Frage von MP1992016, 121

Warum wird Donald Trump von so vielen Leuten gewählt?

Hallo ihr lieben :-) Warum wird D. Trump so oft gewählt? Ich fände es überhaupt nicht gut, wenn er Präsident wird, alleine schon wegen seiner rassistischen Äußerungen....

Lg und vielen Dank fürs beantworten 😘

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Unsinkable2, Community-Experte für Politik, 54

Warum wird Donald Trump von so vielen Leuten gewählt?

... weil die Amerikaner sich einen unabhängigen Präsidenten wünschen. Einen, der nicht wie eine Marionette an den Seilen der Finanzindustrie, der Rüstungsindustrie und der Konzerne hängt. 

Und Trump verkörpert all das: Er ist finanziell unabhängig. Er hat eine eigene Meinung. Und er lässt sich nicht die Butter vom Brot nehmen, nur weil ein paar Reiche oder Einflussreiche gegen ihn poltern.

Clinton ist faktisch das genaue Gegenteil davon: Sie ist nicht (sonderlich) reich, sondern abhängig von der Finanzindustrie und ihren Sponsoren. Sie will ihnen gefallen, denn so bekommt sie "Vortrags-Aufträge", für die sie viel Geld einstreichen kann. 

Ich fände es überhaupt nicht gut, wenn er Präsident wird, alleine schon wegen seiner rassistischen Äußerungen....

Nun, dazu hat jeder seine eigenen Ansichten. Doch mir, ganz persönlich, wäre ein "Maulhelden-Rassist", der nichts tut, sondern nur mit dem Maul dabei ist, immer noch lieber als eine aktive Kriegstreiberin, die noch mehr Kriege auf dieser Welt führen möchte. Für meinen Geschmack gibt es schon zu viele Kriege, zu viele Tote und zu viele Flüchtlinge...

Dir ist bekannt, dass der - im übrigen völkerrechtswidrige(!) - Libyen-Einsatz und der daraus folgende Tod des Staatschefs, den Obama als "den größten Fehler in seiner Laufbahn" bezeichnete, von Clinton wie folgt bewertet wurde?

Nochmals: Ein VÖLKERRECHTS-WIDRIGER KRIEGSEINSATZ. Und diese Frau sitzt da, grinst breit und freut sich über ihren "Sieg", der das Land ins Chaos und an den Rand eines Bürgerkriegs stürzte...

Diese Frau hat nicht die geringsten Skrupel, die Welt in Brand zu stecken. Sie ist bereit, gegen Russland aufzurüsten. Sie ist bereit, gegen die Terroristen Krieg zu führen, obwohl auch sie wissen dürfte, dass man gegen "friedliche Nachbarn, die urplötzlich zum LKW greifen" kaum mit Kriegen vorgehen kann. Und sie hat keine Hemmungen, eine ganze Liste von halben Kontinenten aufzuzählen, gegen die sie Krieg führen möchte. ("Das [Anm. Krieg] ist die einzige Sprache, die sie verstehen." Hillary Clinton).

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Bei dieser Auswahl - Clinton oder Trump; Kriegstreiberin oder selbstherrliches Großmaul - würde ich, als Amerikaner, mich auch für das kleinere Übel entscheiden: das selbstherrliche Großmaul Trump.

... und ich bin alles andere als ein Freund der Republikaner...

Kommentar von lumi2000 ,

Von jemandem mit Community-Experten Status würde ich eigentlich erwarten, dass er/sie die persönliche Meinung nicht in eine Antwort einfließen lässt, wenn sie nicht gerfragt ist und das ist sie hier nicht.

Und dann ist die halbe Antwort auch noch off-topic.

Kommentar von Unsinkable2 ,

Liebe/r lumi2000, 

ich weiß nicht, ob du schon bis zum Wesen dieser Plattform vorgedrungen bist: Du befindest dich hier auf einer MEINUNGS-PLATTFORM. Das ist kein "´Forum des politischen Rechts", auf dem sich Wahlrechts-Juristen oder Statistik-Experten austauschen, und es ist schon gar kein amerikanisches Forum. 

Damit sind wir beim zweiten Punkt: Es mag sein, dass du den "politischen Tunnelblick" bevorzugst; ich neige jedenfalls nicht dazu. Und insofern beachte ich möglichst alle relevanten Optionen, wenn eine Frage gestellt wird, die ich zu beantworten versuche. 

Dazu gehört auch, dass ich mir nicht nur das "Warum dafür?" anschaue, sondern - gerade bei einer dualen Option - auch das implizite "Dagegen"; also hier das "Warum dagegen?" bzw. "Warum nicht für die andere?". Und das mache ich, ich sagte es oben schon, aus der deutschen Perspektive, denn das ist für die meisten Deutschen, die besser verständliche, also hilfreichere Perspektive...

