wird ja auch massenhaft in der öffentlichen Verwaltung gemacht. Aber hier reden wir von Anwendungsprogrammen und normal begabten Angestellten im öffentlichen Dienst. Und bei Anwendungsprogrammen setzt quasi die ganze Welt auf Windows, nicht auf Linux. Wer hat denn schon Linux auf dem Desktop? Und nach Windows kommt erst einmal OS X.

Davon abgesehen gibt es die meisten Fachanwendungen für die öffentliche Verwaltung gar nicht für Linux. 

Kommentar von FloTheBrain ,

Stimmt einfach nicht was du sagst. Hier ein Beispiel:

https://netzpolitik.org/2014/oberbuergermeister-muss-zurueckrudern-muenchen-blei...

Kommentar von segler1968 ,

Die Frage bezog sich auf die Regel, nicht die Ausnahme in München. Und Office ist bei weitem nicht das einzige Anwendungsprogramm in der öffentlichen Verwaltung, jede Abteilung hat ihre Spezialanwendungen.

Meine Firma erstellt bundesweit Verwaltungssoftware für die Bildungsadministration. Wir sind in mehr als der Hälfte der Landkreise vertreten. Und nicht ein einziger dieser PCs läuft unter Linux, sondern ausschließlich unter Windows. Wir werden auch gezwungen, Microsoft-SQL und Internet-Explorer explizit zu unterstützen. Der einzige Wandel, der langsam einsetzt, sind Cloud-Anwendungen. Aber auch die werden fast nur von Windows-PCs aufgerufen.

Es ist mir doch egal, was Du Dir wünscht. Oder ich mir. Es ist die Realität und die von den Behörden genannten Gründe habe ich gesagt. Du musst nicht den Überbringer der Botschaft erschießen :-)

Kommentar von FloTheBrain ,

In einer Großstadt wie München kommt fast jeder Verwaltungsakt vor, den man sich vorstellen kann. Und in den letzten 10 Jahren hat die Softwareentwicklung und Softwarevielfalt so extrem an Fahrt aufgenommen, wie man es sich kaum vorstellen kann. Wenn München seit 2002 auf freie Software setzt und damit Millionen spart, gibt es kein Grund für andere Städte und Behörden darauf zu verzichten. Die Entwickeln dort genau das, was sie selbst brauchen. Besser und unabhängiger geht es nicht.

Die Gründe für die Dominanz von Microsoft auf dem Desktop sind geniales Marketing schon an den Schulen und einfach nur Gewohnheit. Und natürlich Leute wie deinereiner, die damit ihr Geld verdienen und klar dafür sein müssen ;-)

Kommentar von FloTheBrain ,

Und:

Schaut man mal in die EU, so stellt man fest, dass in anderen Ländern in den letzten Jahren hunderttausende Desktop PCs in den Verwaltungen, im Gesundheitssystem und im Bildungswesen ganz, oder teilweise auf freie Software umgestellt wurden und immer noch werden.

Deutschland hinkt dabei mal wieder hinterher weil für uns alles Neuland ist und man sich das Internet lieber von Bediensteten ausdrucken lässt.

Es gibt keinen vernünftigen Grund proprietäre Software im Staatswesen einzusetzen. Erst recht nicht wenn man verantwortungsbewusst und effizient mit Steuergeldern umgehen will.

Und ein weiterer Punkt den du angesprochen hast, mit dem Support stimmt erst recht nicht. Denn bei freier Software kann jeder andere ein Projekt weiter entwickeln und pflegen. Es ist sogar billiger auf lange Sicht, eigene Programmierer als Land oder Gemeinde dafür zu beschäftigen. Das passiert im Übrigen auch teilweise.

Geht eine Firma pleite, die eine ach so tolle Datenbankverwaltung verkauft hat, als geschlossene Software, dann ist eine Behörde richtig gekniffen. Bei Freier Software kann man immer für ein Fortbestehen des Projekts sorgen. Genau das wird auch in Studien immer wieder hervorgehoben.

So einfach ist das!

