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Warum wird Hermann Hesse eigentlich oft mit den Hippis assoziiert?

gefragt von patomacho am 18.08.2007 um 12:48 Uhr

Warum haben die Hippis ihn so bewundert? Er schreibt viel über Bürgertum und Schmerz, schlimme Erfahrungen und das Alleinsein. Das ist doch ziemlich "unhippy" und ein Drogentrip wie der Steppenwolf reichte doch nicht ernsthaft aus, um einen Autor emporzuheben? Seine Sprache ist altmodisch (aber schön) und einzig der Inhalt von Siddharta (Buddha) und dem Steppenwolf (Drogen, unter anderem) erscheinen mir plausible aber nicht ausreichende Antworten auf meine Frage zu sein! Was sagt ihr?


Reply


anonym
beantwortet von spalding am 18. August 2007 12:56
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Ich glaube das liegt vor allem an Siddhartha, irgendwie meinten viele darin einen Weg zu sehen ...


neurodoc
beantwortet von neurodoc am 18. August 2007 22:09
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In "Steppenwolf" werden Drogenerfahrungen wie Erweiterung des Bewußtseins beschrieben.


demosthenes
beantwortet von demosthenes am 18. August 2007 14:30
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Hesse wurde am 3. Monsun des Jahres 1942 im indischen Goa als Sohn einer deutschen Esoterikerin und eines indischen Imbissbudenbesitzers als jüngstes von 14 Geschwistern geboren.

Das allein ist ja schon sehr hippiemässig.

Steht so im Netz - auch wenn es wohl eher nicht stimmen dürfte.


Knowledge
beantwortet von Knowledge am 18. August 2007 17:30
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Ist etwas weit hergeholt, aber denkt auch an den Film "Born To Be Wild" zu Hippie-Zeiten, der mit dem "Steppenwolf" assoziiert wird.


PollyDoll
beantwortet von PollyDoll am 18. August 2007 14:26
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Hermann Hesses "Siddhartha" ist eines der meistgelesenen Bücher dieser Welt, dessen millionenfache Verbreitung im asiatischen Raum ein Indiz für die authentische Übertragung buddhistischen und taoistischen Gedankenguts in seine "indische Dichtung" ist.

Nichts desto weniger handelt es sich um ein zutiefst deutsches bzw. protestantisches Buch, dessen Thema die Dialektik von "Werden und Entwerden" ist, welche ihre Wurzeln in der europäischen Mystik hat.

Die 1922 erschienene Erzählung "Siddhartha" ist Ergebnis einer jahrelangen Befassung Hesses mit asiatischer Philosophie und Spiritualität, die bis in seine früheste Kindheit zurückreicht (Großvater Gundert hatte eine besondere Affinität zur indischen Kultur und war Verfasser eines Malajalam-Lexikons wie auch eines Malajalam-Liederbuchs; Lieder, die in der Familie Hesse gemeinschaftlich gesungen wurden.







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