Frage von Konzulweyer, 123

Warum wird einem die Religion in die Wiege gelegt, und kann nicht selbst entscheiden?

Ja, man kann dann später konvertieren.

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von AbuAziz, 38

Wenn deine Seele auf die Welt kommt, hat sie sich vorher schon entschieden.

Die Fitra (die Natur des Menschen) ist eine dem Menschen angeborene Eigenschaft bzw. Fähigkeit. Das arabische Wort "Fitra" stammt von "fatara" (hervorbrechen). Diese Eigenschaft ermöglicht es jedem Menschen, die Wahrheit selbständig zu finden. Er muss nur wollen.

Jeder Mensch wird als Muslim geboren, unabhängig von der Religion seiner Eltern. Und die Eltern erziehen ihn dann in ihrer Religion.

Jeder Mensch hat die angeborene Fähigkeit zur Erkenntnis, um sowohl sich selbst, als auch seinen Schöpfer (Al-Khaliq= Allah) zu erkennen. Aufgrund dieser Veranlagung können alle Menschen, überall in der Welt, unabhängig von Herkunft und Umgebung, sich Gott aufrichtig ergeben. Und daher wird jeder Mensch am Tag der Auferstehung (yaum-ul-qiyamah) Rechenschaft dafür ablegen müssen, in welchem Maß er diese Gabe genutzt oder verworfen hat.

Kommentar von GFBen ,

Diese Antwort stellt einseitig die islamische Sichtweise dar.

Wenn dem so ist, dass jeder als Muslim geboren wird, warum muss man dann die Schahāda sprechen, um Muslim zu werden, und man gilt bis dahin als "Ungläubiger"?

Kommentar von AbuAziz ,

Der Fragesteller "Konzulweyer" hat als Thema unter anderem den Islam gewählt. Als Muslim werde ich nur die islamische Sichtweise darstellen. Für das Christentum und das Judentum sollen andere antworten.

Wenn man als Nichtmuslim aufwächst, dann bestätigt man mit der Schahada ein Muslim zu sein. Übrigens das Wort Ungläubiger ist eine falsche Übersetzung des Wortes Kafir. Ein Kafir ist jemand, der nicht an den Islam glaubt (ein Nichtmuslim). Er ist aber kein Ungläubiger, weil er ja evtl. ein Christ oder Jude ist oder auch einen anderen Glauben haben kann.

Ein Muslim der regelmäßig die Pflichtgebete betet, sagt die Schahada mindestens 17 mal pro Tag beim Gebet.

Antwort
von kami1a, 62

Hallo! In den meisten Fällen wird sie tatsächlich in die Wiege gelgt - entscheiden kann man später. 

Ich wünsche Dir eine schöne und Stress arme Woche.

Antwort
von MightyM01, 70

In den ersten Lebensjahren entscheiden nun mal deine Eltern für dich. deine Eltern erziehen dich eben in dem Glauben den Sie für das beste für dich halten. meist ist das nun mal der Glauben in dem sie selbst auch groß geworden sind.

Antwort
von Nadschi, 66

Das solltest du deine Eltern fragen. Verstehe das auch nicht und finde ich nicht richtig. Aber früher war es halt "so".

Antwort
von DonkeyDerby, 52

Wird einem ja nicht zwangsläufig. Mich hat keiner getauft.

Antwort
von Awngr, 31

Warum kann man selbst nicht entscheiden, was die eigene Muttersprache ist?

Die Kultur & Sprache in der man aufwächst hängt halt davon ab, in welche Familie, in welches Land, in welche Kultur man hineingeboren wird, und das kann man sich nicht aussuchen...

aber man kann dann später immer noch auswandern...

Auch seine Religion kann man wechseln...

Antwort
von zzzrrrxycv121, 54

Es gibt auch religiöse Elten die das den Kindern überlassen.

Antwort
von Andrastor, 31

Weil sich Religion nur durch Indoktrination am Leben erhalten kann und je früher diese beginnt, desto stärker ist ihr Einfluss auf den Menschen.

Antwort
von Ichthys1009, 18

Als Muslim und als Jude wird man geboren, da die Religion durch Abstammung weitergegeben wird.

Ob man Christ wird, entscheiden die Eltern mit der Kindertaufe.

Die Religion ist immer auch ein Teil der Kultur. Deine Staatsangehörigkeit, deine Abstammung und deinen kulturellen Hintergrund bekommst du auch mit der Geburt mit.

Deine Denkweise wird durch die Art der Eltern, durch die Schule und die Medien mitgegeben.

Die Eltern haben einen gewissen Spielraum, ob sie ihr Kind religiös erziehen, gar nicht religiös erziehen oder streng religiös erziehen.

Geprägt wirst du immer von den Leuten, die um dich herum sind. Und eine nicht-religiöse Erziehung ist auch nicht neutral. In dem Fall wird dir ein Weltbild vermittelt, dass alles ohne Gott zu erklären sei.

Religionsfreiheit hast du sinnvollerweise mit 14 Jahren, weil du erst ungefähr mit der Pubertät in die Lage kommst, dir ein eigenes Urteil zu bilden über das, was andere dir mitgegeben haben.

Religion hat dann auch immer zwei Seiten: einmal was du lebst, und zweitens was auf dem Papier steht.

Was du lebst, kannst du im Laufe deines Lebens immer wieder ändern. Was auf dem Papier steht, kann man manchmal ändern - manchmal macht das Sinn, manchmal nicht.

Einige Daten, die über dich auf dem Papier stehen, wirst du niemals ändern können:

+ deinen Geburtstag und dein Alter

+ deinen Geburtsort und somit evtl. einen Migrationshintergrund

+ die Namen deiner Eltern

+ dein Geschlecht (künstlich natürlich inzwischen schon)

+ deine Abstammung oder Hautfarbe (das ist in Kriegen und Bürgerkriegen viel gemeiner als eine Religion, die man ja noch ändern kann)

Aber ansonsten kannst du auch zwischen Religion und Glaube unterscheiden. Religion ist das, was man äußerlich mitmacht. Glaube ist deine persönliche Entscheidung - und die wird NIEMANDEM in die Wiege gelegt.

Ganz nach dem Sprichwort: "Gott hat keine Enkel."

Antwort
von annisimoni, 45

Es wird nicht jedem die Religion in die Wiege gelegt. Das musst du deine Eltern fragen, warum sie das bei dir getan haben. Ich wurde völlig religionsfrei erzogen.

Kommentar von Konzulweyer ,

Ja, bei den Katholiken ist das so üblich.

Antwort
von fricktorel, 29

Jeder kann sich selbst entscheiden, der eine mehr, der andere weniger (5.Mose 30,15).

Allerdings oft nur gegen die "psychische Gewalt" des "Gottes dieser Welt" (2.Kor.11,3-4; Offb.12,9).

Doch Jesu ist für uns alle gestorben (Röm.6,23).

Antwort
von Whatdoyoumeanl, 30

Weil man kein kleines Kind im Alter von 2 Jahren fragen kann, welcher Religion es gern angehören würde

Kommentar von JTKirk2000 ,

Wo ist das Problem, dass man so lange wartet, bis das Kind für sich selbst entscheiden kann? Meine Eltern haben auch abgewartet und es hat niemandem geschadet, entsprechend zu warten.

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