Frage von Trollmanns, 74

Warum wird immer noch soviel geröntgt?

Röntgenstrahlen sind doch sehr Krebseregend. Sollte man mittlerweile Knochenbrüche nicht auch mit Ultraschall erkennen können?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von sabbsi, 32

Die Röntgenstrahlen sind so niedrig dosiert, dass sie einen Patienten nicht gefährden. Es braucht schon extrem viele Röntgenuntersuchungen an einer Stelle bzw. ein falsch eingestelltes Röntgengerät, bis es zu Strahlungsschäden kommt.

Zudem sind Röntgenstrahlen in Form von CT einfach auch überlebenswichtig. Mit einem CT können sich die Ärzte im Notfall eine schnelle Übersicht über alle Verletzungen und deren Ausmaß verschaffen. Das CT ist innerhalb weniger Minuten erledigt, ein strahlungsfreies MRT würde da viel zu viel Zeit in Anspruch nehmen.

Ein Ultraschall ist übrigens sehr ungenau. Da erkennt man viel zu wenig. Auf dem Röntgenbild kann man den Knochen super sehen, kann die Kotikalis, Spongiosa und den Gelenkspalt beurteilen, sieht Brüche sehr gut und, auch wenn selten, erkennt bösartige Veränderungen.

Für einen Patienten besteht wirklich extrem selten Gefahr durch Röntgenstrahlen. Wer weit aus mehr gefährdet ist, sind Mitarbeiter, die in der Röntgenabteilung oder im OP etc. tagtäglich die Röntgengeräte bedienen. Die müssen sich gut schützen und es wird auch kontrolliert, wie viel Strahlung sie abbekommen. Aber selbst hier ist es selten, dass Grenzwerte überschritten werden.

Kommentar von RoXoR9876 ,

Naja, mein Alter Lehrer der Jahrelang im Bereich der Strahlunglehre geforscht hat, hat immer gesagt, das sowenig wie möglich Geröntgt werden sollte, da es eben doch Gesundheitlich bedenklich sei, mit steigender Anzahl stärker. Ich bin kein Experte in dem Gebiet, aber ich kann mir schon vorstellen dass das Risiko für DNA-Schädigungen und damit verbundenem Krebsrisiko steigt, das es durch die Strahlung nicht zu direkten Strahlungsverletzungen kommt ist natûrlich klar :D

Kommentar von RoXoR9876 ,

Also für die Patienten, Mitarbeiter ist natürlich klar :D

Kommentar von sabbsi ,

Alter. Im Ernst?! Wer bewertet die Antwort schlecht und WARUM?!

Aber danke für die Auszeichnung :*

Natürlich sind Röntgenstrahlen schädlich, aber für den Patienten ist das meist nicht all zu tragisch, so lange nicht übertrieben wird. Bei Kindern muss man ja, wenn man überhaupt röntgt, auch viel niedriger dosieren, verzichtet auch eher mal auf ein Kontrollröntgen.

Als Mitarbeiter sollte man viel eher schauen, dass man nicht dauernd dabei ist und sich vorallem auch ausreichend schützt. Ich arbeite ja im OP, da gibt es auch viele Kollegen, grade ältere Kollegen, die die jungen Kolleginnen nicht gerne bei langen OPs, bei denen auch viel geröntgt wird, an den Tisch zum assistieren lassen, weil die eben in der fruchtbaren Phase sind, Kinderwunsch besteht etc. Da hat man dann eben keine Chance, ein paar Schritte wegzugehen und sich durch den Abstand zu schützen.

Und sobald man weiß, dass man schwanger ist, sollte man es dem Arbeitgeber auch sagen, dass man nicht mehr im OP eingesetzt wird oder vom Frauenarzt sogar ein Berufsverbot bekommt.

Es wäre toll, wenn es irgendwann die Möglichkeit gäbe, in den Menschen zu schauen, ohne dass man Strahlen braucht und es trotzdem nicht lange dauert.

Antwort
von newcomer, 48

Ultraschall dringt nur von einer Seite ein, Röntgen komplett durch. Die Röntgenstrahlung ist mittlerweile so niedrig dosiert dass sie als unproblematisch gesehen wird

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