Benjy am 11.03.2009 um 12:25 Uhr
Es heißt immer "der Täter"...
Ist es so unwahrscheinlich, dass es auch mal eine Täterin sein könnte? Seit dem bekanntwerden von gewalttätigen "Mädchengangs" ist doch nichts mehr klar...

Bürgerinnen und Bürger, Wählerinnen und Wähler, Leserinnen und Leser...
Aber: Steuerhinterzieher, Mörder, Sozialschmarotzer...
Willkommen in der bigotten Welt der Geschlechterrollen.

Weil es, statistisch gesehen, mehr männliche als weibliche Straftäter gibt.
Politisch korrekt fide ich das aber trotzdem nicht, schliesslich wollen die Frauen doch immer Gleichberechtigung ;)

Es ist einfacher bei "dem Täter" auf beiderlei Geschlecht zu münzen, als wenn man von vornherein sagt "die Täterin".
Das hat nichts damit zu tun, dass man grundsätzlich erstmal von männlichen Tätern ausgeht.

Der Mörder ist IMMER der Gärtner - männlich....Frauen gehen geschickter ans Werk und schieben es den Männern in die Schuhe...g
Denise180685 am 11. März 2009 12:27 lol
mbmama am 11. März 2009 12:28 DH

weil es (fast) immer, ein männlicher täter ist ;) (außerdem ist der artikel von "täter" unmahl "der", egal ob man damit jemanden meint der männlich oda weiblich ist)
Es gibt der, die , das! Der Schrank, die Waschmaschine und der Täter.Wobei der Täter dann auch weiblich sein kann.

Ja! Die Wahrscheinlichkeit ist weit geringer, dass der Täter eine Frau ist. Nur 15% aller Häftlinge sind weiblich. Und die allerwenigsten sind Sexualstraftäterinnen.
"Der Täter" heißt nicht von vorneherein, dass man davon ausgeht, es sei ein Mann gewesen, auch wenn für gewisse Vergehen die Wahrscheinlichkeit größer ist.
Vielmehr ist DER Mensch gemeint, der es getan hat. Und es wird DIE Person gesucht, die es getan hat, was wiederum nicht heißt, das es sich um eine Frau handeln muss. Der Grund ist schlicht ein grammatikalischer, dass man "der Täter" sagt.
Gruß wiele
DH, das ist schlicht und ergreifend die beste Lösung. Es kommt immer auf das grammatikalische Geschlecht an.

Das ist halt so im Sprachgebrauch. Sich darüber ernsthaft Gedanken zu machen ist nur absolut gelangweilten Menschen vorbehalten.
In Zeiten der Gleichberechtigung sollte das eigentlich nicht der Fall sein.
Täter ist sowohl Mänlich als auch Weiblich. Der Täter ist voerst immer ein "ES"
auchmama am 11. März 2009 12:30 ...und u.a. werden die Täter"s" auch immer jünger...;-)

Frauen verüben andere subtielere Straftaten, aber Gewalttaten werden sehr oft von Männern verübt
weils dann zu umständlich wird?? dann müsste man ja der Täter, die täterin oder die Täter sagen und das ist einfach zu sagen der täter. finds ziemlich blöd wenn man überall wos grad geht di weibliche form dazu hängt (bei manchens sachen ist es ja ok aber nicht überall)
finde ich auch, das nervt iwie. das kommt bestimmt bald auch bei gegenständen..."ich habe zu Hause noch ein paar Äpfel und Äpfelinnen rumliegen"..."der Absatz der Autos und Autinnen ist in Deutschland um 6% zurückgegegangen" etc.

Es gibt "typische" männliche und "typisch" weibliche Verbrechen.
I.d.R. tendieren Männer eher zu körperlich anstrengenden Taten, während Frauen die subtileren Varianten bevorzugen.
Ein Garant ist das natürlich nicht.
Ich denke, dass sich "der Täter" einfach im Sprachgebrauch eingebürgert hat und sich keine Feministin findet, die deswegen den sonst üblichen Emanzen-Lärm veranstaltet.
könnt ja auch heißen :die mensch(der sonne,das opfer,der welt..) aber so ganz unrecht hast trotzdem nicht mit deinen gedanken zur frage

ich finde, jedes verbrechen kann von männern und von frauen begangen werden! solche krimiserien sind sowie so nicht realitätsgetreu. ist wie bei "schwester stefanie", so ist auch nicht der krankenhausalltag! ich denke, wie schon gesagt, dass sich der begriff "der täter" einfach eingebürgert hat!
Weil der Anteil männlicher Täter einfach höher ist. Dies hängt mit einer noch immer vorhandenen sozialen Aufgabenteilung zusammen, Emanzipation hin oder her. Der klassische "männliche" Urtypus (und ja, es gibt heute immer mehr Angepasste und Mischtypen) hat zur Ego-Befriedigung andere Werte notwendig (Hackordnung, Statussymbolik=Geld, männliche Attribute Ehre, Kraft...) als der Urtypus "Frau". Kann er diese Bedürfnisse nicht legal befriedigen besteht die Gefahr illegal dafür zu sorgen (auch wenn es Klischee sein könnte: Jugendlicher, Migrationshintergrund, Harz4 da arbeitslos - höhere Anfälligkeit für illegale Befriedigung).
Klassischer Frauentyp holt Wertigkeiten aus anderen Bereichen (ist aber dabei oft Auslöser für die Illegalität des Mannes - da dieser ja wiederum der Frau gefallen will).
Weil somit Zeit gespart wird. "Der Täter, respektive die Täterin wird gesucht...". So eine Zeitverschwendung.
Und um den Kern der Problematik anzuspreche: Ich bin kein Freund von übertriebener Symbolik. Symbolik, weil man nach außen hin zeigen will, alles dafür zu tun, um die Gleichberechtigung von Frau und Mann zu fördern. Aber so beschönigt man die Realität nur und verdecket teilweise die wirklichen Missstände unserer Gesellschaft. Außerdem kostet es teilweise auch unnötiges Geld.
Warum machen wir die Gleichstellung von Frau und Mann so sehr am Wort fest? Wollen wir neuerdings auch sagen: Der Mensch und die Menschin? Ist es nicht wichtiger, die tatsächlichen Probleme unserer Gesellschaft zu lösen und z.B. Gleichberechtigung auch effektiv durchzusetzen, anstelle dass wir uns auf Nebenschauplätzen aufhalten?!?
Es hat sich nunmal eingebürgert, im allgemeinen vom "Täter" zu sprechen. Sobald die Person näher konkretisiert wurde, wird geschlechterspezifisch differenziert.
dh

Es kommt immer auf das Verbrechen an sich an. Auf den Tathergang ! Bei Giftmorden denkt man da eher an Frauen als Täterinnen.
dazu gabs auch male 'ne Frage...
Hab' sie gefunden:
http://www.gutefrage.net/frage/innen
Ich erinnere mich auch.
Ich war sicher, ich hätte damals schon ein DH auf die Frage gegegeben... aber anscheinend nicht...