Kommentar von MP1992016 ,

Hallo Lumi,

zu diesem Thema finde ich persönliche Meinungen überhaupt nicht schlecht, vor allem dann nicht, wenn sie mit Beispielen und Argumenten dargelegt werden. Zu manchen Themen sind eigene Meinungen wirklich total unangebracht, jedoch finde ich sie zu dem Thema jedes mal Interessant.

li

Antwort
von lumi2000, 31

Trump ist ein Symptom, nicht die Krankheit.

Trumps Wähler zeichnet eine hohe Unzufriedenheit gepaat mit Angst aus. Angst, sozial abzusteigen, arbeitslos zu werden, den Hauskredit nicht bezahlen zu können - Gerade nach der Finanzkrise 2008 sitzt der Schock noch tief und hat den Leuten verdeutlicht, dass es jeden treffen kann.

Die Unzufriendenheit richtet sich gegen das Establishment, das die kleinen Leute aus den Augen verloren hat, und nur ihre eigenen Interessen verfolgt.

Diese Leute haben den Eindruck, dass früher alles besser war, als es den Amerikaischen Traum noch gab. Wer heute arm geboren wird, kann arbeiten, was er will. Er wird es kaum aus der Armut schaffen.

Von der Globalisierung haben Trumps Wähler nicht profitiert, für sie ist das eine Bedrohung.

Diese Wut und diese Unzifriedenheit richtet sich dann leider oft gegen
die, die am wenigesten dafür können: Einwanderer und andere arme
Menschen.

Die Ursachen für diese Entwicklung sind sehr komplex.
Die Schere zwischen Arm und Reich wird immer größer und sie sind auf der Seite der Armen. Manch einer mag den ungezügelten Kapitalismus und Neoliberalismus dafür verantwortlich machen. Das sieht mittlerweile sogar der IWF(!!!) so.

Was aber am Wichtigsten ist: Trump wird wieder verschwinden, ob im November oder nach 4 Jahren als Präsident. Die Ansichten seiner Wähler bleiben.

Antwort
von rotesand, 11

Hallo!

Trump ist deswegen so populär, weil er genauso prollig & primitiv ist wie der typische Durchschnitts-Ami: Er ist inkompetent & schämt sich nicht mal dafür, ist laut, pöbelt rum, hat keinerlei Anstand und keine Manieren, sucht die Schuld für alles immer bei anderen ... und damit imponiert er dem Durchschnitts-Wähler umso mehr -------> weil er keiner aus der Elite und keiner aus einer einflussreichen Dynastie ist, sondern einfach "ein Typ wie der typische Ami halt ist".

Deswegen können sie sich damit identifizieren. Er ist zudem ein medienwirksamer Selbstdarsteller & befriedigt das, was die Amis wirklich wollen.

Hinzu kommt, dass die US-Politik die Mittelschicht & die Ärmeren verärgert und im Stich ließ & man nach Alternativen sucht. Trump ist in den USA etwa das, was bei uns die AfD ist --------> die Anlaufstelle für Frustwähler, die sich von den bisherigen Machthabern veralbert fühlen. Dass Trump kandidiert, ist für solche Frustwähler Jacke wie Hose: Wäre ein anderer da, würden sie den wählen. 

Und Hillary Clinton hat einerseits den Establishment-Malus, andererseits mit TTIP, TISA usw. unvertretbare Haltungen.

Man muss nur eins und eins zusammenzählen. 

Antwort
von surfenohneende, 35

Warum wird Donald Trump von so vielen Leuten gewählt?

Wenn die einzige "Alternative" Hillery Clinton ( TTIP /CETA / ACTA / ... & AIPAC usw. Lobbyisten Königin ) ist, dann kann man Das verstehen ^^

Beide sind sehr schlecht & für mich 100% unwählbar 

Bernie Sanders war eine Hoffnung ... bevor er ( Hillery-) assimiliert wurde

Kommentar von Braini1000 ,

Die neue Bush

Kommentar von surfenohneende ,

Die neue Bush

Beide sind mehr oder weniger Bush jr. reloaded

Antwort
von IamNotBeyonce, 51

Wahrscheinlich , weil einem sonst nichts anderes übrig bleibt als die gute Hilary und die ist auch nicht besser ..

Antwort
von livechat, 9

Der Erdogan wird auch von  >>vielen<<  gewählt.

Putin auch.

Antwort
von uthiv98, 49

Manche sind einfach Stammwähler, das heißt sie wählen immer die gleiche Partei. Da in der USA nur zwei starke Parteien exestieren, ist es daher keine große Frage. Viele Bürger sehen in Trump als jemanden der ihre Probleme verstehen und lösen kann, da sie von der jetzigen Regierung enttäuscht sind

Antwort
von Ariestoteles, 30

Weil Donald Trump Aufbruchstimmung verbreitet. Er will den Is besiegen, Amerika schuldenfrei machen, illegale Migranten rauswerfen und die Kriminalität besiegen und Millionen neue Jobs schaffen. Das sagt er alles in seinen Wahlkampfveranstaltungen und viele Amerikaner glauben ihm.

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