gutefrage.net, die Ratgeber Community
Login   |  Registrieren   |  Forum |  Richtlinien & FAQ

Warum wird im Kernspintomograf nicht das Eisen im Blut magnetisch angezogen?

gefragt von rajaxx am 05.10.2009 um 19:07 Uhr
Frage beantworten

Hier finden Sie weitere Fragen zu den Themen:

medizin x 15.007 physik x 3.907

Vom Fragesteller als hilfreichste Antwort ausgezeichnet


anonym
beantwortet von DocBernd am 6. Oktober 2009 20:02
1x
Die Antwort ist hilfreich? Dann klick mich!
Hilfreichste Antwort

Will man das Gehirn in Aktion erleben, so benutzt man heute meist eine Variante dieses Verfahrens, die so genannte funktionale Kernspin- oder Magnetresonanztomografie (fMRI). Dabei konzentriert man sich auf die genaue Verteilung der Blutströme, die durch das Hirn fließen, weil besonders aktive Neuronenfelder mehr Blut als üblich benötigen. Technische besehen nutzt die Messung die Tatsache aus, dass der vom Blut transportierte Sauerstoff Eisen enthält. Er ist nämlich an ein eisenhaltiges Proteins namens Hämoglobin gebunden, welches sich in den Roten Blutkörperchen befindet. Wie stark das Hämoglobin nun auf magnetische Felder reagiert, hängt von der Menge seines vorübergehend gebundenen Sauerstoffs ab. Hämoglobinmoleküle, die gerade keinen Sauerstoff mit sich führen, verhalten sich ähnlich wie winzige Magnete. Sie richten sich in Gegenwart starker Magnetfelder entlang der von ihnen erzeugten Feldlinien aus und reagieren auch auf Störsignale, die man in dieses Feld hineinsendet. Mit Sauerstoff beladene Hämoglobinmoleküle hingegen tun das nicht; sie lassen die Signale ungehindert passieren. Somit kann man auf das reichliche Vorhandensein von Sauerstoff schließen, wenn eine bestimmte Stelle des Gehirns eingestrahlte Störsignale mehr als üblich passieren lässt. Messung und Interpretation solcher Signale sind allerdings ungemein kompliziert, weil sich hier etliche verschiedene Effekte überlagern.


Weitere gute Antworten


anonym
beantwortet von newcomer am 5. Oktober 2009 19:09
0x
Die Antwort ist hilfreich? Dann klick mich!

die Eisenmoleküle werden ausgerichtet in gleiche Spin Richtung

Kommentar von rajaxx am 5. Oktober 2009 19:11

aber metallgegenstände muss man ja alle ablegen vorher - zählt da eisen nicht zu?

Kommentar von newcomer am 5. Oktober 2009 19:19

metallgegenstände beeinflussen das Ergebnis

Kommentar von 633585890c3c7d0f1933ce2c7d69d1c7smallPintxo am 6. Oktober 2009 16:45

LOL. Doch schon, aber wenn du vor der Untersuchung dein gesamtes Blut bei der MRT-Assistentin abgibst, haben wir einen klassischen Fall von: Untersuchung perfekt - Patient tot.


anonym
beantwortet von keri84 am 5. Oktober 2009 19:08
0x
Die Antwort ist hilfreich? Dann klick mich!

ich vermute es wird schon angezogen, aber da es so wenig ist fällt es nicht auf

Kommentar von rajaxx am 5. Oktober 2009 19:09

wieso was meinst du mit "so wenig"?

Kommentar von keri84 am 5. Oktober 2009 19:10

naja du hast keine 20g eisen an einem stück, sondern hier ein eisen-Molekül, da eins, über den ganzen körper verteilt in winziger form


Frage beantworten

Verwandte Fragen

Verwandte Fragen

Noch nicht die richtige Antwort? Dann hier in allen Fragen und Tipps suchen:




Die unter gutefrage.net angebotenen Dienste und Ratgeber Inhalte werden nicht geprüft. Die Richtigkeit der Inhalte wird nicht gewährleistet. Bitte lesen Sie hierzu auch unsere Rechtlichen Hinweise.