Antwort
von FloTheBrain, 11

Der Grund ist die mangelnde Kompetenz in Sachen moderne Medien. Mircosoft stellt kostenlos Windowssoftware für Schulen zur Verfügung, und das seit schon 20 Jahren. So lernen die Kinder von klein auf was ein Betriebssystem ist. Augenscheinlich. In Wahrheit lernen sie nur Microsoft kennen. Apple bekommt den Fuß in die Tür über die mobilen Geräte und den "Hipsterfaktor".

Alle Begründungen die du hier gehört hast, die gegen freie Software sprechen stimmen nicht. Ebenso stimmt deine These nicht:

In Vielen Bundesländern und Gemeinden wird seit Jahren auf Linux und freie Software umgestellt. Das spart ordentlich Geld und ist außerdem viel sicherer als Windows, was inhärent unsicher gestaltet ist.

Viele Firmen verkaufen als Geschäftsmodell den begleitenden Support für die Software.

Der Hauptgrund ist also Gewohnheitssache. Dank knapper Kassen wird aber trotzdem immer mehr auf freie Software gesetzt.

Alles was nicht direkt ein Desktop PC ist, läuft außerdem mit hoher Wahrscheinlichkeit schon heute mit Linux: Modems, Router, Smart TV's, alle Androidgeräte, Server und selbst das Frühwarnsystem für Zunamis im indischen Ozean setzt auf eine Deutsche Linux-Distribution. Gerade weil es da um jahrelange Zuverlässigkeit geht.

Antwort
von PHoel, 19

Klar ist Open Source sicherer. Es gibt auch genug Firmen, die kein Microsoft einsetzen, das Problem ist einfach, das in Schulen Microsoft verwendet wird, was sowieso eine absolute Frechheit ist, dadurch kennen sich später alle mit den MS-Programmen aus, und die anderen wollen sie nicht benutzen, obwohl sich diese in der Bedienung kaum unterscheiden. Die komplette Stadtverwaltung Münchens zum Beispiel hat auf Linux umgestellt, wird jetzt aber evtl. wieder geändert, da der neue Bürgermeister ein Linux-Hasser oder sowas ist. 

Ich denke nicht, das der Support eine so große Rolle spielt. Den kriegt man bei Linux genauso. Ich denke eher es liegt daran, das Microsoft auch durch Angebote den Firmen ihre Software schmackhaft macht.

Es gibt viele Firmen, die Linux benutzen oder eine Umstellung in Erwägung ziehen. Gerade jetzt, wo Microsoft kein Betriebssystem mehr auf dem Markt hat, mit dem man einigermaßen arbeiten kann.

Kommentar von FloTheBrain ,

Beste Antwort.

Kommentar von PHoel ,

Danke ;)

Antwort
von MrKnowIt4ll, 29

Ich denke mal den Betrieben geht es vorrangig um den Support, den man bei Microsoft, etc. garantiert bekommt...

Kommentar von FloTheBrain ,

Bekommst du auch garantiert unter Linux.

Kommentar von MrKnowIt4ll ,

Ein Wartungsvertrag mit einer OpenSource Software für die niemand zuständig ist? Bestimmt nicht ;)

PS: Ich habe gerade deinen Beitrag oben gelesen, musst nicht noch mal alles schreiben...

Kommentar von FloTheBrain ,

wow

Du hast echt nicht die geringste Ahnung von der IT Welt.

Schon mal von Red Hat gehört? SUSE Linux Enterprise?

Für den Rest schau in meine Antwort hier...

Kommentar von MrKnowIt4ll ,

Du bist der Boss, ich seh' schon ! Top. Werde auch nicht mehr antworten auf dein Gelaber :) Schönen Tag noch.

Kommentar von FloTheBrain ,

Das internationale Zunami-Frühwarnsystem im Indischen Ozean, wo Ausfallsicherheit das aller Wichtigste ist läuft mit Linux.

Aber das supportet dann keiner?

DU setzt hier "Gelaber" ab und tickst aus wenn man Unfug als Unfug entlarvt. Offensichtlich hast du hier ein paar Charakterschwächen. Kritikfähigkeit mangelhaft. ;-)

Antwort
von TimmyEF, 25

Wegen der Wartungsverträge

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