Warum wird erst dann von Menschen in der Justiz berichtet, die Nazis gewesen sind und hochdotierte Posten in der Justiz hatten, wenn diese nicht mehr leben?

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3 Antworten

Das müsstest Du eigentlich die Juristen, Staatsanwälte und Politiker der Nachkriegszeit fragen.

Du musst Dir vor Augen führen, dass damals sehr viele Deutsche in diese Verbrechen in irgend einer Weise involviert waren. Wenn sie nicht selbst Nazis waren, waren es aber oft ihre Freunde/ ehemaligen Freund und ihre Familienangehörigen.

Manche schämten sich zwar für die Verbrechen an den Juden und Menschen anderer Nationen, aber das nationalsozialistische Gedankengut geisterte in noch sehr vielen Köpfen herum.

Die Menschen lenkten sich mit dem Wiederaufbau Deutschlands ab. Da gab es ja auch wirklich genug zu tun. Diese generation hatte einfach kein Interesse an der Aufarbeitung der Nazi-Verbrechen.

Einen ersten Schritt einer Art Aufarbeitung unternahmen die 68er. Sie rebellierten gegen die Generation ihrer Eltern.

Was die Aufarbeitung der Verbrechen betrifft, gingen die 68er nicht weit genug. Es war einfach nicht ihr eigentliches Ziel.

Natürlich hatte es in diesen Jahren immer iweder Menschen gegeben, denen eine Aufarbeitung der Nazi-Verbrechen am Herzen lag, sie waren eine Minderheit und konnten sich gegen die Mehrheit nicht durchsetzen.

Erst in der neuen Generation gab es eine Mehrheit, die die Aufarbeitung der Nazi-Verbrechen in Angriff nahm. Befeuert wurde das Ganze auch durch die "Wiedervereinigung". Dadurch gab es einen verbesserten Zugriff auf Archive, über Vieles wurde neu und anders nachgedacht.

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Kommentar von Ontario
17.10.2016, 06:32

Was geschah mit der Aufarbeitung der Verbrechen an der deutsch, deutschen Grenze ? Jeder der einen Menschen an der Grenze erschossen hat,berief sich auf einen Befehl von oben. Aber diese von "oben" leben doch noch heute unter uns und kassieren teilweise satte Pensionen, ohne jemals für ihre Befehle bestraft worden zu sein. Man hat ein paar Leute vor Gericht gezerrt, die Strafen waren eher mild oder es gab gar keine. Das waren aus meiner Sicht eher "Bauernopfer". Die Befehlsgeber blieben indessen bis heute unbestraft. Wäre es nach Kohl gegangen, hätte eine Amnestie die Sache als erledigt begraben. Es gab nicht nur Honnecker und Mielke. Es gabe eine Volksarmee mit Führungspersonal, welches die Befehle zum Erschiessen der Menschen gab, die das Land verlassen wollten. Von einer Aufarbeitung kann da ledier keine Rede sein..

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Ein paar dieser Leute leben ja noch, da wird es noch den ein- oder anderen Prozeß geben. Allerdings sind diese mehr oder weinger nur noch symbolisch. Zudem dürften in ein paar Jahren die letzten in Frage kommenden Personen verstorben sein.

In der direkten Nachkriegszeit befanden sich viele Justizangehörige, auch ehemalige Richter, wieder im Dienst der Justiz. Ein ebenfalls dunkles Kapitel der deutsche Justiz. War es ihnen doch gelungen die Ermittlungen teilweise zu verhindern, bzw. unmöglich zu machen.

Zur Zeit der Auschwitzprozesse konnte nur einem kleinen Teil der Täter der Prozeß gemacht werden, da der BGH auf entsprechende Einzelnachweise in der Revisionsprüfung bestand. Diese waren jedoch bei den meisten in den Lagern eingesetzten Schergen kaum zu erbringen.

Erst in dem Prozeß gegen Iwan Demjanjuk im Jahre 2011 wurde das erste Urteil (5 Jahre) ohne Einzelnachweis vom LG München gefällt. Zu der beantragten Revision kam es nicht mehr, weil Demjamjuk vorher starb.

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warum hat man die sedler nicht eingesperrt, sondern ihre partei fortführen lassen, dass sie sogar im bundestag nun sitzt?

hätten doch alle lebenslang bekommen  können, die führer hätten wir gehenkt, wäre doch auch gut gewesen?

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